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Liebesgräser

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Liebesgräser
Datei:Starr 020124-8001 Eragrostis cilianensis.jpg

Großes Liebesgras (Eragrostis cilianensis)

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Chloridoideae
Tribus: Eragrostideae
Gattung: Liebesgräser
Wissenschaftlicher Name
Eragrostis
Wolf

Die Liebesgräser (Eragrostis) sind eine Pflanzengattung innerhalb Familie der Süßgräser (Poaceae). Diese umfasst weltweit 413 Arten. Der deutschsprachige Trivialname ist eine direkte Übersetzung des wissenschaftlichen Gattungsnamens (siehe unten). Einige Vertreter dieser Gattung gehören zu einer Gruppe von Getreiden, die unter dem Begriff „Hirse“ zusammengefasst werden.

Beschreibung[Bearbeiten]

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Datei:Eragrostis amabilis W IMG 3859.jpg
Eragrostis amabilis
Datei:Eragrostis dielsii Dareton plant2 (8678069076).jpg
Eragrostis dielsii
Datei:Eragrostis 1ziarnek.jpg
Kleines Liebesgras (Eragrostis minor)
Datei:Starr 040408-9001 Eragrostis pectinacea.jpg
Eragrostis pectinacea
Datei:Teff pluim Eragrostis tef.jpg
Teff (Eragrostis tef)
Datei:Starr 010520-0040 Eragrostis variabilis.jpg
Eragrostis variabilis

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Liebesgras-Arten sind ein- oder mehrjährige krautige Pflanzen, die nur gelegentlich teilweise verholzen. Sie wachsen rasenförmig oder gelegentlich büschelig. Wenige Arten wie zum Beispiel Eragrostis hypnoides oder Eragrostis barbinodis bilden Ausläufer. Je nach Art werden Wuchshöhen von 10 bis 300 Zentimetern erreicht. Die ein- bis zwanzigknotigen Halme sind überwiegend unverzweigt. Die Knoten sind fast immer kahl; selten behaart wie beispielsweise bei Eragrostis annulata oder Eragrostis kennedyae.

Die meist schmal-linealisch geformten Laubblätter sind oft drüsig. Die Blattspreiten sind meist flach oder seltener gerollt. Die Blatthäutchen sind als feiner Haarkranz ausgebildet, manchmal auch als häutige Membran. Selten sind Blattöhrchen im Übergang zur Blattscheide, deren Ränder nicht verwachsen sind, ausgebildet. Die Scheiden sind gekielt oder gerundet.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die oft drüsigen Blütenstände sind offene, zusammengezogenen oder ährenförmige (Eragrostis chapelieri) Rispen. Die seitlich zusammengedrückten, kugeligen bis länglichen Ährchen sind zwei- bis vielblütig und zwittrig. Sie messen 1 bis 40 Millimeter in der Länge und 0,5 bis 8 Millimeter in der Breite. Die Hüllspelzen sind oft ungleich geformt und ein- bis dreinervig. Die grannenlosen allenfalls mit kurzer Spitze ausgestatteten und ein- bis fünfnervigen Deckspelzen sind meist kahl, selten behaart, gekielt oder auf dem Rücken gerundet. Die männlichen Blüten verfügen über zwei, zum Beispiel Eragrostis ciliaris, bis in den meisten Fällen drei Staubblätter. Die weiblichen Blüten haben zwei Narben.

Die Früchte sind 0,4 bis 2,4 Millimeter lange Karyopsen (Korn), selten ist das Perikarp frei. Die Körner stehen bei allen Arten frei und werden ausgestreut, nachdem sich ein Bruch am Grunde der sie haltenden Deckspelzen entwickelt hat.

Stoffwechselweg und Chromosomensätze[Bearbeiten]

Es handelt sich bei allen Arten mit Ausnahme von Eragrostis walteri um C4-Pflanzen.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 10. Es wurden unterschiedlich Ploidiegrade mit 2n = 20, 40, 50, 60, 80, 100 festgestellt.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Eragrostis wurde 1776 durch Nathanael Matthäus von Wolf in Genera Plantarum, S. 23 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Eragrostis ist ein Kunstwort und leitet sich vom griechischen Wort eros für Liebe und dem mittellateinischen Wort agrostis für Unkraut, bzw. griechisch agrostis, die Bezeichnung mehrerer unterschiedlicher Gräser, ab<ref name="Gen_Gat" />. Synonyme für Eragrostis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wolf sind: Boriskellera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Terechov, Erochloe Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Erosion Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lunell, Exagrostis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Steud. nom. inval., Macroblepharus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Phil., Psilantha Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(K.Koch) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tzvelev, Roshevitzia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tzvelev, Triphlebia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stapf, Vilfagrostis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Döll nom. inval.<ref name="POWO" />

Die Gattung Eragrostis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wolf gehört zur Tribus Eragrostideae in der Unterfamilie Chloridoideae innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae).<ref name="GRIN" />

Die Gattung Eragrostis ist weltweit verbreitet mit einem Schwerpunkt in den Tropen und Subtropen. Sie besiedeln vor allem sandige oder gestörte Böden an offenen Standorten. Die meisten Arten gelten als sogenannte „Unkräuter“. Wenige Arten der Gattung Eragrostis haben als Getreide eine wirtschaftliche Bedeutung wie beispielsweise der Teff (Eragrostis tef) in Äthiopien oder das Behaarte Liebesgras (Eragrostis pilosa) in Zentralafrika und den Nilländern<ref name="Bayer2005" />.

In Mitteleuropa kommen unter anderem folgende Arten vor, wovon etliche Arten eingeschleppt wurden<ref>Jürg Röthlisberger: Die Gattung Eragrostis in der Schweiz – eine Standortbestimmung. In: Bauhinia, Bamd 19, 2005. PDF.</ref><ref>Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.</ref>:

Sonstige Arten (Auswahl):<ref name="GRIN" /><ref name="POWO" />

Trivialnamen[Bearbeiten]

Für das Elsass ist der Trivialname auch in der Form Liebgras belegt.<ref name="Pritzel1882" />

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Eragrostis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="POWO"> Eragrostis. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Gen_Gat"> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. S. 46, 232 </ref> <ref name="Pritzel1882"> Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 142. (eingescannt). </ref> <ref name="Bayer2005"> E. Bayer: Bedeutende und interessante Nutzpflanzen aus der Familie der Gräser. In: Bayerische Akademie der Wissenschaften (Herausgeber): Gräser und Grasland: Biologie – Nutzung – Entwicklung, Rundgespräch am 10. Oktober 2005, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München ISSN 0938-5851, ISBN 3-89937-070-8. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Michael Koltzenburg: Eragrostis. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 285–286. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Liebesgräser (Eragrostis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien