Ludolf Siegfriedt
Ludolph Siegfried (auch: Ludolff Siegfriedt<ref name="DI 56, Stadt Braunschweig Nr. 917">Sabine Wehking: DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 917 † St. Petri. In: Deutsche Inschriften Online. 2001, abgerufen am 6. Oktober 2020.</ref> sowie Ludolf Siegfried<ref name="stadtkirche-celle.de">Die Glocken der Stadtkirche St. Marien in Celle. In: stadtkirche-celle.de. Ev.-luth. Stadtkirche St. Marien in Celle, abgerufen am 6. Oktober 2020.</ref> und Ludolf Siegfriedt; * im 17. Jahrhundert in Nienburg/Weser<ref name="Celler Beiträge">Brigitte Streich: Stadt - Land - Schloss, Celle als Residenz. Begleitband zur Ausstellung (= Celler Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte. Band 29). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2000, ISBN 978-3-89534-379-7, S. 257 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 6. Oktober 2020]).</ref>; † 1675<ref name="Kagerer">vgl. DI 104, Landkreis Schaumburg, Nr. 635 (Katharina Kagerer), in: www.inschriften.net, abgerufen am 18. August 2022</ref>) war ein hannoverscher Glocken-, Stück-<ref name="Celler Beiträge"/> und Rotgießer.<ref name="Denkmäler Reg.-Bez. Lüneburg">Carl Wolff (Hrsg.), Heinrich Fischer, Fritz Traugott Schulz (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. Herausgegeben im Auftrage der Provinzial-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Hannover, Band III: Regierungsbezirk Lüneburg, 1. Kreise Burgdorf und Fallingbostel ( = Heft 4 des Gesamtwerkes), Hannover: Selbstverlag der Provinzialverwaltung; Theodor Schulzes Buchhandlung, 1902, S. 40f., 47, 50, 151; als PDF-Dokument bei forgottenbooks.com</ref> Er galt als „meistbeschäftigter Glockengießer der Zeit“.<ref>Carl-Hans Hauptmeyer: 1650, in: Hannover Chronik, S. 51; Vorschau über Google-Bücher</ref>
Leben[Bearbeiten]
Foto: Armémuseum; CC BY 4.0
Foto des Armémuseums in Schweden; CC BY 4.0
Ludolf Siegfriedt arbeitete im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg bereits zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges erstmals nachweislich ab 1642 in Braunschweig. Dort schuf er gemeinsam mit dem Glockengießer-Meister Joachim Janke mehrere Glocken für verschiedene Braunschweiger Kirchen, zunächst die später bei einem Turmbrand zerstörte sogenannte „Betglocke“ für St. Petri. Die Qualität der abgelieferten Arbeit brachte weitere Kirchenvorstände anderer Braunschweiger Kirchen dazu, Siegfriedt den Auftrag zum Guss weiterer Glocken zu geben. Die alteingesessenen Braunschweiger Gießer legten dagegen – erfolglos – Beschwerde beim damaligen Braunschweiger Stadtrat ein.<ref name="DI 56, Stadt Braunschweig Nr. 917"/>
Im Juni 1643 schuf Siegfriedt gemeinsam mit Joachim Janke die von den beiden Braunschweiger Bürgermeistern Henricus Peters und Hans Affel, dem Kirchenvorsteher und Ratsherrn Martin Hille und den drei Kirchenvorstehern Frantz Apelnstedt, Ludeke Juten und Henning Hofmeister die mit der Jahreszahl 1642 versehene Glocke für die Braunschweiger Kirche St. Magni.<ref name="DI 56 Braunschweig">Sabine Wehking: DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 924 / St. Magni auf der Seite Deutsche Inschriften Online / Niedersachsen / Braunschweig von 1529 bis 1671</ref>
Spätestens in den 1650er Jahren hatte Ludolf Siegfriedt das Bürgerrecht Hannovers erworben, als er 1653 „die beiden alten Glocken und die zinnerne Taufe [der Kirche von Haimar] umgegossen“ hatte. Nachdem mehr als ein Jahrhundert später die größere Glocke der Kirche zerborsten war, wurden die beiden kleineren Glocken 1784 jedoch „nach Hannover gebracht, um aus beiden eine giessen zu lassen.“<ref name="Denkmäler Reg.-Bez. Lüneburg"/>
Bis 1673 wirkte Ludolf Siegfriedt zudem als Glocken- und Stückgießer sowohl in der Residenzstadt Hannover als auch in Celle.<ref name="Celler Beiträge"/> So schuf er 1650 mit dem von dem hannoverschen Theologen, Magister und Senior des geistlichen Stadtministeriums David Meier gestifteten Geld die Glocke Großer David;<ref>Dirk Böttcher: Meyer, (2) David (auch Meier), in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 252</ref> zugleich die größte Glocke der Kreuzkirche in Hannover.<ref name="HKuKL"/>
Nachdem Siegfriedts Landesherr, Herzog Christian Ludwig im Jahr 1650 den Bau des Jagdschlosses in Weyhausen angeordnet hatte, goss Ludolf Siegfriedt laut der Inschrift seines Werkes die für das Schloss gedachte Glocke im Jahr 1656. Das Stück findet sich heute mit der Inventar-Nummer MB 44 im Bomann-Museum in Celle.<ref name="Celler Beiträge"/>
Spätestens 1660 war Siegfriedt zum fürstlichen Stückgießer erhoben worden und hatte seinen Sitz in Celle, als er im selben Jahr in Ilten für 198 Taler im Pfarrgarten von Pastor Joachim von Broitzem die noch vorhandene große Glocke für die Iltener Kirche umgoss.<ref name="Denkmäler Reg.-Bez. Lüneburg"/>
Nachfolger Siegfriedts im Amt des Glockengießers wurde der im 18. Jahrhundert in Hannover tätige Thomas Riedeweg.<ref>Kristian Teetz: Weihnachtszeit / Hannovers Glocken erzählen viele Geschichten / Süßer die Glocken nie klingen: In der Weihnachtszeit sind die Geläute der Stadt wieder deutlich zu hören – sie erzählen viele Geschichten, Artikel auf der Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 20. Dezember 2012, aktualisiert am 22. Dezember 2012, zuletzt abgerufen am 4. Januar 2018</ref>
Bekannte Gusswerke Siegfriedts[Bearbeiten]
- 1640: Große Läuteglocke für die Kreuzkirche in Hannover<ref name="Mithoff Calenberg">Wilhelm Mithoff: Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen, Bd. 1: Fürstenthum Calenberg, Hannover: Hellwingsche Hofbuchhandlung, 1871, S. 9, 12, 74, 100</ref>
- 1642, gemeinsam mit Martin Janke: Sogenannte „Betglocke“ für St. Petri in Braunschweig; 1811 bei einem Brand des Kirchturmes zerstört<ref name="DI 56, Stadt Braunschweig Nr. 917"/>
- 1642, gemeinsam mit Martin Janke: ursprünglich für die Braunschweiger St. Magni bestimmte Glocke mit ähnlicher Inschrift wie dort, verwandt für die Aegidienkirche (Braunschweig). Die Glocke fand sich in dem 1817/18 abgerissenen westlichen Glockenturm.<ref>Sabine Wehking: DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 908†</ref>
- 1642/43, gemeinsam mit Martin Janke: Glocke für St. Magni in Braunschweig; erhalten<ref name="DI 56 Braunschweig"/>
- 1643: Glocke für die Kapelle in Arnum<ref name="Denkmäler HannoverLinden">Carl Wolff (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. Herausgegeben im Auftrage der Provinzial-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Hannover, Band I: Regierungsbezirk Hannover, 1. Landkreise Hannover und Linden, Hannover: Selbstverlag der Provinzialverwaltung; Theodor Schulzes Buchhandlung, 1899; Online</ref>
- 1663: Geschützstück: Sanct Matthäus für die Stadt Hannover.<ref>Reitzenstein: Das Geschützwesen, Seite 206.</ref>
- 1643: Glocke für die Kapelle in Devese;<ref name="Denkmäler HannoverLinden" /> im Jahr 2010 restauriert<ref>o.V.: Eine Glocke kehrt zurück, in: Rings um uns. Lokale Nachrichten und amtliche Mitteilungen aus der Umgebung. Stadt Hemmingen. Arnum, Devese, Harkenbleck, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf, Ohlendorf und Wilkenburg, 48. Jahrgang, Ausgabe 7 vom 14. April 2010, S. 24; Digitalisat</ref>
- Juni 1643, gemeinsam mit Martin Janke (Auftragsdatum 1642): Glocke für St. Magni in Braunschweig<ref name="DI 56 Braunschweig"/>
- 1644: Glocke für die evangelisch-lutherische Kapelle Wülferode in Hannovers Stadtteil Wülferode,<ref name="HKuKL">Helmut Knocke, Hugo Thielen: Siegfriedt, Ludolf, in Dirk Böttcher, Klaus Mlynek (Hrsg.): Hannover. Kunst- und Kultur-Lexikon (HKuKL), Neuausgabe, 4., aktualisierte und erweiterte Auflage, zu Klampen, Springe 2007, ISBN 978-3-934920-53-8, S. 77</ref> denkmalgeschützt<ref>Wolfgang Neß: Wülferode, in: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 2, Bd. 10.2, hrsg. von Hans-Herbert Möller, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Institut für Denkmalpflege, Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1985, ISBN 3-528-06208-8, hier: S. 176ff.; sowie Wülferode im Addendum: Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand: 1. Juli 1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege, S. 27</ref>
- 1644: Glocke für die Kirche in Lindhorst, Grafschaft Schaumburg, 1829 umgegossen.<ref>Nr. 617† Lindhorst, St. Dionysius 1644, DI 104, Landkreis Schaumburg, Nr. 617† (Katharina Kagerer), in: www.inschriften.net, abgerufen am 18. August 2022</ref>
- 1645: Glocke für die Kirche in Horst<ref name="Mithoff Calenberg"/>
- 1646–1647: „Nach Angabe im Register der fürstlichen Rentkammer lieferte [...] der Stückgießer Ludolf Siegfried zu Hannover für die Befestigung auf dem Kalkberge bei Lüneburg 2 halbe Kanonen und 2 zwölfpfündige Stücke zum Preise von 538 Thlrn.“<ref>Eduard Schuster: Kunst und Künstler in den Fürstenthümern Calenberg und Lüneburg in der Zeit von 1636 bis 1727. Hannover: Hahnsche Buchhandlung, 1905, S. 162 u.ö.; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>
- 1647: Glocke für die Kirche St. Petri in Neustadt am Rübenberge<ref name="Mithoff Calenberg"/>
- Juli bis September 1649: drei Glocken, gegossen auf dem Kirchhof der Gemeinde der Pfarrkirche in Berka im Amt Katlenburg im Vorharz<ref>Das Dorf Berka im Amte Catlenburg, in: Neues Hannoverisches Magazin, 16. Jahrgang, 91. Stück vom 14. November 1806, Hannover: Georg Christoph Schlüter, Spalte 1441–1454; hier: Sp. 1447f.; Digitalisat über Google-Bücher</ref>
- 1649: Glocke für die Kirche in Bennigsen<ref name="Mithoff Calenberg"/>
- 1649: Neuguss der Glocke der Kirche in Hattendorf, Grafschaft Schaumburg<ref name="Kagerer" />
- April 1650: 2 Glocken für die Michaeliskirche in Ronnenberg<ref name="Denkmäler HannoverLinden" />
- 1650: Glocke für die Kirche in Basse<ref name="Mithoff Calenberg"/>
- 1650: Glocke für die Kirche in Helstorf<ref name="Mithoff Calenberg"/>
