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Lichtschutzgebiet

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(Weitergeleitet von Sternenlichtoase)

Ein Lichtschutzgebiet ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), DSP) ist ein Landschaftsschutzgebiet, in dem nächtliche Dunkelheit als Schutzgut betrachtet wird und das bereits vor sehr geringfügiger Lichtverschmutzung („Lichtsmog“) geschützt wird.

Beispielhafte Namen solcher Schutzgebiete sind etwa Dark Sky Park, Dark Sky Preserve, Starlight Reserve, Starlight Oasis bzw. Sternenlicht-Oase, Starlight Theme Park, Starry Sky Park oder Urban Star Park. Im Deutschen werden Lichtschutzgebiete auch als Sternenpark ausgewiesen.

Lichtschutzgebiete dienen nicht nur der besseren Sichtbarkeit des Sternhimmels und anspruchsvolleren Sternführungen, sondern auch der inneren Ruhe und dem seelischen Wohlbefinden.

Schutzintention[Bearbeiten]

Datei:Earth's City Lights by DMSP, 1994-1995 (large).jpg
Die Erde bei Nacht (zusammengesetzt aus Satellitenbildern im Zeitraum 1994/95)

Die Erkenntnis, dass mangelnde natürliche Dunkelheit ein wichtiger Aspekt des Umwelt- und Naturschutzes ist, ist jüngeren Datums. Sie kommt zum einen aus der Biologie, wo es besonders um die enorme Störung der Insektenpopulationen geht, die durch ihr lichtquellenfixiertes Schwarm- und Paarungsverhalten – ursprünglich vermutlich auf den Mond bezogen – nun schon seit fast zwei Jahrhunderten seit Aufkommen der künstlichen Beleuchtung völlig andere Lebensweisen entwickeln. Darin wurzelt das relativ junge Fachgebiet der Scotobiologie (Dunkelheitsbiologie).<ref>Elk Island National Park of Canada Beaver Hills Dark Sky Preserve: Leads you into the Dark! – What is scotobiology? Parks Canada.</ref>

Zum anderen ist sie ein wichtiges Thema der beobachtenden Astronomie, für die der natürliche Nachthimmel existentielle Arbeitsgrundlage ist: Durch die Vermeidung und Reduktion von künstlichem Licht und Streulicht ist es bei wolkenlosem Himmel möglich, besonders viele selbstleuchtende Himmelsobjekte zu beobachten. Anliegen ist es, die theoretische Freisichtigkeit im Himmelsanblick, also die Begrenzung durch Lichtempfindlichkeit des Auges, und die Empfindlichkeitsgrenzen der jeweiligen Fernrohre auch tatsächlich ausnutzen zu können. Lichtschutzgebiete werden neben der astronomischen Beobachtung selbst auch für Bildung, Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit genutzt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.International Dark-Sky Parks (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive), darksky.org, online abgerufen am 24. Oktober 2013.</ref> Daher wird Lichtverschmutzungs-Vermeidung besonders im Bereich der wissenschaftlichen wie auch der Hobby-Astronomie zusehends thematisiert.

Ein dritter Kontext ist Energiesparen, da die nutzlos verstrahlende Lichtmenge inzwischen weltweit gewaltige Ausmaße annimmt: Die Lichtverschmutzung ist die nicht für Beleuchtungszwecke nutzbare produzierte Lichtmenge, also der Beleuchtungsverlust.

Erst jüngsten Datums ist die Einsicht, dass nächtliche Dunkelheit -- insbesondere die Sichtbarkeit der Milchstraße -- allgemein ein schützenswertes Kulturgut sein sollte, und auch ein persönliches Recht. Dies nicht nur im Sinne des Schutzes vor Belästigung durch Beleuchtung, sondern als allgemeines Menschenrecht auf eine natürliche Ressource, dessen sich mittlerweile auch eine „Recht-auf-Dunkelheit“-Bewegung angenommen hat.

Geschichtliche Entwicklung[Bearbeiten]

Schutzgebiete (IUCN)
Jahr:   Anz. km²
2000: 002
  
0.029
2005: 005
  
0.702
2010: 025
  
9.634
2015: 100
  
133.323
2018: 169
  
184.547
IUCN World List

Ausgehend von der Vorgehensweise, bodengebundene Großobservatorien vollständig weitab jeder Besiedelung zu errichten (Atacama, Mauna Kea u. a.) wurden optische Observatorien durch Schutzzonen vertraglich mit den Anrainern abgesichert, oft im Ausmaß mehrerer Dutzend Kilometer (Vertragsnaturschutz) – so etwa am McDonald Observatory (Texas) über 90 Kilometer. Eine explizite rechtliche Grundlage erhielten die gesamten Inseln La Palma und Teneriffa 1988 (Ley del Cielo, für die Europäische Nordsternwarte, die bedeutendsten Großobservatorien Europas).

Es gibt international organisierte Vereinigungen, die die Einhaltung von entsprechenden Anforderungen überwachen und beurteilen,<ref>Christian Reinboth: Wer bestimmt eigentlich über die Vergabe von „Sternenparks“?. scienceblogs.de, 15. November 2010.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.International Dark-Sky Communities (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive), darksky.org, online abgerufen am 24. Oktober 2013.</ref> wie zum Beispiel die International Astronomical Union (IAU),<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.International Astronomical Union: Division B Commission 50 Protection of Existing & Potential Observatory Sites (Memento vom 6. November 2013 im Internet Archive); iau.org: Controlling light pollution.</ref> die British Astronomical Association (BAA)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The British Astronomical Association’s Campaign for Dark Skies (Memento vom 17. Oktober 2013 im Internet Archive), britastro.org, online abgerufen am 24. Oktober 2013</ref> oder das Light-Pollution Abatement Committee der Royal Astronomical Society of Canada (RASC).<ref>Light Pollution Abatement Committee and Mandate. RASC, abgerufen am 17. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ein erstes dauerndes ausdrückliches Lichtschutzgebiet wurde 1999 in den Torrance Barrens als kanadisches Dark-Sky Preserve eingerichtet, bis in die frühen 2010er waren an die 20 Schutzgebiete aufgrund des RASC-Programms innerhalb der nationalen Schutzgebiete ausgewiesen, die primär astronomische Schutzabsichten verfolgen, mit einer Fläche von etwa 58.000 km² (weit mehr als die ganze Schweiz).<ref>RASC Programs. rasc.ca</ref><ref name="CA">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Dark-Sky Site Designations. (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) – Übersichtskarte alle kanadischen Lichtschutzgebiete</ref><ref name="Parks CA-2">Elk Island National Park of Canada Beaver Hills Dark Sky Preserve: Leads you into the Dark! – What are Dark Sky Preserves? Parks Canada</ref> Chile schützte 1999 mit den Norma Luminic seine Standorte für die Observatorien (ESO, CTIO-NOAO u. a. m.). Auch in den USA entstanden in den späteren 2000ern einige solche Schutzgebiete, hier sind schon um die 17.000 km² deklariert.

Rechtliche Grundlagen zur Ausweisung eines Lichtschutzgebietes bestehen beispielsweise in Tschechien, dem Vorreiter in der europäischen Gesetzgebung zu Lichtverschmutzung, seit 2002<ref>heise.de: Kampf um die Schönheit der Nacht</ref> (ein Gebiet wurde aber erst 2009 grenzübergreifend mit Polen eingerichtet). Auch andere Staaten und Regionen beginnen, Lichtverschmutzungsschutz auf rechtlicher Basis zu verankern. Erste europäische Lichtschutzgebiete waren – nach den Kanarischen Inseln – der Zselici Csillagoségbolt-park in Ungarn,<ref>Zselici Csillagoségbolt-park (hu)</ref> der Galloway Forest Park in Schottland<ref name="Galloway">Scottish Dark Sky Observatory</ref> und der tschechisch-polnische Izera Dark-Sky Park ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref>izera-darksky.eu (en/cz/pl)</ref> Ende 2009 (im Zuge der Initiative Dark Skies Awareness des International Year of Astronomy 2009 – IYA2009).<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Dark Skies Awareness: seeing in the dark (darkskiesawareness.org) (Memento vom 10. April 2011 im Internet Archive)</ref>

Einen weiteren Aufschwung erlebte der Lichtschutz mit der Declaration in Defence of the Night Sky and the Right to Starlight (La Palma Declaration; Initiative Starlight 2007). Die UNESCO hatte eine Tagung auf der Kanarischen Insel La Palma abgehalten, die als UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesen ist und schon seit 1988 ein Gesetz für Lichtschutzmaßnahmen hat (Europäische Nordsternwarte). Dort wurde auch das Konzept der UNESCO-Starlight Reserves, entsprechend den Biosphärenreservaten, entwickelt.<ref>Starlight Reserves. Webseite des StarLight Universe – International Initiative in Defence of the Quality of the Night Sky as Mankind’s Scientific, Cultural and Environmental Heritage, starlight2007.net</ref> Dort wurde 2009 dann die Starlight Foundation (Fundacion Starlight) vom Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC) gegründet.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Website der Fundación Starlight (Memento vom 2. August 2014 im Internet Archive)</ref> 2010 wurde eine Studie der IAU und ICOMOS offiziell zur Kenntnis genommen, dass natürliches Himmelsdunkel auch prinzipiell ein Schutzgut im Rahmen des UNESCO-Welterbes ist.<ref name="Welterbe">ICOMOS, IAU; Clive Ruggles, Michel Cotte (Bearb.): Heritage Sites of Astronomy and Archaeoastronomy in the context of the World Heritage Convention: A Thematic Study. 30. Juni 2010 (Reader online, issuu.com; Weblinks: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.astronomicalheritage.org (Memento vom 23. Juli 2012 im Internet Archive); Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ocarinabooks.com (Memento vom 3. November 2013 im Internet Archive));
Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner 34. Sitzung die Studie zu Astronomie und Welterbe bestätigt. kuffner-sternwarte.at</ref>

Neben der UNESCO erarbeiteten auch die ebenfalls 2009 gegründete Dark Skies Advisory Group (DSAG) der Weltnaturschutzunion International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) und im Laufe der 2000er Jahre die International Dark-Sky Association (IDA) in Arizona (1988 begründet) Klassifikationssysteme.

In den 2010er Jahren gab es dann einen deutlichen Anstieg an Lichtschutzgebieten, umfangreichen im Ausmaß eines ganzen Landstrichs bis hin zu kleinen Beobachtungsplätzen. 2013 gab es weltweit um die 50 von der IUCN klassifizierte Lichtschutzgebiete, mit einer Gesamtfläche von etwa 84.000 km². Ende 2018 waren es um die 170 Schutzgebiete, mit 184.500 km².

Kategorisierung[Bearbeiten]

Visuelle Dunkelheit[Bearbeiten]

Allgemeine astronomisch-messtechnische Kategorien für die allgemeine Himmelshelligkeit sind beispielsweise die Bortle-Skala (scheinbare Helligkeit/Magnitude mag astronomischer Objekte, die noch erkennbar sind), und die einschlägig übliche Unihedron-Messung<ref>Weitwinkel-Beleuchtungsmesser nach Art der kanadischen Firma Unihedron; unihedron.com</ref> (Angaben in Größenklassen/Quadratbogensekunden, mag/arcsec2). Sie dienen der Quantifizierung des natürlichen Dunkelheitspotentials eines Gebiets und der Qualität der Lichtschutzmaßnahmen. Die International Dark Sky Association (IDA) prämiert danach beispielsweise Gold, Silber und Bronze.

In der höchsten Kategorie der Dunkelheit können bei klarer Sicht Sterne mit einer scheinbaren Helligkeit oberhalb von 6,8 mit bloßem Auge (durchschnittlich guter Sehkraft) erkannt werden,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.International Dark-Sky Reserves (Memento vom 9. April 2014 im Internet Archive), darksky.org, online abgerufen am 24. Oktober 2013.</ref> das sind die etwa 6500 Sterne, die als im astronomischen Sinne freisichtig („am Himmel gezählt“) gelten.

UNESCO-Systematik der Lichtschutzgebiete[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Das Konzept der Starlight Reserves der UNESCO, von der WHC (Welterbekommission) und der IAU (Internationale Astronomische Union) im Rahmen der Initiative Astronomy and World Heritage und dem MaB Urban Ecology Programm auf der Konferenz in La Palma 2007 erstellt, sieht folgende Gebietskategorien vor:<ref name="Starlight Reserve">UNESCO-WHC, UNESCO – IAU, CIE, OTPC-IAC (Hrsg.): Starlight Reserve. Concept – Dimensions – Categories – Criteria. Recommendations. März 2009, 4. Categories und Abschnitt Zonation Criteria, S. 12 ff. resp. 19 ff. (starlight2007.net [PDF]).</ref>

  • Starlight Heritage Sites (‚Sternlicht/Himmels-Kulturerbestätten‘): archäologische oder kulturelle Stätten mit besonderem Bezug zum Sternenhimmel<ref name="Welterbe" /> – beispielsweise Welterbe Jantar Mantar, Indien oder Gaocheng-Observatorium, China
  • Starlight Astronomy Sites: herausragende Beobachtungsorte
  • Starlight Natural Sites: im Rahmen des Gesamtschutzes der Integrität der natürlichen Umweltbedingungen (Naturreservate im Sinne des allgemeinen Begriffs)
  • Starlight Landscapes: Schutz der nächtlichen Dunkelheit im Rahmen des Landschaftsbildes (Landschaftsschutzgebiete)
  • Starlight Oases – human habitats (‚Sternenlichtoase‘): Plätze im besiedelten Raum, die besonders für das Sternschauen geeignet sind (für einen schönen Sternenhimmel bekannte Regionen, ländliche Ort mit besonderer Rücksichtnahme auf Lichtschutz, Tourismusdestinationen mit Fokus auf Astronomie und Sternschauen, Urban Star Parks)
  • Mixed Starlight Sites (‚gemischte Sternlicht-Stätten‘): Mischformen obiger Kategorien

Im Konzept der UNESCO wird ein Managementplan gefordert, der Punkte wie Kultur und Bildung, astronomische Beobachtung, Umwelt und Biodiversität sowie Intelligente Beleuchtung und Lichtverschmutzung abdeckt.<ref>Starlight Reserve. Recommendations. Abschnitt Directions for the Action Plan Objectives, S. 16 ff.</ref> Außerdem wird die Einrichtung einer Kernzone (Core area) und einer umfassenden Pufferzone empfohlen. In letztere sollten insbesondere auch die umliegenden Ansiedlungen miteinbezogen werden. Das Konzeptpapier enthält auch umfangreiche konkrete Angaben zu technischen Maßnahmen.<ref>Starlight Reserve. Recommendations. Abschnitte Zonation Criteria und General recommendations on outdoor lighting, S. 19 ff. resp. 24 ff.</ref>

In Bezug auf Astronomy sites beschränkt sich die UNESCO keinesfalls nur auf visuelle Astronomie, auch Radioteleskope bedürften vergleichbaren Schutzes vor Elektrosmog<ref>David Tenenbaum: Blinded by the light. Feeling light-headed. 20. April 2000, auf whyfiles.org
Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Literature on Space-borne Radio Interference. (Memento vom 2. November 2013 im Internet Archive) Committee on Radio Astronomy Frequencies (CRAF), European Science Foundation (ESF), craf.eu.</ref> (Schutzzonen funktechnischer Anlagen, die meist dem Rundfunkrecht unterliegen).

IUCN-Systematik der Lichtschutzgebiete[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Seit 2009 gibt es auch die IUCN Dark Skies Advisory Group (DSAG) als Arbeitsgruppe der World Commission on Protected Areas (WCPA) der IUCN, die sich speziell um die Ausarbeitung von Kriterien und Ausweisung von Schutzgebieten kümmert. Die IUCN-DSAG hat bis 2013 46 Dark sky parks and reserves und 5 Dark sky communities („Lichtschutzgemeinden“) registriert. Sie befinden sich in Kanada, den USA, Neuseeland, Südafrika, Namibia, Großbritannien, Spanien, Tschechien, der Slowakei, Polen und Ungarn.<ref group="Q">IUCN Dark Skies Advisory Group: World List of Dark Sky Protected Areas. (PDF) Updated 29th August 2013 (PDF; 45 kB, darkskyparks.org)</ref><ref name="CA" /><ref>zu den Schutzgebieten Ostmitteleuropas siehe auch Jan Kondziolka, Czech astronomical society: Beskydy dark-sky park. (PDF) Karte S. 2 (PDF; 1,9 MB, ciemneniebo.pl)</ref> Die Gesamtfläche (ohne die Gemeinden) beträgt etwa 84.000 km², was der Fläche ganz Österreichs, oder Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens, entspricht.

Die von der IUCN Dark Skies Advisory Group ausgearbeitet Systematik umfasst folgende Kategorien (DSAG-Klassen, mit typischen Beispielen):<ref name="Originaltext" />

1 Starlight Reserve (‚Sternlicht-Reservat‘): Astronomischer Beobachtungsort und Umgebung – beispielsweise das La Palma Starlight Reserve (Spanien, 18.600 ha Fläche, für die Europäische Nordsternwarte)
2 Dark Sky Park (‚Dark-Sky-Park, Sternenpark‘): Geschützter Naturraum
2a Park, Naturreservat, Habitat, Naturraum oder anderer ökologischer Schutz – das NamibRand International Dark Sky Reserve (Namibia, 172.000 ha)
2b Unbesiedelter Ort, der für Zwecke traditioneller oder sakraler Praktiken im Bezug zum Sternenhimmel geschützt ist – der Beskydy Dark Sky Park (Tschechien/Slowakei, 31.000 ha, in den Beskiden als besonders urtümliche Kulturlandschaft)<ref>Chráněná krajinná oblast Beskydy (cz/en/pl); Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Beskydy (Beskiden). (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.czech.cz czech.cz (de); Beskydy Protected Landscape Area, engl. Wikipedia; siehe auch Landschaftsschutzgebiet Kysuce</ref>
2c ländliches Gebiet oder Gebiet herausragender landschaftlicher Schönheit – Lake Hudson Recreation Area Dark Sky Preserve (USA, 890 ha)
3 Dark Sky Heritage Site (‚Dark-Sky-Kulturerbestätte‘): geschütztes Kulturerbe physischen menschlichen Schaffens – der Chaco Culture International Dark Sky Park (USA, 13.750 ha, Chaco-Canyon-Kultur, UNESCO-Welterbe)
4 Dark Sky Outreach Site (‚öffentlicher lichtgeschützter Ort‘)
4a Urban oder suburban (städtischer Raum) – Cattle Point Urban Star Park (City of Victoria, Kanada, 7 ha)
4b Rural (ländlicher Raum) – Bluewater Outdoor Education Centre Dark Sky Preserve (Kanada, 130 ha)
5 Dark Sky Reserve (‚Dark-Sky-Reservat‘): Gebiet mit Mischung von Bürgerbeteiligung und Gesetzgebung zu Landschaftsplanung und Naturschutz – Galloway Forest Dark Sky Park (Großbritannien, 80.000 ha, für das Scottish Dark Sky Observatory)<ref name="Galloway" />
6 Dark Sky Community (‚Lichtschutz-Gemeinde‘): ein ganzer Ort oder ganze Stadt – Flagstaff (USA), die Kanalinsel Sark (Großbritannien)

Dieses System ist in das System der IUCN-Kategorien zum Naturschutzmanagement eingebunden.

Kategorien der IDA[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.

Schon seit 2001 wird von der International Dark Sky Association (IDA) in Tucson, Arizona das Prädikat International Dark Sky Community (IDSC) für Lichtschutzgemeinden vergeben. Unter International Dark Sky Park (IDSP) und International Dark Sky Reserve (IDSR) firmieren die Lichtschutzgebiete, das Prädikat wird seit 2006 respektive 2008 in Form einer Zertifizierung auch in Gold, Silber und Bronze vergeben. Neuere Kategorien sind International Dark Sky Sanctuary (IDSS) und Urban Night Sky Place. Außerdem prämiert die IDA unter Dark Sky Friendly Developments of Distinction diverse Maßnahmen zum Lichtschutz, die aber keine Lichtschutzgebiete im eigentlichen Sinne ergeben.

Bisher (Stand 2018) hat die IDA um die 100 Örtlichkeiten ausgezeichnet.

Nationales[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland gibt es folgende Lichtschutzgebiete:

In Deutschland gibt es folgende Planungen für Schutzgebiete:<ref>Sternenparks in Deutschland und Europa. lichtverschmutzung.de</ref>

Österreich[Bearbeiten]

In Österreich gibt es folgende Projekte:<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Leuchtende Beispiele (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive): In Österreich …, hellenot.org</ref>

Schweiz[Bearbeiten]

Chile[Bearbeiten]

Chile hat – als zweites Land der Welt nach Spanien – schon 1999 ein Gesetz zum Lichtschutz erlassen, um die nördlichen Zonen als Standort für die Observatorien zu erhalten (Cerro Tololo – CTIO-NOAO, Las Campanas – LCO, Pachón – Gemini/SOAR, ESO in La Silla, Paranal, zukünftig Pachón – LSST, Las Campanas – GMT, Cerro Armazones – E-ELT). Diese Norma Lumínica<ref>Norma de Emisión para la Regulación de la Contaminación Lumínica Decreto Supremo Nº 686 del 7 de diciembre de 1998 del Ministerio de Economía, Fomento y Reconstrucción (PDF, opcc.cl)</ref> regelt eine Lichtschutzzone für die Regionen Antofagasta, Atacama und Coquimbo. Zuständig ist das dafür geschaffene Oficina de Protección de la Calidad del Cielo del Norte de Chile (OPCC).<ref>La Oficina de Protección de la Calidad del Cielo del Norte de Chile – OPCC (opcc.cl)</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Kanada[Bearbeiten]

Kanada hat das weltweit umfassendste Programm zum Lichtschutz. Hier liegen heute (2013) 40 % aller Schutzgebiete mit an die 80 % der weltweit ausgewiesenen Gesamtfläche. Die Gebiete werden hauptsächlich von der Royal Astronomical Society of Canada (Société royale d'astronomie du Canada, RASC/SRAC) ausgewiesen.

Spanien[Bearbeiten]

Spanien hat mit rund 30 Lichtschutzgebieten mit die meisten in Europa ausgewiesen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

<references group="Q" /> Spezielleres:

  • Clear Sky Chart. cleardarksky.com – private Website mit online-Datenbank zu Nordamerika

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Originaltext"> David Welch (Bearb.), DSAG (Hrsg.): Dark Sky Places Class System. (PDF) Stand März 2013 (PDF; 26 kB, darkskyparks.org, englisch). Originaltext: “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” </ref> </references>

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