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Disulfate

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Datei:Disulfat-Ion.svg
Die chemische Struktur des Disulfat-Anions

Disulfate (auch: Pyrosulfate) sind die Salze der Dischwefelsäure. Disulfate haben die allgemeine Formel MeI2S2O7.<ref>Disulfate – Lexikon der Chemie. In: www.spektrum.de. Abgerufen am 19. Mai 2016.</ref> Disulfate haben eine dichromatähnliche Struktur, wobei Schwefel hier in einer Oxidationsstufe von +6 vorliegt.<ref>Kenny Ståhl, Tonci Balic-Zunic, Francisco da Silva, K. Michael Eriksen, Rolf W. Berg, Rasmus Fehrmann: The crystal structure determinations and refinements of K2S2O7, KNaS2O7 and Na2S2O7 from X-ray powder and single crystal diffraction data. In: Journal of Solid State Chemistry. Band 178, Nr. 5, 2005, S. 1697–1704, doi:10.1016/j.jssc.2005.03.022.</ref>

Einige Pyrosulfate sind zum Beispiel:

Eigenschaften[Bearbeiten]

Disulfate sind feuchtigkeitsempfindliche Salze, die mit Wasser im ersten Schritt zu stark sauren Hydrogensulfaten reagieren. Bei der weiteren Verdünnung bilden sich daraus Sulfate und Oxoniumionen.<ref>Thilo, E., von Lampe, F. (1963). Beiträge zur Chemie der Alkalidi( = pyro)sulfate. ZAAC 319(5–6), 387–403; https://doi.org/10.1002/zaac.19633190519</ref>:

<math>\mathrm{ S_2O_7\,^{2-}_{(aq)} + \ 3 \ H_2O_{(l)} \ \longrightarrow \ 2 \ HSO_4\,^{-}_{(aq)} + 2 \ H_2O_{(l)} \ \longrightarrow \ 2 \ SO_4\,^{2-}_{(aq)} + 2 \ H_3O\,^{+}_{(l)}}</math>

Herstellung[Bearbeiten]

Disulfate werden durch Erhitzen von Hydrogensulfaten unter Wasserabspaltung hergestellt:

<math>\mathrm{2 \ HSO_4^- \longrightarrow \ S_2O_7^{2-} \ + \ H_2O}</math>

Auch können Disulfate durch Reaktion von Schwefeltrioxid mit einem Sulfat hergestellt werden:

<math>\mathrm{SO_4^{2-} \ + \ SO_3 \longrightarrow \ S_2O_7^{2-}}</math>

Durch zu hohe Temperatur können sich Disulfate in umgekehrter Reaktion wieder zersetzen:

<math>\mathrm{S_2O_7^{2-} \longrightarrow \ SO_4^{2-} \ + \ SO_3}</math>

Verwendung[Bearbeiten]

Disulfate haben Eigenschaften, die sie für besondere Aufgabenfelder nutzbar machen. Kaliumdisulfat wird zum Beispiel in der Synthese neuer Verbundionenleiter eingesetzt. Ebenfalls findet es Einsatz in der katalytischen Umwandlung von Diethylweinsäureester zu Brenztraubensäure.<ref>Vorlage:LGC Standards</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />