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Omega-3-Fettsäuren

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(Weitergeleitet von Omega-3)
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Strukturformel der α-Linolensäure, links die Carboxygruppe (–COOH), rechts das Omega-Kohlenstoffatom (C)
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Strukturformel der Eicosapentaensäure, links die Carboxygruppe (–COOH), rechts das Omega-Kohlenstoffatom (C) – (5Z,8Z,11Z,14Z,17Z)-Eicosa-5,8,11,14,17-pentaensäure
Datei:DHAnumbering.png
Strukturformel der Docosahexaensäure, links Carboxygruppe (–COOH), rechts das Omega-Kohlenstoffatom (C) – (4Z,7Z,10Z,13Z,16Z,19Z)-Docosa-4,7,10,13,16,19-hexaensäure

Die Omega-3-Fettsäuren sind eine Untergruppe innerhalb der Omega-n-Fettsäuren, die zu den ungesättigten Verbindungen zählen. Die Bezeichnung stammt aus der alten Nomenklatur der Fettsäuren. Bevor man sie als solche identifizierte, wurden sie gemeinhin als Vitamin F bezeichnet. Omega-3 bedeutet, dass die letzte Doppelbindung in der mehrfach ungesättigten Kohlenstoffkette der Fettsäure bei der – vom Carboxy-Ende aus gesehen – drittletzten C-C-Bindung vorliegt. Omega (ω) ist der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets und bezeichnet das von der Carboxygruppe entfernteste Ende der Kohlenstoffkette.

Vorkommen[Bearbeiten]

Datei:Semillas de Chía.jpg
Chiasamen haben einen hohen Omega-3-Fettsäuregehalt

Lebensmittel[Bearbeiten]

Omega-3-Fettsäuren sind in Algen, Fischen und Pflanzen als Carbonsäureester beziehungsweise Triglyceride enthalten. Pflanzen enthalten fast ausschließlich α-Linolensäure (ALA), während in Fettfischen – wie Aal, Karpfen und Sardine – und Algen, etwa Rotalgen, vorwiegend Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA)<ref>Eintrag zu Eicosapentaensäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> vorkommen können.

Datei:Leinöl-01.jpg
Leinöl

Omega-3-Fettsäuregehalte (ALA) verschiedener Pflanzenöle:

Datei:Lachsölkapsel.jpg
Lachsölkapseln

Omega-3-Fettsäuregehalte (EPA und DHA) verschiedener Fische

Ursprung[Bearbeiten]

Produziert werden die Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) durch Algen.<ref name="Enrichment">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Fische nehmen sie über ihre Algennahrung auf, nur wenige Fischarten können sie auch selbst synthetisieren.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Food and Agriculture Organization of the United Nations; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Bestimmte Mikroalgen sind besonders geeignete Produzenten für die Fettsäuren. Mit ihnen lässt sich Algenöl in Bioreaktoren herstellen. Anders als bei Fischen, die über die Nahrungskette auch Schadstoffe aufnehmen, können die Inhalte des so erzeugten Algenöls genauestens kontrolliert werden. Außerdem wird beim Rückgriff auf Algenöl Druck von den überfischten Beständen genommen.<ref name="Enrichment" />

Bekannte Omega-3-Fettsäuren[Bearbeiten]

Trivialname Lipidname Chemischer Name
Roughaninsäure 16:3 (ω−3) (7Z,10Z,13Z)-Hexadecatriensäure
Alpha-Linolensäure (ALA) 18:3 (ω−3) (9Z,12Z,15Z)-Octadecatriensäure
Stearidonsäure 18:4 (ω−3) (6Z,9Z,12Z,15Z)-Octadecatetraensäure
Eicosatriensäure
(Dihomolinolensäure)
20:3 (ω−3) (11Z,14Z,17Z)-Eicosatriensäure
Eicosatetraensäure 20:4 (ω−3) (8Z,11Z,14Z,17Z)-Eicosatetraensäure
Eicosapentaensäure (EPA) 20:5 (ω−3) (5Z,8Z,11Z,14Z,17Z)-Eicosapentaensäure
Heneicosapentaensäure 21:5 (ω−3) (6Z,9Z,12Z,15Z,18Z)-Heneicosapentaensäure
Docosapentaensäure 22:5 (ω−3) (7Z,10Z,13Z,16Z,19Z)-Docosapentaensäure
Docosahexaensäure (DHA) 22:6 (ω−3) (4Z,7Z,10Z,13Z,16Z,19Z)-Docosahexaensäure
Tetracosapentaensäure
(Scoliodonsäure)
24:5 (ω−3) (9Z,12Z,15Z,18Z,21Z)-Tetracosapentaensäure
Tetracosahexaensäure
(Nisinsäure)
24:6 (ω−3) (6Z,9Z,12Z,15Z,18Z,21Z)-Tetracosahexaensäure

Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung[Bearbeiten]

α-Linolensäure, Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure sind bekanntere Omega-3-Fettsäuren, die verstärkt für die menschliche Ernährung erforscht wurden.

Dabei werden pflanzliche Omega-3-Fettsäuren (α-Linolensäure, „ALA“) zur Energiegewinnung verstoffwechselt, in Zellmembranen eingebaut und sind Vorläufer von Serie-3-Prostaglandinen.

Umwandlung von ALA zu DHA und EPA[Bearbeiten]

Der menschliche Körper eines Erwachsenen wandelt die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA zu einem geringen Teil in Eicosapentaensäure (EPA), Docosapentaensäure und Docosahexaensäure (DHA) um.

Für die Umwandlung der pflanzlichen ALA benötigt der Körper die Enzyme Delta-6-Desaturase und Delta-5-Desaturase. Diese verarbeiten aber gleichzeitig die Omega-6-Fettsäure Linolsäure zu DGLA und Arachidonsäure. Durch ein hohes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren wird so mehr Arachidonsäure und weniger EPA und DHA erzeugt. In unserer heutigen Nahrung ist das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren mit über 7:1 sehr ungünstig; die DGE empfiehlt 5:1.<ref>Kathi Dittrich: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. UGB-Vereine für Unabhängige Gesundheitsberatung in Europa, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., S. 150–153, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2010-11-30;.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

In mehreren Studien erwies sich ein Verhältnis 4:1 als optimal für Kognition, Gedächtnis und die Verbesserungen von Alzheimer.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Um die Umwandlungsrate zu erhöhen, ist eine Reduzierung der Omega-6-Fettsäuren in der Ernährung empfehlenswert, damit mehr Enzyme für die Umwandlung von α-Linolensäure in EPA und DHA zur Verfügung stehen. Das dazu mit Abstand beste Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren hat Leinöl mit etwa 1:3. Es ist neben Leindotteröl, Chiaöl und Perillaöl eines der wenigen pflanzlichen Speiseöle, bei denen Omega-3 überwiegt. Weitere Speiseöle mit einem relativ günstigen Verhältnis sind Rapsöl (2:1) und Hanföl (3:1), unter der Empfehlung liegen Walnuss-, Weizenkeim- und Sojaöl (6:1) sowie Olivenöl (8:1); ferner Maiskeimöl (50:1), Sonnenblumenöl (120:1) und Distelöl (150:1).

Umwandlungsrate von ALA zu DHA und EPA[Bearbeiten]

Gemessen wurde in einer Studie eine Umwandlungsrate von α-Linolensäure in Eicosapentaensäure von ca. 5 % und in Docosahexaensäure von unter 0,5 %.<ref name="PMID19269799">J. T. Brenna, N. Salem, A. J. Sinclair, S. C. Cunnane: alpha-Linolenic acid supplementation and conversion to n-3 long-chain polyunsaturated fatty acids in humans. In: Prostaglandins, leukotrienes, and essential fatty acids, Februar–März 2009, Band 80, Nummer 2–3, S. 85–91, doi:10.1016/j.plefa.2009.01.004. PMID 19269799. (Review).</ref> In einer anderen Studie sah man entsprechende Umwandlungsraten von 6 % und 3,8 %.<ref name="PMID9637947">H. Gerster: Can adults adequately convert alpha-linolenic acid (18:3n-3) to eicosapentaenoic acid (20:5n-3) and docosahexaenoic acid (22:6n-3)? In: Int J Vitam Nutr Res., 1998, 68(3), S. 159–173. PMID 9637947.</ref> Die höheren Umwandlungsraten waren in dieser Studie jedoch abhängig von einer hohen Zufuhr gesättigter Fettsäuren über die Nahrung. Wurden dagegen hohe Mengen von Omega-6-Fettsäuren zugeführt, sanken die Umwandlungsraten um 40–50 %. Ein Omega-6-zu-Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis von nicht mehr als 4:1 bis 6:1 wurde demnach als günstig angesehen.

Leinöl hat beispielsweise ein Omega-6-zu-Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis zwischen 1:6 und 1:3<ref>A. G. Vereshagin, G. V. Novitskaya: The triglyceride composition of linseed oil. In: Journal of the American Oil Chemists’ Society, 1965, 42, S. 970–974. doi:10.1007/BF02632457</ref><ref name="dgf_fettsaeurenzusammensetzung">Hans-Jochen Fiebig: Fettsäurezusammensetzung wichtiger pflanzlicher und tierischer Speisefette und -öle. dgfett.de, 21. Dezember 2011.</ref> und liegt damit deutlich unter 4:1. Olivenöl enthält keine Omega-3-Fettsäuren (in nennenswertem Umfang). Bei Butter liegt das Verhältnis zwischen 0,33 und 4,43 (also höchstens leicht über 4:1), wobei daneben ein sehr hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren vorliegt.<ref name="dgf_fettsaeurenzusammensetzung" /> Allerdings ist der Gesamtanteil an Omega-3-Fettsäuren in Butter sehr gering. Das Omega-6-zu-Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis von (erucasäurearmem) Rapsöl liegt zwischen 1:1 und 6:1<ref name="dgf_fettsaeurenzusammensetzung" /> und überschreitet damit die 6:1-Grenze noch nicht. Der Anteil an Omega-3-Fettsäuren beruht bei Leinöl, Butter und Rapsöl jeweils vollständig auf α-Linolensäure.

Eine Studie des Royal Adelaide Hospital in Australien zeigt, dass α-Linolensäure-reiches Pflanzenöl (zusammen mit einer Linolsäure-armen Ernährung) ähnlich den EPA-Spiegel im Gewebe steigen lässt wie eine Supplementierung mit Fischölen.<ref name="PMID7910999">E. Mantzioris, M. J. James, R. A. Gibson, L. G. Cleland: Dietary substitution with an alpha-linolenic acid-rich vegetable oil increases eicosapentaenoic acid concentrations in tissues. In: The American journal of clinical nutrition, Juni 1994, Band 59, Nummer 6, S. 1304–1309. PMID 7910999.</ref> Hingegen wird eine Steigerung des DHA-Spiegels im Blut durch Supplementierung zusätzlicher ALA, EPA oder anderer Vorstufen zur Umwandlung durch die International Society for the Study of Fatty Acids and Lipids (ISSFAL) verneint.<ref name="PMID19269799" /> Barcel-Coblijn und Murphy hingegen kommen zu dem Schluss, dass der Körper ausreichend DHA bilden kann, wenn genug α-Linolensäure (>1200 mg) pro Tag aufgenommen wird.<ref>Gwendolyn Barcel-Coblijn, Eric J. Murphy: Alpha-linolenic acid and its conversion to longer chain n–3 fatty acids: Benefits for human health and a role in maintaining tissue n–3 fatty acid levels. In: Progress in Lipid Research, 2009, 48, S. 355–374; doi:10.1016/j.plipres.2009.07.002.</ref> Der Stoffwechsel Neugeborener ist zu einer verstärkten Umwandlung fähig, da sie die Stoffe für ihre Hirnentwicklung benötigen.<ref>M. Plourde, S. C. Cunnane: Extremely limited synthesis of long chain polyunsaturates in adults: implications for their dietary essentiality and use as supplements. In: Appl Physiol Nutr Metab., August 2007, 32(4), S. 619–634.</ref> Ein Review von 2016, welches die Umwandlungsraten von ALA in DHA untersuchte, kommt zu dem Schluss, dass ALA ein ungeeignetes Substitut für DHA ist.<ref name="PMID27496755">E. J. Baker, E. A. Miles, G. C. Burdge, P. Yaqoob, P. C. Calder: Metabolism and functional effects of plant-derived omega-3 fatty acids in humans. In: Progress in lipid research, Oktober 2016, Band 64, S. 30–56, doi:10.1016/j.plipres.2016.07.002, PMID 27496755 (Review).</ref>

Direkte Zufuhr von DHA und EPA[Bearbeiten]

Algenöl und Fischöl enthalten EPA und DHA direkt. Primär werden DHA und EPA von Algen produziert. Vegane Nahrungsergänzungsmittel enthalten Algenöl. Über die Nahrungskette nehmen außerdem frei lebende Fische entsprechende Algen und somit DHA und EPA auf. Aus diesen kann Fischölkonzentrat gewonnen werden.<ref>Achieving optimal essential fatty acid status in vegetarians: current knowledge and practical implications. 1. September 2003; academic.oup.com/ajcn</ref> Bei Fischen in Aquakulturzucht hängt der Anteil vom Futtermittel ab.<ref>Omega-3 long-chain polyunsaturated fatty acids and aquaculture in perspective. sciencedirect.com</ref>

In Rindfleisch finden sich deutlich weniger Omega-3-Fettsäuren, sowohl in Form von α-Linolensäure als auch als EPA und DHA. Jedoch ist das Omega-6-zu-Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis bei Tieren aus extensiver Weidehaltung deutlich günstiger als bei konventioneller Tierhaltung.<ref>M. R. L. Scheeder u. a.: Vergleich der Qualität von Fleisch verschiedener Rindfleischlabel in der Schweiz – Resultate einer Stichprobenerhebung. (PDF; 135 kB) Institut für Nutztierwissenschaften, Tierernährung, ETH Zürich, 2003.</ref>

Gesundheit[Bearbeiten]

Täglicher Bedarf[Bearbeiten]

Eine offizielle Zufuhrempfehlung gibt es nur für die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA.<ref name="ods">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Office of Dietary Supplements; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Für DHA und EPA gibt es keine solche Empfehlung. Eine Ausnahme gilt für Schwangere, für welche die Deutsche Gesellschaft für Ernährung 200 mg DHA pro Tag empfiehlt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Gleichwohl existiert ein großer Markt für Omega-3-Ergänzungsmittel. So übersteigt bspw. in den USA der Konsum von DHA- und EPA-Ergänzungsmitteln sogar die Aufnahme langkettiger Omega-3-Fettsäuren durch Fisch.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Studien[Bearbeiten]

Ein Cochrane-Review aus dem Jahr 2020 stellt die bislang umfassendste systematische Übersichtsarbeit zur Ergänzung von Omega-3-Fettsäuren und Herz-Kreislauf-Erkrankung (kardiovaskuläre Krankheit) dar. Sie kommt zu dem Schluss, dass lediglich eine moderate und unsichere Evidenz dafür besteht, dass DHA und EPA das Risiko für Koronare Herzkrankheit senken. Zudem sei der Effekt nur klein.<ref name="prevention" /> Dabei führte auch eine erhöhte Zufuhr an DHA und EPA nicht zu besseren Ergebnissen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Ergänzungsmittel könnten aber möglicherweise den Triglycerid-Spiegel senken.

Eine erhöhte Zufuhr von ALA (durch Lebensmittel oder Ergänzungsmittel) kann möglicherweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Herzrhythmusstörungen senken.<ref name="prevention">AS Abdelhamid, TJ Brown, JS Brainard, P Biswas, GC Thorpe HJ, Moore, KHO Deane, CD Summerbell, HV Worthington, F Song, L.Hooper: Omega-3 fatty acids for the primary and secondary prevention of cardiovascular disease. In: Cochrane Database of Systematic Reviews, 2020, Issue 3. Artikelnummer CD003177. doi:10.1002/14651858.CD003177.pub5.</ref> Allerdings ist der Effekt bezogen auf Mortalität und Koronare Herzkrankheit höchstens klein oder auch gar nicht vorhanden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Uneinheitlich ist die Studienlage in Bezug auf Krebs, Alzheimer, Demenz, Syndrom des trockenen Auges, Rheumatoide Arthritis. Studien konnten bislang keine überzeugenden Ergebnisse liefern.<ref name="ods" /> In der Schwangerschaft kann sich Fischkonsum möglicherweise positiv auswirken, jedoch nur dann, wenn Fischarten gewählt werden, die wenig Quecksilber enthalten.<ref name="ods" />

Im November 2023 warnte die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, dass unter der Behandlung mit Omega-3-Fettsäure-haltigen Arzneimitteln im Vergleich zu Placebo ein dosisabhängiges erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen oder kardiovaskulären Risikofaktoren bestehe. Das Risiko wurde in systematischen Übersichten und Metaanalysen randomisierter kontrollierter Studien, die insgesamt mehr als 80.000 Patienten zumeist mit kardiovaskulären Erkrankungen oder kardiovaskulären Risikofaktoren einschlossen, im Vergleich zu Placebo gezeigt. Das beobachtete Risiko für Vorhofflimmern war bei einer Dosis von 4 g/Tag am höchsten. Bei Vorhofflimmern sollte die Behandlung dauerhaft abgesetzt werden, so die Empfehlung.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Deutsche Apothekerzeitung fasst diese Erkenntnis mit „Die Dosis macht das Gift“ zusammen.<ref>dm: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> 2024 kam eine Studie zu einem ähnlichen Ergebnis. Dabei war die regelmäßige Einnahme von Fischöl-Supplementen mit einem um etwa 13 % erhöhten Risiko für Vorhofflimmern sowie einem um rund 5 % erhöhten Schlaganfallrisiko assoziiert. Die Autoren machen jedoch deutlich, dass ihr Studiendesign keine Aussagen zur Ursache erlaubt und daher aus den Ergebnissen dieser Studie kein kausaler Zusammenhang zwischen der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren und dem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern abgeleitet werden kann.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Health Claims[Bearbeiten]

Im Rahmen der Health-Claims-Verordnung hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit die behaupteten Gesundheitseffekte von EPA- und DHA-Fettsäuren bewertet. Gültige Health Claims sind u. a.<ref>Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to docosahexaenoic acid (DHA), eicosapentaenoic acid (EPA) and gamma-linolenic acid (GLA) and contribution to normal cognitive function (ID 532) and maintenance of normal bone (ID 642, 697, 1552) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006. 2011; doi:10.2903/j.efsa.2011.2224</ref><ref>Die Zulässigkeit von Health Claims bei Nahrungsergänzungsmitteln am Beispiel von Omega-3-Fettsäuren – EPA, DHA und ALA. diekmann-rechtsanwaelte.de, 26. Juni 2014; abgerufen am 3. Februar 2022.</ref><ref>Vorlage:EU-Verordnung</ref><ref>Vorlage:EU-Verordnung</ref>

  • ALA – Essenzielle Fettsäuren werden für ein gesundes Wachstum und eine gesunde Entwicklung bei Kindern benötigt
  • ALA trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei
  • DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei
  • DHA trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei
  • DHA trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Triglyceridspiegels im Blut bei
  • DHA und EPA tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei
  • DHA und EPA tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Triglyceridspiegels im Blut bei
  • DHA und EPA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei

Daneben listet die EU-Behörde eine Reihe ungültiger bzw. veralteter Health Claims und Bedingungen für die Verwendung der autorisierten Angaben sowie Bedingungen und/oder Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung des Lebensmittels und/oder zusätzliche Erklärungen oder Warnungen auf.

Kontaminanten, Grenzwerte und Prüfprogramme bei Omega‑3‑Fischölpräparaten (Nahrungsergänzungsmittel)[Bearbeiten]

Omega‑3‑Fettsäuren werden u. a. in Form von Fischölpräparaten als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Dioxine und polychlorierte Biphenyle (PCB) sind lipophile Umweltkontaminanten, die sich vor allem in fettreichen tierischen Lebensmitteln anreichern können.<ref name="BfR_Diox_PCB">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Für bestimmte Kontaminanten sind in der Europäischen Union Höchstgehalte in definierten Lebensmittelkategorien festgelegt (u. a. für „marine Öle“ sowie für Nahrungsergänzungsmittel).<ref name="EU2023_915">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Daneben existieren freiwillige Spezifikationen von Branchenorganisationen, die teilweise strengere Grenzwerte oder zusätzliche Parameter vorsehen (z. B. die freiwillige Monographie der Global Organization for EPA and DHA Omega‑3s, GOED).<ref name="GOED_Monograph">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) Global Organization for EPA and DHA Omega‑3s (GOED), Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Typische Kontaminantengruppen[Bearbeiten]

Zu den bei Fischölpräparaten häufig diskutierten Kontaminantengruppen zählen insbesondere:

  • Halogenierte persistente organische Schadstoffe (POPs): Dioxine/Furane (PCDD/F) sowie dioxinähnliche PCB (dl‑PCB) und nicht dioxinähnliche PCB (ndl‑PCB).<ref name="BfR_Diox_PCB" /><ref name="EU2023_915" />
  • Schwermetalle: u. a. Blei (Pb), Cadmium (Cd) und Quecksilber (Hrsg.).<ref name="EU2023_915" /><ref name="GOED_Monograph" />
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK/PAHs): z. B. Benzo[a]pyren und die Summe definierter PAK (PAH4).<ref name="EU2023_915" />
  • Prozesskontaminanten in raffinierten Ölen: z. B. 3‑Monochlorpropandiol (3‑MCPD) und 3‑MCPD‑Fettsäureester sowie Glycidyl‑Fettsäureester (als Glycidol ausgedrückt).<ref name="EU2023_915" />

Rechtliche Höchstgehalte und freiwillige Spezifikationen (Beispielvergleich)[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle stellt beispielhaft ausgewählte EU‑Höchstgehalte (VO (EU) 2023/915) ausgewählten freiwilligen Spezifikationen (GOED‑Monographie) gegenüber. Je nach Produktkategorie und Matrix (Öl als Endprodukt, Kapseln oder andere Nahrungsergänzungsmittel) können unterschiedliche Teile der EU‑Verordnung einschlägig sein.<ref name="EU2023_915" />

Ausgewählte Grenzwerte/Spezifikationen (EU vs. GOED)
Parameter / Stoffgruppe EU‑Höchstgehalt (VO (EU) 2023/915) – Beispielkategorie GOED Voluntary Monograph (v8.1) Hinweise zur Vergleichbarkeit
Summe Dioxine (PCDD/F) Marine oils (Endverbraucher): 1,75 pg WHO‑PCDD/F‑TEQ/g Fett<ref name="EU2023_915" /> 1,75 pg WHO‑PCDD/F‑TEQ/g<ref name="GOED_Monograph" /> EU rechnet für Dioxine/dl‑PCB als „upper bound“ (Werte < LOQ = LOQ).<ref name="EU2023_915" />
Summe Dioxine + dl‑PCB (TEQ) Marine oils (Endverbraucher): 6,0 pg WHO‑PCDD/F‑PCB‑TEQ/g Fett<ref name="EU2023_915" /> Total Dioxins, Furans and Dioxin‑like PCBs: max. 3 pg WHO‑TEQ/g<ref name="GOED_Monograph" /> EU- und GOED‑Definitionen sind nur eingeschränkt direkt vergleichbar (u. a. wegen Summendefinitionen und Berichtsweisen).<ref name="EU2023_915" /><ref name="GOED_Monograph" />
ndl‑PCB Marine oils (Endverbraucher): 200 ng/g Fett (ICES‑6)<ref name="EU2023_915" /> PCBs: max. 0,09 mg/kg (= 90 ng/g) als Σ209 Kongenere<ref name="GOED_Monograph" /> EU definiert ndl‑PCB als ICES‑6; GOED fordert Σ209. Dadurch sind Zahlenwerte nicht 1:1 übertragbar.<ref name="EU2023_915" /><ref name="GOED_Monograph" />
Blei (Pb) Nahrungsergänzungsmittel: 3,0 mg/kg<ref name="EU2023_915" /> < 0,05 mg/kg<ref name="GOED_Monograph" /> EU‑Wert gilt für Nahrungsergänzungsmittel allgemein; GOED ist eine freiwillige Spezifikation für EPA/DHA‑Öle.<ref name="EU2023_915" /><ref name="GOED_Monograph" />
Cadmium (Cd) Nahrungsergänzungsmittel: 1,0 mg/kg<ref name="EU2023_915" /> < 0,1 mg/kg<ref name="GOED_Monograph" /> Kategorien/Matrices unterscheiden sich; Einordnung kontextabhängig.<ref name="EU2023_915" /><ref name="GOED_Monograph" />
Quecksilber (Hrsg.) Nahrungsergänzungsmittel: 0,10 mg/kg<ref name="EU2023_915" /> < 0,1 mg/kg<ref name="GOED_Monograph" /> –<ref name="EU2023_915" /><ref name="GOED_Monograph" />

Weitere Beispiele für EU‑Höchstgehalte in Ölen/Fetten (einschließlich Fischölen) sind u. a. Grenzwerte für Benzo[a]pyren (2,0 µg/kg) und PAH4 (10,0 µg/kg) sowie für 3‑MCPD‑Ester (2 500 µg/kg als 3‑MCPD) und Glycidyl‑Ester (1 000 µg/kg als Glycidol) in Fischölen bzw. marinen Ölen für den Endverbraucher.<ref name="EU2023_915" />

Prüfverfahren, Definitionen und Transparenz (Hintergrund zur Vergleichbarkeit)[Bearbeiten]

  • Unterschiedliche Ebenen (Recht vs. freiwillige Standards): EU‑Höchstgehalte definieren zulässige Obergrenzen für bestimmte Kontaminanten in konkreten Lebensmittelkategorien.<ref name="EU2023_915" /> Freiwillige Standards können zusätzliche oder strengere Spezifikationen enthalten (in der GOED‑Monographie u. a. für Umweltkontaminanten, Schwermetalle und oxidative Qualitätsparameter).<ref name="GOED_Monograph" />
  • Definitionen und Summenbildung: Bei PCB werden je nach Regelwerk unterschiedliche Summendefinitionen verwendet (EU: ICES‑6 bei ndl‑PCB; GOED: Σ209).<ref name="EU2023_915" /><ref name="GOED_Monograph" />
  • Berichtskonzepte unterhalb der Bestimmungsgrenze (LOQ): Für Dioxine/dl‑PCB werden EU‑Höchstgehalte als „upper bound“ angegeben, während für einzelne Summenbildungen (z. B. PAH4, 3‑MCPD‑Summen) ein „lower‑bound“‑Ansatz vorgesehen ist.<ref name="EU2023_915" />
  • Methodik und Laborqualität: Die GOED‑Monographie empfiehlt validierte Methoden und akkreditierte Labore (z. B. ISO/IEC 17025).<ref name="GOED_Monograph" />
  • Verarbeitungsbegriffe und Produktklassen: Technische Leitfäden unterscheiden u. a. zwischen raffinierten/konzentrierten Ölen und „minimally‑processed“ Ölen; Letztere werden als mechanisch gewonnene Öle beschrieben, die keine weiteren Raffinationsschritte (z. B. Destillation, Bleichen, Deodorierung) durchlaufen.<ref name="GOED_TGD">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) Global Organization for EPA and DHA Omega‑3s (GOED), Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Der Leitfaden empfiehlt zudem, unscharfe Marketingbegriffe wie „virgin“, „natural“ oder „cold‑pressed“ zu vermeiden und stattdessen konsistente Prozessbegriffe zu verwenden („minimally‑processed“), um Verwechslungen zu reduzieren.<ref name="GOED_TGD" />

Verbraucherinformation und Einordnung von Qualitätsangaben[Bearbeiten]

Nahrungsergänzungsmittel werden in Deutschland vor dem Inverkehrbringen beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angezeigt; eine behördliche Vorab‑Prüfung oder Zulassung wie bei Arzneimitteln ist dabei nicht vorgesehen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name="VZ_Gesetz">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Verbraucherzentrale, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Messwerte zu Kontaminanten werden auf dem Produktetikett in der Regel nicht ausgewiesen; eine Veröffentlichung aktueller Analysen (z. B. zu Schwermetallen) ist nicht verpflichtend.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Verbraucherzentrale, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> In der Praxis sind allgemeine Werbeaussagen zu Qualität und Prüfung daher nur eingeschränkt interpretierbar, wenn Angaben zum Prüfprogramm (Analytikumfang, Grenzwerte/Spezifikationen, Einheiten/Definitionen, Chargenbezug und Berichtsweise) fehlen.<ref name="VZ_Gesetz" /><ref name="GOED_TGD" />

Qualitätsbewertung von Omega‑3‑Präparaten[Bearbeiten]

Zur Qualitätsbewertung von Omega‑3‑Präparaten werden mehrere voneinander zu unterscheidende Kriterien herangezogen, darunter die ausgewiesenen Mengen an EPA, DHA bzw. ALA, die chemische Form der Fettsäuren, die oxidative Qualität, Umweltkontaminanten sowie Verpackung und Lagerung. Die GOED‑Monographie nennt als Schwerpunkte ihrer freiwilligen Qualitätsstandards für EPA- und DHA‑reiche Öle insbesondere oxidative Qualität, Umweltkontaminanten sowie die Messung von EPA und DHA.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Global Organization for EPA and DHA Omega‑3s (GOED); ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Nahrungsergänzungsmittel können Omega‑3‑Fettsäuren in unterschiedlichen chemischen Formen enthalten, u. a. als natürliche Triglyceride, freie Fettsäuren, Ethylester, re‑esterifizierte Triglyceride oder Phospholipide; diese Formen können sich in der Bioverfügbarkeit unterscheiden, wobei alle Formen die EPA- und DHA-Spiegel im Plasma erhöhen können.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Allgemeine Angaben wie „hochdosiert“, „rein“ oder „laborgeprüft“ sind daher nur eingeschränkt vergleichbar, wenn Menge, Form, Oxidationswerte, Prüfparameter und Chargenbezug nicht angegeben werden.

Oxidation[Bearbeiten]

Omega-3-reiche Öle sind aufgrund ihres hohen Anteils mehrfach ungesättigter Fettsäuren besonders oxidationsempfindlich; Oxidationsprozesse können zu Qualitätsverlusten sowie sensorischen Veränderungen (Geruch/Geschmack) bis hin zu Ranzigkeit führen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Qualitätsparameter[Bearbeiten]

Zur analytischen Beurteilung des Oxidationszustands werden häufig der Peroxidwert (PV; primäre Oxidationsprodukte) und der p-Anisidinwert (AV; sekundäre Oxidationsprodukte) bestimmt. Als Summenkennzahl wird häufig der TOTOX‑Wert (Total Oxidation) berechnet (TOTOX = (2 × PV) + AV).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Ranzigkeit[Bearbeiten]

Eine Untersuchung von Fischöl aus dem Jahr 2022 zeigte, dass einige der am Markt angebotenen Produkte ranzige Öle enthalten. Dabei wird der ranzige Geruch häufig durch Aromen überdeckt. Eine Studie aus dem Jahr 2015 kam zu einem ähnlichen Ergebnis, hier waren 20 % der Produkte ranzig. Unklar ist, ob ranziges Fischöl ungesund ist. Einige Studien zeigen, dass stark ranziges Fischöl den Cholesterinspiegel erhöhen kann. Tierversuche zeigten außerdem, dass stark ranziges Öl toxische Effekte hat. Darüber hinaus hat ranziges Öl vermutlich nicht die gleiche positive Wirkung wie frisches Öl.<ref>Vorlage:Cite web</ref><ref>Vorlage:Cite web</ref>

Aromatisierung und sensorische Maskierung[Bearbeiten]

Omega-3-Produkte sind teilweise aromatisiert (z. B. Zitronen- oder Orangenaroma bzw. Zitrusöl); in sensorischen Lagerstudien wurde ein Maskierungseffekt beschrieben, bei dem ein ausgeprägter Zitrusgeruch fischige Geruchsnoten überdecken kann (sensorische Maskierung).<ref name="Yenipazar2023">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> In derselben Studie nahmen fischige Geruchs-/Aromanoten im Verlauf der Lagerung zu.<ref name="Yenipazar2023" /> Aromastoffe können außerdem die Bestimmung des p-Anisidinwerts beeinflussen (z. B. durch aldehydhaltige Komponenten wie Citral in Zitronenaroma), sodass p-AV und daraus abgeleitete Kennzahlen wie der TOTOX-Wert bei aromatisierten Ölen nur eingeschränkt aussagekräftig sein können.<ref name="Yenipazar2023" /> Zur Stabilisierung gegen Oxidation werden in vielen Fischölen Tocopherole (α-Tocopherol oder Misch-Tocopherole) zugesetzt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Verpackung und Lagerung[Bearbeiten]

Die Anforderungen an Verpackung und Lagerung betreffen omega-3-reiche Öle und Präparate allgemein, darunter Fisch-, Krill- und Algenöle sowie ALA-reiche Pflanzenöle wie Leinöl. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können durch Sauerstoff, Licht, Wärme und Lagerzeit oxidieren; dabei laufen Prozesse der Lipidperoxidation ab, an denen kurzlebige freie Radikale beteiligt sein können und die zu Ranzigkeit und anderen Qualitätsverlusten führen können.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Technische Leitlinien zur Oxidationskontrolle empfehlen deshalb u. a. geringe Kopfraumvolumina, geschlossene Systeme, Schutz vor Sauerstoff und Licht, kontrollierte Temperaturen sowie den Einsatz von Inertgasen wie Stickstoff oder Argon.<ref name="GOEDVerpackung2017">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) Global Organization for EPA and DHA Omega-3s (GOED), Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Besonders sauerstoffexponiert sind flüssige Omega-3-Öle in Mehrdosenflaschen, da nach dem ersten Öffnen sauerstoffhaltige Luft in den Kopfraum eintreten und über die Öloberfläche mit der verbleibenden Gesamtmenge in Kontakt stehen kann; erneutes Verschließen begrenzt zwar weiteren offenen Luftzutritt, stellt den ursprünglichen sauerstoffarmen oder inertisierten Zustand jedoch nicht wieder her, und Kühlung kann Oxidationsprozesse zwar verlangsamen, beseitigt aber keinen vorhandenen Sauerstoff im Kopfraum.<ref name="GOEDVerpackung2017" /> Bei Mehrdosenbehältern mit Kapseln ist die Exposition geringer als bei flüssigem Öl, weil das Öl portioniert und von einer Kapselhülle umgeben ist; diese Barriere ist jedoch nicht absolut, da für Weichgelatinekapseln eine messbare Sauerstoffdurchlässigkeit beschrieben wurde.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Verbraucherpackungen unterscheiden sich zudem in ihrer Barrierewirkung; für Glas-, PET- und HDPE-Flaschen wurden materialabhängige Unterschiede hinsichtlich Feuchte- und Sauerstoffbarriere beschrieben, und bei Blisterverpackungen hängt die Barrierewirkung vom Materialaufbau ab, wobei Aluminium/Aluminium-Systeme eine stärkere Barriere gegen Feuchtigkeit, Sauerstoff und Licht bieten als einfache Kunststoffkavitäten.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Unter dem Gesichtspunkt der wiederholten Sauerstoffexposition sind einzeldosierte Hochbarriereverpackungen besonders konsequent, da nicht entnommene Dosen bis zur Einnahme verschlossen bleiben und nicht wiederholt dem Kopfraum eines geöffneten Mehrdosenbehälters ausgesetzt werden; der tatsächliche Schutz hängt jedoch vom Materialaufbau und ggf. von einer Inertgasatmosphäre ab.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Argon ist ein Edelgas und wird als Lebensmittelzusatzstoff E 938 als Schutzgas verwendet; die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bewertete Argon 2024 erneut und kam zu dem Schluss, dass seine Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff keine Sicherheitsbedenken aufwirft.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
  • Martina Keller, Unser täglich Öl gibt uns heute. In: Mare, 02/2026, Nummer 174, S. 70–75.
  • O. Singer, M. Wirth: Omega-3-Fettsäuren marinen und pflanzlichen Ursprungs: Versuch einer Bilanz. In: Ernährungsumschau, 2003, 50, Heft 8, S. 296–304; <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. ernährung.de

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Omega-3-Fettsäuren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive />

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