Karpaten-Spierstrauch
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| Datei:Spiraea media.2011.04.25.B.JPG
Karpaten-Spierstrauch (Spiraea media) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Spiraea media | ||||||||||||
| Schmidt |
Der Karpaten-Spierstrauch<ref name="deutsch1"/> (Spiraea media) ist ein weiß blühender Strauch mit 1 bis 2,5 Zentimeter langen Blattspreiten aus der Gattung der Spiersträucher. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mitteleuropa bis nach China, Japan und Korea. Die Art wird nur selten als Zierstrauch verwendet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Der Karpaten-Spierstrauch ist ein aufrechter, bis 2 Meter hoher Strauch. Die Zweige sind dünn, mehr oder weniger stielrund, nicht gestreift, kahl oder beinahe kahl. Sie sind anfangs rotbraun und färben sich später über graubraun bis schwarzbraun. Die Knospen sind bräunlich, eiförmig, 1 bis 3 Millimeter lang, kahl und spitz. Sie bilden mehrere Knospenschuppen. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Stiel ist 1 bis 2 Millimeter lang und kahl. Die Blattspreite ist elliptisch bis lanzettlich, 1 bis 2,5 Zentimeter lang und 0,5 bis 1,5 Zentimeter breit, beidseitig kahl oder an den Achseln der Blattadern flaumig behaart. Die Basis ist keilförmig, das Blattende spitz oder selten stumpf, der Blattrand ganzrandig oder zwei- bis fünffach gesägt.<ref name="FoC"/><ref name="FdG"/>
Die Blütenstände sind gestielt, doldenförmig und 2 bis 4 Zentimeter lang mit Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern. Sie haben 9 bis 15 Blüten. Die Blütenstiele sind 1 bis 1,5 Zentimeter lang. Die Tragblätter sind lanzettlich, kahl und fallen bald ab. Die Blüten haben einen Durchmesser von 7 bis 10 Millimetern. Der Blütenbecher ist breit glockenförmig und außen kahl. Die Kelchblätter sind eiförmig-dreieckig, 1,5 bis 2,5 Millimeter lang, kahl oder schwach flaumhaarig, und haben ein stumpfes oder spitzes Ende. An der Frucht sind sie zurückgebogen. Die Kronblätter sind weiß, mehr oder weniger kreisförmig, 3 bis 4,5 Millimeter breit und kahl. Ihre Basis ist kurz genagelt. Die etwa 45 Staubblätter sind länger als die Kronblätter. Der Diskus ist gelb, wellig ringförmig oder unregelmäßig gelappt. Der Griffel ist kürzer als die Staubblätter.<ref name="FoC"/> Als Früchte werden behaarte Balgfrüchte gebildet.<ref name="FdG"/>
Der Karpaten-Spierstrauch blüht im Mai und Juni, die Früchte reifen von Juni bis August.<ref name="FoC"/>
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 10 oder 18.<ref name="Oberdorfer2001" />
Verbreitung und Ökologie[Bearbeiten]
Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Mitteleuropa (östliches Österreich, Ungarn, Slowakei, der Süden Polens) über Südosteuropa (Slowenien, Kroatien, Serbien, Nordmazedonien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Rumänien), Osteuropa (Moldawien, der Westen der Ukraine und der nördliche Teil Russlands) und Kasachstan bis nach Sibirien, den Kurilen, die Mongolei, China, Korea und Japan (im Norden von Honshū und auf Hokkaidō).<ref name="GRIN"/> Es liegt in der nemoralen und borealen Zone<ref name="Fitschen"/> und wird der Winterhärtezone 4 zugerechnet mit mittleren jährlichen Minimaltemperaturen zwischen −34,4° und −28,9° Celsius (−30 bis −20° Fahrenheit).<ref name="FdG"/> Die Art wächst in kühlfeuchten Wäldern auf durchlässigen, frischen bis feuchten, mäßig nährstoffreichen, sauren bis neutralen, sandig- oder kiesig-humosen Böden auf sonnigen bis lichtschattigen, sommerkühlen und winterkalten Standorten. Die Art ist frosthart. Sie meidet Böden mit höherem Kalkgehalt.<ref name="FdG"/> In China wächst die Art in Mischwäldern, auf gras-bewachsenen Hängen und auf felsigem Untergrund in montanen Lagen in Höhen von 700 bis 1600 Metern.<ref name="FoC"/>
Systematik[Bearbeiten]
Der Karpaten-Spierstrauch (Spiraea media) ist eine Art aus der Gattung der Spiersträucher (Spirae) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie wurde 1792 vom österreichischen Botaniker Franz Schmidt in Österreichs allgemeine Baumzucht erstbeschrieben.<ref name="IPNI"/> Synonyme der Art sind Spiraea argentea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.K.Koch, Spiraea confusa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Regel & Kern., Spiraea daurica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Spiraea foliosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Poir., Spiraea oblongifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Waldst. & Kit. und Spiraea sericea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Turcz.<ref name="PlantList"/>
Verwendung[Bearbeiten]
Der Karpaten-Spierstrauch wird manchmal wegen der dekorativen Blüten als Zierstrauch verwendet.<ref name="FdG"/>
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 811.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="deutsch1"> Deutscher Name nach Fitschen: Gehölzflora, S. 811 und Roloff, Bärtels: Flora der Gehölze, S. 625. </ref> <ref name="FoC"> Cuizhi Gu, Chaoluan Li, Lingdi Lu, Shunyuan Jiang, Crinan Alexander, Bruce Bartholomew, Anthony R. Brach, David E. Boufford, Hiroshi Ikeda, Hideaki Ohba, Kenneth R. Robertson, Steven A. Spongberg: Spiraea media, in Flora of China, Band 9, S. 66. </ref> <ref name="Fitschen"> Fitschen: Gehölzflora, S. 811. </ref> <ref name="FdG"> Roloff, Bärtels: Flora der Gehölze, S. 625. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="IPNI"> Spiraea media. In: The International Plant Name Index. Abgerufen am 24. Juli 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="PlantList"> Spiraea media. In: The Plant List. Abgerufen am 23. Juli 2014.</ref> <ref name="Oberdorfer2001">Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 500.</ref> </references>