Proktologie
Die Proktologie (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „After, Steiß“ und -logie) ist ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit den Erkrankungen des Enddarms, also genauer des Mastdarms und des Analkanals beschäftigt. Die Koloproktologie befasst sich zusätzlich mit Erkrankungen des Grimmdarms (des Kolons).<ref>Josef-Hospital: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.„Was ist Koloproktologie?“ ( vom 20. August 2017 im Internet Archive).</ref>
Ausbildung[Bearbeiten]
Einen Mediziner, der sich mit der Proktologie beschäftigt, bezeichnet man als Proktologen oder auch als Darmspezialisten.
Einige proktologische Erkrankungen[Bearbeiten]
- Stuhlinkontinenz – Probleme, den Stuhl zu halten
- Hämorrhoidalleiden – vergrößerte oder tiefer getretene Hämorrhoiden, die Beschwerden verursachen.
- Analprolaps – Vorfall der Schleimhaut des Analkanals durch den Anus.
- Analfissur – Einriss in der Afterschleimhaut
- Analabszesse – eine akute Ansammlung von Eiter und der akute Vorläufer einer Analfistel
- Analfistel – Eitergang, der sich in den Darm oder zur Haut hin mit eitrigem Sekret entleert
- Fremdkörper in Anus und Rektum
- Perianalthrombose – Blutgerinnsel in den äußeren Venen des Afters („äußere Hämorrhoiden“)
- Vergrößerte Marisken – Hautlappen am After
- Analekzem, Pruritus ani
- Analkarzinom, Rektumkarzinom – bösartige Tumoren des Analkanals oder Rektums
- Condylomata acuminata (Feigwarzen)
- chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)
- Steißbeinfistel – chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesäßfalte
Diagnostik[Bearbeiten]
Zur Diagnostik proktologischer Erkrankungen gehören die Inspektion der Perianalregion, die digitale rektale Untersuchung sowie die Proktoskopie. Je nach Fragestellung können weiterführende Untersuchungen wie Rektoskopie, Endosonographie oder bildgebende Verfahren eingesetzt werden.<ref>AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref>
Therapien[Bearbeiten]
Die Therapie proktologischer Erkrankungen umfasst ein breites Spektrum konservativer, minimal-invasiver und operativer Verfahren. Je nach Krankheitsbild und Schweregrad kommen diese Verfahren stufenweise oder kombiniert zur Anwendung.<ref>AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref><ref></ref><ref>AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref><ref>AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref> Zu den konservativen Maßnahmen zählen nicht-operative Behandlungsansätze zur Symptomlinderung und Verbesserung der Stuhlregulation, insbesondere Ernährungsanpassung sowie medikamentöse Maßnahmen.<ref>AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref> Minimal-invasive Verfahren werden insbesondere bei frühen und mittelgradigen Befunden eingesetzt und umfassen beispielsweise Sklerosierung, Gummibandligatur sowie infrarotbasierte Verfahren (z. B. Infrarotkoagulation). Zu den neueren Verfahren zählen Lasertherapien (z. B. Laser-Hämorrhoidoplastie oder Laserbehandlung von Anal- und Steißbeinfisteln, etwa FiLaC oder SiLaC) sowie die dopplergesteuerte Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur (HAL/THD).<ref></ref><ref>AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref><ref></ref><ref></ref> Operative Verfahren werden in der Regel bei fortgeschrittenen oder therapierefraktären Erkrankungen eingesetzt und umfassen unter anderem die operative Entfernung von Hämorrhoiden (Hämorrhoidektomie), Eingriffe bei Analfisteln oder Steißbeinfisteln sowie Verfahren der onkologischen Proktologie bei malignen Erkrankungen wie dem Analkarzinom oder Rektumkarzinom.<ref>AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref><ref>Leitlinienprogramm Onkologie: Kolorektales Karzinom. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref><ref>AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref><ref>Leitlinien Onkologie. Abgerufen am 14. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Einordnung[Bearbeiten]
Die Proktologie überschneidet sich inhaltlich mit der Viszeralchirurgie sowie der Gastroenterologie und wird vor allem im Bereich der kolorektalen Chirurgie mitbehandelt.<ref>CACP - Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Coloproktologie - DGAV. 23. September 2025, abgerufen am 14. Juni 2026.</ref> Die Behandlung proktologischer Erkrankungen erfolgt daher häufig interdisziplinär in internistischen und chirurgischen Fachbereichen.<ref>AWMF Leitlinienregister. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Christoph Weißer: Proktologie. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1184 f.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />