Gummistiefelweitwurf
Vorlage:Hinweisbaustein Der Gummistiefelweitwurf ist eine Sportart, in der es gilt, einen Gummistiefel möglichst weit zu werfen.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Ursprünge des Gummistiefelweitwurfs führen nach Finnland, wo den Überlieferungen zufolge Seeleute Ende des 19. Jahrhunderts dieses Wurfspiel ersannen – dokumentiert ist dies jedoch nicht. Seit 1975 wird der Gummistiefelweitwurf in Finnland als offizieller Mannschaftssport ausgetragen. Um auch überregionale Wettbewerbe durchführen zu können, wurde ein Weltverband gegründet und 1992 die erste Weltmeisterschaft ausgetragen. Seitdem gab es jährliche Weltmeisterschaften und diverse Weltcupturniere.<ref>Bootthrowing - Results. In: bootthrowing.net. 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2014; abgerufen am 11. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Technik[Bearbeiten]
Der Stiefel, für Männer 1 kg schwer, für Frauen 850 g, wird mit Anlauf und Diskuswurf-ähnlichen Drehungen geworfen. Die ungünstige Aerodynamik beeinflusst den Flug.<ref name="spiegel">Flieg, Gummistiefel, flieg! In: spiegel.de. 6. Juli 2014, abgerufen am 11. Juli 2026.</ref>
Gummistiefelweitwurf in Deutschland[Bearbeiten]
Mitgliedsvereine im Deutschen Gummistiefelweitwurf-Verband (2007) |
Geschichte[Bearbeiten]
In Deutschland wurde die Sportart durch eine abendliche Radiosendung zum Thema „Alternativsportarten“ bei Radio Fritz (RBB) bekannt. Jorma Klünder, später Präsident des 1. deutschen Gummistiefelweitwurfvereins, fand mit seinen Erzählungen über den finnischen Gummistiefelweitwurf soviel Anklang, dass die Moderatoren M.C. Lücke, Oliver Welke und Lou Richter noch während der Sendung entschieden, einen Verein zu gründen.
Die erste deutsche WM-Medaille gewann Anita Otto bei der Weltmeisterschaft 2005 in Kokemäki/Finnland. In der weiblichen 45-Klasse belegte sie mit einer Weite von 24,00 Metern den dritten Platz. Fabian Lau wurde in der Altersklasse U20 mit einer Weite von 42,54 Metern Vize-Weltmeister.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mestaruuskilpailujen mitalistit 1992– / Championships medalists 1992– ( vom 29. Januar 2021 im Internet Archive), Ergebnisübersicht auf bootthrowing.net, abgerufen am 23. Januar 2021.</ref> 2006 errang Anita Otto erneut in ihrer Altersklasse die Bronzemedaille, während Peter Guralczyk von den 7-Meilenstiefeln mit einer Weite von 44,77 m U20 Vize-Weltmeister wurde.
Am 14./15. Juli 2007 fand die Gummistiefelweitwurf-Weltmeisterschaft im Sportforum Hohenschönhausen in Berlin statt. In den einzelnen Altersklassen starteten 180 Teilnehmer aus Finnland, Schweden, Estland, Deutschland, Italien, Russland, Slowenien und den Vereinigten Staaten.<ref>Finnische Favoriten. In: sueddeutsche.de. 17. Mai 2010, abgerufen am 11. Juli 2026.</ref><ref>16-Jähriger Weltmeister im Gummistiefelweitwurf. In: krone.at. 15. Juli 2007, abgerufen am 11. Juli 2026.</ref><ref>Finnlands großer Wurf. In: rp-online.de. 15. Juli 2007, abgerufen am 11. Juli 2026.</ref>
Auch die WM 2013 fand in Deutschland statt. Sie musste wegen des Hochwassers kurzfristig vom sächsischen Döbeln nach Berlin verlegt werden.<ref name="spiegel" /> Weltmeister wurde der Finne Saku Paavola mit 61,02 Metern.
Deutsche Vereine[Bearbeiten]
Vorlage:Hinweisbaustein Mit Stand 2007 gab es in Deutschland sieben Vereine:
- 1. GWV Rauen Latex 04 e. V. (Rauen)
- 7-Meilenstiefel e. V. (Berlin)
- Gib Gummi 03 e. V. (Berlin), ältester Verein
- Gib Leder 04 Döbeln e. V. (Döbeln)
- GuStiWeiWuFF (Frankfurt (Oder))
- Spitzsteingummi 05 (Döbeln)
- TWG Schlabbeschubser e. V. (Taunusstein)
Deutsche Rekorde[Bearbeiten]
- Männer: Christoph Geist – (53,23 m /Spitzsteingummi 05 Döbeln) – 29. August 2009
- Frauen: Maria Bürger (35,10 m /Spitzsteingummi 05 Döbeln) – 15. Juli 2007
Weltrekorde[Bearbeiten]
- Männer: Antti Ruusuvirta (68,03 m / FIN) – 12. Mai 2012
- Frauen: Elina Uustalo (49,35 m / FIN) – 28. September 2008
Weblinks[Bearbeiten]
- Website des Deutschen Gummistiefelweitwurf-Verbandes (DGV) (2013 archiviert)
- Gummistiefel fliegen über Frankenthal. In: ohorn.info. Juni 2008.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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