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Strandroggen (Gattung)

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Strandroggen

Strandroggen (Leymus arenarius)

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Pooideae
Tribus: Triticeae
Gattung: Strandroggen
Wissenschaftlicher Name
Leymus
Hochst.

Strandroggen (Leymus) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Süßgräser (Poaceae).<ref name="FoC" />

Beschreibung[Bearbeiten]

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Illustration aus Aquatic and Wetland Plants of southwestern United States, 1972 von Leymus triticoides
Datei:Billeder af nordens flora (1917) (20345234806).jpg
Illustration aus Billeder af nordens Flora, 1917 des Strandroggen (Leymus arenarius)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Leymus-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden meist Rhizome. Die Horste sind meist selbstständig aufrecht.<ref name="FoC" />

Die Erneuerungstriebe wachsen meist außerhalb der untersten Blattscheiden hoch, seltener auch innerhalb. Die Blattscheiden sind am Grund offen, glatt und kahl. Das Blatthäutchen ist ein kurzer, häutiger Saum. Die Blattspreiten sind flach oder eingerollt, in der Knospenlage sind sie gerollt. Die Laubblätter sind blaugrün oder blaugrau, rau, an der Unterseite kahl, an der Oberseite an den Nerven selten behaart.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Der ährige Blütenstand steht einzeln an der Spitze des Halms und ist stets dicker als der Halm, er bildet ein Gipfelährchen. Die Ährenachse zerfällt zur Reife nicht. Die Ährchen sind fast sitzend und stehen zu einzeln bis zu viert (selten bis 7) nebeneinander an Absätzen der Ährenachse; innerhalb der Hüllspelzen sind sie gestielt. Die 10 bis 32 Millimeter langen Ährchen besitzen drei bis fünf (selten sieben) Blüten, wobei die oberste meistens männlich, die übrigen zwittrig sind. Die Ährchen sind seitlich zusammengedrückt. Die Blüten fallen zur Fruchtreife einzeln aus den Hüllspelzen heraus, die stehenbleiben. Die Hüllspelzen sind ein- bis fünfnervig, von schmal-lanzettlicher bis linear-pfriemlicher Gestalt, kahl oder behaart, ohne oder mit kurzen Grannen. Die Deckspelzen sind fünf- bis siebennervig, von lanzettlicher Gestalt und haben keine oder eine kurze Granne. Die Vorspelzen sind zweinervig und fast gleich lang wie die Deckspelzen. Es gibt drei Staubblätter. Der Fruchtknoten ist oben behaart.

Die Karyopsen sind an der Spitze kurz behaart sowie mit der Deck- und Vorspelze verwachsen. Der Embryo ist elliptisch, der Nabel ist strichförmig.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 14, innerhalb der Gattung gibt es eine Ploidiereihe bis zu oktoploiden Arten (etwa Leymus arenarius).<ref name="AJB" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Leymus wurde 1848 Christian Ferdinand Hochstetter in Flora, Band 31, Seite 118 aufgestellt.<ref name="FoC" /> Der Gattungsname Leymus wurde vom Erstbeschreiber, Christian Ferdinand Hochstetter, als Anagramm zur Gattung Elymus gebildet, aus der Leymus ausgegliedert wurde. Synonyme für Leymus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hochst. sind: Aneurolepidium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nevski, Malacurus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nevski, Eremium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Seberg & Linde-Laursen, Macrohystrix Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Tzvelev) Tzvelev & Prob., Microhystrix Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Tzvelev) Tzvelev & Prob.<ref name="WCSP" />

Die Gattung Leymus gehört zur Tribus Triticeae in der Unterfamilie Pooideae innerhalb der Familie Poaceae. Die Gattung Leymus ist eng mit Psathyrostachys verwandt. Die beiden Gattungen haben die gleichen Vorfahren, oder Leymus ist aus Psathyrostachys hervorgegangen. Einige Arten der beiden Gattungen sind einander näher als den anderen Arten ihrer eigenen Gattung. Die Frage, ob Leymus durch Autopolyploidie aus Psathyrostachys hervorgegangen ist, oder ob sie eine allopolyploide Sippe ist, ist ungeklärt.<ref name="AJB" />

Die Gattung Leymus ist weltweit mit Ausnahme Afrikas verbreitet.<ref name="GrassBase-Leymus" /> Die Leymus-Arten kommen hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel vor. In China gibt es etwa 24 Arten; 11 davon nur dort.<ref name="FoC" />

Datei:Leymus ambiguus var. salmonis (5062459957).jpg
Habitus von Leymus ambiguus
Datei:Leymus cinereus (3848755311).jpg
Leymus cinereus
Datei:Leymusmollis.jpg
Habitus von Leymus mollis
Datei:Leymus racemosus (Lam.) Tzvel. 1.JPG
Leymus racemosus

Die Angaben zur Artenzahl schwanken zwischen 30<ref name="AJB" /> und über 40<ref name="GrassBase" /> oder etwa 50<ref name="FoC" />:<ref name="GrassBase" /><ref name="WCSP" />

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Leymus-Arten dienen als Futterpflanzen.<ref name="FoC" />

Belege[Bearbeiten]

  • Shou-liang Chen, De-Zhu Li, Guanghua Zhu, Zhenlan Wu, Sheng-lian Lu, Liang Liu, Zheng-ping Wang, Bi-xing Sun, Zheng-de Zhu, Nianhe Xia, Liang-zhi Jia, Zhenhua Guo, Wenli Chen, Xiang Chen, Guangyao Yang, Sylvia M. Phillips, Chris Stapleton, Robert J. Soreng, Susan G. Aiken, Nikolai N. Tzvelev, Paul M. Peterson, Stephen A. Renvoize, Marina V. Olonova, Klaus Ammann: Poaceae.: Leymus, S. 386–394 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 22 – Poaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2006, ISBN 1-930723-50-4. (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • Chi Yen, Jun‐Liang Yang, Bernard R. Baum: Synopsis of Leymus Hochst. (Triticeae: Poaceae). In: Journal of Systematics and Evolution , Volume 47, Issue 1, 2009, S. 67–86. doi:10.1111/j.1759-6831.2009.00004.x (Abschnitt Systematik)
  • Li‐Na Sha, Xing Fan, Hai‐Qin Zhang, Hou‐Yang Kang, Yi Wang, Xiao‐Li Wang, Xiao‐Fang Yu, Yong‐Hong Zhou: Phylogeny and molecular evolution of the DMC1 gene in the polyploid genus Leymus (Triticeae: Poaceae) and its diploid relatives. In: Journal of Systematics and Evolution, Volume 54, 3, 2016, S. 250–263. doi:10.1111/jse.12188

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="GrassBase-Leymus"> Leymus. In: W. D. Clayton, K. T Harman, H. Williamson: GrassBase - The Online World Grass Flora. Royal Botanic Gardens, Kew 2006ff., abgerufen am 19. Juli 2008. </ref> <ref name="GrassBase"> W. D. Clayton, K. T Harman, H. Williamson: GrassBase - The Online World Grass Flora. Royal Botanic Gardens, Kew 2006ff., abgerufen am 19. Juli 2008. </ref> <ref name="AJB"> Kesara Anamthawat-Jónsson, Sigrídur K. Bödvarsdóttir: Genomic and genetic relationships among species of Leymus (Poaceae: Triticeae) inferred from 18S–26S ribosomal genes. In: American Journal of Botany. Band 88, Nr. 4, 2001, S. 553–559. (Abstract und Volltext). </ref> <ref name="FoC"> Shou-liang Chen, De-Zhu Li, Guanghua Zhu, Zhenlan Wu, Sheng-lian Lu, Liang Liu, Zheng-ping Wang, Bi-xing Sun, Zheng-de Zhu, Nianhe Xia, Liang-zhi Jia, Zhenhua Guo, Wenli Chen, Xiang Chen, Guangyao Yang, Sylvia M. Phillips, Chris Stapleton, Robert J. Soreng, Susan G. Aiken, Nikolai N. Tzvelev, Paul M. Peterson, Stephen A. Renvoize, Marina V. Olonova, Klaus Ammann: Poaceae.: Leymus, S. 386–394 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 22 - Poaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2006, ISBN 1-930723-50-4. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Strandroggen (Leymus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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