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Südlicher C-Falter

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Südlicher C-Falter
Datei:Southern Comma Polygonia egea (44733519095).jpg

Polygonia egea

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Unterfamilie: Fleckenfalter (Nymphalinae)
Gattung: Polygonia
Art: Südlicher C-Falter
Wissenschaftlicher Name
Polygonia egea
(Cramer, [1775])
Datei:Polygonia c-album.jpg
Flügelunterseiten

Der Südliche C-Falter oder Gelbe C-Falter (Polygonia egea) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae), der von Südeuropa bis Ostasien verbreitet ist.

Beschreibung[Bearbeiten]

Falter[Bearbeiten]

Die Flügel sind oberseits gelbbraun gefärbt und mit einem schwarzen und braunen Fleckenmuster gezeichnet. Die Flecken sind weniger ausgeprägt als bei ähnlichen Arten. Die Flügelunterseiten sind bei der ersten Generation, der Form balucha, gelblich braun marmoriert gefärbt und tragen eine auffällige, weiße, Y-ähnliche, Zeichnung am Ende der Zelle. Die Falter der zweiten sind dunkler gefärbt und wurden als Form autumnalis und pallida beschrieben.

Raupe[Bearbeiten]

Die Raupe ist schwärzlich oder schiefergrau mit gelben und schwarzen Querstreifen. Der Körper ist mit feinen weißlichen Härchen und dunklen verzweigten Dornen besetzt. Auf dem hellen Rücken stehen paarweise große blauschwarze Flecke. Die Stigmenöffnungen sind gelblich umrandet, unter ihnen läuft eine rotgelbe Linie. Der Kopf ist herzförmig mit zwei stachelartigen Fortsätzen.<ref name="Seitz1" />

Puppe[Bearbeiten]

Die Puppe ist graubraun, ihr Rücken höckerig und ohne Metallflecke. Der Kopf hat keine Spitzen.<ref name="Seitz1" />

Ähnliche Arten[Bearbeiten]

  • C-Falter (Polygonia c-album (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Linnaeus, 1758)) kommt in Europa, Nordafrika und Asien bis Japan vor.<ref name="TolmanLewington" />
  • Polygonia c-aureum (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Linnaeus, 1758) ist in Ostasien verbreitet und hat postdiskal blaue Flecken auf den Flügeloberseiten.<ref name="Tuzov2" />
  • Polygonia interposita (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Staudinger, 1881) hat rundere Einschnitte am Flügelrand und ausgedehntere schwarze Flecken. Sie ist vom Ghissar- bis zum Altaigebirge, in Nordwest-China und im Himalaya verbreitet.<ref name="Tuzov2" />
  • Polygonia undina (Grum-Grschimailo, 1890) ist oberseits sehr hell rötlichbraun mit kleinen Flecken, von denen die in den Medianzwischenräumen liegenden Flecke und der Hinterrandfleck oft reduziert sind oder auch teilweise fehlen.<ref name="Seitz1" /> Sie kommt vom Ghissar- bis zum Altaigebirge, in Nordwest-China und im Himalaya vor.<ref name="Tuzov2" />

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Südliche C-Falter kommt von Südost-Frankreich und Korsika über Italien, entlang der östlichen Adriaküste, Griechenland mit Korfu, Kreta und weiteren Inseln, nicht jedoch auf Rhodos, Bulgarien, der Türkei, dem mittleren Osten, Iran, Zentral-Asien bis nach Afghanistan und Nordindien vor.<ref name="TolmanLewington" /><ref name="Tuzov2" />

Lebensweise[Bearbeiten]

Polygonia egea fliegt auf trockenen und heißen Felshängen und Schluchten von Meereshöhe bis auf 1700 Meter,<ref name="TolmanLewington" /> in Asien bis auf 2500 Meter.<ref name="Tuzov2" /> Die Falter und Raupen sind auch in Dörfern anzutreffen, wenn dort die Raupennahrungspflanzen vorkommen.<ref name="TolmanLewington" /> Sie ernähren sich in Europa von Aufrechtem Glaskraut (Parietaria officinalis),<ref name="TolmanLewington" /> im Transkaukasus von Ausgebreitetem Glaskraut (Parietaria judaica)<ref name="Tuzov2" /> und in der Türkei von Glaskräutern (Parietaria) und Brennnesseln (Urtica).<ref name="Tuzov2" />

Die Falter fliegen in zwei bis drei Generationen von März bis Oktober, wobei die erste Generation eines Jahres ab Mai fliegt, die Falter im März stammen vom Jahr zuvor und haben überwintert.<ref name="Tuzov2" /> In Belutschistan fliegt die erste, helle und seltene Generation im Mai/Juni und die zweite, dunkle und häufigere Generation ab Ende Juni.<ref name="Kocak" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Tom Tolman, Richard Lewington: Schmetterlinge Europas und Nordwestafrikas: Alle Tagfalter, über 400 Arten. 2. Auflage. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-440-12868-8, S. 180.
  • V. K. Tuzov, P. V. Bogdanov, S. V. Churkin, A. V. Dantchenko, A. L. Devyatkin, V. S. Murzin, G. D. Samodurov, A. B. Zhdanko: Guide to the Butterflies of Russia and adjacent territories. Libytheidae, Danaidae, Nymphalidae, Riodinidae, Lycaenidae. Band 2. Pensoft, Sofia 2000, ISBN 954-642-095-6, S. 27.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="TolmanLewington"> Tolman, Lewington, S. 180. </ref> <ref name="Tuzov2"> Tuzov et al., S. 27. </ref> <ref name="Seitz1"> Die palaearktischen Tagfalter. In: Adalbert Seitz (Hrsg.): Die Großschmetterlinge der Erde. Band 1. Alfred Kernen, Stuttgart 1909, S. 208 f. </ref> <ref name="Kocak"> </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Polygonia egea – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien