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Salzkräuter

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Salzkräuter
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Kali-Salzkraut (Salsola kali)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Unterfamilie: Salsoloideae
Tribus: Salsoleae
Gattung: Salzkräuter
Wissenschaftlicher Name
Salsola
L.
Datei:Kali australis fruit.jpg
Salsola australis, Fruchtstand
Datei:Salsola collina - slender Russian thistle - Flickr - Matt Lavin (2) (3x4).jpg
Hügel-Salzkraut (Salsola collina), Blütenstand mit Trag- und Vorblättern
Datei:Salsola komarovii Iljin Aomori Japan 20080616.JPG
Salsola komarovii, Laubblätter
Datei:Salsola papillosa1160031.jpg
Salsola papillosa, Habitus
Datei:Salsola tamamschjanae 85806.jpg
Salsola tamamschjanae, Fruchtstand mit geflügelten Früchten
Datei:Starr 050525-1999 Salsola tragus.jpg
Ruthenisches Salzkraut (Salsola tragus), Fruchtstand

Die Salzkräuter (Salsola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn. Kali Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill.) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Zu den Salzkräutern gehören einjährige krautige Pflanzen, aber auch Halbsträucher und kleinere Sträucher. Die Laubblätter sind meist wechselständig, gelegentlich auch gegenständig angeordnet. Sie sind ungestielt, einfach, meist fleischig und oft halbstielrund. Häufig sind sie an der Basis verbreitert und laufen am Ende in einer Stachelspitze aus.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die unscheinbaren Blüten sitzen meist einzeln in der Achsel eines Tragblatts und zweier Vorblätter. Die Blütenhülle besteht aus fünf freien Tepalen. Es sind fünf vor den Tepalen stehende Staubblätter mit länglichen Staubbeuteln vorhanden. Der fast kugelige Fruchtknoten trägt einen dünnen Griffel und endet in zwei fadenförmigen Narben.

Die Frucht bleibt meist von der Blütenhülle umschlossen. Auf dem Rücken der Tepalen bilden sich flügelartige Anhängsel, die bei den beiden inneren Tepalen deutlich kleiner und schmaler sind. Der spiralige Embryo enthält kein Perisperm.

Chromosomenzahl[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl ist x=9.

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Gattung erstreckt sich von Westeuropa bis nach Ostasien und in Nord-Süd-Richtung von den Küsten Skandinaviens zum südlichen Mittelmeergebiet, zum Persischen Golf und bis zum Himalaja. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt in Mittelasien und Zentralasien. Wenige Arten sind in Australien heimisch.

Mehrere Arten sind in Nordamerika und Südamerika eingeschleppt worden. Salsola tragus ist als eingeführte Art auch in Südafrika und Australien verbreitet.<ref name="Rilke" />

Die Arten besiedeln oft Halbwüsten und Steppen und sind an offenen, salzreichen oder trockenen Standorten zu finden.<ref name="Rilke" />

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Salsola gehört in die Tribus Salsoleae in der Unterfamilie der Salsoloideae innerhalb der Familie der Amaranthaceae s. l. (Chenopodiaceae s. str.).

Der Gattungsname Salsola wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 222 erstveröffentlicht.<ref name="SpPl" /> Der wissenschaftliche Name leitet sich vom lateinischen Wort salsus für salzig ab, entsprechend den Habitaten vieler Arten. Als Typusart schlugen Nathaniel Lord Britton und Addison Brown 1913 Salsola soda vor. 1929 wählte Albert Spear Hitchcock jedoch Salsola kali als Typusart. Dieses Vorhandensein von zwei verschiedenen Lektotypen führte später zu taxonomischem Disput.

Die Gattung Salsola war äußerst artenreich. In der "Flora of North America"<ref name="FNA" /> und der "Flora of China".<ref name="FOC" /> wurde sie 2003 mit über 130 Arten geführt. Nach molekulargenetischen Untersuchungen an der Verwandtschaftsgruppe der Salsoleae durch Akhani et al. 2007 wurde die Aufteilung von Salsola in mehrere Gattungen erforderlich. Dabei gruppierten Akhani et al. die Artengruppe um Salsola soda als Salsola (im engeren Sinne), während sie die Artengruppe um Salsola kali als eine eigene Gattung Kali abspalteten.<ref name="Akhani 2007" />

Doch diese Einteilung und damit die Frage, welches die "korrekte" Typusart für Salsola sei, blieb in den folgenden Jahren wissenschaftlich umstritten.<ref name="Mosyakin2017" /> Schließlich wurde Salsola kali 2017 als Typusart konserviert, also verbindlich festgelegt. Dadurch ist Kali nun wieder in Salsola enthalten. Die Arten um Salsola soda, welche seit 2007 zu Salsola zählten, wurden daraufhin in die Gattung Soda verschoben.<ref name="Mosyakin2017" /><ref name="Rudov2020" />

Synonyme von Salsola sind Kali Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill. und Salsola sect. Kali Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dumort..

Folgende Arten zählen 2024 zur Gattung Salsola (Verbreitungsangaben nach Plants of the World Online<ref name="POWO" />):

Systematische Stellung noch unklar:

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Einige Arten, insbesondere Ruthenisches Salzkraut, bereiten in Amerika Probleme als Unkraut.<ref name="FNA2" />

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sabrina Rilke: Salsola sect. Salsola. In: Karl Heinz Rechinger et al. (Hrsg.): Flora Iranica, Band 172 – Chenopodiaceae. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1997, S. 178–189. ISBN 3-201-00728-5. (Abschnitt Beschreibung)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Akhani 2007">Hossein Akhani, Gerald Edwards & Eric H. Roalson: Diversification Of The Old World Salsoleae S.L. (Chenopodiaceae): Molecular Phylogenetic Analysis Of Nuclear And Chloroplast Data Sets And A Revised Classification, in: International Journal of Plant Sciences, 168 (6), 2007, S. 946.</ref> <ref name="FNA"> Sergei L. Mosyakin: Salsola. In: , textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FNA2"> Sergei L. Mosyakin: Salsola tragus. In: . </ref> <ref name="FOC"> Gelin Zhu, Sergei L. Mosyakin, Steven E. Clemants: Salsola. In: , PDF-Datei, textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Mosyakin2017"> Sergei L. Mosyakin, Helmut Freitag, Sabrina Rilke: Kali versus Salsola: the instructive story of a questionable nomenclatural resurrection. Israel Journal of Plant Sciences, Volume 64, 2017, S. 18–30. doi:10.1080/07929978.2016.1256135. </ref> <ref name="POWO"> Salsola Artportraits bei Plants of the World Online, abgerufen am 8. März 2024. </ref> <ref name="Rilke">Sabrina Rilke: Revision der Sektion Salsola S.L. der Gattung Salsola (Chenopodiaceae). In: Bibliotheca Botanica, Heft 149, 1999. ISBN 978-3-510-48020-3 (Zusammenfassung online)</ref> <ref name="Rudov2020"> Alexander Rudov, Marjan Mashkour, Morteza Djamali, Hossein Akhani: A Review of C4 Plants in Southwest Asia: An Ecological, Geographical and Taxonomical Analysis of a Region With High Diversity of C4 Eudicots. Frontiers in Plant Science 11: 546518. 2020. doi:10.3389/fpls.2020.546518 </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1753, S. 222, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D1%26issue%3D%26spage%3D222%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Salzkräuter (Salsola) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien