Santo André (São Paulo)
| Santo André | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Koordinaten | 23° 40′ 0″ S, 46° 32′ 0″ W
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| Basisdaten | ||||||
| Staat | Brasilien | |||||
| São Paulo | ||||||
| Stadtgründung | 1553 | |||||
| Einwohner | 654.354 (2010) | |||||
| Stadtinsignien | ||||||
| Detaildaten | ||||||
| Fläche | 174,840 km² | |||||
| Bevölkerungsdichte | 3.743 Ew./km2 | |||||
| Höhe | 760 m | |||||
| Zeitzone | UTC−3 | |||||
| Website | ||||||
Santo André ist eine Stadt im brasilianischen Bundesstaat São Paulo, etwa 18 km von São-Paulo-Stadt entfernt. Im Jahr 2010 lebten in Santo André 654.354 Menschen auf 175 km². Santo André gehört zur ABC Paulista, dem Industrierevier im Südosten von São Paulo.
Geographie[Bearbeiten]
Distrikte[Bearbeiten]
Die Gemeinde ist in Distrikte unterteilt:<ref>Divisão Territorial Brasileira | IBGE. Abgerufen am 21. April 2026.</ref>
- Santo André – Hauptdistrikt
- Utinga
- Capuava
- Paranapiacaba
Geschichte[Bearbeiten]
Die Gemeinde wurde 1938 durch Landesgesetz gegründet.<ref>Municípios Paulistas. Abgerufen am 1. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bevölkerung[Bearbeiten]
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Vorlage:Historische Bevölkerung der Gemeinden im Bundesstaat São Paulo |
Religion[Bearbeiten]
Das Christentum ist in der Stadt wie folgt vertreten:
Römisch-katholische Kirche[Bearbeiten]
Die römisch-katholische Gemeinde ist Teil des Bistums Santo André.<ref>Sul 1 Region of Brazil [Catholic-Hierarchy]. Abgerufen am 21. April 2026.</ref>
Protestantische Kirche[Bearbeiten]
In der Stadt gibt es die unterschiedlichsten evangelischen Glaubensrichtungen, hauptsächlich Pfingstler, darunter die brasilianischen Assemblies of God,<ref>Campos Eclesiásticos. In: CONFRADESP. 10. Dezember 2018, abgerufen am 21. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Arquivos: Locais - Assembleia de Deus Belém – Sede. Abgerufen am 21. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die Christliche Kongregationalistische Kirche in Brasilien,<ref>Localidade - Congregação Cristã no Brasil. Abgerufen am 21. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und andere.
Sport[Bearbeiten]
Im Stadtteil Paranapiacaba liegt mit dem Campo de Paranapiacaba der Platz, welcher als erster Fußballplatz Brasiliens gilt.<ref>Erster Fußballplatz Brasiliens, Bericht auf globo.com vom 31. Juli 2026, Seite auf Portugiesisch, abgerufen am 29. September 2026</ref> Das Dorf war von der São Paulo Railway errichtet worden, um die Eisenbahnarbeiter unterzubringen, die die Eisenbahn von Santos nach Jundiaí bauen sollten, um Kaffee aus dem Bundesstaat São Paulo zu transportieren.<ref>Cultural Landscape of Paranapiacaba: Village and railway systems in the Serra do Mar Mountain Range, São Paulo, Bericht auf unesco.org vom 27. Februar 2014, Seite auf Englisch, abgerufen am 29. September 2026</ref> Das Unternehmen war darauf bedacht, seinen Arbeitern vor Ort Attraktionen wie Theater, Kino, Boccia oder Tennis anbieten zu können. 1894 kehrte Charles William Miller von seiner schulischen Ausbildung aus England zurück und begann für die São Paulo Railway zu arbeiten. Er hatte im Zuge seines dortigen Aufenthaltes den Fußball und Rugby kennengelernt und brachte zwei Fußbälle mit. Noch im selben Jahr begannen die Planungen für das Fußballfeld. Am 14. April 1895 fand zwischen der São Paulo Railway und dem Gas Works Team das erste im Land aufgezeichnete Spiel statt.<ref>Fallstudie zu Übertragungsrechten im brasilianischen Fußball mit Beleuchtung der geschichtlichen Entwicklung des Sports im Land, auf uol.com.br, Seite auf Portugiesisch, abgerufen am 29. September 2026</ref> Es wird aber davon ausgegangen, dass das Feld bereits vorher benutzt wurde. Das wichtigste Spiel in der Geschichte des Spielfelds wurde 1925 ausgetragen. Der Serrano Athletico Club, einer der Vereine im Dorf Paranapiacaba, besiegte den SC Corinthians in einem Freundschaftsspiel mit 2:1 und gewann eine Trophäe, die in einem Museum ausgestellt ist, welches Teil der touristischen Reiseroute des Ortes ist. 2023 wurde das kleine Stadion für fast vier Millionen Real renoviert, um die Pflege von Freundschaftsspielen und Sportaktivitäten zu ermöglichen.
