Zum Inhalt springen

Leewasser (Ingenbohl)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Leewasser)
Leewasser
Datei:CH Ingenbohl, Schulstrasse 002.jpg
Gewässer in Ingenbohl

Gewässer in Ingenbohl

Daten
Gewässerkennzahl CH: 241693
Lage Schwyzer Alpen

Schweiz[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Reuss → Aare → Rhein → Nordsee
Quelle bei Stegstuden nördlich der Ortschaft Ingenbohl
47° 0′ 38″ N, 8° 37′ 23″ O
 {{#coordinates:47,0106|8,62308|
dim= globe= name=Quelle Leewasser (Ingenbohl) region=CH-SZ type=waterbody
  }} 
Quellhöhe ca. 443 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Mündung bei Brunnen SZ in den VierwaldstätterseeKoordinaten: 46° 59′ 38″ N, 8° 36′ 2″ O; CH1903: 688386 / 205404
 {{#coordinates:46,99381|8,60065|primary
dim=1000 globe= name=Mündung Leewasser (Ingenbohl) region=CH-SZ type=waterbody
  }}
46° 59′ 38″ N, 8° 36′ 2″ O {{#coordinates:46,99381|8,60065|
dim=1000 globe= name=Mündung Leewasser (Ingenbohl) region=CH-SZ type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe 434 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied ca. 9 m
Sohlgefälle ca. 3,2 ‰
Länge 2,8 km<ref name="gis">Geoinformationssystem des Kantons Schwyz.</ref>
Einzugsgebiet 6,05 km²<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Abfluss<ref name="bafu">Modellierter mittlerer jährlicher Abfluss. In: Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Teileinzugsgebiete 2 km². Bundesamt für Umwelt (BAFU), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2017; abgerufen am 9. August 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/api3.geo.admin.ch</ref>
AEo: 6,05 km²
an der Mündung
MQ
Mq
230 l/s
38 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Klosterbach

Vorlage:Maplink

Das Leewasser ist ein knapp 3 Kilometer langer Bach in der Schwyzer Gemeinde Ingenbohl. Es mündet in den Vierwaldstättersee.

Name[Bearbeiten]

Der erstmals im Jahr 1550 erwähnte Gewässername<ref>Quellen: Lenwasser (1550); Lehwasser (1766); Leewasser (1950).</ref> des Flusses wird abgeleitet vom Begriff der im Lehensverhältnis vergebenen Wassernutzungsrechte, und zwar wohl in diesem Fall bezüglich der Fischerei im Gewässer.<ref>Leewasser auf dem Server ortsnamen.ch.</ref>

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Das Leewasser entspringt in einer eingedolten Quelle bei Stegstuden direkt neben der A4 nördlich der Ortschaft Ingenbohl und entwässert den südöstlichen Teil des Felderbodens, des flachen Schwemmgebiets der Muota unterhalb des Fronalpstocks am Ausgang des Muotatals.<ref>J. Früh: Zur Morphologie von Brunnen–Schwyz. In: Eclogae Geologicae Helvetiae. 9, 1906–1907, S. 399–407.</ref> Die Quellen werden einerseits von Grundwasseraufstössen aus den mächtigen Schotterablagerungen im Muotadelta und andererseits von Sickerwasser von den Berghängen gespeist.<ref>Geologie und Geotope im Kanton Schwyz. In: Berichte der Schwyzerischen naturforschenden Gesellschaft. 14, auf: scnatweb.ch. 2003. Darin S. 72–74: Entwässerung des Felderbodens bei Ingenbohl.</ref> Ein grösserer Zufluss ist der Klosterbach. Als Fliessgewässer in einer weiten Ebene hat der Bach nur ein geringes Gefälle. Das Leewasser mündet nicht in die nahe Muota, sondern südöstlich von deren Einmündung in den Vierwaldstättersee im Becken des Föhnhafens 2 von Brunnen selbst in den See.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Das 6,05 km² grosse Einzugsgebiet des Leewassers liegt in den Schwyzer Alpen und wird durch ihn über die Reuss, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 17,8 % aus bestockter Fläche, zu 55,7 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 25,3 % aus Siedlungsfläche und zu 1,3 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0

  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

Colors =

 id:Wald  value:teal          legend:17,8_%_Bestockte_Fläche
 id:Acker value:yelloworange  legend:55,7_%_Landwirtschaftsflächen
 id:Orte value:red            legend:25,3_%_Siedlungsfläche
 id:Unproduktiv value:tan2    legend:  1,3_%_Unproduktive_Flächen

PlotData =

from:00.0 till:17.8 color:Wald
from:17.8 till:73.5 color:Acker
from:73.5 till:98.8 color:Orte
from:98.8 till:100 color:Unproduktiv

</timeline>

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt 507,8 m ü. M., die minimale Höhe liegt bei 422 m ü. M. und die maximale Höhe bei 865 m ü. M.<ref>Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Leewasser. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>

Zuflüsse[Bearbeiten]

  • Klosterbach (links), 1,7 km, 0,97 km²

Hydrologie[Bearbeiten]

Bei der Mündung des Leewassers in den Vierwaldstättersee beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 230 l/s. Sein Abflussregimetyp ist pluvial inférieur<ref> Abrufbar unter Gesamtes HyWa Heft 3, 2006.</ref>, und seine Abflussvariabilität<ref>Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.</ref> beträgt 25.

Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Leewassers in l/s<ref>Mittlere Abflüsse und Abflussregimetyp für das Gewässernetz der Schweiz: Leewasser. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>

<timeline> Colors=

 id:lightgrey value:gray(0.8)
 id:darkgrey  value:gray(0.3)
 id:sfondo value:rgb(1,1,1)

ImageSize = width:650 height:300 PlotArea = left:40 bottom:50 top:20 right:20 DateFormat = x.y Period = from:0 till:400 TimeAxis = orientation:vertical AlignBars = justify ScaleMajor = gridcolor:lightgrey increment:100 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:50 start:0 BackgroundColors = canvas:sfondo

LineData =

 layer:front                            # all lines in front of bars unless stated otherwise
 at:230       color:blue  width:2       # perpendicular to time axis full length

TextData =

 pos:(40,200) textcolor:black fontsize:S
 text: 230
 pos:(20,16) textcolor:blue fontsize:35
 text: ─
 pos:(73,24) textcolor:black fontsize:S
 text: Mittlerer Jahresabfluss
 pos:(200,0) textcolor:skyblue fontsize:35
 text: ▬ 
 pos:(242,24) textcolor:black fontsize:S
 text: Mittlerer monatlicher Abfluss

BarData=

 bar:Jan text:Januar
 bar:Feb text:Februar
 bar:Mar text:März
 bar:Abr text:April
 bar:Mai text:Mai
 bar:Jun text:Juni
 bar:Jul text:Juli
 bar:Agu text:August
 bar:Sep text:September
 bar:Okt text:Oktober
 bar:Nov text:November
 bar:Dez text:Dezember

PlotData=

 color:skyblue width:35 align:left
 bar:Jan from:0 till: 260
 bar:Feb from:0 till: 330
 bar:Mar from:0 till: 390
 bar:Abr from:0 till: 340
 bar:Mai from:0 till: 170
 bar:Jun from:0 till: 180
 bar:Jul from:0 till: 230
 bar:Agu from:0 till: 230
 bar:Sep from:0 till: 190
 bar:Okt from:0 till: 170
 bar:Nov from:0 till: 220
 bar:Dez from:0 till: 270

PlotData=

 bar:Jan at: 260 fontsize:S text: 260 shift:(-10,5)
 bar:Feb at: 330 fontsize:S text: 330 shift:(-10,5)
 bar:Mar at: 390 fontsize:S text: 390 shift:(-10,5)
 bar:Abr at: 340 fontsize:S text: 340 shift:(-10,5)
 bar:Mai at: 170 fontsize:S text: 170 shift:(-10,5)
 bar:Jun at: 180 fontsize:S text: 180 shift:(-10,5)
 bar:Jul at: 230 fontsize:S text: 230 shift:(-10,5)
 bar:Agu at: 230 fontsize:S text: 230 shift:(-10,5)
 bar:Sep at: 190 fontsize:S text: 190 shift:(-10,5)
 bar:Okt at: 170 fontsize:S text: 170 shift:(-10,5)
 bar:Nov at: 220 fontsize:S text: 220 shift:(-10,5)
 bar:Dez at: 270 fontsize:S text: 270 shift:(-10,5)
</timeline>

Fauna[Bearbeiten]

Zusammen mit der Muota bildet das Leewasser einen wichtigen Bestandteil des Lebensraums der Muota-Seeforelle.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Projekt Schutz der Muota-Seeforelle (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Oktober 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sz.ch</ref> Durch die «Revitalisierung Leewasser» im Jahr 2024 wurden Strukturen geschaffen, die das Leewasser als Laichgewässer für die Seeforelle attraktiv machten.<ref>Revitalisierung Leewasser. In: Bezirk Schwyz. Abgerufen am 5. September 2026.</ref>

Trinkwasser[Bearbeiten]

Das Leewasser lieferte das Trink- und Brauchwasser für die Häuser von Brunnen und im 19. Jahrhundert auch für die ersten grossen Hotels am See, bis die Gemeinde Ingenbohl, der sich das vorher selbständige Dorf Brunnen im Jahr 1888 angeschlossen hatte, im Jahr 1889 eine moderne Trinkwasserversorgung errichtete.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Geschichte der Wasserversorgung von Brunnen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Oktober 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.qwv-brunnen.ch</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die an Quellen und kleinen Gewässern reiche Topographie der Ebene unterhalb des auf einem Moränenhügel liegenden Klosters Ingenbohl hat auch zur Wahl des erstmals im Jahr 1217 erwähnten Ortsnamens des Dorfes Brunnen, dessen Kernzone am Leewasser liegt, geführt.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Leewasser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />