Der kleine Prinz (Originaltitel: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine mit eigenen Illustrationen versehene Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry. Das Buch erschien 1943 in New York, wo sich Saint-Exupéry im Exil aufhielt, und wurde zu seinem bekanntesten Werk. Der kleine Prinz gilt als literarische Umsetzung des moralischen Denkens und der Welterkenntnis seines Autors<ref name="harenberg">Joachim Kaiser (Hrsg.): Harenberg, Das Buch der 1000 Bücher: Autoren, Geschichte, Inhalt und Wirkung. Harenberg, Dortmund 2002, ISBN 3-611-01059-6, S.939.</ref> und als Kritik an einem Werteverfall der Gesellschaft.<ref name="focus-951647">DPA-Starline: Literatur: Phänomen und Klassiker: „Der kleine Prinz“ wird 70. In: Focus Online. 1. April 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Januar 2019; abgerufen am 14. Oktober 2018.Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de</ref> Das populärste Zitat aus Der kleine Prinz ist die Aussage des Fuchses, den der Prinz während seiner Reise trifft: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Die Erzählung ist ein modernes Kunstmärchen und wird als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert.
Die Erstausgabe des Kleinen Prinzen wurde am 6. April 1943 von Reynal & Hitchcock in New York veröffentlicht.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Antoine de Saint-Exupéry Timeline (Memento vom 12. Juni 2008 im Internet Archive)</ref> Das Buch erschien gleichzeitig im französischen Original (Le Petit Prince) und in einer englischen Übersetzung (The Little Prince) von Katherine Woods. Von der Erstauflage wurden auch limitierte und signierte Ausgaben auf Englisch (525 Exemplare) und Französisch (260 Exemplare) verkauft.
Weil Saint-Exupéry einen Vertrag mit dem Verlag Éditions Gallimard hatte, verklagte dieser den amerikanischen Verleger. Die erste Ausgabe in Frankreich erschien bei Gallimard mit einem Copyrightvermerk von 1945, der in späteren Auflagen mit 1946 angegeben wurde, da die Ausgabe erst 1946 in den Handel gekommen sein soll. Die postum erschienene Ausgabe von Gallimard brachte einen leicht veränderten Text: Im Unterschied zur Originalausgabe sieht der kleine Prinz an einem Tag die Sonne 43 Mal untergehen (Kapitel VI) statt 44 Mal. Auch die Farben der Illustrationen wurden verändert, so dass der Prinz einen marineblauen Mantel (Kapitel II) statt eines grünen trägt. Diese Änderungen wurden weltweit in fast allen Ausgaben übernommen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The Publication History of The Little Prince (Memento vom 22. Januar 2009 im Internet Archive)</ref>
1950 erschien die erste deutsche Übersetzung von Grete und Josef Leitgeb beim Arche Verlag in Zürich und beim Karl Rauch Verlag in Bad Salzig. Bis heute wurde das Buch weltweit in 618 verschiedene Sprachen und Dialekte übersetzt<ref>7431 Ausgaben von Der Kleine Prinz von Saint-Exupéry. In: petit-prince-collection.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 16. Februar 2025.</ref> und ist damit nach religiösen Werken wie der Bibel das am zweithäufigsten übersetzte literarische Werk.<ref>'The Little Prince' becomes world's most translated book, excluding religious works. In: CTVNews. 7. April 2017 (ctvnews.ca [abgerufen am 1. September 2025]).</ref>
Der namenlose Erzähler berichtet zunächst, wie er als sechsjähriges Kind seine erste Zeichnung vollendet hatte. Diese sollte eine Riesenschlange darstellen, die einen Elefanten verdaut. Außer dem Erzähler erkennen „große Leute“ jedoch nur einen Hut<ref name="kapitel_1">Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz. Kapitel 1.</ref> und empfehlen dem Erzähler, mit dem Zeichnen aufzuhören. Dieser passt sich an die Welt der „großen Leute“ an, fühlt sich jedoch allein und unverstanden.
Zufällig begegnet der Erzähler, nachdem er mit seinem Flugzeug in der Sahara notgelandet ist, dem kleinen Prinzen, der ihn bittet: „Zeichne mir ein Schaf …“<ref name="kapitel_2">Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz. Kapitel 2.</ref> Der Erzähler zeichnet ihm zunächst die Riesenschlange und wider Erwarten hat der kleine Prinz keine Probleme, Schlange und Elefanten zu erkennen. Also versucht der Erzähler, ein Schaf zu zeichnen, aber der kleine Prinz ist mit allen Zeichnungen unzufrieden. Letztlich zeichnet der Erzähler eine Kiste und erklärt: „Das Schaf, das du willst, steckt da drin.“<ref name="kapitel_2" /> Damit ist der kleine Prinz zufrieden.
Tag für Tag erzählt nun der kleine Prinz dem Erzähler von den Stationen seiner Reise zur Erde. Er stammt nicht von der Erde, sondern – wie der Erzähler vermutet – von einem kleinen Planeten, „kaum größer als ein Haus“, der auch als Asteroid bezeichnet wird – denn der Verfasser gebraucht die Begriffe „Planet“ und „Asteroid“ sprachlich und inhaltlich synonym. Auf diesem kleinen Asteroiden war der kleine Prinz hauptsächlich damit beschäftigt, seine drei Vulkane zu reinigen (einer davon erloschen) und die Affenbrotbäume herauszureißen, damit sie nicht den gesamten Planeten überwucherten und schließlich sprengten. Das soziale Umfeld des kleinen Prinzen bestand aus einer sprechenden Rose, die meist nur „die Blume“ genannt wird. Schließlich verließ der kleine Prinz seinen Planeten.
Auf der Suche nach Freunden besucht er weitere Asteroiden in der Umgebung, deren jeder das Lebensfeld eines ichbezogenen, in seiner Welt eingeschlossenen Menschen darstellt. So trifft er eine Reihe von einsamen Personen: einen König, der über ein fiktives Reich herrscht und für den der kleine Prinz nur ein Untertan ist;<ref name="kapitel_10">Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz. Kapitel 10.</ref> einen Eitlen, der ihn als Bewunderer sieht; einen Alkoholiker, der trinkt, um seine Trunksucht zu vergessen; einen Geschäftsmann, der behauptet, die Sterne zu besitzen; einen pflichtbewussten Laternenanzünder und einen Geografen, der riesige Bücher schreibt, in denen jedoch zum Kummer des Prinzen die nach seiner Ansicht wichtigen Dinge des Lebens nicht beschrieben werden. Der Geograf rät dem kleinen Prinzen, den Planeten Erde zu besuchen.
Und so kommt der kleine Prinz auf den siebten Planeten, die Erde. Zunächst trifft er dort auf eine kluge, ihm wohlgesinnte Giftschlange. Diese bietet ihm an, ihm bei der Rückkehr auf seinen Planeten zu helfen. Der kleine Prinz versteht, dass diese Hilfe aus einem tödlichen Biss besteht, obwohl die Schlange freundliche, jedoch rätselhafte Formulierungen benutzt.
Anschließend durchquert der kleine Prinz die afrikanische Wüste und trifft schließlich einen Fuchs, der ihm das Geheimnis einer einmaligen Bindung zwischen zwei Wesen erklärt: „Man kennt nur die Dinge, die man zähmt“ und „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Dann verrät er dem Prinzen sein Geheimnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“<ref name="kapitel_21">Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz. Kapitel 21.</ref>
Als der Trinkwasservorrat des Erzählers aufgebraucht ist, machen sich die beiden auf, um einen Brunnen zu suchen, den sie schließlich finden. Der kleine Prinz deutet dem Erzähler gegenüber erneut an, dass er durch seinen Tod zu seinem Planeten mit seiner Blume zurückkehren kann. Er erkennt, dass seine Blume das einzige ist, was er wirklich liebt. Außerdem ermahnt er den Erzähler, weiter an der Reparatur seines Flugzeuges zu arbeiten. Als dieses startklar ist, sucht der Erzähler den Brunnen erneut auf und erfährt dort, wie sich der kleine Prinz mit der Giftschlange verabredet, um sich von dieser beißen zu lassen, d. h., um zu seinem Planeten zurückzukehren.
Auch der Erzähler kehrt in seine Welt zurück, bittet aber die Leser, ihn bei der weiteren Suche nach dem kleinen Prinzen zu unterstützen.
Der kleine Prinz ist aus unterschiedlichen Perspektiven gedeutet worden.<ref>vgl. Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz.Königs Erläuterungen Nr. 378. C. Bange Verlag, E-Book. </ref>
Hugo Dyserinck stellt vor allem den Gegensatz zwischen der (positiven) Sichtweise der Welt des Kindes (imagination) und der negativen Sichtweise des Erwachsenen (raison) heraus.<ref name="Bange" >Der kleine Prinz – Das Wichtigtse auf einen Blick. C. Bange-Verlag, abgerufen am 23. September 2024.</ref>
Ernst August Racky sieht in der Darstellung der Typen die menschliche Unfähigkeit und Unwilligkeit, selbst das als negativ Erkannte zu ändern.<ref>Ernst August Racky: Die Auffassung vom Menschen bei Antoine de Saint-Exupery. Wiesbaden: Franz Steiner Verlag, 1954.</ref><ref>Besprechung von Claudio Guillén, Romanische Forschungen 1956, S. 210–214.</ref><ref name="Bange" />
Für Pierre Pagé kehrt der Autor zu den Tugenden der Freundschaft, Liebe und Humanität zurück, die allein das Leben lebenswert machen.<ref name="Bange" />
Monika Bosse und Eva-Maria Knapp-Tepperberg kritisieren in der gesellschafts- und ideologiekritischen Zeit der 1970er Jahre die im kleinen Prinzen positiv dargestellte bürgerliche Gesellschaft. Die poetischen Intentionen des Textes bleiben dabei unbeachtet.<ref name="Bange" />
Edward J. Capestany betrachtet in seiner psychologischen Studie die Entwicklung vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter.<ref>Edward J. Capestany: La dialèctica de „El Pricipito“. Buenos Aires, 1975 (spanisch).</ref><ref name="Bange" />
Yves Le Hir stellt im kleinen Prinzen Anklänge an das Leben Jesu heraus und sieht in ihm eine christusähnliche Lichtgestalt.<ref name="Bange" />
Inspirationen für den Kleinen Prinzen empfing Saint-Exupéry sehr wahrscheinlich zwischen 1927 und 1929 während seiner wiederholten Stationierungen in Tarfaya in Marokko.
Das von Saint-Exupéry selbst illustrierte Buch wurde mehrmals verfilmt und für das Theater adaptiert. Die erste Theateradaption war die von Rudolf Fischer aus dem Jahr 1950, entstanden noch vor der deutschen Ausgabe des Buchs. Auch ein Chanson von Gilbert Bécaud(Le Petit Prince est revenu) geht auf den Roman zurück.
Die im Buch eine Hauptrolle einnehmende Rose symbolisiert laut einer weit verbreiteten Interpretation Saint-Exupérys Muse Consuelo de Saint-Exupéry.
Eugen Drewermann kommt in seinem Buch Das Eigentliche ist unsichtbar zur tiefenpsychologischen Interpretation, dass in der Blume des kleinen Prinzen die Mutter des Dichters gesehen werden müsse. Tatsächlich hatte Saint-Exupéry zu seiner Mutter eine tiefe und innige Beziehung.
In Baden-Baden gibt es das nach dem Roman benannte Hotel Der Kleine Prinz. Im Innern begleiten Motive der Geschichte die Gäste durch das Haus.
Bis zum 16. Juli 2013 lief ein Aufruf „Let’s meet with Le Petit Prince! Million Campaign 2“ der japanischen Weltraumorganisation JAXA zur Teilnahme an der Weltraummission Hayabusa 2.<ref>Let’s meet with Le Petit Prince!</ref> Menschen waren eingeladen, ihren Namen und eine Botschaft zum Asteroiden (162173) 1999 JU3 zu senden.
2019 wurde Der kleine Prinz mit dem Retro Hugo Award 1944 in der Kategorie Best Novella (Bester Kurzroman) ausgezeichnet.
2022 erschien das Buch Il sorriso del Piccolo Principe (Edizioni Wip) von Donato Sperduto: Der kleine Prinz kann endlich lächeln.
Sammlung und Stiftung Jean-Marc Probst[Bearbeiten]
In Solothurn eröffnete 2025 eine Ausstellung im Palais Besenval der Sammlung der Stiftung von Jean-Marc Probst mit vermutlich allen je erschienenen Ausgaben des Kleinen Prinzen. Die Sammlung umfasst neben 7659 Ausgaben in 648 Sprachen auch die gesamte Literatur über den Kleinen Prinzen sowie wertvolle Einzelobjekte. Die Stiftung hinter der Sammlung lässt Exemplare nachdrucken in Sprachen, die nicht mehr erhältlich waren und verteilt sie gratis. Die Webseite der Stiftung ist die Referenz weltweit.<ref>Jean-Marc Probst, Unternehmer und Sammler</ref><ref>60 bereits publizierte Bücher</ref>
Le Petit Prince. Éditions Gallimard, Paris 1943, ständige Neuauflagen, ISBN 978-0-15-246503-2.
Der Kleine Prinz. Verlag Volk und Welt, Berlin, 1971, mit Genehmigung des Karl Rauch Verlags; mit Nachbemerkungen von Klaus Möckel
Der Kleine Prinz. Die deutsche Originalausgabe in der 69. Auflage, Karl Rauch Verlag, Düsseldorf 2024, Übers. Grete und Josef Leitgeb., ISBN 978-3-7920-0057-1.
Übers. und Nachwort Elisabeth Edl, Rauch, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-7920-0052-6.
Übers. Susan Niessen, Loewe, Bindlach 2017, ISBN 978-3-7855-8287-9 (Übersetzung „für Kinder“).
Der Chly Prinz, übersetzt ins Berndeutsche von Lorenz Pauli, Lokwort, Bern 2005, ISBN 978-3-906786-28-5.
Der kleine Prinz. Le Petit Prince. Neuübersetzung von Walter Sauer, mit dem französischen Original. Zweisprachige Ausgabe. Edition bilingue. Edition Tintenfaß, Neckarsteinach 2015, ISBN 978-3-943052-92-3.
The Little Prince. Translated into American English by Nadine Sauer. Edition Tintenfaß, Neckarsteinach 2016, ISBN 978-3-946190-10-3.
Da kloa Prinz, übertragen ins Bairische von Gerd Holzheimer, Allitera Verlag, München 2016, ISBN 978-3-86906-899-2.
Dr gläi Brinz. Übersetzt ins Baseldeutsche von Anne Burri, Lenos Verlag, Basel 2018, ISBN 978-3-85787-491-8.
ta'puq mach, übertragen ins Klingonische (deutsch-klingonisch) von Lieven L. Litaer. In Farbe und Bunt Verlags-UG, Mülheim 2018, ISBN 978-3-95936-122-4.
2008: Le Petit Prince, von Joann Sfar bei Gallimard, 2009 auf Deutsch bei Carlsen. In Frankreich wurde der Band 2008 im Rahmen des europäischen Comicfestivals in Angoulême als beste Graphic Novel für junge Leser ausgezeichnet.
2009: Hörbuch von Rauch, Neuübersetzung von Elisabeth Edl, gelesen von Jan Josef Liefers
2015: Hörbuch von GoyaLiT, Neuübersetzung von Hans Magnus Enzensberger, gelesen von Stefan Kaminski. Mit Musik von Ulrich Maske, ISBN 978-3-8337-3321-5
2015: Hörbuch von Audiobuch, Übersetzung von Maja Ueberle-Pfaff, gelesen von Oliver Rohrbeck, ISBN 978-3-89964-799-0
2015: Hörbuch von Roof Music, Neuübersetzung von Thomas Pigor, gelesen von Bastian Pastewka, ISBN 978-3-86484-105-7
2015: Hörbuch von Oetinger Media, Neuübersetzung von Maya Geis, gelesen von August Zirner, ISBN 978-3-8373-0842-6
seit 2017: Live-Hörspiel mit Musik und Dia-Show, Christoph Tiemann und das Theater ex libris<ref name="tiemann">Der Kleine Prinz. In: tiemann.tv. Abgerufen am 29. Dezember 2019.</ref>
2014: Singspiel für Kinder und Erwachsene von Basti Bund, Libretto von Michael Sommer nach der deutschen Originalübersetzung von Grete und Josef Leitgeb
2017: Die Widerspenstigkeit, Märchen von Mirko Bonné (Fortführung der Geschichte): Der Erzähler sucht nach dem abgestürzten Flugzeug des Antoine de Saint-Exupéry.<ref>Mirko Bonné: Die Widerspenstigkeit. Karl Rauch Verlag, 2017, ISBN 978-3-7920-0251-3.</ref>
2022: Ballett von Ada Ramzews, von der Benedict Manniegel Dance Company in München uraufgeführt<ref>Benedict Manniegel – Dance Company. In: Benedict Manniegel. Abgerufen am 15. Dezember 2022.</ref>
Die erste deutsche Bühnenfassung entstand bereits kurz nach dem Erscheinen der französischen Originalausgabe des Kleinen Prinzen in den Jahren 1950 und 1951, also noch vor der deutschen Erstveröffentlichung. Seit mehr als vierzig Jahren spielt das theater in der westentasche – Das Kleinste Theater Deutschlands aus Ulm die Urbühnenfassung von Der kleine Prinz in der dramaturgischen Bearbeitung der Intendantin Christiane Dentler.
Der Puppenspieler Rudolf Fischer von den Königsteiner Puppenspielen übersetzte ebenfalls das Buch und führte es als Figurentheaterstück mit Puppen von Lore Lafin schon Anfang der 1950er Jahre an seiner Bühne auf. Nur wenig später kam die Augsburger Puppenkiste mit ihrer Fassung heraus.<ref>Gespräch mit Rudolf Fischer in Bergisch Gladbach, 1997</ref> Um 1965 hatte Herbert LederersEinmanntheater seine eigene Fassung im Programm.<ref>Zeitzeugenbericht, Beleg fehlt.</ref> Im Jahr 2004 schuf Gregor Seyffert am Anhaltischen TheaterDessau mit seiner Gregor Seyffert Companie ein Ballett zum Buch unter gleichem Titel.<ref>http://www.gregor-seyffert.de/prinz/index.html</ref>
Eine Mischung von Theater und Puppenspiel in der Tradition des schwarzen Theaters bietet die Adaption des Velvets Theaters in Wiesbaden in der Fassung von Dana Bufková und Bedřich Hánys.
Im Jahr 2002 entstand an der Landesbühne Hannover unter der Regie von Alexander Katt eine Soloversion, die speziell für Aufführungen in Schulklassen konzipiert worden war. Hier kam der Schauspieler Tim von Kietzell mit einer Art Seifenkisten-Flugzeug in die Schulklasse geflogen, stürzte auf dem Lehrertisch ab und verwandelte sich im Lauf einer Schulstunde in alle Figuren. Diese Inszenierung lief ungefähr 150-mal in Niedersachsen und war auch zu den Theatertagen in Oldenburg eingeladen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.gs-badsachsa.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) (Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>
Ebenfalls 2015 wurde eine Musical-Fassung von Deborah Sasson (Musik) und Jochen Sautter (Text, Choreographie) uraufgeführt. Diese Fassung ist für wechselnde Bühnen konzipiert und benutzt Videoprojektionen von Daniel Stryjecki.<ref>Home – Der kleine Prinz. In: derkleineprinz.eu. Abgerufen am 6. Januar 2019.</ref><ref>Christian Friedrich: Musical „Der kleine Prinz“: Weißt du, wie viel Sternlein stehen. In: FAZ. 4. Januar 2016, abgerufen am 6. Januar 2019.</ref>
Als Live-Hörspiel mit Musik und einer dramaturgisch abgestimmten Dia-Show bringt Christoph Tiemann und das Theater ex libris das Werk mit zwei Schauspielern seit 2017 auf die Bühne.<ref name="tiemann" />
Eine neue Theaterfassung mit chronologischer Reihenfolge der Geschichte wurde am 14. November 2018 beim Festival „Theater International“ in Ludwigshafen uraufgeführt. In Zusammenarbeit des Kinder- und Jugendtheaters Speyer mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz entstand von Matthias Folz eine Inszenierung, die „den poetischen Saint-Exupéry-Ton in philosophischer Tiefe und aktualisierter Gesellschaftskritik“ trifft. In den Hauptrollen waren Gurmit Boghal und Patrick Braun zu sehen.<ref>Schön poetisch und gruselig aktuell. In: rheinpfalz.de. Abgerufen am 22. September 2020.</ref><ref>Atemlose Stille – Frankenthal. In: rheinpfalz.de. Abgerufen am 22. September 2020.</ref>
Martin Bärenz schrieb 2020 Text und Musik für ein Stück in der Besetzung Sprecher, Flöte, Violoncello und Klavier. Die Uraufführung fand am 11. Juli 2021 in Heidelberg statt.<ref>11.7. Kleiner Prinz. In: heidelberg.de. Abgerufen am 1. August 2021.</ref>
Eine Inszenierung von Jörg Thieme wird 2022 als Puppentheater am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen aufgeführt. Die Textfassung dazu stammt von Jörg Thieme und Carola Cohen-Friedlaender.<ref>Der kleine Prinz – 2022.23. In: musiktheater-im-revier.de. Abgerufen am 22. September 2022.</ref>
1954/62: Der kleine Prinz, Marionettenspiel der Augsburger Puppenkiste
1966: Mažasis princas und Маленький принц (Malenkij prinz), die erste Kinoadaption der Erzählung, produziert in der Sowjetunion vom Litauischen Filmstudio. Regisseur Arūnas Žebriūnas führte parallel bei einer litauischen und einer russischen Fassung Regie, die sich in kleinen Details unterscheiden.<ref>Flowers of Shanghai: Mažasis princas [Маленький принц] | The Little Prince | Arūnas Žebriūnas, 1966 | English subtitles auf YouTube, 6. Mai 2023, abgerufen am 17. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); In russischer Sprache mit englischen Untertiteln).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
Der Verlag Tivola veröffentlichte eine multimediale Umsetzung des Buches (ab Windows 95) in Form eines Computerspiels. Dieses Spiel wurde vom holländischen Spieleentwickler IJSFontein erstellt. Die Abenteuer des kleinen Prinzen sind animiert und mit eigens komponierter Musik<ref>Christopher Williams: The Little Prince narrated by Kenneth Branagh auf YouTube, 28. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref> von Olivier Pryszlak unterlegt. In der deutschsprachigen Version dieses Spiels ist Ben Becker der Sprecher, während in der englischsprachigen Version Kenneth Branagh die Geschichte vorliest.
Die Monnaie de Paris gab 2015 in ihrer Reihe zu französischen Comics Goldmünzen zum Kleinen Prinzen heraus: eine mit einer Auflage von 5000 Stück zum Nennwert 5 Euro für 129 Euro, eine zweite mit einer Auflage von 2000 Stück zum Nennwert 50 Euro für 595 Euro und eine dritte mit einer Auflage von 1000 Stück zum Nennwert 200 Euro für 1995 Euro.
Eugen Drewermann, Ingritt Neuhaus: Das Eigentliche ist unsichtbar. Der Kleine Prinz tiefenpsychologisch gedeutet (= Herder-Spektrum, Band 5890). Herder, Freiburg im Breisgau 2007 (Erstausgabe 1984), ISBN 978-3-451-05890-5.
Walburga Freund-Spork: Der kleine Prinz – Le Petit Prince von Antoine de Saint-Exupéry. Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe (= Königs Erläuterungen und Materialien, 378). 4. Auflage, Bange, Hollfeld 2010, ISBN 978-3-8044-1782-3.
Roswitha Guizetti: Lektüreschlüssel zu Antoine de Saint-Exupéry: „Le Petit Prince“ (= Reclams Universal-Bibliothek, 15413). Reclam, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-15-015413-7.
Johannes Thiele: Alles über den „Kleinen Prinzen“ und wie er seinen Weg zu den Herzen der Menschen fand. Rauch, Düsseldorf 2010, ISBN 978-3-7920-0150-9.