Die Geburtsstätte des brasilianischen Fußballs hatte in den ersten Jahren der Einführung des Sports in Brasilien zwei Fußballvereine. Die erste davon wurde am 23. Februar 1903 unter dem Namen Sociedade Recreativa Lyra da Serra gegründet. Einige Monate später, im Dezember desselben Jahres, entstand der Serrano Athletico Club. Beide wurden von Eisenbahnarbeitern gegründet. 1936 fusionierten die beiden Vereine schließlich zu União Lyra Serrano. Der Klub besteht bis heute im Amateursport.
Chales Miller gilt heute als der wesentlichen Begründer des Fußballs und des Rugbys in Brasilien. An dem Ort, an dem sich das Spielfeld und das Charles Miller Memorial befinden, werden Trikots und Klubartikel verkauft, die zur Aufrechterhaltung der Aktivitäten beitragen.<ref>Charles Miller Memorial, Bilder auf Instagram, Seite auf Portugiesisch, abgerufen am 29. September 2026</ref> Der Tourismus ist die große Einnahmequelle für die Erhaltung eines wichtigen Teils der Geschichte des Nationalfußballs.
Der lokale Fußballverein EC Santo André spielt 2010 in der Série B, der zweithöchsten Spielklasse Brasiliens. 2004 gewann er überraschend den Pokal von Brasilien.
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Luis Sacilotto (1924–2003), Maler und Bildhauer
- Jair da Costa (1940–2025), Fußballspieler
- Antônio Augusto Dias Duarte (* 1948), römisch-katholischer Geistlicher, Weihbischof in Rio de Janeiro
- Edson Cordeiro (* 1967), Sänger und Countertenor
- Carlos Kawai (* 1969), Tischtennisspieler
- Sandro Dias (* 1975), Skateboarder
- Rodrigo Fabri (* 1976), Fußballspieler
- Roberta Acioly (* 1978), Senatorin von Roraima
- Leandro Ricardo Vieira (* 1979), Fußballspieler
- Cacau (Jeronimo Barreto) (* 1981), ehemaliger Fußballspieler (unter anderem VfB Stuttgart und Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft)
- Douglas Freitas Cardozo Rodrigues (* 1982), brasilianisch-portugiesischer Fußballtrainer und -spieler
- Daniele Hypólito (* 1984), Kunstturnerin
- Diego Hypólito (* 1986), Kunstturner
- Paulo Bilynskyj (* 1987), Politiker und Polizeibeamter
- Ricardinho (* 1989), Fußballspieler
- Lucas Carvalho (* 1993), Sprinter
- Samuel Lino (* 1999), Fußballspieler
- Lucas Fasson (* 2001), Fußballspieler
- Gustavo Mantuan (* 2001), Fußballspieler
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Bürgerportal der Stadtpräfektur, Prefeitura Municipal (brasilianisches Portugiesisch)
- Website des Stadtrats, Câmara Municipal (brasilianisches Portugiesisch)
- IBGE: Santo André – Panorama, aktualisierte statistische Angaben (brasilianisches Portugiesisch)
- Atlas do Desenvolvimento Humano no Brasil: Santo André, SP, sozialstatistische Angaben (brasilianisches Portugiesisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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