Löwenohren
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| Löwenohren | ||||||||||||
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| Datei:Leonotis nepetifolia (Deepmal) in Narshapur, AP W IMG 1166.jpg
Kleinblättriges Löwenohr (Leonotis nepetifolia) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Leonotis | ||||||||||||
| (Pers.) R.Br. |
Löwenohr (Leonotis), auch Löwenschwanz genannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]
Leonotis-Arten wachsen als einjährige bis immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher, die Wuchshöhen von meist 0,6 bis 2, selten bis zu 5 Metern erreichen. Sie enthalten ätherische Öle und duften dadurch aromatisch. Die meisten Pflanzenteile sind behaart. Junge Stängel sind meist vierkantig.
Die gegenständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind flach und eiförmig bis lanzettlich. Der Blattrand kann ganz, gekerbt oder gesägt sein. Nebenblätter fehlen.
Blütenstände, Blüten und Früchte[Bearbeiten]
Der Gesamtblütenstand setzt sich aus mehreren (drei bis elf), achselständigen, voneinander entfernt am Stängel angeordneten, dichten, vielblütigen, fast kugeligen Scheinquirlen zusammen. Die Tragblätter sind laubblattartig und die Deckblätter sind länglich, oft mit einer dornigen Spitze. Es sind Blütenstiele vorhanden.
Die auffälligen, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind röhrig verwachsen und die Kelchröhre endet in acht bis zehn Kelchzähnen, oft mit einer dornigen Spitze. Die fünf leuchtend orangefarbenen bis weißen Kronblätter sind zu einer gebogenen Kronröhre verwachsen, die zweilippig endet. Die Oberlippe ist dicht behaart. Die Unterlippe ist dreilappig. Es ist ein Kreis mit vier fertilen Staubblättern vorhanden; das untere Paar ist deutlich länger. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, der oft durch eine „Falsche Scheidewand“ in vier Kammern geteilt ist. Der Griffel endet in einer kleinen, zweilappigen Narbe.
Die Klausenfrüchte zerfallen in selten nur zwei, meist vier Klausen.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1807 als Untergattung Phlomis subg. Leonotis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pers. durch Christian Hendrik Persoon in Synopsis Plantarum: seu Enchiridium botanicum, Band 2, Seite 127. Den Rang einer Gattung hat Leonotis 1810 durch Robert Brown in Prodromus Florae Novae Hollandiae, Seite 504 erhalten.<ref name="Tropicos" /> Der botanische Gattungsname Leonotis ist von den griechischen Wörtern leon, leontos für Löwe und otos für Ohr abgeleitet und bezieht sich auf die Form der Blütenkrone. Synonyme für Leonotis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pers.) R.Br. sind: Leonurus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill. nom. illeg., Hemisodon Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf.<ref name="WCSP" />
Leonotis ist in dem Umfang von 2003 nicht monophyletisch, es könnte sein, dass ihre Arten in eine dann artenreiche Gattung Leucas Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. gestellt werden.
Alle Leonotis-Arten sind im tropischen bis südlichen Afrika beheimatet. Eine Ausnahme bildet die Art Leonotis nepetifolia, die zusätzlich in Südindien und in der Neuen Welt anzutreffen ist; in Australien gilt diese Art als invasive Pflanze.
Es gibt etwa neun (30 bis 40) Leonotis-Arten:<ref name="WCSP" /><ref name="GRIN" />
- Leonotis decadonta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gürke: Die drei Varietäten sind von Ruanda bis zum südlichen tropischen Afrika.<ref name="WCSP" />
- Leonotis goetzei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gürke: Sie kommt nur im südwestlichen Tansania vor.<ref name="WCSP" />
- Leonotis grandis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Iwarsson & Y.B.Harv.: Sie wurde 2003 erstbeschrieben und kommt vom südlichen Tansania über Malawi bis zum nordöstlichen Sambia vor.<ref name="WCSP" />
- Afrikanisches Löwenohr, Großblättriges Löwenohr (Leonotis leonurus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) R.Br.): Es kommt im südlichen Afrika vor.<ref name="WCSP" />
- Leonotis myricifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Iwarsson & Y.B.Harv.: Sie wurde 2003 erstbeschrieben und kommt vom südwestlichen Tansania über Malawi bis zum östlichen Sambia vor.<ref name="WCSP" />
- Leonotis myrothamnifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Iwarsson & Y.B.Harv.: Sie wurde 2003 erstbeschrieben und kommt nur in Malawi und in Sambia (nur an den Mafinga Hills) vor.<ref name="WCSP" />
- Kleinblättriges Löwenohr (Leonotis nepetifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) R.Br.): Die zwei Varietäten sind in Afrika und auf dem Indischen Subkontinent verbreitet. Die Nominatform ist in vielen Gebieten der Welt ein Neophyt.<ref name="WCSP" /> Ihre Chromosomenzahl beträgt 2n = 24 oder 26.<ref name="IPCN" />
- Leonotis ocymifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burm. f.) Iwarsson (Syn.: Leonotis leonitis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) R.Br., Leonotis ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Spreng., Leonotis parvifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth., Leonotis capensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Leonotis dubia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.E.Mey. ex Benth., Leonotis mollis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth., Leonotis hirtiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth., Leonotis leonitis var. hirtiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Benth.) Skan): Die drei Varietäten sind von Eritrea bis zum südlichen Afrika weitverbreitet.<ref name="WCSP" />
- Leonotis pole-evansii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hutch.: Sie kommt nur im nördlichen und zentralen Sambia vor.<ref name="WCSP" />
Nutzung[Bearbeiten]
Einige Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen verwendet.
Quellen[Bearbeiten]
- T. R. Lally: Leonotis In: FloraBase – The Western Australian Flora – online, 2008.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Tropicos"> Leonotis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="IPCN"> Leonotis nepetifolia bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>
Literatur[Bearbeiten]
- M. Iwarsson, Y. Harvey: Monograph of the genus Leonotis (Pers.) R.Br. (Lamiaceae). In: Kew Bulletin, Volume 58, 2003, S. 597–645.
Weblinks[Bearbeiten]
- Eintrag in der Flora of Zimbabwe.
- Leonotis leonurus. In: Erowid. (englisch)