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Laichkräuter

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Laichkräuter
Datei:PotamogetonCrispus.jpg

Krauses Laichkraut (Potamogeton crispus)

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae)
Gattung: Laichkräuter
Wissenschaftlicher Name
Potamogeton
L.

Die Laichkräuter (Potamogeton) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae). Diese Wasserpflanzen sind in den gemäßigten und subtropischen Gebieten fast weltweit verbreitet. Die bekannteste und häufigste Art ist wohl das Schwimmende Laichkraut (Potamogeton natans), das große Schwimmblatt-Teppiche auf Gewässern bilden kann.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Potamogeton natans3 ies.jpg
Großaufnahme von Blüten des Schwimmenden Laichkrautes (Potamogeton natans); die scheinbaren Kronblätter sind Konnektivanhängsel der Staubblätter

Es handelt sich um ausdauernde (mehrjährige) krautige Pflanzen. Es handelt sich um im Gewässergrund verwurzelte Tauch- oder Schwimmblattpflanzen. Es treten sowohl sehr zart gebaute Arten auf als auch solche mit kräftigen Unterwasser- und/oder Schwimmblättern. Manche Arten entwickeln bis zu 3 Meter lange Sprossachsen und besiedeln entsprechend tiefe Gewässerzonen. Die oft netznervig durchscheinenden Tauchblätter sind meist wechselständig angeordnet und weisen eine Blattscheide auf. Die einfachen Blattspreiten sind schmal-linealisch bis rundlich.

Die endständigen, unscheinbar grünlichen, ährigen Blütenstände ragen zur Windbestäubung aus dem Wasser. Die fehlende Blütenhülle ist durch vier Staubblattanhängsel ersetzt.

Standortbedingungen[Bearbeiten]

Datei:PotamogetonAcutifolius6.jpg
Fruchtstände des Spitzblättrigen Laichkrauts (Potamogeton acutifolius)
Datei:PotamogetonPolygonifoliusSubmers.jpg
Tauchblätter des Knöterich-Laichkrauts (Potamogeton polygonifolius)
Datei:PotamogetonPusillus.jpg
Gewöhnliches Zwerg-Laichkraut (Potamogeton pusillus)

Laichkräuter sind die namensgebende und kennzeichnende Gattung der pflanzensoziologischen Klasse der „Potamogetonetea pectinati R. Tx. & Prsg. 1942 corr. Oberd. 1979“ (= Laichkraut- und Schwimmblatt-Gesellschaften) und mehrerer dabei unterschiedener Assoziationen und Dominanzgesellschaften. Die Pflanzen bilden „Unterwasserwälder“, die zahlreichen Tieren einen Lebensraum und Möglichkeiten zur Ei-/Laichablage bieten sowie zur Sauerstoffversorgung und Selbstreinigung eines Gewässers beitragen.

Es werden verschiedene Typen von Gewässern besiedelt: Stillgewässer wie Weiher, Teiche, kleine Tümpel und Tauchblattzonen großer Seen, aber auch schwach bis mäßig fließende Gewässer wie Bäche, Flüsse, Kanäle und Gräben. Manche Arten sind an nährstoffärmere Standorte adaptiert; die meisten bevorzugen jedoch mäßig eutrophe Gewässer. Infolge von Eingriffen des Menschen in die Landschaft – u. a. Gewässerverschmutzung, Flussbegradigung, Grabenräumung – sind viele Laichkrautarten selten geworden und stehen auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten. Auch durch die Ausbreitung der neophytischen, anthropogen in Europa eingebürgerten Wasserpest wurden manche Laichkrautbestände verdrängt.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Potamogeton wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 126<ref name="Linné1753" /> aufgestellt. Als Lektotypusart wurde 1909 Potamogeton natans L. durch Norman Taylor in North American Flora, Volume 17, 1, S. 14 festgelegt.<ref name="Tropicos" /><ref name="WCSP" /><ref name="GRIN" />

Von der hier behandelten Gattung der Laichkräuter (Potamogeton) kommen in Mitteleuropa (Deutschland) etwa 21 Arten, aber auch mindestens 17 Hybride aus einzelnen dieser Arten vor, dies kann die Bestimmung erheblich erschweren.<ref name="FE5" /><ref name="Weyer2011" />

Einige Arten fanden Eingang in die Aquaristik.<ref>Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer Verlag, Stuttgart 1995; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage 1999, ISBN 3-8001-7454-5, S. 400–402 (Potamogeton gayi, Potamogeton schweinfurthii, Potamogeton wrightii).</ref>

Es gibt 75 bis 95 oder 100 Potamogeton-Arten und mindestens 69 Hybriden:<ref name="WCSP" /><ref name="GRIN" />

Bemerkung: Die taxonomische Stellung der Zwerg-Laichkräuter Potamogeton pusillus und Potamogeton berchtoldii ist aufgrund der großen Variabilität noch nicht hinreichend geklärt. Da beide Arten sehr schwer auseinanderzuhalten sind, werden sie auch als Sammelart „Potamogeton pusillus agg.“ behandelt.<ref name="FE5" /><ref name="Weyer2011" />

Nicht mehr zur Gattung Potamogeton, sondern zu Stuckenia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Börner gehören beispielsweise:<ref name="WCSP" /><ref name="Kaplan2008" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Z. Kaplan: Phenotypic plasticity in Potamogeton (Potamogetonaceae). In: Folia Geobot. Phytotax., Volume 37, 2002, S. 141–170.
  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Lexikon der Biologie, Bd. 5. Herder-Verlag, Freiburg 1985. ISBN 3-451-19645-X
  • Richard Pott: Die Pflanzengesellschaften Deutschlands. UTB, Ulmer-Verlag, Stuttgart 1992. ISBN 3-8252-8067-5

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="FE5">James Edgar Dandy: Potamogeton L. In: Thomas Gaskell Tutin u. a.: Flora Europaea. Band 5, Seite 7–11. Cambridge University Press 1980. ISBN 0-521-20108-X</ref> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Tropicos">Potamogeton bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Linné1753">Linné 1753 eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> <ref name="Kaplan2008">Z. Kaplan: A taxonomic revision of Stuckenia (Potamogetonaceae) in Asia, with notes on the diversity and variation of the genus on a worldwide scale. In: Folia Geobotanica, Volume 43, 2008, S. 159–234.</ref> <ref name="Weyer2011">Klaus van de Weyer, Carsten Schmidt, Birgit Kreimeier: Bestimmungsschlüssel für die aquatischen Makrophyten (Gefäßpflanzen, Armleuchteralgen, Moose) in Deutschland. Band 1 + 2. Fachbeiträge des LUGV (Brandenburg), Heft Nr. 119 + 120, Potsdam 2011.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Laichkräuter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien