Zum Inhalt springen

Burg Shimabara

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Shimabara-jō)
Shimabara-jō
Datei:140321 Shimabara Castle Shimabara Nagasaki pref Japan01bs5.jpg
Burg Shimabara (Südansicht)

Burg Shimabara (Südansicht)

Alternativname(n) Moritake-jō, Takaki-jō
Staat Japan
Ort Shimabara
Burgentyp Hirajiro (Niederungsburg)
Erhaltungszustand Nur Steinwälle und die Basis des Tenshu erhalten; Tenshu, Tatsumi-yagura und Ushitora-yagura rekonstruiert.
Geographische Lage 32° 47′ N, 130° 22′ OKoordinaten: 32° 47′ 21″ N, 130° 22′ 2″ O
 {{#coordinates:32,789166666667|130,36722222222|primary
dim=200 globe= name=Shimabara-jō region=JP-42 type=building
  }}
[[Datei:Vorlage:Positionskarte Japan Präfektur Nagasaki|class=noviewer notpageimage|300x400px|center|Burg Shimabara (Vorlage:Positionskarte Japan Präfektur Nagasaki)]]
Datei:Shimabara Castle Tower 20090906.jpg
Der Tenshu der Burg

Die Burg Shimabara ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Shimabara-jō), auch bekannt als Burg Moritake ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Moritake-jō) oder Burg Takaki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Takaki-jō), ist eine japanische Burg an der Ostseite der Shimabara-Halbinsel in der gleichnamigen Stadt (Präfektur Nagasaki; historisch Landkreis Takaki, Provinz Bizen). Sie ist vor allem bekannt durch den Shimabara-Aufstand von 1637/38. Bei diesem Bauernaufstand trotzten Bauern monatelang einer 200.000 Mann starken Shogunats-Armee.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1616 wurde Matsukura Shigemasa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1574?–1630) mit einem Einkommen von 40.000 Koku von Yamato-Gojō nach Shimabara versetzt. Er begann mit dem Bau der Burg, die 1625 fertiggestellt war. Sein Sohn Katsuie ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1597–1638) wurde vom Shōgunat durch sein hartes Regime als schuldig an dem Shimabara-Aufstand befunden und – für einen Daimyō äußerst ungewöhnlich – nicht nur abgesetzt, sondern zum Tode verurteilt.

  • 1638 übernahm Kōriki Tadafusa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1584–1656), von Hamamatsu kommend, mit 40.000 Koku das Lehen. Ihm folgten
  • 1669 Matsudaira Tadafusa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1619–1700)<ref group=Anm.>Tadafusa wie auch später Tadahiro gehörten dem Fukōzu-Zweig der Matsudaira an.</ref> mit 65.000 Koku,
  • 1749 Toda Tadamitsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1730–1781) mit 77.000 Koku,
  • 1792 Matsudaira Tadahiro, ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1740–1792) mit 65.000 Koku.

2016 wurde die Burg Shimabara als historische Stätte der Präfektur Nagasaki ausgewiesen. 2025 wurde sie zur nationalen historischen Stätte Japans hochgestuft.<ref>島原城跡. In: 文化遺産オンライン. Kulturbehörde Japans, abgerufen am 23. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Burganlage[Bearbeiten]

Datei:Burg Shimabara.jpg
Die Burganlage
(Burgturm hervorgehoben)

Die Anlage ist typisch für eine japanische Niederungsburg: In der Reihenbauweise ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wird die Hauptburg (Hommaru; im Bild unten) geschützt durch eine erste Vorburg (Ni-no-maru; im Bild darüber, durch einen Graben getrennt), wobei beide von einem gemeinsamen Graben umschlossen sind. Der Eingang wird durch eine weitere Vorburg (San-no-maru; hier ohne Graben) gesichert. Alle Bereiche liegen dabei auf gleicher Höhe. Neben dem Tenshu, dem Hauptturm, gab es mehrere Yagura, Wachtürme. Die Längsausdehnung von Haupt- und erster Vorburg beträgt 400 m.

Alle Bauwerke gingen nach der Meiji-Restauration 1868 verloren. 1957 wurde das Gelände der Hauptburg zum öffentlichen Park umgestaltet, 1964 wurde der fünfstöckige Tenshu aus Stahlbeton rekonstruiert. In dessen Inneren sind Materialien zur Geschichte des Christentums in der Gegend ausgestellt. 1972 wurde der Tatsumi-yagura wiederhergestellt. 1980 wurde er zu einem Gedenkmuseum zu Ehren des bedeutenden Bildhauers Seibō Kitamura umgestaltet. Ebenfalls 1980 wurde der Ushitora-yagura rekonstruiert. Auf dem Gelände der ersten Vorburg steht das Kulturzentrum der Stadt.

Anmerkungen[Bearbeiten]

<references group=Anm. />

Literatur[Bearbeiten]

  • Ikeda, Kōichi: Shimabara-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604379-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Burg Shimabara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien