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Kobanê

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Vorlage:Ku
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Kobanê
Kobanê (Syrien)
Kobanê (Syrien)
Kobanê
Koordinaten 36° 53′ N, 38° 21′ OKoordinaten: 36° 53′ N, 38° 21′ O
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Basisdaten
Staat Syrien
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Aleppo
Höhe 520 m
Einwohner 54.681 (2007)
Die Stadt am 20. Oktober 2014
Die Stadt am 20. Oktober 2014
Die Stadt am 20. Oktober 2014
Datei:Aleppo districts (ku).PNG
Auf der Distriktgliederungskarte des Gouvernements Aleppo

Kobanê (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Kobanê bzw. Vorlage:Ku) oder Ain al-Arab (arabisch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., DMG Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.) ist die Hauptstadt des Distrikts Ain al-Arab im Gouvernement Aleppo in Syrien. Die Stadt wird mit 54.681 Menschen (geschätzter Stand 2007) überwiegend von Kurden bewohnt. Im Verlaufe des Bürgerkrieges in Syrien und massiver Binnenflucht ist die Einwohnerzahl bis Mitte 2014 vorübergehend auf über 100.000 gestiegen. Durch den Kampf um Kobanê, in dem syrisch-kurdische Volksverteidigungseinheiten die Stadt gegen den Islamischen Staat verteidigten, erlangte die Stadt internationale Bekanntheit. Die Stadt ist Hauptort und Namensgeber eines der drei Kantone der bis Januar 2026 de facto autonomen Föderation Nordsyrien – Rojava.

Ursprung der Namen[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweisbaustein Die Bedeutung des Namens Ain al-Arab ist „Quelle der Araber“. Die älteste Namensform sei Kānī (kurdisch „Quelle“). Als im Laufe der Geschichte die Eşiret (Volksstamm) der Millî an Einfluss gewonnen haben, hat sich der Name Kobanî durchgesetzt. Im Rahmen der Türkisierung geographischer Namen hätten die Osmanen später versucht, den Namen Mürşit Pinar (مرشد بنار) einzuführen. Beim Bau der Bagdadbahn sei der Ort als Kombanî (von englisch „Company“) bezeichnet worden.<ref>Interview mit Husain Amin Husain</ref>

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt Kobanê liegt an der syrisch-türkischen Grenze gegenüber der türkischen Stadt Suruç in der Provinz Şanlıurfa. Ain al-Arab liegt 160 km nordöstlich von Aleppo und 30 km östlich vom Fluss Euphrat.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohner Kobanês sind Kurden. Bis in die 1970er Jahre gab es hier noch armenische Familien, die aber mittlerweile in größere Städte wie Aleppo oder nach Armenien abgewandert sind.

Große kurdische Eşirets sind hier die Berazan und die Kêtikan. Führende Angehörige dieser Stämme waren z. B. Bozan Beg, der zu seiner Zeit Abgeordneter für Urfa im türkischen Parlament war und sein Neffe Şahin Şahin, der in den 1950er Jahren Abgeordneter im syrischen Parlament in Damaskus war.

Geschichte[Bearbeiten]

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Gemäß einer Untersuchung von Husain Amin Husain beginnt die Geschichte der Stadt im Jahr 1892. Damals gab es drei Häuser und zwei Mühlen. Zuvor sollen Armenier dort gelebt haben.

Seit dem Aufstand gegen die Regierung Assad und dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges 2011 fanden auch in Ain al-Arab (Kobanê) Kämpfe statt. Wegen ihrer Grenzlage und des reichlichen Trinkwassers ist die Stadt strategisch wichtig. Seit Anfang 2014 ist Ain al-Arab Zentrum eines der drei selbstverwalteten Kantone Rojavas. Diese Kantone stehen unter der Kontrolle der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) und ihrer Verbündeten.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) versuchte seit Ende 2013, die Stadt aufgrund ihrer strategischen Bedeutung einzunehmen, scheiterte aber an der Verteidigung durch die kurdischen Volksverteidigungseinheiten und Peschmerga sowie an den Luftangriffen der Alliierten. Mitte September 2014 traten die islamistischen Milizen zu einer Großoffensive an, ab 28. September 2014 begann der Angriff auf das Stadtgebiet.<ref>IS-Angriff auf Ain al-Arab: Im Auge des Sturms, Spiegel-Artikel vom 27. September 2014.</ref> An der Schlacht nahmen auf der kurdischen Seite viele weibliche Kämpfer teil. Im Januar 2015 waren die Einheiten des IS vertrieben. Die Stadt war schwer zerstört.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Foto: Blick auf die zerstörte Stadt (Memento vom 1. Februar 2015 im Internet Archive).</ref>

Datei:Zaningeh.jpg
Universität Kobanê

Seither sind viele der Bewohner zurückgekehrt, und die Stadt befindet sich im Wiederaufbau,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 30. Juni 2015; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.spiegel.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Al Jazeera, 13. Mai 2016; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.aljazeera.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> welcher durch eine Blockade und militärische Angriffe der Türkei gegen die Wiederaufbauarbeiten erschwert wird.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. tagesschau, 13. Januar 2016; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Welt/N24, 27. Juli 2015; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.welt.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Im Dezember 2017 wurde die Universität Kobanê gegründet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

Nachdem Kobanê und anderer Orte in Nordsyrien bereits im Oktober 2018 von der Türkei bombardiert worden waren,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Zeit Online, 28. Oktober 2018; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.zeit.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> begann die türkische Regierung am 9. Oktober 2019 mit einer großangelegten Invasion, um die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) von der syrisch-türkischen Grenze zu vertreiben.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Zeit Online, 9. Oktober 2019; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.zeit.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Im Zuge der wiederholt gebrochenen Waffenstillstandsvereinbarungen zwischen islamistischen Gruppen und syrisch-demokratischen Kräften wurde Kobanê ab Mitte Januar 2026 belagert. Hilfsorganisationen und kurdische Medien sprechen von einer humanitären Krise.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 25. Januar 2026; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.tagesanzeiger.ch (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 24. Januar 2026; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.deutschlandfunk.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Etwa 100.000 Binnenflüchtlinge suchen in der Stadt Zuflucht.<ref>Carlo Hoffmann: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 25. Januar 2026; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);: Lua-Fehler in Modul:Text, Zeile 51: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref>

Nach einer militärischen Offensive der syrischen Übergangsregierung unter Ahmed al-Scharaa Mitte Januar 2026 wurde am 30. Januar ein Abkommen erzielt, das neben einem Waffenstillstand eine staatliche Kontrolle der bisherigen autonomen Strukturen wie der Sicherung der Landesgrenze und für die Kurden eine gewisse kulturelle und auf lokalen Ebenen administrative Selbstbestimmung vorsieht.<ref>Gülistan Gürbey: Rojava unter Druck. Das Ende der kurdischen Selbstverwaltung in Nordostsyrien? Bundeszentrale für politische Bildung, 20. Mai 2026</ref>

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kurdischen Angaben zufolge hat 2015 der römische Stadtrat Gianluca Peciola eine Partnerschaft der Stadt Rom mit Kobanê vorgeschlagen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rome Declares Kobane 'Sister City' (Memento vom 16. Dezember 2015 im Internet Archive)</ref>

Im Juli 2019 hat der Kreistag des Kreises Herford eine Partnerschaft mit Kobanê grundsätzlich befürwortet.<ref>Kreis Herford befürwortet Partnerschaft mit Kobanê anfdeutsch.com, 8. Juli 2019</ref><ref>Errichtung einer Partnerschaft zwischen den Regionen Kobane/Rojava (Nordsyrien) und dem Kreis Herford - Antrag des Kreistagsmitglieds Friedel Böhse vom 12.06.2019 Vorgang 160/2019 Kreisinformationssystem</ref>

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kobanê – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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