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Oscar Strock

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Fotoportrait Oskar Strock als jüngerer Mann
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Oskar Strok

Oscar Davidowitsch Strok, auch Strock, auch Oskar ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 25. Dezember 1892jul. / 6. Januar 1893greg. in Daugavpils, Russisches Kaiserreich; † 22. Juni 1975 in Riga, Lettische SSR) war ein lettischer Kapellmeister, Komponist, Arrangeur und Pianist.

Leben[Bearbeiten]

Oscar Strocks Vater war Berufsmusiker in einem Theaterorchester.<ref>lt. Lotz, Diskographie jedoch: Militärmusiker in der Kaiserlich Russischen Armee</ref>

Fotoportrait Oskar Strock als älterer Mann
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Da Strock sich bereits als Kind sehr für Musik begeisterte, erlernte er nach Gitarre und Balalaika das Violin- und später das Klavierspiel. Mit zwölf Jahren begann er ein Musikstudium am Konservatorium in St. Petersburg. Eine seiner ersten Kompositionen, mit denen er auf sich aufmerksam machte, war die Vertonung eines Gedichts von Puschkin, welche später in der Interpretation durch die populäre russische Sängerin Anastassija Wjaltsewa<ref>(1871–1931), Sängerin von Operetten und Zigeuner-Romanzen, ‘and one of the great charmeuses of the day’, cf. [1], endete durch Selbstmord[2] – zit. nach Tangopedia: Kurzbiografie von Oscar Strock (englisch), wo allerdings nähere Angaben zum Stück vorenthalten bleiben.</ref> bekannt wurde.

Auch seine sieben Brüder studierten Musik in St. Petersburg; am bekanntesten von ihnen wurde der Konzertgeiger Leo Strokoff (auch: Strockoff),<ref>vgl. Lotz, Diskographie, ein Photo des Künstlers in: Amsterdam NY Daily Democrat and Reporter, 1928 [3] (PDF; 896 kB): Leo Strockoff – American violinist, composer and lyricist, a student of Eugène Ysaÿe (* July 16, 1858, Liege – May 12, 1931, Brussels)</ref> ein Schüler von Eugène Ysaÿe.

Die Anfänge von Strocks Musikerlaufbahn waren eher bescheiden: Er arbeitete als Korrepetitor, als Kinoklavierspieler und als Cafépianist. Er heiratete eine Italienerin österreichischer Herkunft und gründete eine Familie. Nach der Geburt des ersten Kindes kehrte Strock in seine Heimatstadt Riga zurück.<ref>Marģers Vestermanis: Juden in Riga. Auf den Spuren des Lebens und Wirkens einer ermordeten Minderheit. 3. verbesserte und erweiterte Ausgabe in deutscher Sprache. Edition Temmen, Bremen 1995, ISBN 3-86108-263-2, S. 58.</ref> Er versuchte sich als Verleger und brachte die literarische Zeitschrift Novaya Newa heraus, daneben veröffentlichte er Bücher und Musiknoten.

In den 1920er und 1930er Jahren war Strock in Lettland Pianist und Leiter einer Tanzkapelle. Außerdem komponierte er und schrieb Lieder, Balladen, Walzer und Jazzstücke. Seine besondere Liebe aber galt dem Tango,<ref>vgl. Lloica Czackis: Yiddish Tango during the Holocaust: Eastern-European popular musicians associated with the tango, such as violinist Paul Godwin, composers and swing band directors Henryk and Artur Gold, and composers Zygmund Białostocki, Oskar Strock and Jerzy Petersburski. [4]</ref> den er keineswegs nur als Gebrauchsmusik oder gar als Zugeständnis an die Mode verstand.<ref name="Dragilew">„Seine Tangos haben allerdings alles, was man von einem Tango erwarten kann, von der Leichtigkeit Sebastian Iradiers bis zur schmerzvoll-philosophischen Tiefe eines Astor Piazollas“ schreibt Dmitri Dragilew 1998: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Oskar D. Strock – “The genuine genius & true king of russian tango” (Memento vom 7. Mai 2014 im Internet Archive)</ref>

1927/28 unternahm Strock eine Reise nach Paris und versuchte sich dort niederzulassen. In Berlin nahm er mit einem eigenen Orchester 1929 mehrere seiner Kompositionen bei Adler-Electro<ref>vgl. Adler-Record[5]</ref> auf. Bei dieser Firma begleitete er im August 1930 auch den Refrainsänger und nachmals erfolgreichen Schlagerkomponisten Walter Jurmann.<ref>vgl. z. B. Adler-Electro Nr.5490 (mx. 7527) Mein Liebster muß Trompeter sein, Marsch-Foxtrot (Hans May, Alexander Flessburg): Walter Jurmann, mit Jazz-Orchester, Leitung Oscar Strock, aufgen. 08-1930, und die Rückseite Adler-Record Nr. 5490 (mx. 7528) Veronika, der Lenz ist da, Foxtrot (Walter Jurmann, Fritz Rotter): Walter Jurmann, mit Jazz-Orchester, Leitung Oscar Strock, aufgen. 08-1930.</ref> Eine Aufnahme mit dem Refrainsänger Alexander A. Balaban als „Fred King“<ref>vgl. Fred King (Pseudonym), acc. jazz orchestra, Conductor Oscar Strock [6]</ref> ist auf dem Ultraphon-Label erhalten. Sein erster eigener kompositorischer Erfolg war der Tango Schwarze Augen (Черные глаза), zuerst aufgenommen in Berlin im Herbst 1929 durch das Orchester Marek Weber.

Zur Strocks Entdeckung zählte der russische Bariton Pjotr Leschtschenko/Петр Лещенко. Viele Lieder von Strock sind in der Interpretation von Pjotr Leschtschenko berühmt geworden. Namhafte Interpreten<ref>vgl. [7] Oscar Davidovich erinnert sich</ref> wie der in Riga lebende Tenor Konstantin Sokolski sangen Strocks Tangoballaden<ref>vgl. Dmitri Dragilew im „Kunstpalast Berlin“: Es gab in Russland einem Komponisten, der sich fast ausschließlich dem Tango widmete und eine Reihe von Tangos par excellence schuf. Sein Name ist Oskar Strock (1893–1975). Die Schallplattenpremiere seines ersten Tangos fand 1929 in Berlin statt. [8]</ref> und Zigeuner-Romanzen für die Schallplatte. Drei seiner berühmtesten Stücke spielte das Orchester von Marek Weber für Electrola ein; die Refrains sang auf Russisch Marek Belorusov.<ref>eigentlich „Mark Levin“, sang auch unter dem Künstlernamen „Boris Baikaloff“, vgl. [9]</ref> In der Sowjetunion spielten die großen Jazzorchester<ref>vgl. dazu Walter Deutsch u. a., S. 219 ff.</ref> von Alexander Naumowitsch Zfasman, Leonid Ossipowitsch Utyosov/Леонид Осипович Утёсов<ref>eigentlich Lazar Weissbein, vgl. kehilalinks[10]</ref> und Jakow Borissowitsch Skomorowski Strocks Kompositionen.

Oscar Strock, Aleksandr Bayanov, Konstantin Sokolsky, Vladimir Nepljujew
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Die Machtübergabe an die Nationalsozialisten zwang Strock als jüdischen Künstler 1933 zur Flucht.<ref>Der Schöpfer des Welterfolgs „Zwei dunkle Augen“ musste 1933 vor den Nazis fliehen... schreibt „bus“ 2008 in den Schaumburger Nachrichten</ref> Er verließ Deutschland und kehrte mit seiner Familie in seine Heimat nach Lettland zurück. Dort spielte er mit eigenem Orchester („Oskara Stroka džesa orkestris“) seine Kompositionen auf Schallplatten der Firma „Bellaccord“ ein, die Helmars Rudzītis 1931 in Riga gegründet hatte.

Finanzielle Probleme in den 1930er Jahren, die sich ergaben als seine Versuche als Verleger scheiterten und auch die Eröffnung eines Restaurants in Riga erfolglos blieb, danach politische Verfolgung und Aufführungsverbote in den späten 1940er und 1950er Jahren, als Lettland sowjetische Unionsrepublik war,<ref>vgl. Lettische SSR</ref> machten für Strock das Leben vor wie nach der Rückkehr beschwerlich.<ref name="Dragilew" />

Im Zweiten Weltkrieg wurde er noch vor der deutschen Eroberung Lettlands mit seiner Familie nach Alma Atá evakuiert und er fand dort eine Beschäftigung als Pianist eines Unterhaltungsorchesters bei der Truppenbetreuung. Nach Kriegsende kehrte er nach Riga zurück, doch nun galten seine Kompositionen als dekadent: Nach dem Zweiten Weltkrieg war westliche Musik in der Sowjetunion unerwünscht.<ref>vgl. dazu Lücke, S. 158 ff.</ref> Die staatliche Musikergewerkschaft weigerte sich, ihn aufzunehmen, seine Kompositionen durften nicht mehr gedruckt, verkauft und aufgeführt werden.<ref>vgl. Lotz, Diskographie</ref>

Strock ließ trotz aller Widrigkeiten bis zu den letzten Minuten seines Lebens nicht von der Musik. Noch im Alter von 80 Jahren setzte er sich ans Klavier und spielte.<ref>so Tangopedia: Kurzbiografie von Oscar Strock (englisch)</ref>

In das Blickfeld der Öffentlichkeit geriet Strock indes erst wieder in den 1970er Jahren. Bekannt sind unter anderem die Aufnahmen von Alfred Hause. Ehe es jedoch zu einem Comeback kommen konnte, starb er während der Vorbereitungen für ein Konzert am 22. Juni 1975 in Riga an Herzversagen.

Werk[Bearbeiten]

Strock schrieb mehr als 300 Musikstücke, darunter knapp 50 Tangos, die große Bekanntheit erreichten und in allen großen Städten aufgeführt wurden: In Berlin, Paris und Warschau waren sie gleichermaßen zu hören, sowohl in Gasthäusern und Cafés als auch in Konzertsälen und Tanzlokalen. Viele Schallplatten wurden davon in aller Welt aufgenommen und gepresst.<ref>Seine Aufnahmen in Berlin bei Adler Electro umfassen 20 Titel, weitere entstanden zwischen 1935 und 1945 in Riga bei Bellaccord, vgl. Lotz, Diskographie</ref> In Übersee waren sie in Nachpressungen europäischer Matrizen („recorded in Europe“) zugänglich.

Zu seinen bekanntesten Tangos gehören:

  • Zwei Dunkle Augen schau’n mich an / Schwarze Augen (Чёрные глаза)
  • Sagen Sie, warum (Скажите, почему?)
  • Musenka / O Mia Cara (Мусенька)
  • Mondscheinrhapsodie (Лунная рапсодия)
  • Schlaf mein armes Herz (Спи, мое бедное сердце)
  • Mein letzter Tango (Мое последнее танго)
  • Verlaß mich nicht (Не покидай)

Oskar Stroks Tango-Kompositionen waren europaweit erfolgreich, man spielte sie auch in Jugoslawien, Rumänien, Ungarn und der Sowjetunion. Als er 1935 eine Fernost-Tournee unternahm, erreichten sie sogar China und Japan. So kam es, dass man ihm den Beinamen „Tango-König“ verlieh.<ref>vgl. Dragilev "The true king of russian tango"Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento vom 7. Mai 2014 im Internet Archive): „Er blieb ein ungekrönter König des europäischen Tangostils und fand viele Nachahmer“ und Artikel „Konzert mit Tango König“ von bus: Strock (1893 bis 1975) gilt als der osteuropäische Tango-Komponist schlechthin. „Er hat Melodien geschrieben, die nicht nur in Russland und Lettland zu Evergreens wurden, sondern auch viele Nachahmer in den benachbarten Territorien fanden“...</ref>

Bei aller Weltläufigkeit vergaß Strock nie seine jüdischen Wurzeln.<ref>„Schaffen und Schicksal Strocks sind mit der russischen, baltischen, deutschen und jiddischen Kultur und Geschichte des 20. Jahrhunderts unmittelbar verbunden.“ („bus“ 2008 in den „Schaumburger Nachrichten“)</ref>

Zu Jack Yellens und Lew Pollacks berühmtem Lied My Yiddische Mame, das er auch selber als Tango bearbeitete und aufnahm, schrieb er einen russischen Text: Сердце матери.<ref>Сердце матери (Моя еврейская мама) / Mother’s Heart (My Yiddische Mame), tango (Jack Yellen, Lew Pollack, arr. Oscar Strock, Lyrics by Oscar Strock) : Adler-Electro und Eltag Nr.5483 (mx. 7441), 1930. Davon gab es auch eine lettische Aufnahme: Mates sirds (Сердце матери) Tango. Oskars Stroks ar savu džesu orkestri ar krievu refrenu, vgl. [11]</ref>

Zusammen mit Igor S. Korntayer schrieb er das jiddische Tangolied Vu Ahin Zol Ikh Geyn?/Скажи, куда мне идти?,<ref>(additional English lyrics by Sonny Miller & Leo Fuld) vgl. yiddishmusic und Igor S. Korntayer: He is best known for the song “Vu ahin zol ikh geyn?” (Where Shall I Go?) written with „tango-king“ Oskar Strock.; jiddischer und russischer Text nachzulesen bei [12]</ref> welches der niederländische Sänger Leo Fuld weltbekannt machte.

Nachwirken[Bearbeiten]

Der 1947 in Riga geborene Geiger Gidon Kremer widmete Oscar Strok die Komposition All in the Past: Remembering Oscar Strock, for violins and strings.<ref>Enthalten auf der CD Tracing Astor: Gidon Kremer plays Astor Piazzolla.Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento vom 23. Dezember 2016 im Internet Archive)</ref> Auch der israelische Geiger Itzhak Perlman (geb. 1945 in Jaffa) spielte Werke Strocks ein.<ref>CD Itzhak Perlman plays popular Jewish melodies, Track 9, erschienen bei EMI Classics, 25. Oktober 1990.</ref>

Der lettische Komponist Georgs Pelēcis komponierte 2001 Astor Piazzolla, Oskar Strock and me, or „Buena Riga“: for violin and string orchestra für Solovioline und Streichorchester. Das 17 Minuten lange Werk erschien bei den Verlagen Musica Baltica in Riga und Schott Music in Mainz.<ref>Astor Piazzolla, Oskar Strock and me or „Buena Riga“: for violin and string orchestra (2001). Musica Baltica, Riga Leipzig (dnb.de [abgerufen am 16. September 2019]).</ref>

Junge Musiker, die sich für Osteuropa und die Musik der klezmorim zu interessieren beginnen, nehmen Kompositionen Stroks in ihr Repertoire auf. Zu ihnen zählen in jüngerer Zeit die Gruppen Kasbek und Emanuel.<ref>„Kasbek“ – Klezmer à la russe (1996). Die erste Platte von Kasbek. Sie wurde vom 11. bis 13. September 1995 in Berlin aufgenommen. Enthält als track 15 Stroks Tango Eti tshorniye glaza (3:07).Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento vom 17. Juni 2014 im Internet Archive) (Französisch; PDF; 477 kB) und [13] Das Klezmer – TRIO EMANUEL auf ihrer CD „shpet in der nakht“ spielt von Strock „Vi ahin zol ikh gejn?“ [14]</ref>

Die deutsche Journalistin und Schriftstellerin Petra Reski erwähnt Oscar Strok in ihrer Reportage Tango in Irkutsk.<ref>Petra Reski: Tango in Irkutsk. [15] „Wenn sie dort üben, legt Eduard Tangomusik von Oskar Strok auf, Musik aus den 1930er Jahren, die Aufnahme knistert wie ein Holzfeuer. Die Platte des osteuropäischen Tangokönigs ist für Eduard das einzige Relikt seines Judentums, sagt er. Aber dass man ihn an der Hochschule als ‚Judengesicht‘ schmähte, vergisst er nie.“</ref>

Der 1971 in Riga geborene Pianist und Autor Dmitri Dragilew engagierte sich in seinen Publikationen sowie in der 1998 gegründeten Interessengemeinschaft Oscar Strok und Eddie Rosner (auch Oskar Strock & Eddie Rosner Heritage Society) für das Andenken an Oscar Strok. Er war zudem am Zustandekommen des Musicals Oskar Strok. Tango. Return of Riga’s King beteiligt, einer internationalen Revue, die an der Lettischen Nationaloper in Riga aufgeführt wurde. Unter der Schirmherrschaft der Oskar Strock & Eddie Rosner Heritage Society tritt die 2015 in Berlin gegründete Kapelle Strok (Klavier, Violine, Knopfakkordeon, Kontrabass) auf. Ihre Gründung ging auf eine Initiative Dmitri Dragilews zurück. Seit 2021 besteht zudem das Projekt The Oskar Strock & Eddie Rosner Orchestra, das bekannte, weniger bekannte und neu entdeckte Werke Strocks in alten und neuen Arrangements aufführt.

Tondokumente (Auswahl)[Bearbeiten]

Aufnahmen in Sankt Petersburg
  • Plachet royal, Romanze (Oscar Strok), Juri S. Morfessi mit Klavier. Gramophone „Amour“, Matrize 19 480, aufgenommen am 14. Oktober 1915 in Sankt Petersburg.<ref>DISMARC – Metastore – Detail view. Abgerufen am 7. November 2025.</ref>
  • Buket uvyal, Romanze (Oscar Strok), Juri S. Morfessi mit Klavier. Gramophone „Amour“, Matrize 19 485, aufgenommen am 14. Oktober 1915 in Sankt Petersburg.<ref>DISMARC – Metastore – Detail view. Abgerufen am 7. November 2025.</ref>
Aufnahmen in Berlin
  • insgesamt 16 Titel
  • Am Kamin, Valse Boston (Oscar Strok), Orchester Bernard Etté. Vox 01499 (Matrize 1408-A), ca. 1923.<ref>[16]</ref>
Aufnahmen von Oscar Strok mit seinem Jazz-Orchester
  • Geliebte, Tango (Oscar Strok) / Zigeunerliebe, Foxtrott (Oscar Strok), Oscar Strok mit seinem Jazz-Orchester (mit russischem Refraingesang). Adler Electro Nr. 5473 (Matrizen 7393 und 7396), Berlin, August 1930.<ref>[17]</ref>
  • Baranotschki (Бараночки), One Step. Musik und Text: Oscar Strok. Oscar Strok mit seinem Jazz-Orchester (mit russischem Refraingesang). Adler Electro Nr. 5481 (Matrize 7391*).<ref>[18]</ref>
  • Blaue Augen (Голубые Глаза), Tango. Musik und Text: Oscar Strok. Oscar Strok mit seinem Jazz-Orchester (mit russischem Refraingesang). Adler Electro Nr. 5481 (Matrize 7392*), Berlin, August 1930.<ref>[19]</ref>
Mit dem Refrainsänger Alexander A. Balaban als „Fred King“ auf Ultraphon (von Adler-Matrize)
  • Сердце матери (Das Herz einer Mutter / My Yiddische Mame), Tango (J. Yellen / L. Pollak), Fred King mit seinem Jazz-Orchester (mit russischem Refraingesang). Ultraphon A 8008 (Matrize 7441 T); auch erschienen auf Eltag A 5483 (Matrize 7441 T) und Bellaccord Electro 3329 (Matrize M 3685), aufgenommen in Berlin am 14. August 1930.<ref>[20]</ref>
  • Твой ротъ говоритъ: „нетъ“ (Dein Mund sagt „Nein“), Tango (Willy Rosen / Oscar Strok), Fred King mit seinem Jazz-Orchester (mit russischem Refraingesang). Ultraphon A 8008 (Matrize 7443 T), aufgenommen in Berlin am 14. August 1930.<ref>[21]</ref>
Aufnahmen mit Marek Weber und seinem Orchester
  • Jascha auf Reisen (russisch: Яша – коммивояжер), russischer Foxtrott (Oscar Strok), Marek Weber und sein Orchester mit russischem Refraingesang von Marek Belorusov. Electrola E.G. 1827 (Matrize BNR 816-II).<ref>[22]</ref>
  • Schwarze Augen (russisch: Черные глаза), Tango (Oscar Strok), Marek Weber und sein Orchester mit russischem Refraingesang von Marek Belorusov. Electrola E.G. 1827 (Matrize BNR 817-I), aufgenommen in Berlin am 30. Oktober 1929.<ref>[23]</ref>
  • Oh My Boy! (russisch: О, мой мальчик), russischer Foxtrott (Oscar Strok), Marek Weber’s Orchestra, Gesang: Marex Liben-Bjelorussof. HMV X.3636 (Matrize 30-0196). Die Aufnahme entstand am 14. November 1930 in Berlin. Im Intro wird das jiddische Oj oj oj oj mazl tov zitiert.<ref>[24]</ref>
Aufnahmen in Lettland
  • Jelmani neatstaj (russisch: Не покидай; englisch: Don’t Leave Me), Tango (Oscar Strok), Oskara Stroka džesa orkestris. Bellaccord Electro 3370 (M 3763 1|2), LATVIJAS RAZOJUMS, aufgenommen in Riga, ca. 1934.<ref>[25]</ref>
  • Мусенька родная (Liebe Musenka), Tango (Oscar Strok), Peter Leschtschenko mit Bellaccord-Orchester unter der Leitung von Sergei Aldjaroff (Levinson). Bellaccord Electro 3441 (Matrize M 3931 p), aufgenommen in Riga 1936.<ref>[26]</ref>
  • Konstantin Sokolski: Снилось мне (I Was Dreaming) (Oscar Strok / S. Novitski). Bellaccord, blaues Label, 3709 (M 4528).<ref>[27]</ref>
  • Konstantin Sokolski: Не надо вспоминать (englisch: You Should Not Think About Love (That Vanished Long Ago)) (Oscar Strok). Bellaccord, rotes Label, 3906 (M 4963), aufgenommen in Riga, Mai 1938.<ref>[28]</ref>
Aufnahmen in Österreich
  • Those Dark Eyes (russisch: Чёрные глаза), Tango (Oscar Strok), gesungen von Peter Leschtschenko mit dem Orchester Frank Fux [Fuchs]. Columbia DV 1220 (Matrize WHR 290), Wien 1933.
  • My Last Tango (russisch: Моё последнее танго), Musik: Oscar Strok, gesungen von Peter Leschtschenko mit dem Orchester Max Hönigsberg-Albahari. Columbia DV 1270 (Matrize WHR 375), Wien 1933.<ref>[29]</ref>
Aufnahmen in Polen
  • Oczy czarne (Dark Eyes), Tango (Oscar Strok), Orkiestra taneczna „Columbia“ (Columbia Dance Orchestra). Columbia DM 1570 (Matrize R 117).<ref>[30]</ref>
  • Czernyje głaza (Musik und Text: Oscar Strok), Olga Kamieńska. Columbia DM 1864 A (Matrize WJ 555), 1935.<ref>[31]</ref>
  • Tańcz Maszka, tańcz! (Dance Mashka, Dance), komponiert von Oscar Strok, polnische Aufnahme mit Mieczysław Fogg und dem Orchester Ivo Wesby. Syrena Electro 2041 (Matrize 28 761), Warszawa 1938.<ref>[32]</ref>
Aufnahmen in der Sowjetunion
  • Oh My Boy (russisch: О, мой мальчик), Foxtrott (Oscar Strok), anonymes Tanzorchester. Bakovka K-10 (д1 2044), 1938.<ref>[33]</ref>
  • Ich liebe (Schlaf mein armes Herz), Tango (Oscar Strok, Arrangement: Leonid Diederichs), Jazzorchester unter der Leitung von Leonid Utyosov. Aprelewskij Zavod III 9337/3 Г-2816, Moskau 1939.<ref>[34]</ref>
  • Schlaf mein armes Herz (russisch: Спи, моё сердце), Tango (Oscar Strok), Estradenorchester unter der Leitung von A. N. Zfasman. „Metalloplastmass“ Г Х-9964 (Matrize 9964), Moskau 1939.<ref>[35]</ref>
  • Blues (russisch: Блюз) (Moisei Ferkelman, Oscar Strok), Jazzorchester Jakov Skomorowski. Gramplastmass Г-88 (Matrize 10 112/6), Moskau, 29. Januar 1940.<ref>[36]</ref>
Jüdische Aufnahmen
  • Menashe Oppenheim: Vu Ahin Zol Ikh Geyn („Wohin soll ich gehen?“; russisch: Куда мне идти?) (Oscar Strok, I. S. Korntayer), 1940er-Jahre. Künstler: Maurycy Trębacz.<ref>[37]</ref>
  • Leo Fuld: Vu Ahin Zol Ikh Geyn („Wohin soll ich gehen?“; englisch: Where Can I Go?).<ref>[38]</ref>
Oscar Strok in Übersee
  • My Last Tango (russisch: Моё последнее танго), gesungen von Pjotr Leschtschenko mit Orchester. Argee Records Nr. 1047-A (von Columbia, Matrize WHR 375).<ref>[39]</ref>
  • Those Dark Eyes (russisch: Чёрные глаза), Tango, gesungen von Pjotr Leschtschenko mit Orchester. Argee Records Nr. 1055-A; auch Stinson Records Nr. 3165-A (von Columbia, Matrize WHR 290).<ref>[40]</ref>
  • Blue Rhapsody (russisch: Синяя рапсодия), Slowfox (Text und Musik: Oscar Strok), gesungen von Pjotr Leschtschenko mit Orchester. Stinson Records Nr. 3057-B (von Columbia, Matrize CHR 691); mit dem Orchester Max Hönigsberg, aufgenommen 1937 in Bukarest.<ref>[41]</ref>
  • Gypsy Music: Oh Those Dark Eyes (russischer Tango von Oscar Strok), Gypsy Ensemble. Columbia (Kanada, grünes Etikett) A16-5 / C 6165, aufgenommen am 25. März 1941 in New York (Matrize CO 30052).<ref>[42]</ref>

Wiederveröffentlichung[Bearbeiten]

2006 erschien in Nischni Nowgorod die CD Оскар Строк – король и подданный (Oskar Strok – korol’ i poddannyĭ) mit einem 250-seitigen Begleitbuch. Dekom / Anisim. ISBN 5-89533-166-1, ISBN 978-5-89533-166-8.<ref>Oskar Strok – korol i poddanny</ref>

Enthalten sind die Titel: O, eti chernye glaza; Skazhite, pochemu?; V razluke; Spi, moe bednoe serdtse; Musen’ka rodnaia; Ne nado vspominat’ liubvi; Marianna; Mechta; Zvezdnoe schast’e; Ne pokidaĭ; Byloe uvlechenie; Tango-fantaziia; Katia, Katia; Golubye glaza; Moi mal’chik; Lunnaia rapsodiia; Moia Natal’ia; Zimnee tango und Moe poslednee tango.

Literatur[Bearbeiten]

  • bus: Artikel Konzert mit Tango-König. In: Schaumburger Nachrichten. 17. September 2008, Nr. 219, S. 13 (online [PDF; 214 kB]).
  • skn: Artikel Tango der die Sowjets reizte. In: Augsburger Allgemeine. 16. Dezember 2008 (online).
  • has-daily.com: Tango as the bridge between Latvia and Argentina. (online auf gorod.lv; auch auf Russisch).
  • Walter Deutsch, Gerlinde Haid, Ursula Hemetek, Rudolf Pietsch (Hrsg.): Volksmusik – Wandel und Deutung. Festschrift Walter Deutsch zum 75. Geburtstag. Ausgaben 1–44 (= Schriften zur Volksmusik. Band 19). Böhlau Verlag, Wien 2000, ISBN 3-205-99238-5.
  • Dmitri Dragilew: Labyrinthe des Russischen Tangos. Aleteija, St. Petersburg 2008 (Дмитрий Драгилёв: Лабиринты русского танго. Алетейя, СПб 2008; online auf russ.ru).
  • Barry Dean Kernfeld (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Jazz. 2. Auflage. Grove, New York 2002, ISBN 0-333-69189-X.
  • Rainer E. Lotz, Axel Weggen (Hrsg.): Discographie der Judaica-Aufnahmen. Band 1, Bonn 2006, ISBN 3-9810248-3-4.
  • Rainer E. Lotz: Oskar Davydovich Strock. (online auf russian-records.com; Diskographie).
  • Martin Lücke: Jazz im Totalitarismus: eine komparative Analyse des politisch motivierten Umgangs mit dem Jazz während der Zeit des Nationalsozialismus und des Stalinismus. (= Populäre Musik und Jazz in der Forschung. Band 10). LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7538-5 (online auf iek.edu.ru [PDF; 136 kB]).
  • V. Manykina über Oscar Strok bei Russian Info Center [43] nennt als Geburtsdatum “January, 6th 1893”.
  • Petra Reski: Tango in Jrkutsk. In: GEO Magazin. 01/2009 (online).
  • 1935, September 17 – TANGO TATIANA IS RECORDED ! auf: Today in Tango. (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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