Magnesiumsilicate
| Sicherheitshinweise | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name |
Magnesiumsilicate MgO·xSiO2 (x = 1,4 - 4) | ||||||
| CAS-Nummer | |||||||
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Magnesiumsilicate sind chemische Verbindungen aus der Gruppe der Silicate, genauer die Magnesiumsalze der Kieselsäuren. Die Formel wird üblicherweise als MgO·xSiO2 geschrieben, wobei x das durchschnittliche Molverhältnis von Siliciumdioxid zu Magnesiumoxid bezeichnet. Wenn es sich um ein Hydrat handelt, wird manchmal MgO·xSiO2·H2O geschrieben.
Vorkommen[Bearbeiten]
Natürlich kommen Magnesiumsilicate in verschiedenen hydratisierten Formen als Talk und Sepiolith, sowie als Bestandteil von Mineralen der Serpentingruppe (z. B. Antigorit und Chrysotil) und Olivingruppe (z. B. Forsterit) vor.
Verbindungen[Bearbeiten]
| Verbindung | Chemischer Name | CAS | empirische Formel |
|---|---|---|---|
| Natürliches Magnesiumsilicathydrat | Talk | Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN (künstlich) |
Mg3Si4O10(OH)2 |
| basisches Magnesiumsilicat | Kieselsäure (H2SiO3) Magnesiumsalz (4:3) | Vorlage:CASRN | Mg3Si4O10(OH)2 |
| Magnesiumsilicatanhydrat | Kieselsäure (H6Si2O7) Magnesiumsalz (1:3) | Vorlage:CASRN | Mg3Si2O7 |
| Magnesiumsilicatdihydrat | Kieselsäure Magnesiumsalz Hydrat (1:3:2) | Vorlage:CASRN | Mg3Si2O7·2 H2O |
| Magnesiumsilicathydrat | Kieselsäure Magnesiumsalz Hydrat | Vorlage:CASRN | MgO·xSiO2 (x = 1,4 - 4) |
| Magnesiumtrisilicatanhydrat | Magnesiumsiliciumdioxid | Vorlage:CASRN | Mg2Si3O8 |
| Magnesiumtrisilicathydrat | Kieselsäure (H4Si3O8) Magnesiumsalz (1:2) Hydrat | Vorlage:CASRN | Mg2Si3O8·x H2O |
| Magnesiumorthosilicat | Kieselsäure (H4SiO4) Magnesiumsalz (1:2) | Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN |
Mg2SiO4 |
| Magnesiummetasilicat | Kieselsäure (H2SiO3) Magnesiumsalz (1:1) | Vorlage:CASRN | MgSiO3 |
| Magnesiummetasilicat | Kieselsäure (H2SiO3) Magnesiumsalz | Vorlage:CASRN | MgxSiO3 |
| Chrysotil | Vorlage:CASRN | Mg3Si2O5(OH)4 | |
| Antigorit | Vorlage:CASRN | Mg6[(OH)8|Si4O10] | |
| Lizardit | Vorlage:CASRN | Mg3Si2O5(OH)4 |
Verwendung[Bearbeiten]
Magnesiumsilicate werden in der analytischen und präparativen Chromatographie als Standard-Absorptionsmittel verwendet. Dies wird unter dem Handelsnamen Florisil® angeboten, welches jedoch eine wechselnde Zusammensetzung aus unterschiedlichen Magnesiumsilicaten besitzt und zum Teil noch bis zu 1 % Natriumsulfat enthält.<ref>Wolfgang Kleiböhmer: Environmental Analysis. Elsevier, 2001, ISBN 978-0-444-50021-2, S. 245 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Weiterhin werden Magnesiumsilicate als Lebensmittelzusatzstoff unter der Bezeichnung E 553a als Füllstoff und Trennmittel verwendet. Sie verhindern dabei die Verklumpung von pulverförmigen Lebensmitteln und werden vom Körper (da nicht verwertbar) unverändert wieder ausgeschieden und gelten deshalb als unbedenklich.<ref>zusatzstoffe-online.de: E 553a - Magnesiumsilikat. </ref>
Sicherheitshinweise[Bearbeiten]
Abgesehen von den üblichen Gefahren von Stoffen in Staubform<ref>Bloß keinen Staub aufwirbeln - Belastungen durch Staub, Rauch, Gase und Dämpfe. BAuA, abgerufen am 9. März 2021.</ref>, sind Magnesiumsilicate gesundheitlich unbedenklich, wenn in ihnen kein Asbest nachgewiesen werden kann. Talk ist dann unbedenklich, wenn es nicht in Faserform vorliegt.<ref name="GESTIS" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />