Pirole
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Pirol (Oriolus oriolus), Männchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Oriolidae | ||||||||||||
| Vigors, 1825 |
(Oriolus chinensis)
(Oriolus auratus)
(Oriolus nigripennis)
Die Pirole (Oriolidae) sind eine Familie der Sperlingsvögel (Passeriformes). Es sind etwa amselgroße, sehr farbenfrohe Vögel. Die meisten Arten leben in den Tropen der Alten Welt, von Afrika über Süd- und Ostasien bis Australien. Lediglich der Pirol (Oriolus oriolus) lebt in Europa.
Beschreibung[Bearbeiten]
Pirole sind mittelgroße, langgestreckte und recht kräftige Singvögel. Sie haben einen relativ kräftigen, spitzen Schnabel und vergleichsweise kurze, aber sehr kräftige Beine und Zehen. Die Flügel sind zugespitzt.
Die Vertreter der Familie zeigen einen sehr starken Geschlechtsdimorphismus. Die Männchen sind sehr bunt und kontrastreich gefärbt. Bei den meisten Arten ist der Körper leuchtend gelb mit scharf abgesetzten schwarzen Zeichnungen am Kopf und an Schwingen oder Schwanz. Die Männchen einiger Arten in Südostasien sind schwarz und zeigen rote oder silberweiße Zeichnungen. Die Weibchen sind grundsätzlich ähnlich wie die Männchen gefärbt, die Oberseite des Körpers ist jedoch meist grünlich, die Unterseite ist meist aufgehellt. Weibchen sind daher insgesamt viel weniger kontrastreich und weniger auffällig. Frisch ausgeflogene Jungvögel ähneln den Weibchen, zeigen jedoch meist zusätzlich eine Streifenzeichnung.
Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]
Die meisten Arten der Familie leben in den Tropen der Alten Welt, nach Glutz von Blotzheim und Bauer (die von insgesamt 28 Arten ausgehen) kommen in Afrika 6, in Südostasien 16 und in Australien 4 Arten vor. Nur je eine Art besiedelt im Osten und Westen der Paläarktis die gemäßigten und mediterranen Zonen; im Westen ist dies der Pirol, im Osten der Schwarznackenpirol (Oriolus chinensis).
Pirole sind eng an offene und halboffene Wälder gebunden und halten sich dort fast ausschließlich in den Baumkronen auf. Trotz ihres auffälligen Gefieders sind sie daher nur selten zu sehen.
Ernährung[Bearbeiten]
Soweit bekannt, besteht die Nahrung überwiegend aus Insekten, insbesondere Schmetterlingsraupen, daneben werden von einigen Arten auch Früchte und Nektar genutzt.
Fortpflanzung[Bearbeiten]
Pirole bauen in Baumkronen napfförmige Hängenester, die in horizontalen Astgabeln angelegt werden. Die Eier sind reinweiß oder gelblichbraun mit dunklen Flecken. Die Nestlinge sind bräunlich bedunt.
Systematik[Bearbeiten]
Die interne Systematik der Familie war lange Zeit umstritten. Die folgende Liste folgt der World Bird List der International Ornithologists’ Union.<ref name="IOC">Orioles, drongos, fantails in IOC World Bird List. Abgerufen von https://www.worldbirdnames.org/ am 24. Juli 2021</ref>
- Oriolus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Linnaeus, 1766
- Weißzügelpirol (Oriolus albiloris) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ogilvie-Grant, 1894
- Schwarzohrpirol (Oriolus auratus) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vieillot, 1817
- Burupirol (Oriolus bouroensis) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Quoy & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gaimard, 1832)
- Dschungelpirol (Oriolus brachyrynchus) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Swainson, 1837
- Schwarznackenpirol (Oriolus chinensis) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Linnaeus, 1766
- Grünkopfpirol (Oriolus chlorocephalus) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Shelley, 1896
- São-Tomé-Pirol (Oriolus crassirostris) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hartlaub, 1857
- Rotbrustpirol (Oriolus cruentus) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wagler, 1827)
- Taminbarpirol (Oriolus decipiens) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sclater, P.L., 1883)
- Braunkehlpirol (Oriolus finschi) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hartert, E., 1904, ehemalige Unterart von O. melanotis, gilt seit 2019 als eigene Art<ref name="IOC species update">Species Update – IOC World Bird List, abgerufen von https://www.worldbirdnames.org/ am 24. Juli 2021</ref>
- Mangrovepirol (Oriolus flavocinctus) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.King, P.P., 1826)
- Forstenpirol (Oriolus forsteni) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bonaparte, 1850)
- Mohrenpirol (Oriolus hosii) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sharpe, 1892
- Isabellpirol (Oriolus isabellae) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ogilvie-Grant, 1894
- Indienpirol (Oriolus kundoo) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sykes, 1832, ehemalige Unterart von O. oriolus, gilt seit 2005 als eigene Art
- Maskenpirol (Oriolus larvatus) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lichtenstein, M.H.K., 1823
- Seidenpirol (Oriolus mellianus) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stresemann, 1922
- Sundapirol (Oriolus melanotis) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bonaparte, 1850)
- Mönchspirol (Oriolus monacha) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gmelin, J.F., 1789)
- Pirol (Oriolus oriolus) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Linnaeus, 1758)
- Schwarzflügelpirol (Oriolus nigripennis) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Verreaux, J. & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Verreaux, É., 1855
- Bergpirol (Oriolus percivali) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ogilvie-Grant, 1903
- Halmaherapirol (Oriolus phaeochromus) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gray, G.R., 1861
- Streifenpirol (Oriolus sagittatus) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Latham, 1801)
- Philippinenpirol (Oriolus steerii) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sharpe, 1877
- Grantpirol (Oriolus szalayi) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Madarász, 1900)
- Schmalschnabelpirol (Oriolus tenuirostris) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blyth, 1846
- Blutpirol (Oriolus traillii) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vigors, 1832)
- Gelbmantelpirol (Oriolus xanthonotus) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Horsfield, 1821
- Schwarzkopfpirol (Oriolus xanthornus) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Linnaeus, 1758)
- Pitohuis (Pitohui) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lesson, R.P., 1831
- Graukopfpirol (Pitohui cerviniventris) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gray, G.R., 1862)
- Zweifarbenpirol (Pitohui dichrous) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bonaparte, 1850)
- Ockerpirol (Pitohui kirhocephalus) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lesson, R.P. & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Garnot, 1827)
- Maronenpirol (Pitohui uropygialis) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gray, G.R., 1862)
- Feigenpirole (Sphecotheres) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vieillot, 1816
- Wetarfeigenpirol (Sphecotheres hypoleucus) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Finsch, 1898
- Australischer Feigenpirol (Sphecotheres vieilloti) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vigors & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Horsfield, 1827
- Timor-Feigenpirol (Sphecotheres viridis) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vieillot, 1816
- † Turnagra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lesson, 1837
- † Südinsel-Piopio (Turnagra capensis) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sparrman, 1787)
- † Nordinsel-Piopio (Turnagra tanagra) (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schlegel, 1866)
Die deutschen Namen der Arten entstammen Avibase.<ref name="avibase">Avibase – Die Weltvogel-Datenbank, abgerufen am 24. Juli 2021</ref>
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Einhard Bezzel: Der Pirol. Blüchel und Philler, München 1989, ISBN 3-7907-0447-4.
- Urs N. Glutz von Blotzheim und Kurt M. Bauer: Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Band 13/2: Passeriformes. 4. Teil: Sittidae – Laniidae. Aula-Verlag, Wiesbaden 1993, S. 1069.
- Klaus-Dieter Feige: Der Pirol. Ziemsen Verlag, Wittenberg 1985.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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