Blutweideriche
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| Blutweideriche | ||||||||||||
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| Datei:Blut-Weiderich EO5P4398-2.jpg
Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria) auf dem Großen Schwerin | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lythrum | ||||||||||||
| L. |
Die Blutweideriche oder Weideriche (Lythrum) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Die etwa 35 Arten kommen in fast allen Kontinenten mit Ausnahme Südamerikas vor.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die Lythrum-Arten wachsen als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher. Die Stängel junger Pflanzen sind zylindrisch oder vierkantig. Die wechselständig und spiralig, gegenständig oder zu dritt in Wirteln angeordneten Laubblätter sind gestielt bis ungestielt. Die einfachen Blattspreiten besitzen einen glatten Blattrand. Nebenblätter fehlen.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blüten stehen einzeln oder in sehr unterschiedlich aufgebauten, endständigen Blütenständen mit Hochblättern. Die Blüten sind gestielt oder ungestielt. Die Blüten können heterostyl sein.
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und vier- oder sechszählig mit doppelter Blütenhülle. Der rippige Blütenbecher (Hypanthium) ist eng glockenförmig oder röhrig. Bei manchen Arten ist ein Außenkelch vorhanden. Die kurzen, vier oder sechs Kelchblätter sind ungleich (aber nicht zweilippig). Es sind meist vier oder sechs Kronblätter vorhanden, bei wenigen Arten fehlen sie. Die meist rosa- über purpurfarbenen bis blauen, selten weißen, ei- oder verkehrt-eiförmigen Kronblätter sind meist ungleich aber nicht zweilippig verwachsen, manchmal sind sie radiärsymmetrisch. Manchmal fehlen sie ganz. Die zwei bis zwölf deutlich ungleichen, fertilen Staubblätter sind untereinander frei, aber mit dem Blütenbecher verwachsen. Zwei Fruchtblätter sind zu einem mittelständigen Fruchtknoten verwachsen. Ein Fruchtknotenfach enthält (selten ein bis) meist fünf bis fünfzig Samenanlagen. Der Griffel endet in einer kopfigen Narbe. Es sind Nektarien orhanden.
Die zweifächrigen, -klappigen, lokulizidalen, septizidalen oder septifragalen Kapselfrüchte im Blütenbecher enthalten ungeflügelte, rot-braune, etwa 1 Millimeter große Samen.
Ökologie[Bearbeiten]
Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Lythrum wurde durch Carl von Linné 1753 in Species Plantarum, Tomus I, S. 446 und 1754 in Genera Plantarum, 5. Auflage, S. 205 aufgestellt.<ref name="APNI" /> Der botanische Gattungsname Lythrum leitet sich vom griechischen Wort λύθρον lýthron für „schmutziges Blut“ ab.
Die Gattung Peplis, mit der in Mitteleuropa heimischen Art Sumpfquendel (Peplis portula bzw. Lythrum portula), wird je nach Autor auch der Gattung Lythrum zugeordnet.<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" /><ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
Die Gattung Lythrum ist fast weltweit mit der Ausnahme Südamerika verbreitet. In Mitteleuropa sind Ysopblättriger Weiderich (Lythrum hyssopifolia), Sumpfquendel (Lythrum portula), Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria) und Ruten-Blutweiderich (Lythrum virgatum) heimisch.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
Die Gattung Lythrum umfasst etwa 35 Arten (hier eine Auswahl):<ref name="APNI" /><ref name="Euro+Med" />
- Lythrum acutangulum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lag.: Die Art kommt in Spanien, Frankreich, Algerien und Marokko vor, früher auch in Italien und ist in Sizilien und Schweden ein Neophyt.<ref name="Euro+Med" />
- Geflügelter Blutweiderich (Lythrum alatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pursh): Nordamerika.
- Lythrum baeticum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gonz.Albo: Sie kommt in Spanien und Marokko vor.<ref name="Euro+Med" />
- Lythrum borysthenicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Schrank) Litv.: Sie kommt auf den Azoren, in Nordafrika, in Südeuropa, im südlichen Mitteleuropa, in Osteuropa und in Vorderasien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Lythrum flexuosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lag.: Sie kommt nur in Spanien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Ysopblättriger Weiderich (Lythrum hyssopifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.)
- Lythrum hyrcanicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Sosn.) Valdés: Sie kommt in Aserbaidschan vor.<ref name="Euro+Med" />
- Binsen-Weiderich (Lythrum junceum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Banks & Sol.)
- Lythrum linifolium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kar. & Kir.: Sie kommt in Ungarn und in Armenien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Lythrum microphyllum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kar. & Kir.: Sie kommt in Russland, der Ukraine und in Moldawien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Lythrum paradoxum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Koehne: Sie kommt im zentralen und östlichen Australien in den Bundesstaaten Western Australia, Northern Territory, South Australia, Queensland sowie New South Wales vor.<ref name="APNI" />
- Sumpfquendel (Lythrum portula Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) D.A.Webb)
- Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn.: Lythrum anceps Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Koehne) Makino)
- Lythrum schelkovnikovii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sosn.: Sie kommt in Aserbaidschan vor.<ref name="Euro+Med" />
- Lythrum theodori Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sosn.: Sie kommt in Russland, im Kaukasusraum und in Aserbaidschan vor.<ref name="Euro+Med" />
- Lythrum thesioides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.M.Bieb.: Sie kommt in Italien, in Ungarn, im Kaukasusraum, im südlichen Russland vor und kam früher auch in Frankreich vor.<ref name="Euro+Med" />
- Lythrum thymifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.: Sie kommt in Europa, Nordafrika und Vorderasien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Lythrum tribracteatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Spreng.: Sie kommt in Nordafrika, in Südeuropa, Osteuropa und in Vorderasien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Ruten-Blutweiderich (Lythrum virgatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.)
- Lythrum volgense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.D.A.Webb: Sie kommt in Osteuropa und Vorderasien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Lythrum wilsonii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hewson: Sie wurde 1990 erstbeschrieben und kommt in den australischen Bundesstaaten Western Australia, Northern Territory, South Australia, Queensland sowie New South Wales vor. vor.<ref name="APNI" />
Es gibt Hybriden, beispielsweise:
- Lythrum ×scabrum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Simonk.: Sie kommt in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Moldawien, in der Ukraine und im europäischen Russland vor.<ref name="Euro+Med" />
Nicht in die Gattung Lythrum gehört:
- Lythrum triflorum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. f. (Syn.: Nesaea triflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L. f.) Kunth) → Ammannia capitellata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(C.Presl) S.A.Graham & Gandhi subsp. capitellata<ref name="Graham2013"> Shirley A. Graham, Kanchi Gandhi: Nomenclatural Changes Resulting from the Transfer of Nesaea and Hionanthera to Ammannia (Lythraceae). In: Harvard Papers in Botany, Volume 18, Issue 1, 2013, S. 71–90. doi:10.3100/025.018.0101 </ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Datenblatt in der Western Australian Flora. (Abschnitt Beschreibung)
- Haining Qin, Shirley A. Graham: Lythrum S. 274 textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 13: Clusiaceae through Araliaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2007, ISBN 978-1-930723-59-7.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Euro+Med"> B. Valdés, 2012: Lythraceae. Lythrum Datenblatt – In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="APNI"> Datenblatt Lythrum bei Australian Plant Name Index = APNI. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Lythrum. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 492.</ref> </references>