Elsässer Sommerwurz
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| Elsässer Sommerwurz | ||||||||||||
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| Datei:Orobanche alsatica 140608a.jpg
Elsässer Sommerwurz (Orobanche alsatica) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Orobanche alsatica | ||||||||||||
| Kirschl. |
Die Elsässer Sommerwurz (Orobanche alsatica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sommerwurzen (Orobanche) in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae).
Beschreibung[Bearbeiten]
Die Elsässer Sommerwurz ist eine 20 bis 40 cm hohe, parasitäre Pflanze. Sie parasitiert auf Pflanzen der Gattungen Haarstrang (Peucedanum) und Laserkräuter (Laserpitium).
Krone und Stängel sind gleich gefärbt. Der obere Teil des Fruchtknotens sowie der Griffel sind zerstreut drüsig, unterhalb der Narbe stehen die Drüsen dichter. Die Staubblätter setzen 4 bis 5 mm oberhalb der Kronbasis an. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Juli.
Vorkommen[Bearbeiten]
Die Elsässer Sommerwurz kommt in Süd-, Mittel- und Osteuropa, in Marokko, in Zentralasien, in Sibirien, im Kaukasusraum und in China vor.<ref name="GRIN" />
Systematik[Bearbeiten]
Innerhalb der Art werden drei Unterarten unterschieden, die Unterart libanotidis wird gelegentlich als eigene Art Orobanche bartlingii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griseb. geführt.
- Elsässer Sommerwurz (Orobanche alsatica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kirschl. subsp. alsatica): Sie hat die Chromosomenzahl 2n = 38.<ref name="IPCN" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz für diese Unterart: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
- Bartlings Sommerwurz (Orobanche alsatica subsp. libanotidis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Rupr.) Tzvelev, Syn.: Orobanche bartlingii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griseb.): Sie hat die Chromosomenzahl 2n = 38.<ref name="IPCN" /> Sie kommt in Süd-, Mittel- und in Osteuropa vor.<ref name="GRIN" /> Sie wird auch als eigenständige Art angesehen.<ref name="SchmeilFitschen2006" />
- Mayers Sommerwurz (Orobanche alsatica subsp. mayeri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Suess. & Ronniger) Kreutz) (Syn.: Orobanche mayeri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Suess. & Ronniger) Bertsch & F.Bertsch): Sie wurde als Endemit der Schwäbischen Alb angesehen. Sie wurde im Juli 1940 von den Tübinger Apotheker Adolf Theodor Mayer am Zeller Horn und am Hangenden Stein am Raichberg bei Onstmettingen entdeckt. Er hielt die Pflanze für Orobanche elatior, doch wurde die Sippe von Karl Suessenguth und Karl Ronniger 1942 als neu erkannt und dem Entdecker zu Ehren als neue Varietät Orobanche alsatica var. mayeri beschrieben.<ref name="Demuth" /> Inzwischen gibt es auch bekannte Vorkommen in der Hohen Tatra (Pieninen) in Polen und der Slowakei. Eine Fundmeldung aus Rumänien anhand eines Herbarbelegs muss noch bestätigt werden.<ref name="POWO" /> Die Unterart wird von manchen Autoren auch als eigenständige Art Orobanche mayeri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Suess. & Ronniger) Bertsch & F.Bertsch angesehen.<ref name="Piwowarczyk2019" />
Standorte und Ökologie[Bearbeiten]
Die Art wächst in wärmebegünstigten Saumgesellschaften und Halbtrockenrasen. Sie bevorzugt mäßig trockene, basen- und kalkreiche, nährstoffarme Böden. Sie ist in Mitteleuropa eine Art des Verbands Geranion sanguinei.<ref name="Oberdorfer2001" /> Die Unterart Orobanche alsatica subsp. alsatica lebt parasitisch auf Haarstrang-Arten und Laserkräutern, die Unterart Bartlings Sommerwurz lebt nur auf der Heilwurz.<ref name="SchmeilFitschen2006" /> Mayers Sommerwurz parasitiert auf der Schwäbischen Alb das Breitblättrige Laserkraut<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> und in der Hohen Tatra eine Unterart der Großen Bibernelle (Pimpinella major subsp. rhodochlamys).<ref name="Piwowarczyk2019" />
Literatur[Bearbeiten]
- Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Oberdorfer2001"></ref> <ref name="Demuth">Siegfried Demuth: Orobanchaceae. In: O. Sebald u. a.: Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 5, Seite 361–398. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1996. ISBN 3-8001-3342-3.</ref> <ref name="IPCN">Orobanche alsatica bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="SchmeilFitschen2006"> </ref> <ref name="Piwowarczyk2019"> Renata Piwowarczyk: Orobanche mayeri (Suess. & Ronniger) Bertsch & F. Bertsch – a species new to Poland. In: Acta Societatis Botanicorum Poloniae. Band 80, Nr. 3, 2019, doi:10.5586/asbp.2011.020. </ref> <ref name="InfoFlora">Orobanche alsatica Kirschl. subsp. alsatica In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="POWO">Orobanche mayeri. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Andreas Fleischmann: Orobanchaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 705.</ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Elsässer Sommerwurz auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Elsässer Sommerwurz. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Thomas Meyer: Sommerwurz Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)