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Tanzfrösche

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Tanzfrösche
Datei:Micrixalus foot flagging cropped.jpg

Tanzfrosch

Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
ohne Rang: Amphibien (Lissamphibia)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Neobatrachia
Familie: Micrixalidae
Gattung: Tanzfrösche
Wissenschaftlicher Name der Familie
Micrixalidae
Dubois, Ohler & Biju, 2001
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Micrixalus
Boulenger, 1888

Die Tanzfrösche (Micrixalus) sind eine Gattung kleiner Froschlurche, die in den Westghats im Westen Indiens endemisch vorkommen.<ref name=Vitt/> Micrixalus ist die einzige Gattung innerhalb der Familie Micrixalidae.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Frösche sind klein mit Körperlängen von 2,5 bis 3,5 cm. In den meisten Fällen sind sie bräunlich oder rotbraun gefärbt und haben eine relativ glatte Haut. Das Trommelfell ist klein. Die Hinterfüße besitzen Schwimmhäute während die Finger der Vorderfüße frei sind. Die charakteristischen, für eine Diagnose der Gattung herangezogenen Merkmale betreffen den Schultergürtel. Üblicherweise besitzen sie ein Omosternum, ein nach vorn durch die Schlüsselbeine vorstehendes Element des Brustbeins (firmisternaler Schultergürtel), das üblicherweise eine Spitze aus Knorpel hat und bei den Tanzfrösche nicht gegabelt ist. Außerdem sind die Epikorakoidknorpel vorne und hinten zusammengewachsen.<ref name=Vitt/>

Lebensweise[Bearbeiten]

Tanzfrösche leben in Bergregenwäldern in der Nähe von schnell fließenden Bächen und Flüssen. Sie halten sich bevorzugt auf nassen Steinen in der Nähe der Gewässer auf. Die Männchen sind revierbildend und markieren ihr Territorium und werben um Weibchen durch Rufe und auffälliges Wedeln mit den Hinterbeinen. Ihren Laich legen die Tanzfrösche direkt am Ufer auf Steinen ab, die sich innerhalb der Spritzzone befinden oder eingegraben im Gewässerboden.<ref name=Vitt/> Die Kaulquappen der Tanzfrösche blieben über mehr als 125 Jahre seit der Beschreibung der Gattung im Jahr 1888 unbekannt. Sie sind aalartig langgestreckt, besitzen einen kräftigen Schwanz und werden bis zu 3 cm lang. Die Kaulquappen leben wie Regenwürmer in sandigen oder kiesigen Ufern, im Gewässerboden oder in Sandbänken üblicherweise in Tiefen von 10 bis 40 Zentimetern und ernähren sich von organischen Partikeln, die sie im Boden finden.<ref name=scinexx/><ref name=Senevirathne/>

Arten[Bearbeiten]

Datei:Micrixalus fuscus.jpg
Micrixalus fuscus
Datei:Micrixalus nelliyampathi.jpg
Micrixalus nelliyampathi
Datei:Micrixalus saxicola.jpg
Micrixalus saxicola
Datei:Micrixalus uttaraghati.jpg
Micrixalus uttaraghati

Gegenwärtig werden 24 Arten in die Gattung Micrixalus gestellt.<ref name=Biju/><ref name=AmphibiaWeb/><ref name=ASoW/>

Stand: 5. Februar 2020

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Micrixalus wurde 1888 durch den belgisch-britischen Zoologen George Albert Boulenger eingeführt. Die Typusart ist Ixalus fuscus Boulenger, 1882. 2001 wurden die Tanzfrösche in eine Unterfamilie Micrixalinae innerhalb der Familie der Echten Frösche (Ranidae) gestellt<ref name=Micrixalinae/> und im Jahr 2006 wurde diese Unterfamilie im Rahmen einer umfangreichen phylogenetischen Untersuchung der Amphibien in den Familienrang erhoben.<ref name=Micrixalidae/> Die Micrixalidae sind die Schwestergruppe der Ceratobatrachidae.<ref name=Vitt/>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name=Vitt>Vitt, Laurie J.; Caldwell, Janalee P. (2013). Herpetology: An Introductory Biology of Amphibians and Reptiles. Academic Press, ISBN 978-0123869197, S. 509.</ref> <ref name=Biju>Biju, S. D.; Sonali Garg; K. V. Gururaja; Yogesh Shouche; Sandeep A. Walujkar (2014). "DNA barcoding reveals unprecedented diversity in Dancing Frogs of India (Micrixalidae, Micrixalus): a taxonomic revision with description of 14 new species". Ceylon Journal of Science (Biological Sciences). 43 (1): 37–123. doi:10.4038/cjsbs.v43i1.6850</ref> <ref name=AmphibiaWeb>Micrixalus bei AmphibiaWeb</ref> <ref name=scinexx>Skurril: Kaulquappen graben wie Würmer im Sand 125 Jahre dauernde Suche nach den Larven der Tanzfrösche war endlich erfolgreich bei scinexx.de</ref> <ref name=Senevirathne>Gayani Senevirathne, Sonali Garg, Ryan Kerney, Madhava Meegaskumbura, S. D. Biju: Unearthing the Fossorial Tadpoles of the Indian Dancing Frog Family Micrixalidae. PLOS, März 2016, doi: 10.1371/journal.pone.0151781</ref> <ref name=ASoW>Micrixalus bei Amphibian Species of the World</ref> <ref name=Micrixalinae>Dubois, A., A. Ohler, and S. D. Biju. 2001. A new genus and species of Ranidae (Amphibia, Anura) from south-western India. Alytes. Paris 19: 53–79. </ref> <ref name=Micrixalidae>Frost, D. R., T. Grant, J. Faivovich, R. H. Bain, A. Haas, C. F. B. Haddad, R. O. de Sá, A. Channing, M. Wilkinson, S. C. Donnellan, C. J. Raxworthy, J. A. Campbell, B. L. Blotto, P. E. Moler, R. C. Drewes, R. A. Nussbaum, J. D. Lynch, D. M. Green, and W. C. Wheeler. 2006. The amphibian tree of life. Bulletin of the American Museum of Natural History 297: 236.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Micrixalus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien