Zum Inhalt springen

Akane (Apfel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Primerouge)
Akane (Apfel)
Synonyme Primerouge, Prime Red, Tohoku Nr. 3, Tokyo Rose
Datei:Pomme.akane.5.jpg
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Herkunft Nationales Zuchtinstitut Morioka, Japan
Züchtungsjahr 1937
Markteinführung 1970
Abstammung

Kreuzung aus
Jonathan x Worcester Pearmain

Liste von Apfelsorten
Datei:Akane (Apfel) jm26820.jpg
Ansicht der Frucht

Akane, auch Primerouge, Prime Red, Tohoku Nr. 3, Tokyo Rose ist eine Sorte des Kulturapfels (Malus domestica).

Beschreibung[Bearbeiten]

Der mittelgroße Apfel ist kugelförmig und schwach gerippt. Seine glatte Schale ist auf gelber Grundfarbe fast vollständig rot ausgefärbt.<ref name="ora" /> Sein Fruchtfleisch ist weiß.<ref name="ora">Orangepippin.com: Akane@1@2Vorlage:Toter Link/www.orangepippin.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> Das saftige, feste Fruchtfleisch hat einen balancierten Geschmack aus süßen und sauren Geschmacksnoten, der eher an klassische europäische als amerikanische oder asiatische Sorten erinnert.<ref name="ora" />

Beim Kochen und Backen behält Akane relativ gut sowohl Form wie auch Geschmack.<ref name="new">New England Apples: A Healthy Outlook For New England Apples; Introducing Akane and Sansa</ref>

Der Baum selbst ist schwachwüchsig. Die Fruchtäste wachsen aufrecht.<ref name="ach">Apfel.ch: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Primerouge (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref>

Anbau[Bearbeiten]

Akane ist vergleichsweise frosthart. Der Baum liefert einen großen Ertrag. Die Erntezeit liegt von Anfang bis Mitte der Apfelsaison von Ende August bis Anfang September.<ref name="ora" /> Wird nicht geerntet, erfolgt kein Fruchtfall, sondern die Äpfel verderben am Baum.<ref name="ach" /> Wie die meisten frühen Apfelsorten lagert sich Akane nicht besonders gut.

Die Sorte ist robust gegen Feuerbrand,<ref name="wäd">Simon Egger, Eduard Holliger, Gabriella Silvestri, David Szalatnay, Beat Felder, Klaus Gersbach, Richard Hollenstein, Urs Müller: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Feuerbrandanfälligkeit von Kernobstsorten (Memento vom 14. Dezember 2013 im Internet Archive), Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil</ref> aber mäßig anfällig gegen Apfelschorf.<ref name="wei561">Franco Weibel und Andreas Häseli: Organic Apple Production in: D.C. Ferree und I.J. Warrington (Hg.): Apples. Botany, Production and Uses. CABI Publishing 2003, ISBN 0-85199-592-6. S. 561</ref>

Der diploide Apfel ist nicht-selbstbefruchtend.<ref name="ora" />

Geschichte[Bearbeiten]

Der Apfel wurde am nationalen Zuchtinstitut in Morioka in Japan aus Jonathan x Worcester Pearmain gezüchtet, und 1937 in den Markt eingeführt. Von Akane selbst stammt der ebenfalls in Morioka gezüchtete Sansa (Gala x Akane) ab.<ref name="gue259">Walter Guerra: Japans Apfelanbau und Sortenzüchtung in: Obstbau/Weinbau 9/2007 S. 259</ref> Verbreitet im Anbau ist Akane vor allem in Nordamerika.<ref name="ora" /> In Europa ist der Apfel seit 1970 aufzufinden und wurde in den 1980ern aus Frankreich nach Deutschland importiert.<ref name="rol10">Johann-Heinrich Rolff: Der Apfel – Sortennamen und Synonyme BoD – Books on Demand, 2001, ISBN 3-8311-0956-7, S. 10</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Literatur[Bearbeiten]

  • Silbereisen/Götz/Hartmann,Obstsorten-Atlas, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1996, ISBN 3-8001-5537-0

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Akane (Apfel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien