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Pimpernussgewächse

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Pimpernussgewächse
Datei:Staphylea colchica.jpg

Kolchische Pimpernuss (Staphylea colchica)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Crossosomatales
Familie: Pimpernussgewächse
Wissenschaftlicher Name
Staphyleaceae
Martynov

Pimpernussgewächse (Staphyleaceae) sind eine Familie in der Ordnung der Crossosomatales innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Einige Arten werden als Zierpflanzen genutzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Illustration Staphylea pinnata0.jpg
Illustration der Gemeinen Pimpernuss (Staphylea pinnata)
Datei:Staphylea bolanderi 2.jpg
Zweig mit Blütenstand von Staphylea bolanderi
Datei:Euscaphis staphyleoides SZ67.png
Illustration von Euscaphis japonica
Datei:Staphylea pinnata Kapsel offen.jpg
Offene Kapselfrucht und Samen der Gemeinen Pimpernuss (Staphylea pinnata)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Es sind verholzende Pflanzen: Sträucher und kleine Bäume, die immergrün oder laubabwerfend sein können. Die oberirdischen Pflanzenteile sind oft behaart.

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist gefiedert; manchmal auf drei, selten auf ein einziges Fiederblättchen reduziert. Die fiedernervigen Blättchen besitzen gezähnte oder gesägte Ränder. Die Stomata sind anisocytisch. Es sind meist Nebenblätter vorhanden, aber oft sind sie zu Drüsen reduziert.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die traubigen oder ährigen Blütenstände stehen endständig oder seitenständig in den obersten Blattachseln. Es sind Tragblätter vorhanden.

Die meist zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die fünf oft kronblattartigen Kelchblätter können frei oder verwachsen sein. Die fünf Kronblätter sind frei, auf einem Teil ihrer Länge oder becherförmig verwachsen. Meist ist ein becherförmiger Diskus vorhanden. Es ist nur ein (der äußere) Staubblattkreis mit fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind abgeflacht. In jeder Blüte gibt es zwei bis drei oberständige bis teilweise unterständige Fruchtblätter, sie können verwachsen oder fast frei sein. Die Griffel sind frei oder verbunden. Wenige bis viele Samenanlagen stehen fast basal bis zentralwinkelständig in zwei Reihen. Es ist meist ein becherförmiger, intrastaminaler Diskus vorhanden.

Es werden Balgfrüchte, Beeren, Steinfrüchte oder häutige Kapsel- oder Balgfrüchte gebildet. Die kugeligen bis verkehrt-eiförmigen Samen besitzen ölhaltiges Endosperm und einen geraden, grünen Embryo. Es kann ein Arillus oder Arillode vorhanden sein.

Inhaltsstoffe und Chromosomenzahlen[Bearbeiten]

Es werden Calciumoxalat-Kristalle akkumuliert. Es sind meist Alkaloide vorhanden. An Proanthocyanidinen gibt es Cyanidin; an Flavonolen gibt es Kaempferol und Quercetin.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 13.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Stellung der Familie Staphyleaceae wurde lange diskutiert beispielsweise wurde sie in die Ordnung der Sapindales (Cronquist 1981, Takhtajan 1997) gestellt. Bei APG III<ref name="Chase-Reveal2009" /> steht diese Familie in der Ordnung der Crossosomatales.

Die Familie Staphyleaceae wurde 1820 durch Ivan Ivanovich Martynov in Tekhno-Bot. Slovar., S. 598 aufgestellt. Typusgattung ist Staphylea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., deren botanischer Name sich vom griechischen Wort staphylé für „Traube“ ableitet. Ein Synonym für Staphyleaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Martinov nom. cons. ist Ochranthaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Juss.<ref name="GRIN" />

Sie gedeihen von den Gemäßigten Breiten bis zu den Tropen. Von Nordamerika bis Bolivien, in Europa, Ostasien und auf dem Malaiischen Archipel gibt es Arten.

Der Umfang der Gattungen wird kontrovers diskutiert.

Zur Familie der Pimpernussgewächse (Staphyleaceae) gehören nur zwei bis fünf Gattungen<ref name="GRIN" /> mit etwa 45 bis 60 Arten:

Die beiden Gattungen Huertea und Tapiscia der früheren Unterfamilie Tapiscioideae gehören bei APG III nicht mehr in diese Familie, sondern bilden die Familie Tapisciaceae und gehören damit nicht in die gleiche Ordnung.

Quellen[Bearbeiten]

  • Die Familie der Staphyleaceae bei der APWebsite. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
  • Die Familie der Staphyleaceae bei DELTA von L. Watson, M. J. Dallwitz. (Abschnitte Beschreibung und Inhaltsstoffe)
  • De-Zhu Li, Cai Jie & Jun Wen: Staphyleaceae. In: (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
  • Yasin J. Nasir: Flora of West Pakistan. 24. Staphyleaceae. Stewart Herbarium, Gordon College (u. a.), Rawalpindi 1972 (online). (Abschnitt Beschreibung)
  • A. J. Harris, Ping-Ting Chen, Xin-Wei Xu, Jian-Qiang Zhang, Xue Yang, Jun Wen: A molecular phylogeny of Staphyleaceae: Implications for generic delimitation and classical biogeographic disjunctions in the family. In: Journal of Systematics and Evolution, Volume 55, Issue 2, 2017, S. 124–141. doi:10.1111/jse.12236

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Chase-Reveal2009"> Mark W. Chase, James L. Reveal: A phylogenetic classification of the land plants to accompany APG III. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 161, Nr. 2, 2009, S. 122–127, DOI:10.1111/j.1095-8339.2009.01002.x PDF. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Pimpernussgewächse (Staphyleaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien