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Sandrapunzeln

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Sandrapunzeln
Datei:Berg-Sandglöckchen Jasione montana.jpg

Berg-Sandglöckchen (Jasione montana)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Gattung: Sandrapunzeln
Wissenschaftlicher Name
Jasione
L.

Die Sandrapunzeln, Sandglöckchen oder Teufelskrallen (Jasione) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae).<ref name="Euro+Med" /> Die etwa 15 Arten sind von Europa bis in den Mittelmeerraum verbreitet.<ref name="Euro+Med" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:57 Jasione montana.jpg
Illustration des Berg-Sandglöckchens (Jasione montana)
Datei:Jasione crispa Habitus 2011-6-23 SierraMadrona.jpg
Jasione crispa
Datei:Jasione foliosa var. Minuta GotBot 2015 002.jpg
Jasione foliosa
Datei:P1000554 Jasione heldreichii (Campanulaceae) Plant.JPG
Jasione heldreichii
Datei:Jasione laevis 001.JPG
Ausdauerndes Sandglöckchen (Jasione laevis)
Datei:Jasione montana sl20.jpg
Berg-Sandglöckchen (Jasione montana)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Jasione-Arten sind ein-, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen.<ref name="FloraEuropaea" /> Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Die Blattspreiten sind einfach.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die kugeligen Blütenstände enthalten meist viele Blüten. An der Basis der Blütenstände sind ein oder mehrere Hüllblätter, aber keine Trag- oder Deckblätter vorhanden. Es sind höchstens kurze Blütenstiele vorhanden.<ref name="FloraEuropaea" />

Es lässt sich nur bei Betrachtung der endständigen Blüten eine „glockige Blütenform“ erkennen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Zwischen den fünf Kelchzipfeln gibt es keine Anhängsel. Die fünf Blütenkronblätter sind an ihrer Basis verwachsen. Die fünf Kronlappen sind linealisch-lanzettlich. Es sind fünf Staubblätter vorhanden. Die freien Staubfäden sind pfriemförmig. Die Staubbeutel sind meist an ihrer Basis miteinander verbunden. Der in der oberen Hälfte behaarte Griffel endet in zwei Narben.<ref name="FloraEuropaea" />

Die Kapselfrüchte öffnen sich mit zwei Fruchtklappen im oberen Bereich.<ref name="FloraEuropaea" />

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Es gibt sowohl rein diploide wie auch polyploide Jasione-Arten. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12, es gibt neben den diploiden auch tetra- und hexaploide Arten.<ref>Mariana Castro, João Loureiro, Miguel Serrano, Daniela Tavares, Brian C Husband, Catarina Siopa, Silvia Castro: Mosaic distribution of cytotypes in a mixed-ploidy plant species, Jasione montana: nested environmental niches but low geographical overlap. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 190, Nr. 1, 26. April 2019, ISSN 0024-4074, S. 51–66, doi:10.1093/botlinnean/boz007 (oup.com [abgerufen am 4. Oktober 2023]).</ref> Im Fall von Jasione montana var. litoralis kann es durch das Vorkommen von β-Chromosomen zu Abweichungen kommen (n = 6 + 1β).<ref></ref>

Standorte[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweisbaustein Die Jasione-Arten gedeihen meist an kalkarmen, sonnigen und trockenen Standorten.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Jasione wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 928 aufgestellt.<ref name="Euro+Med" /> Der Gattungsname Jasione soll an Iasion erinnern, eine Figur der griechischen Mythologie.<ref name="Burkhardt2022" /> Synonyme für Jasione Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Ovilla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans., Jasionella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stoj. & Stef., Urumovia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stef.<ref name="Euro+Med" />

Die Gattung Jasione ist von West- über Mittel-, Nord-, Ost- bis Südosteuropa und im Mittelmeerraum bis Westasien verbreitet. Wenige Arten sind in einigen Gebieten Neophyten.<ref name="Euro+Med" /> In Europa kommen etwa neun Arten vor.<ref name="FloraEuropaea" />

Die Gattung Jasione umfasst etwa 15 Arten, hier mit ihrer Verbreitung:<ref name="Euro+Med" />

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="IPCN"> Jasione crispa bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Euro+Med"> S. Castroviejo, J. J. Aldasoro, M. Alarcón: Jasione L. sec., mit Informationen aus R. Hand, 2010+: Campanulaceae. Datenblatt In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FloraEuropaea"> A. Fedorov, M. Kovanda: Campanulaceae. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Band 4. Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 100–102 (Jasione L. auf S. 100–102 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Burkhardt2022"> Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – doi:10.3372/epolist2022, Berlin 2022. </ref> </references>

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Simon, Leo Jelitto, Wilhelm Schacht: Die Freiland-Schmuckstauden: Handbuch und Lexikon der Gartenstauden. 5. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3265-6.
  • A. Fedorov, M. Kovanda: Campanulaceae. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Band 4. Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 100–102 (Jasione L. auf S. 100–102 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Sandrapunzeln (Jasione) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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