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Burg Matsumoto

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Matsumoto-jō
Datei:Burg Matsumoto mit Wassergraben.jpg
Burg Matsumoto mit Wassergraben im Mai 2026

Burg Matsumoto mit Wassergraben im Mai 2026

Staat Japan
Ort Matsumoto
Entstehungszeit 1504
Burgentyp Hirajiro (Niederungsburg)
Erhaltungszustand Ursprünglicher Tenshu sowie weitere Gebäude und innere Mauern erhalten; mehrere Tore seit 1960 rekonstruiert.
Bauweise Stein, Holz, Erde
Geographische Lage 36° 14′ N, 137° 58′ OKoordinaten: 36° 14′ 20″ N, 137° 58′ 9″ O
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Höhenlage 590 m
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Die Burg Matsumoto ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Matsumoto-jō), ursprünglich auch Burg Fukashi, ist eine Japanische Burg in Matsumoto, Präfektur Nagano. Die leichte Erreichbarkeit aus Tokio macht sie zu einem beliebten Touristenziel innerhalb Japans. Der original erhaltene, aufwändig gestaltete Tenshu, Hauptturm der Burg, ist einer von nur 12 in ganz Japan erhaltenen und ist samt seiner Anbauten als Nationalschatz Japans registriert<ref name=":1">National Treasure designation and repair. In: Matsumoto Castle, National Treasure of Japan. Matsumoto Castle, abgerufen am 15. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Die Burg wird wegen der schwarzen Farbe und den „ausgebreiteten Flügeln“ auch manchmal Krähenburg ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) genannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Aerial view of Matsumoto Castle.jpg
Luftbild der Burg von 1975

Die Ursprünge der Burg gehen zurück auf die Sengoku-Zeit (Zeit der streitenden Reiche). Zu der Zeit baute der Ogasawara-Klan eine Festung namens Fukashi-jō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) auf dem Gebiet. Später kam sie unter die Herrschaft von Takeda Shingen und schließlich Tokugawa Ieyasu.

Als Toyotomi Hideyoshi Ieyasu in die Kantō-Gegend verlegte, wurde Ishikawa Kazumasa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) sein Nachfolger in Matsumoto. Kazumasa und sein Sohn Yasunagana erweiterten in den folgenden Jahren die Festung zu einer Burg und bauten den Turm und andere Teile der heutigen Anlage.

1872, nach der Meiji-Restauration, wurde das Hauptgebäude auf einer Auktion verkauft und konnte nur durch die Kooperation von Einwohnern aus Matsumoto vor der Demontage verschont werden.

Grundlegende Burganlage[Bearbeiten]

Datei:4 Marunouchi, Matsumoto-shi, Nagano-ken 390-0873, Japan - panoramio (21).jpg
Nördlicher Sotobori

Die Burg Matsumoto ist ein gutes Beispiel für eine Hirajiro ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), eine Niederungsburg, da sie nicht auf einem Berg gebaut wurde.<ref name=":2">The Castle Tower. In: Matsumoto Castle. Matsumoto Castle, abgerufen am 16. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der zentrale Burgbereich, der Honmaru ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), der daran anschließende Ni-no-maru ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und der wiederum äußere San-no-maru ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) sind annähernd rechteckig angelegt. Das im Südwesten der gesamten Anlage gelegene Honmaru mit dem Tenshu-Komplex wird vom U-förmigen Ni-no-maru umschlossen, dem im Norden ein Teil fehlt; dieser wiederum wird auf allen vier Seiten vom San-no-maru umgeben. Die Nawabari ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), die strategische Grundrissplanung, verbindet somit eine Leiteranordnung ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) mit einer Ringanordnung ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Die Bereiche waren ursprünglich durch mehrere Wassergräben voneinander getrennt, darunter der innere Uchibori ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), der äußere Sotobori ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und der äußerste Sōbori ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Von diesen sind heute nur Teile des Uchibori und des Sōbori erhalten. Unter den zwölf noch erhaltenen historischen Tenshu ist die Burg Matsumoto die einzige Hirajiro.

Der Tenshu-Komplex[Bearbeiten]

Datei:Matsumoto Cstl inside Honmaru.jpg
Tenshu-Komplex vom Honmaru aus mit Inui-ko-tenshu (rechts) und Tsukimi-yagura (links vorne)

Im Südwesten des Honmaru steht ein fünfschiffiger, sechsgeschossiger Dai-Tenshu (Hauptturm) des Typs Sōtōgata ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Der Inui-ko-tenshu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), ein kleinerer, einem Haupttenshu untergeordneter Turm, ist an der Nordseite durch einen Verbindungswachturm, dem Watari-Yagura ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), mit dem Dai-Tenshu verbunden. An der Ostseite sind der Tatsumi-tsuke-yagura ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und der Tsukimi-yagura ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) an diesen angebaut.<ref name=":2" /> Damit handelt es sich um eine besondere Form des Tenshu-Komplexes: ein kombinierter und verbundener Tenshu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), welcher von oben gesehen ein „L“ formt.<ref name=":1" />

Der Tenshu besitzt im ersten Geschoss Ishi-otoshi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), vorspringende Öffnungen zur Bekämpfung von Angreifern am Fuß des Gebäudes. Die Fenster sind als Tsukiage-mado ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ausgeführt, deren Läden nach oben aufgeklappt werden können. An den Nord- und Südseiten des zweiten sowie den Ost- und Westseiten des dritten Geschosses befinden sich Chidori-Hafu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), dreieckige Dachgiebel. An den Nord- und Südseiten des dritten Geschosses befinden sich zudem vorspringende Erker mit Mukai-Karahafu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), geschweift ausgebildeten Giebeln. Der Tatsumi-tsuke-yagura und der Tsukimi-yagura wurden 1633 von Matsudaira Naomasa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) errichtet, nachdem dieser von einem geplanten Besuch des dritten Shōguns Tokugawa Iemitsu in Matsumoto erfahren hatte. Iemitsus Reise zum Zenkō-ji wurde jedoch abgesagt.

Datei:松本城内部1.jpg
Innenkonstruktion des Tenshu

Bautechnisch weist der Tenshu Merkmale einer Übergangsform vom Bōrōgata-Tenshu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) zum Sōtōgata-Typ auf. Während die Dachkonstruktion im Inneren noch Elemente des Bōrōgata-Typs besitzt, wurde äußerlich die Form eines Sōtōgata-Tenshu geschaffen. Dadurch weisen die Ecken der Dächer der einzelnen Geschosse teilweise in unterschiedliche Richtungen. Die ungewöhnliche Konstruktion führte zudem zu einem niedrigen, fensterlosen Raum im dritten Geschoss, der heute häufig als „Geheimetage“ bezeichnet wird.

Die Außenwände sind mit schwarz gestrichenen Brettern verkleidet. Seit der Restaurierung von 1950 bis 1955 werden sie mit schwarzem Urushi-Lack ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) behandelt, nachdem entsprechende Spuren bei der Demontage festgestellt worden waren. Aufgrund der Empfindlichkeit des Urushi-Lacks gegenüber ultravioletter Strahlung wird dieser inzwischen jährlich erneuert.

Datei:Matsumoto Castle05s5s4592.jpg
Tenshu-Komplex mit seinen „ausgebreiteten Flügeln“; dem Inui-ko-tenshu (links) und dem Tsukimi-yagura (rechts)

Baujahr des Tenshu[Bearbeiten]

Eine 2025 von der Stadt Matsumoto durchgeführte dendrochronologische Untersuchung ergab bei mehreren Säulen des Tenshu Fällungsjahre um 1596. Das Baujahr wird daher auf etwa 1596 bis 1597 datiert. Er ist der älteste der 12 erhaltenen Tenshu in Japan.<ref name=":2" />

Zuvor bestanden verschiedene Datierungsthesen zwischen 1591 und 1615. Insbesondere wurde diskutiert, ob der heutige Tenshu bereits unter Ishikawa Kazumasa und seinem Sohn Yasunaga ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) errichtet oder erst später unter Ogasawara Hidemasa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) erbaut wurde. Die bei der Restaurierung von 1950 bis 1955 festgestellten Umbauphasen führten zudem zu der Annahme, dass der Tenshu ursprünglich als Bōrōgata-Tenshu errichtet und 1633 im Zusammenhang mit dem Bau des Tatsumi-tsuke-yagura und Tsukimi-yagura in seine heutige Form umgebaut wurde.

Da der Bau damit deutlich vor dem bisher als frühestem Sōtōgata-Tenshu geltenden Burg Kameyama ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) in Tamba (um 1609–1610) liegen würde, wird die Burg Matsumoto aus baugeschichtlicher Sicht teilweise weiterhin als Bōrōgata-Tenshu eingeordnet.

Datei:Matsumoto Castle Old Photograph.jpg
Geneigter Tenshu (vor 1903)

Neigung des Tenshu[Bearbeiten]

Die Neigung des Tenshu in der Meiji-Zeit wird auf das Absinken des Bauwerks unter seinem Eigengewicht infolge der Alterung von 16 im Tenshu-Sockel eingelassenen Stützpfosten und des weichen Baugrunds zurückgeführt. Auch das Ansei-Tōkai-Erdbeben ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von 1854 verursachte schwere Schäden an der Burg; dabei wurden unter anderem der Tenshu und das Taiko-mon schwer beschädigt.

Eine Legende führt die Neigung dagegen auf den Fluch von Tada Kasuke ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), dem Anführer des Jōkyō-Aufstands ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), zurück. Bei seiner Hinrichtung soll er den Tenshu angestarrt und verflucht haben, woraufhin sich dieser sofort geneigt habe. Die Erzählung entstand jedoch erst in der Meiji-Zeit und gilt daher nicht als historische Erklärung.

Bei der Großen Reparatur der Meiji-Zeit ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von 1903 bis 1913 wurde die Neigung des Tenshu korrigiert, indem durch Anpassung der Zapfen der Stützpfeiler die Böden wieder horizontal ausgerichtet wurden.<ref name=":1" />

Der Mondbeobachtungsturm[Bearbeiten]

Datei:Matsumoto-Castle-focused-.jpg
Tsukimi-yagura an der Ostseite des Tenshu-Komplexes

Der Tsukimi-yagura ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Yagura, (Wach-)Turm, zur astronomischen Beobachtung des Himmels.<ref>tsukimiyagura 月見櫓. In: Japanese Architecture and Art Net Users System (JAANUS). Abgerufen am 20. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der Pax Tokugawa angebaut, diente er von vornherein nicht der Verteidigung. Er beendet die Ostseite des Tenshu-Komplexes und gehört daher ebenfalls zum Nationalschatz Japans.<ref>Bernhard Peter: Matsumoto (Präf. Nagano), Burg Matsumoto-jo, Teil (1): Beschreibung und Grundrisse. In: Kultur in Asien. Abgerufen am 20. August 2026.</ref> Der Tsukimi-yagura ist der einzige erhaltene „Mondbeobachtungsturm“ in Japan der an einen Tenshu angebaut ist.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • S. Noma (Hrsg.): Matsumoto Castle. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 935.
  • Morton S Schmorleitz: Castles in Japan, Tokyo: Charles E. Tuttle Co., 1974, ISBN 0-8048-1102-4.
  • Hinago Motoo: Japanese Castles. Tokyo: Kodansha, 1986, ISBN 0-87011-766-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Burg Matsumoto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien