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Renitenz

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Datei:Dülmen, Skulptur -Die Widerspenstige- (Nieströter Platz) -- 2013 -- 3290.jpg
Die Widerspenstige,
(Skulptur von Jürgen Ebert, 1996) am Nieströter Platz in Dülmen.

Der Begriff Renitenz (lat. renitent: widersetzlich, widerspenstig) bedeutet Aufsässigkeit, Widerspenstigkeit, Kompromisslosigkeit, Ungehorsam, Störrischkeit, Bockigkeit.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Allgemein beschreibt der Begriff Renitenz ein Sozialverhalten einer Einzelperson bzw. Gruppe.

Begrifflichkeit[Bearbeiten]

In seiner einfachsten Anwendung bedeutet „renitent sein“ zunächst, einem Druck – dieser kann gerechtfertigt oder ungerechtfertigt sein – zu widerstehen. Auch beschreibt Renitenz das Vorgehen, sich permanent in Opposition zu einer vorherrschenden Meinung/Sichtweise zu positionieren („egal was es ist, ich bin dagegen!“). Schließlich wird im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff der Renitenz angewandt, um ein Verhalten zu klassifizieren, welches Recht und Ordnung verweigert.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

So wird der Begriff zum Beispiel in der Pädagogik benutzt, um die Aktivität eines Kindes oder Jugendlichen als regelwidrig, d. h. nicht konform, nicht regeltreu oder abwegig zu beschreiben. Weitaus bekannter ist hierfür jedoch die umgangssprachliche Bezeichnung „bockig“ als entsprechendes Synonym.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Auch erwachsene Menschen, die sich regelwidrig bzw. aufsässig verhalten, werden zuweilen als „renitent“ bezeichnet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Historisch wurde in der Zeit der Leibeigenschaft zumeist eine Verhaltensweise von Untergebenen gegenüber einer (weltlichen oder kirchlichen) Obrigkeit von Monarchie und Feudaladel benannt und als falsch gekennzeichnet bzw. herabgestuft. Ein bekanntes Beispiel ist die Renitente Kirche ungeänderter Augsburgischer Konfession in Hessen, die auch als Hessische Renitenz bzw. Renitente Kirche bekannt geworden ist.

Obrigkeit und Rechtswesen[Bearbeiten]

In neuerer Zeit wird der Begriff, neben der klassischen Bedeutung, zunehmend auch als politischer Kampfbegriff gegen Akteure der Staatsgewalt (d. h. Exekutive, Legislative und Judikative) verwendet. Ziel ist es dabei Obrigkeiten, welche sich nach eigener Einschätzung nicht an rechtsstaatliche Vorgaben halten (wollen), zu bezeichnen bzw. zu bezichtigen. Als Beispiel wird hierbei die Diskussion über renitente Vollzugsbehörden (vgl. dazu Strafvollzug als Exekutive) angeführt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Lesting, Johannes Feest: Renitente Strafvollzugsbehörden. Eine rechtstatsächliche Untersuchung in rechtspolitischer Absicht. In: Zeitschrift für Rechtspolitik 1987, S. 390 ff.
  • Johannes Feest, Wolfgang Lesting: Contempt of Court. Zur Wiederkehr des Themas der renitenten Strafvollzugsbehörden. (mit Wolfgang Lesting) In: Festschrift für Ulrich Eisenberg zum 70. Geburtstag. C.H.Beck, München 2009, S. 675–690.

Weblinks[Bearbeiten]

Wiktionary: renitent – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

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