- 1650: Glocke für die Johannes-Kapelle in Metel als Ersatz für die im Krieg geraubte; Inschrift: „[...] Meister Ludolf Siegfriedt hat mich in Hannover gegossen.“<ref>Hartmut Stützel: Die Geschichte der Johannes-Kapelle in Metel – ein kurzer Blick zurück., auf der Seite vom Freundeskreis für die Johannis-Kapelle Metel e. V. [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 16. Mai 2026</ref>
- 1650: Guss der Glocke „Großer David“, der größten Glocke für die Kreuzkirche in Hannover<ref name="HKuKL"/>
- 1650: in Hannover Guss der Glocke für die die Jakobikirche in Bäntorf bei Coppenbrügge<ref name="Mithoff Calenberg"/>
- 1651: Glocke für die Martinskirche in Engelbostel<ref name="Denkmäler HannoverLinden" />
- 1652: Glocke mit Schlagton b für die bei Gehrden gelegene Lemmier Kapelle; erhalten<ref name="Piper">Gottfried Piper: Gehrden und die Musik. Zum 100jährigen Bestehen des Gehrdener Posaunenchors, Festschrift, 3. Auflage, Burgwedel: St. Petri Druck GmbH, 1994, S. 5; Digitalisat als PDF-Dokument von der Seite gehrden-kirche.de</ref>
- 1652: Glocke für die Kirche in Kathrinhagen, Grafschaft Schaumburg<ref name="Kagerer" />
- 1652: Glocke für die Kirche in Beckedorf, Grafschaft Schaumburg<ref name="Kagerer" />
- 1653: Mittlere Läuteglocke für die Kreuzkirche in Hannover<ref name="Mithoff Calenberg"/>
- 1653: Neuguss der beiden alten Glocken und der zinnernen Taufe der Kirche in Haimar; die beiden Glocken wurden später (1784) jedoch zum Umguss in eine einzige Glocke nach Hannover verbracht.<ref name="Denkmäler Reg.-Bez. Lüneburg"/>
- 1653: Glocke für die Kirche in Hohnhorst, Grafschaft Schaumburg<ref name="Kagerer" />
- 1654 goss Siegfriedt für die Stadt Hannover zwei mehr als 30 Zentner schwere Viertelcarthaunen, die namentlich benannte „Salvator mundi“ und die S. Paulus<ref name="Vorzeit">August Jugler: Aus Hannovers Vorzeit. Ein Beitrag zur deutschen Cultur-Geschichte, Hannover: Verlag von Carl Rümpler, 1876, S. 29–30; Digitalisat über Google-Bücher</ref>
- 1655: Glocke für die Kirche in Großgoltern<ref name="Denkmäler HannoverLinden" />
- 1655: erneuter Glockenguss für St. Petri in Braunschweig; 1811 zerstört<ref name="Archivalie">Sabine Wehking: DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 1047†</ref>
- 1656: Glocke für die Braunschweiger Kirche St. Katharinen, in der Inschrift unter anderem Georg von Rethem und der Bürgermeister Henning Schrader; erhalten<ref>Sabine Wehking: DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 1052</ref>
- 1656: Glocke für das Jagdschloss Weyhausen bei Eschede<ref name="Celler Beiträge"/>
- 1657: Glocke mit mehreren Inschriften für die gotische Kirche St. Laurentius in Schwarmstedt<ref name="Denkmäler Reg.-Bez. Lüneburg"/>
- 1657: Glocke für die Kirche in Hemeringen<ref name="Mithoff Calenberg"/>
- 1657: Glocke für die Kirche in Krückeberg, Grafschaft Schaumburg<ref name="Kagerer" />
- 1659: erneuter Glockenguss mit Inschriften für die Braunschweiger St. Katharinen-Kirche; 1917 zur Einschmelzung für Kriegszwecke enteignet<ref>Sabine Wehking: DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 1086†</ref>
- 1660: Umguss der vorhandenen großen Glocke in Ilten im dortigen Pfarrgarten<ref>C. Wolf, Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover Seite 47.</ref><ref name="Denkmäler Reg.-Bez. Lüneburg"/>
- 1660 datiert die nach Clausthal gelieferte größere Uhrglocke Siegfriedts<ref>Zentralblatt der Bauverwaltung, Band 41, Ernst and Korn, 1921, S. 103; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>
- 1662: Glocke für die Kapelle in Hemmingen<ref name="Denkmäler HannoverLinden" />
- 1663: Glocke für die Kirche in Hohenbostel<ref name="Denkmäler HannoverLinden" />
- 1664<ref name="YT-Celle">youtube: Glocke b° Celle ev. Stadtkirche St. Marien</ref> oder 1723, Stadtkirche St. Marien (Celle): Glocke der Tonlage es mit einem Gewicht von 1.330 kg und einem Umfang von 1,33 m<ref name="stadtkirche-celle.de"/>
- 1665: Neuguss in alter Form zweier älterer Glocken, mit Inschriften für die Kirche St. Martini in Braunschweig; erhalten<ref>Sabine Wehking: DI 56, Stadt Braunschweig II, Nr. 1126</ref>
- 1665 goss Siegfriedt erneut für die Stadt Hannover zwei schwere Carthaunen; die namentlich benannte „Herkules“ und die Greif.<ref name="Vorzeit"/>
- 1668: erneuter Glockenguss für die Kirche in Bennigsen<ref name="Mithoff Calenberg"/>
- 1668: Glocke für die Marienkirche in Barsinghausen<ref name="Denkmäler HannoverLinden" />
- 1670: Zwei Glocken für die Kirche zu den 10.000 Rittern in Lenthe<ref name="Denkmäler HannoverLinden" /><ref name="Piper"/>
- November 1670: Glocke, Schlagton a, für die Kapelle in Everloh, in Hannover hergestellt; erhalten<ref name="Piper"/><ref>Gottfried Piper: Die Glocken und Orgeln des Kirchenkreises Ronnenberg, Burgwedel (o. J., 1982), S. 35</ref>
- 1671: Große Läuteglocke für die Marktkirche zum Heiligen Geist in Clausthal. Am 19. September 1790 gebrochen, 1792 durch einen Umguss (c') von Johann Heinrich Wicke in Braunschweig ersetzt<ref>Heinrich Morich. Oberharzer Glockeninschriften. In: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender für das Schaltjahr 1932. Clausthal-Zellerfeld: Pieper, 1931, S. 33–40.</ref>
- 1672 fertigte der Stückgießermeister Ludolf Siegfriedt im Auftrag der Hannoverschen Landschaft zwei Glocken für die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis<ref>Vergleiche die Hannoverschen Geschichtsblätter, angeblich Sammelband 23–25 von 1969 S. 159; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>
- 1673: Glocke für die Marktkirche in Hameln<ref name="Mithoff Calenberg"/>
Archivalien[Bearbeiten]
An Archivalien von und über Ludolf Siegfriedt finden sich beispielsweise
- der Vertrag für die 1642 geschaffene mittlere Glocke von St. Petri; im Stadtarchiv Braunschweig, Archivsignatur G II 1, fol. 245f.
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- H. Wilh. H. Mithoff: Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen, 1. Band, Antigonos Verlag, 2025, ISBN 9783563144329, Seite 12.
- Joh. Frh. von Reitzenstein: Das Geschützwesen und die Artillerie in den Landen Braunschweig und Hannover von 1365 bis auf die Gegenwart, 1897, Seite 206.
Weblinks[Bearbeiten]
- Videoclips auf youtube.com:
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Siegfriedt, Ludolf |
| ALTERNATIVNAMEN | Siegfried, Ludolph; Siefriedt, Ludolff; Siegfried, Ludolf |
| KURZBESCHREIBUNG | Herzoglich Braunschweig-Lüneburgischer Glockengießer |
| GEBURTSDATUM | 17. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Nienburg/Weser |
| STERBEDATUM | 1675 |
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- Glockengießer
- Gießer (Hannover)
- Hoflieferant
- Unternehmer (Hannover)
- Person (Celle)
- Unternehmer (17. Jahrhundert)
- Person (Braunschweig)
- Geboren im 17. Jahrhundert
- Gestorben 1675
- Mann