Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Kanada
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Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Kanada ist gesellschaftlich weitgehend akzeptiert. Gleichgeschlechtliche Paare sind rechtlich gleichgestellt.
Geschichte[Bearbeiten]
Frühe Neuzeit[Bearbeiten]
Der älteste bekannte Strafprozess wegen Homosexualität in Neufrankreich fand im September 1648 statt. Ein in der französischen Garnison Ville-Marie stationierter, namentlich nicht bekannter Trommler des Militärs wurde von örtlichen Sulpizianer-Priestern wegen Sodomie angezeigt und in Québec-Stadt zum Tod durch den Strang verurteilt. Nach einem Einschreiten der Jesuiten wurde das Urteil unter der Bedingung aufgehoben, dass er das Amt des ersten ständigen Scharfrichters in Neufrankreich übernahm. Der Verurteilte ließ sich auf den „Deal“ ein.<ref>Richard Burnett: Looking back at Quebec queer life since the 17th century. In: Xtra vom 14. Dezember 2009; Louis Godbout: Montreal. In: LGBTQ Archive.</ref> Da nur der Trommler vor Gericht gestellt wurde, besteht die Vermutung, dass sein Sexualpartner ein Mann der First Nations war, der den religionsrechtlichen Bestimmungen der französischen Kolonialmacht nicht unterlag.
Während der Kolonialzeit in Kanada wurde den First Nations das europäische Glaubens- und Wertesystem aufgezwungen. Dabei beobachteten Missionare queere Praktiken unter der einheimischen Bevölkerung. Der Jesuit Joseph-François Lafitau verbrachte ab 1711 sechs Jahre unter den Irokesen und beobachtete dabei Verhalten, das er als geschlechtlichen Rollentausch empfand: Frauen, die als Krieger agierten und Männer, die wie Frauen lebten.<ref>Martin Cannon: The Regulation of First Nations Sexuality. In: Maureen FitzGerald und Scott Rayter (Hg.): Queerly Canadian: An Introductory Reader in Sexuality Studies. Canadian Scholars’ Press 2012. ISBN 978-1-55130-400-7, S. 52.</ref>
Das lange 19. Jahrhundert[Bearbeiten]
Gleichgeschlechtliche Aktivitäten zwischen Männern waren auch in Britisch-Nordamerika weiterhin mit der Todesstrafe bedroht. Die Verantwortlichen zeigten sich bei der Vollstreckung solcher Urteile aber ebenso zögerlich wie zuvor diejenigen in Neufrankreich. Obwohl zahlreiche Männer von Gerichten wegen Sodomie zum Tode verurteilt wurden, gibt es zur Vollstreckung solcher Urteile kaum Zeugnisse. Vielmehr wurden die Urteile von den Gouverneuren routinemäßig in Freiheitsstrafen umgewandelt oder die Verurteilten begnadigt. Gegen zwei prominente politische Persönlichkeiten dieser Ära, Alexander Wood und George Herchmer Markland, wurden nach dem Vorwurf homosexueller Aktivitäten strafrechtliche Untersuchungen eingeleitet, aber eingestellt, nachdem sie von ihren politischen Ämtern zurücktraten.
1859 erließ Kanada ein Gesetz gegen „Sodomie“ (Buggery Law). Der Straftatbestand lautete: "Every person guilty of the abominable crime of Buggery, committed either with mankind or with any animal, shall suffer death as a felon." („Jede Person, die sich des abscheulichen Verbrechens der Sodomie schuldig macht, begangen entweder mit Menschen oder mit einem Tier, soll als Schwerverbrecher den Tod erleiden.“).<ref>Consolidated Statutes of Canada, chapter 91, section 22.</ref> Als bei einer Strafrechtsreform 1869 die Todesstrafe weitgehend abgeschafft wurde, entfiel sie auch bei „Sodomie“.<ref>Hamish: The End to the Death Penalty for “Sodomy” in Canada. In: The Drummer's Revenge. LGBT history and politics in Canada vom 9. September 2007.</ref> 1892 wurde der Straftatbestand geändert und zielte nun auf alle homosexuellen Aktivitäten von Männern. Das Zentrum des Tatbestands bildete nun "gross indecency" („grobe Unzucht“).
Es dauerte bis Ende der 1960er Jahre bevor ein Umdenken einsetzte. Everett George Klippert (1926–1996) war der letzte Mann, der 1965 erstinstanzlich, 1967 letztinstanzlich, in Kanada wegen „grober Unzucht“ verhaftet, angeklagt und zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde.<ref>Urteil der Berufungsinstanz im Fall Klippert v. The Queen, 1967 CanLII 73 (SCC), [1967] SCR 822.</ref> Sein Fall löste die Straffreistellung für homosexuelle Handlungen in Kanada aus.<ref>Andrew Lesk: Canada Decriminalizes Homosexual Acts. In: EBSCO Information Services von 2022; abgerufen am 10. August 2026.</ref>
Der Weg zur Gleichstellung[Bearbeiten]
Ein erster Gesetzentwurf eines Mitglieds des kanadischen Unterhauses, Arnold Peters, der vorsah, homosexueller Handlungen straffrei zu stellen, scheiterte 1964.
Seit 1967 befand sich ein weiterer Entwurf im Gesetzgebungsverfahren, um homosexuelle Handlungen zu entkriminalisieren. Der damalige Justizminister und Generalstaatsanwalt Kanadas, Pierre Trudeau, der später 15. Premierminister Kanadas wurde, brachte den Entwurf als Bill C-195 im Parlament ein, wo er 1969 als Criminal Law Amendment Act, 1968–69 (Bill C-150) verabschiedet wurde. Es handelte sich um ein umfassendes Artikelgesetz, dass zahlreiche Bestimmungen des Strafgesetzes betraf, unter anderem auch homosexuelle Handlungen entkriminalisierte.<ref>An Act to amend the Criminal Code … vom 27. Juni 1969, hier: Ziffer 7 (S. 869f.)</ref> Von Pierre Trudeau stammt dazu der Kommentar: „The state has no place in the bedrooms of the nation.“ („Der Staat hat in den Schlafzimmern seiner Bürger nichts zu suchen.“)<ref>Andrew Lesk: Canada Decriminalizes Homosexual Acts. In: EBSCO Information Services von 2022; abgerufen am 10. August 2026.</ref>
Am 28. August 1971 fand die erste große, öffentliche Kundgebung für schwule Gleichberechtigung unter der Bezeichnung „We Demand Rally“<ref group="Anm.">The Demands – Liste der 1971 erhobenen Forderungen.</ref> in Ottawa statt.<ref> Miriam Smith: Lesbian and Gay Rights in Canada. Social Movements and Equality-Seeking, 1971-1995. University of Toronto Press, Toronto 1999.</ref> Mit der Pride Week 1973 begann die Tradition der Pride-Paraden in Kanada. Die 1970er Jahre waren aber auch noch durch zahlreiche Polizeieinsätze gegen queere Einrichtungen gekennzeichnet.<ref>Matthew Hays: Raiding History. Why can't Canada's LGBTQ community tell its story correctly?. Auf: The Walrus vom 18. November 2019; abgerufen am 10. August 2026.</ref>
Anlässlich einer Verfassungsänderung 1982 wurde diese um die Kanadische Charta der Rechte und Freiheiten ergänzt. Artikel 15 garantiert dabei seit 1985 die Gleichbehandlung vor dem Recht sowie Schutz durch das Recht ohne Diskriminierung. Queere Formen der Sexualität wurden dabei nicht ausdrücklich erwähnt. Der Oberste Gerichtshof von Kanada klärte jedoch anlässlich einer Einzelfallentscheidung<ref>Egan v Canada in: Supreme Court Reports 1995, Band 2, S. 513ff.</ref>, dass das Diskriminierungsverbot auch dafür gelte.
Einige Provinzen Kanadas ergänzten ihre Verfassungen um entsprechende Bestimmungen, so als erste Provinz Ontario 1986.<ref>Statutes of Ontario 1986, chapter 64, section 18.</ref> 1988 outete sich mit Svend Robinson erstmals ein Abgeordneter des kanadischen Parlaments.<ref>Maryse Zeidler: 30 years after Canada's first MP came out, LGBT politicians still face challenges. In: CBC/Radio-Canada vom 24. Februar 2018; abgerufen am 10. August 2026.</ref> Im gleichen Jahr erlaubte die United Church of Canada, größte evangelische Kirche des Landes, die Ordination schwuler und lesbischer Personen. 1992 wurde das bestehende Verbot für Schwule, in den kanadischen Streitkräften tätig zu sein, aufgehoben. Das war erneut die Konsequenz aus einer Gerichtsentscheidung, diesmal des Berufungsgerichts von Ontario (Ontario Court of Appeal).<ref>Haig v. Canada (1992), in: 9 Ontario Reports (Third Series), S. 495ff.</ref>
2004 wurde eine Bestimmung des Strafgesetzes zu Hass-Propaganda auf Fälle ausgedehnt, bei denen die sexuelle Ausrichtung das Ziel des Hasses ist.<ref>Statutes of Canada 2004, Kapitel 14: An Act to amend the Criminal Code (hate propaganda) (Bill C-250).</ref>
2005 wurde der Civil Marriage Act angepasst und die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglicht.<ref>Civil Marriage Act, Statutes of Canada 2005, chapter 33.</ref> Konversionstherapien sind in Kanada seit 2021 verboten.<ref>Rachel Aiello: Senate passes bill to ban conversion therapy. Auf: CTV vom 7. Dezember 2021; abgerufen am 10. August 2026.</ref>
Rechtliche Lage[Bearbeiten]
Allgemein[Bearbeiten]
Die Strafbarkeit homosexueller Handlungen ist seit 1969 aufgehoben.<ref>An Act to amend the Criminal Code … vom 27. Juni 1969, hier: Ziffer 7 (S. 869f.)</ref> Es gilt landesweit ein Diskriminierungsverbot für queere Menschen.<ref>Egan v Canada in: Supreme Court Reports 1995, Band 2, S. 513ff.</ref> Die gleichgeschlechtliche Ehe wurde 2005 landesweit zugelassen.<ref>Civil Marriage Act, Statutes of Canada 2005, chapter 33.</ref><ref group="Anm.">In einigen wenigen Einzelfällen, in denen Paare sich durch alle Instanzen geklagt hatten, war das auch schon wenige Jahre zuvor durch Gerichtsurteile zugelassen worden.</ref> Gleichgeschlechtliche Paare sind heterosexuellen gleichgestellt.
Das Schutzalter lag von 1982 bis 2008 bei 14 Jahren. Die konservative Regierung beschloss 2007, es auf 16 Jahre anzuheben und führte gleichzeitig eine Regelung ein, wonach eine Strafbarkeit bei Sex mit 14- oder 15-jährigen erst bei einem Altersunterschied von mehr als 5 Jahren eintritt.<ref>Parliament of Canada: LEGISinfo – 39th Parliament – 1st Session – (April 3, 2006–Sept. 14, 2007) – Bill C-22. Abgerufen am 22. Juli 2026.; Department of Justice Canada: Age of Consent to Sexual Activity; abgerufen am 11. August 2026.</ref>
Die Beschränkungen, denen Homosexuelle in Bezug auf Blut- und Organspende unterworfen waren, sind seit 2022 aufgehoben.<ref>Canada removes ban on blood donations from gay men. BBC vom 28. April 2022.</ref>
Adoption[Bearbeiten]
Die erste Provinz in Kanada, die die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare erlaubte, war British Columbia 1996.<ref>Adoption Act. In: Revised Statutes of British Columbia, 1996, chapter 5.</ref> Die anderen Provinzen folgten bis 2011 (Nunavut).
Drei Provinzen (British Columbia, Ontario und Saskatchewan) erkennen zudem einen Elternstatus für drei oder mehr Wunscheltern an, was eine größere Vielfalt an queeren und transgeschlechtlichen Familienstrukturen ermöglicht. Diese Elternteile können zusätzlich zu dem leiblichen Elternteil oder an dessen Stelle treten.
Regelungen für Intersexuelle[Bearbeiten]
Laut der kanadischen Volkszählung von 2021 identifizieren sich 31.355 als Transgender.<ref>Statistics Canada: Canada is the first country to provide census data on transgender and non-binary people vom 27. April 2022.</ref>
Geburtsurkunden werden in Kanada von den Behörden der Provinzen oder Territorien ausgestellt. Die meisten sehen vor, dass in der Angabe des Geschlechts ein Drittes Geschlecht angegeben werden oder auf diese Angabe ganz verzichtet werden kann.<ref>N.W.T. residents can now choose 'X' as gender on IDs. In: CBC News vom 12. Dezember 2017; Transgender Canadians can choose ‘x’ option on passports, starting Aug. 31. In: Toronto Star vom 24. August 2017.</ref>
Regelungen für Transpersonen[Bearbeiten]
Die Rechte von Transgender-Personen in Kanada, einschließlich der Verfahren zur Änderung des rechtlichen Geschlechts und des Schutzes vor Diskriminierung, variieren aufgrund der föderalen Struktur Kanadas zwischen den einzelnen Provinzen und Territorien. Der Geschlechtswechsel ist aber prinzipiell überall möglich. Laut der kanadischen Volkszählung von 2021 identifizieren sich 100.815 Personen als Transgender.<ref>Statistics Canada: Canada is the first country to provide census data on transgender and non-binary people vom 27. April 2022.</ref>
Es gibt in Kanada zwei Wege, um das Geschlecht rechtlich zu ändern, einmal über den Bundesstaat Kanada oder über das Geburtenregister, das jeweils von der Provinz oder dem Territorium geführt wird. Unterschieden wird zwischen dem „rechtlichen Geschlecht“ (legal gender) und der „Geschlechtsangabe“ (gender marker). Das rechtliche Geschlecht ist das, was auf grundlegenden Identitätsdokumenten wie etwa der Geburtsurkunde angegeben wird. Die „Geschlechtsangabe“ kann auf einem nicht-grundlegenden Identitätsdokument, wie etwa einem Führerschein – auch abweichend vom „rechtlichen Geschlecht“ – erscheinen. Eine Änderung der „Geschlechtsangabe“ auf einem nicht-grundlegenden Identitätsdokument allein verschafft einer Trans-Person noch kein grundlegendes Identitätsdokument, das eine solche Änderung auch rechtlich wirksam werden lässt.
Die Provinzen British Columbia, Ontario und Saskatchewan und alle drei Territorien (Nordwest-Territorien, Nunavut und Yukon) bieten nur Personen, die auf ihrem jeweiligen Gebiet geboren sind, die Möglichkeit, ihr rechtliches Geschlecht zu ändern.
Soziale Lage[Bearbeiten]
Allgemeingesellschaftlich[Bearbeiten]
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Kanada ist ein relativ queerfreundliches Land. Eine Studie zeigte, dass sich die öffentliche Meinung in Kanada zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe zwischen 1997 und 2004 dramatisch verschoben hat: von überwiegender Ablehnung hin zu einer breiten Unterstützung. Dies spiegelt einen ebenso dramatischen Wandel in der gesellschaftlichen Haltung gegenüber queeren Personen.<ref>Mark Warren Lehman: Affect Change: The Increased Influence of AttiTudinal Factors on Canadians’ Support for Legal Same-Sex Marriage. University of Toronto 2006.</ref> Beim Zensus 2021 wurden 127.640 gleichgeschlechtliche Ehen<ref group="Anm.">Davon 48.655 schwul und 46.780 lesbisch (Statistics Canada: Gender diversity – Weblinks).</ref> gezählt.<ref>Statistics Canada: Gender diversity (Weblinks).</ref>
In den großen Städte Kanadas bestehen Viertel, in denen sich das Leben der homosexuellen und das anderer queerer Gemeinschaften konzentriert. Dazu gehören das Viertel Church and Wellesley in Toronto, das Geschäftsviertel „Gay Village“ in Montreal, „Davie Village“ in Vancouver, der Bezirk um die um die Davie Street im Stadtzentrum, und das „Bank Street Gay Village“ im Stadtzentrum von Ottawa.<ref>Ottawa introduces first 'Gay Village'. In: CBC News vom 8. November 2011.</ref> Jedes Jahr im Sommer feiert die queere kanadische Gemeinschaft Pride-Events in allen größeren Städten, an denen regelmäßig Politiker der Bundes, der Provinzen und der Kommunen teilnehmen.
Queere Selbsthilfe-Organisationen[Bearbeiten]
1984 wurde mit Pink Triangle Services (PTS) die erste gemeinnützige Organisation für Homosexuelle in Kanada eingetragen.<ref>Dale Smith: 25 years of Pink Triangle Services. A look back at the beginnings of Ottawa's queer social service umbrella group. In: Xtra vom 25. März 2009: abgerufen am 10. August 2026.</ref>
Two-Spirit[Bearbeiten]
Der Begriff Two-Spirit ist ein Neologismus für Angehörige der First Nations (meist Männer), die die soziale Geschlechtsrolle (Gender) des anderen Geschlechts übernommen haben.
Canada Pride Citation Insignia[Bearbeiten]
2018 führte Kanada das Canada Pride Citation Insignia ein. Es ist ein offizielles, vom kanadischen Staat verliehenes Ehrenzeichen für LGBTQ+-Mitglieder der kanadischen Streitkräfte, der Royal Canadian Mounted Police und des öffentlichen Dienstes, die in der Zeit systematischer Verfolgung und Entlassung aus dem Staatsdienst bis in die 1990er Jahre von solchen Maßnahmen betroffen waren.<ref>Privy Council Office: Government of Canada unveils the Canada Pride Citation. Presseerklärung der kanadischen Regierung vom 6. November 2018.</ref>
Kultur[Bearbeiten]
Queeres, öffentliches Leben findet vorwiegend in den Metropolen Montreal, Toronto, Ottawa, Vancouver und Calgary statt.
The Body Politic war die erste Zeitung der Schwulenbewegung in Kanada. Sie wurde in Toronto herausgegeben und erschien von 1971 bis 1987.<ref>The Body Politic im Katalog der National Library of Canada.</ref>
Coming Out war die erste LGBTQ-Fernsehserie. Sie wurde 1972 auf dem Kabelkanal Maclean-Hunter ausgestrahlt.
Am 19. Februar 2026 wurde der Fall von Everett George Klippert (siehe: Abschnitt Geschichte) durch den für das Historic Sites and Monuments Board of Canada zuständigen Bundesminister als Klippert Case, 1967 National Historic Event zu einem „national bedeutenden historischem Ereignis“ erklärt.<ref>Klippert Case, 1967 National Historic Event. In: Directory of Federal Heritage Designations. Parks Canada, abgerufen am 22. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Religion[Bearbeiten]
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Während die Interessenvertretung für queere Rechte anfangs aus dem linken politischen Spektrum stammte oder von diesem übernommen wurde, spielten Queere bejahende religiöse Organisationen wie die Metropolitan Community Church (MCC) ebenfalls früh eine Rolle im Kampf um Bürgerrechte für queere Menschen. MCC-Pastor Brent Hawkes, Pfarrer der MCC-Gemeinde in Toronto, wurde zu einem der ersten offen schwulen Verfechter von LGBTQ-Bürgerrechten im Land. Er vollzog 2001 die erste gleichgeschlechtliche Trauung des Landes und beteiligte sich anschließend an dem erfolgreichen Rechtsstreit<ref>Halpern v. Canada (Attorney general), 2003 CanLII 26403 (ON CA).</ref>, mit dem diese Eheschließung 2003 durch die Gerichte und damit durch den Staat anerkannt wurde – noch vor der landesweiten Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe 2005.
Die größte evangelische Kirche Kanadas, die United Church of Canada, ordiniert queere Geistliche und führt gleichgeschlechtliche Trauungen durch. Allerdings lehnen auch in Kanada theologisch Konservative sowie die römisch-katholische Kirche die gleichgeschlechtliche Ehe ab und weigern sich, diese anzuerkennen.
Literatur[Bearbeiten]
- Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung
Weblinks[Bearbeiten]
- Sylvain Larocque: Gay Marriage: The Story of a Canadian Social Revolution. James Lorimer & Company, Toronto 2006. ISBN 1-55028-927-6
Anmerkungen[Bearbeiten]
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Einzelnachweise[Bearbeiten]
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