Strauchpappeln
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| Strauchpappeln | ||||||||||||
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| Datei:Lavatera trimestris "Pink Beauty" 03.JPG
Bechermalve (Lavatera trimestris), Sorte ‘Pink Beauty’ | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lavatera | ||||||||||||
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Die Strauchpappeln (Lavatera), auch Strauchmalven oder Bechermalven genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Von einigen Lavatera-Arten gibt es Sorten, die als Zierpflanzen verwendet werden. Von den etwa 25 Arten kommen die meisten im Mittelmeerraum vor.
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]
Lavatera-Arten wachsen als einjährige, zweijährige oder kurzlebige ausdauernde krautige Pflanzen, Halbsträucher oder Sträucher, die Wuchshöhen von bis zu 2 Meter erreichen. Die meisten oberirdischen Pflanzenteile besitzen Sternhaare oder einfache Haare (Indument).
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in einen langen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind meist leicht bis stark fünf- bis siebenlappig oder selten nicht gelappt. Die Nebenblätter sind laubblattartig und haltbar.
Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]
Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln oder in endständigen, auffälligen, traubigen Blütenstände zusammen. Die drei bis sechs Hochblätter des Nebenkelches sind nur an ihrer Basis verwachsen.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Die fünf freien Kronblätter sind genagelt und oben meist ausgerandet oder seltener gestutzt. Die Farbe der Kronblätter reicht von weiß über rosa- bis purpurfarben, nur bei einigen Formen von Lavatera triloba sind sie gelb. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen. Die Staubfadenröhre endet mit vielen Staubbeuteln. Sechs bis viele Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, sechs- bis 25-kammerigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtknotenkammer ist nur eine aufrechte Samenanlage vorhanden. Es sind sechs bis viele dünne Griffeläste vorhanden, die jeweils in einer fadenförmigen Narbe enden.
Früchte und Samen[Bearbeiten]
Die abgeflacht kugelige Spaltfrucht mit einer angeschwollenen, konischen oder scheibenförmigen Griffelbasis zerfällt in sechs bis viele (25) Teilfrüchte. Die Teilfrüchte sind glatt oder skulptiert, manchmal teilweise häutig, meist geschnäbelt, oft mit einer oder zwei Borsten, oft winzig, flaumig mit Sternhaaren bedeckt. Bei Reife bleiben die Teilfrüchte meist geschlossen. In jeder Teilfrucht befindet sich ein aufrechter Same. Die nierenförmigen Samen sind glatt oder transversal gerippt und frei von der Wand der Spaltfrucht.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung des Gattungsnamens Lavatera erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 690<ref name="biodiversitylibrary" />. Der Gattungsname Lavatera ehrt Johann Heinrich Lavater (1611–1691), einen Schweizer Arzt und Naturforscher.<ref name="Burkhardt2018" /> Als Lectotypus wurde 1929 durch Hitchcock & Green die Art Lavatera trimestris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. festgelegt.<ref name="tropicos" />
Die Gattung Lavatera gehört zur Subtribus Malvinae aus der Tribus Malveae in der Unterfamilie der Malvoideae innerhalb der Familie der Malvaceae.<ref name="GRIN" /><ref name="Tate et al. 2005" /> Manche Autoren vereinigen die Gattung mit der Gattung Malva.<ref name="Euro+Med" /> So gibt es für alle Arten auch Synonyme bei der Gattung Malva.
Die Lavatera-Arten kommen hauptsächlich im Mittelmeerraum vor. Einige Arten gibt es auch im Vereinigten Königreich, auf den Kanarischen Inseln, im Hochland von Abessinien, in Zentralasien und in Kaschmir, sowie im östlichen Sibirien. Außerdem gibt es eine Art in Australien (Lavatera plebeia) und fünf Arten in Kalifornien (Lavatera assurgentiflora, Lavatera insularis, Lavatera lindsayi, Lavatera occidentalis und Lavatera venosa).
Es gibt etwa 25 Lavatera-Arten:
- Lavatera abyssinica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hutch. & E.A.Bruce: Sie gedeiht im äthiopischen Hochland.
- Lavatera acerifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cav. (Syn.: Malva acerifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Cav.) Alef.): Sie kommt nur auf den Kanarischen Inseln vor.
- Baumförmige Strauchpappel (Lavatera arborea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn.: Malva arborea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Webb & Berthel.): Sie gedeiht im Mittelmeerraum sowie in Westeuropa und in Nordafrika.
- Lavatera assurgentiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kellogg: Dieser Endemit gedeiht nur auf den Kanalinseln Kaliforniens.
- Lavatera bryoniifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill.: Sie kommt hauptsächlich im östlichen Mittelmeerraum vor.
- Lavatera cachemiriana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cambess.: Sie ist weit verbreitet in Indien, Kaschmir, Pakistan, Nepal, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan und in China nur im nordwestlichen Xinjiang.
