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Ludwig Täger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ludwig Taeger)

Ludwig Täger<ref name="HKuKL">Helmut Knocke, Hugo Thielen: Register und Opernplatz 1, in Dirk Böttcher, Klaus Mlynek (Hrsg.): Hannover. Kunst- und Kultur-Lexikon (HKuKL), Neuausgabe, 4., aktualisierte und erweiterte Auflage, Springe: zu Klampen, 2007, ISBN 978-3-934920-53-8, S. 284 und 175ff.; hier: S. 177</ref> (auch: Ludwig Taeger<ref name="Hartzer">Monika von Wilmowsky, Karl Arndt: Der Bildhauer Ferdinand Hartzer. 1838–1906 / Monika und Karl Arndt ( = Berliner Bildhauer des 19. Jahrhunderts), Berlin: Mann, 1986, ISBN 978-3-7861-1440-6 und ISBN 3-7861-1440-4, S. 19; Vorschau über Google-Bücher</ref> und Ludolf Täger<ref name="Polizeiakten">o.V.: 16106) Hochstetter, von, in: Alphabetisches Namens-Verzeichnis der im acht und zwanzigsten Bande des Allgemeinen Polizei-Anzeigers vorkommenden verdächtigen Personen ( = Allgemeiner Polizei-Anzeiger, Bd. 28), Coburg, 1849, S. 142f.; Digitalisat über Google-Bücher</ref> sowie Ludolph Taeger<ref name="Matrikelbuch 1 (1809–1841)">01898 Ludolph Taeger; Transkription des Datensatzes aus Matrikelbuch 1 (1809–1841) der Akademie der Bildenden Künste München</ref> oder Ludolf Taeger;<ref>Marieanne von König (Hrsg.): Herrenhausen. Die Königlichen Gärten in Hannover, Göttingen: Wallstein-Verlag, 2006, ISBN 978-3-8353-0053-8 und ISBN 3-8353-0053-9, S. 210; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref> eigentlich Johann Heinrich Ludolf Täger (* 10. August 1809<ref name="Loge zum Schwarzen Bär">Wilhelm Nöldeke: Die Johanns-Freimaurerloge Zum schwarzen Bär im Orient von Hannover 1774 bis 1874. Geschichte der Loge. Von Br. W. Nöldeke. Säcularfeier am 16. und 17. März 1874 ... Manuskript für Bbf. Freimaurer, Hannover: Hofbuchdruckerei der Bbr. Jänecke, 1875, S. 28; Digitalisat über Google-Bücher</ref> in Hannover;<ref name="Matrikelbuch 1 (1809–1841)" /> † 1888) war ein deutscher Bildhauer<ref name="Hartzer" /> und Freimaurer.<ref name="Loge zum Schwarzen Bär" />

Leben[Bearbeiten]

Zur Biographie Ludwig Taegers ist nur wenig bekannt.<ref name="Hartzer" />

Er schrieb sich am 6. Juli 1832 in München an der dortigen Akademie der Bildenden Künste für das Fach Bildhauerei ein.<ref name="Matrikelbuch 1 (1809–1841)" />

Nachdem sich im Vorfeld der Industrialisierung des Königreichs Hannover in der Residenzstadt Hannover der Gewerbeverein für das Königreich Hannover gebildet hatte,<ref>Ludwig Hoerner, Waldemar R. Röhrbein: Gewerbeverein für das Königreich Hannover, in: Stadtlexikon Hannover, S. 219f.</ref> war Täger als „Bildhauer und Vergolder“ für die von ihm goldähnlich veredelten Bilder- und Tapetenleisten auf der zweiten Gewerbeausstellung im Königreich Hannover mit einer ausführlichen Besprechung seiner Arbeit in den Mitteilungen des Gewerbevereins gewürdigt worden, auch wurde eine „ehrenvolle Erwähnung zuerkannt.“<ref>Karl Karmarsch, Friedrich Wilhelm von Reden: Mittheilungen des Gewerbevereins für das Königreich Hannover. Jahrgang 1838/1839 oder Lieferung 15–20, Hannover: in Kommission der Hahn’schen Hof-Buchhandlung, 1839, Sp. 119; Digitalisat über Google-Bücher</ref>

Um den Anfang der 1840er Jahre wurde Täger Vater des späteren Bildhauers Eduard Täger.<ref>R. Hartmann: Geschichte Hannovers von den ältesten Zeiten bis in die Gegenwart. Mit besonderer Rücksichtnahme auf die Entwicklung der Residenzstadt Hannover, Ernst Kniep, Hannover 1880, S. 716; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>

1844 war der Bildhauer Täger – ebenso wie der gleichnamige Hofuhrmacher – als Sachverständiger zur Beurteilung für Auszeichnungen der Teilnehmer Gewerbeausstellung von 1844 anerkannt worden.<ref>Karl Karmarsch: Bericht über die vierte allgemeine Ausstellung inländischer gewerblicher Erzeugnisse. In: Karl Karmarsch, Theodor Oldekop (Red.): Mittheilungen des Gewerbe-Vereins für das Königreich Hannover, Jahrgang 1844/1845 oder Lieferung 35–43, mit 4 Kupferstichen und alphabetischen Sachregister für die Jahrgänge 1840–1845, Hannover: in Kommission der Hahn’schen Hofbuchhandlung, 1845, S. 415; Digitalisat über Google-Bücher</ref>

Laut einer Bemerkung der Redaktion des hannoverschen Polizeiblattes vom 7. März 1849 hatte sich der aus Berlin stammende und von der preußischen Polizei in Potsdam steckbrieflich gesuchte Referendar Hugo von Hochstetter unter dem Namen des Kaufmannes Schäfer in Hannover aufgehalten und kam dort in den Besitz des Passes des Bildhauers Täger. Mit Tägers Ausweis soll der 24-Jährige dann gemeinsam mit der 19-jährigen Tochter eines Glasermeisters weiter nach Belgien geflohen sein, bevor er später auf Anweisung der Behörden in Brüssel lediglich zurück bis an die französische Grenze an Preußen ausgeliefert wurde.<ref name="Polizeiakten" />

Die von Taeger Anfang der 1850er Jahre geschaffene des Statue Calderon am hannoverschen Hoftheater soll „erhebliche künstlerische und handwerkliche Grenzen“ offenbaren.<ref name="Hartzer" />

Im Katalog der Gewerbeausstellung von 1859 stand Täger als Aussteller in der Rubrik „Bildhauerei und Holzvergoldung“ und hatte

„... 33 verschiedene, zu Wandverzierungen dienende lebensgroße Thierköpfe aus Steinpappe, in den natürlichen Farben zur Schau gestellt.“<ref>Ludwig Hoerner: Bildhauer, kunsthandwerkliche, in ders.: Agenten, Bader und Copisten. Hannoversches Gewerbe-ABC 1800–1900. Hrsg.: Hannoversche Volksbank, Reichold, Hannover 1995, ISBN 3-930459-09-4, S. 53ff., hier: S. 53</ref>

Nachdem vor ihm bereits der „Canzlist“ Christ. Jacob Friedr. Täger und der Hof-Uhrmacher Philipp August Wilhelm Täger Mitglieder der Johannis-Freimaurerloge Zum schwarzen Bär im Orient von Hannover beigetreten war, wurde auch Ludolf Täger am 3. März 1857 nach der in die nach dem Schwarzen Bär benannten Loge aufgenommen.<ref name="Loge zum Schwarzen Bär" />

In der zweiten Jahreshälfte des Jahres 1863 waren bei Täger in Hannover drei in Holz geschnitzte Figuren des Tilman Riemenschneider ausgestellt, die Professor Oesterley als Arbeiten des berühmten Bildschnitzers identifiziert hatte.<ref>Illustrirte Zeitung. Wöchentliche Nachrichten über alle Ereignisse, Zustände und Persönlichkeiten der Gegenwart, über Tagesgeschichte, öffentliches und gesellschaftliches Leben, Wissenschaft und Kunst, Musik, Theater und Mode, Bd. 41, Leipzig: Verlag der Expedition der der Illustrirten Zeitung J. J. Weber, Juli bis Dezember 1863, S. 287; Digitalisat über Google-Bücher</ref>

Bekannte Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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