- Lavatera cretica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. (Syn.: Malva multiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Cav.) Soldano, Banfi & Galasso): Sie ist in Makaronesien, Nordafrika, Südeuropa und Vorderasien weitverbreitet.
- Lavatera insularis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.Watson: Dieser Endemit kommt nur auf den Islas Coronado westlich von Niederkalifornien vor.
- Lavatera lindsayi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Moran: Dieser Endemit nur auf der Isla Guadelupe westlich von Niederkalifornien vor.
- Lavatera maroccana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maire (Syn.: Malva maroccana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Batt. & Trab.) Soldano, Banfi & Galasso): Sie kommt in Spanien bei Cadiz und Sevilla, sowie vermutlich auch in Marokko vor.
- Lavatera mauritanica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Durieu (Syn.: Lavatera davaei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cout.): Sie kommt mit zwei Unterarten im südlichen und zentralen Portugal sowie östlichen Spanien (subsp. davaei) und nordwestlichen Afrika (subsp. mauritanica) vor.
- Lavatera maritima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gouan: Das Verbreitungsgebiet liegt im westlichen Mittelmeerraum, dort kommt sie auf Korsika und Sardinien, sowie von Tunesien und Marokko bis Spanien vor.
- Lavatera microphylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.E.G.Baker (Syn.: Malva microphylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Baker f.) Molero & J.M.Monts.): Dieser Endemit kommt nur im Gebiet des Sherat River in Rabat in Morrokko vor.
- Lavatera oblongifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss. (Syn.: Malva oblongifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Boiss.) Soldano, Banfi & Galasso): Sie kommt im südlichen Spanien nur in den Provinzen Almería und Granada vor.
- Lavatera occidentalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.Watson: Sie kommt nur auf Inseln westlich von Niederkalifornien vor.
- Lavatera olbia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. (Syn.: Malva olbia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Alef.): Sie kommt in Südeuropa und Nordafrika vor.
- Purpurrote Strauchmalve (Lavatera phoenicea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vent., Syn: Malva phoenicea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Vent.) Alef.): Sie kommt nur auf den Kanarischen Inseln vor.
- Lavatera plebeia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sims: Sie ist die einzige in Australien beheimatete Art.
- Lavatera punctata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.All. (Syn.: Malva punctata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(All.) Alef.): Sie ist weitverbreitet und kommt von Europa bis Zentralasien vor
- Lavatera stenopetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Coss. & Durieu (Syn: Malva stenopetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Batt.) Soldano, Banfi & Galasso): Sie kommt nur in Algerien auf Lehmböden vor.
- Thüringer Strauchpappel (Lavatera thuringiaca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn: Malva thuringiaca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Vis.): Sie ist mit zwei Unterarten in Eurasien weitverbreitet
- Lavatera triloba Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.: Sie ist im westlichen Mittelmeerraum weit verbreitet.
- Bechermalve (Lavatera trimestris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn: Malva trimestris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Salisb.): Sie ist im Mittelmeerraum weitverbreitet. Als Zierpflanze wird sie weltweit verwendet und wird gelegentlich als „Gartenflüchtling“ beobachtet.
- Lavatera venosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.Watson: Sie kommt nur auf den San Benito Inseln westlich von und im Gebiet von Vizcaino in Niederkalifornien vor.
- Lavatera vidalii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pau (Syn: Malva vidalii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pau) Molero & J.M.Monts.) ist eine seltene und gefährdete Art vom westlichen Rifgebirge im nördlichen Marokko.
Es gibt auch einige Hybriden:
- Lavatera ×clementii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cheek = Lavatera thuringiaca × Lavatera olbia
Quellen[Bearbeiten]
- Ya Tang, Michael G. Gilbert, Laurence J. Dorr: Malvaceae.: Lavatera, S. 267 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2007, ISBN 978-1-930723-64-1. (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
- Sultanul Abedin: Malvaceae. In: Flora of West Pakistan, 130, Stewart Herbarium, Rawalpindi, 1979: Lavatera - textgleich online wie gedrucktes Werk Lavatera bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
- Lavatera bei der Malvaceae-Website. (Abschnitt Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
- Werner Greuter, H. M. Burdet, G. Long: MED-Checklist. Band 4. Dicotyledones (Lauraceae-Rhamnaceae). Seite 235–237. Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève. 1989. ISBN 2-8277-0154-5
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="tropicos"> Lavatera bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Tate et al. 2005"> Jennifer A. Tate, Javier Fuertes Aguilar, Steven J. Wagstaff, John C. La Duke, Tracey A. Bodo Slotta, Beryl B. Simpson: Phylogenetic relationships within the tribe Malveae (Malvaceae, subfamily Malvoideae) as inferred from ITS sequence data. In: American Journal of Botany, Volume 92, 2005, S. 584–602 PDF.</ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> <ref name="Euro+Med"> Benito Valdés, 2011: Malvaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011. Datenblatt Malva. </ref> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.</ref> </references>