Strand-Beifuß
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Strand-Beifuß (Artemisia maritima) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Artemisia maritima | ||||||||||||
| L. |
Der Strand-Beifuß (Artemisia maritima) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Artemisia innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Der Strand-Beifuß ist ein immergrüner Halbstrauch, der 20 bis 80 Zentimeter groß wird.<ref name="Hegi1987" /> Von ihm geht ein stark aromatischer Geruch aus. Die Stängel sind aufsteigend oder aufrecht und grau- bis weißfilzig und später oft verkahlend.<ref name="Hegi1987" /> Sie sind oben ästig mit aufrechten bis abstehenden Ästen.<ref name="Hegi1987" /> Die Blätter sind beidseitig mit kleinen weißen oder grauen, filzigen Haaren versehen. Die unteren Laubblätter sind gestielt mit am Grund geöhrtem Blattstiel.<ref name="Hegi1987" /> Sie sind zwei- bis dreifach gefiedert, die oberen Blätter nur einfach gefiedert, wobei die Blattzipfel linealisch geformt und höchstens 1,5 Millimeter breit sind. Die obersten Blätter sind oft ungeteilt.<ref name="Hegi1987" />
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Blütezeit ist August bis Oktober. Die Blütenköpfchen stehen in einem ausgebreiteten rispigen Gesamtblütenstand an meist übergebogenen Ästen. Das eiförmige Blütenköpfchen ist etwa 2 bis 3 Millimeter lang und etwa 1 bis 2 Millimeter breit<ref name="Hegi1987" />, der Köpfchenboden ist nicht behaart. Die Blütenhüllblätter sind ungleich lang, die äußeren sind krautig und oft graufilzig, die inneren sind breit trockenhäutig berandet.<ref name="Hegi1987" /> Die winzigen Röhrenblüten sind gelb gefärbt. Die randständigen Blüten haben eine kürzere Kronröhre mit weit herausragendem Griffel; sie sind fruchtbar, die inneren sind meist steril.<ref name="Hegi1987" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18 oder 54.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Die Verbreitung des Strand-Beifußes ist auf litorale, küstennahe Bereiche Europas beschränkt, allerdings gibt es in Deutschland nur in Thüringen und Sachsen-Anhalt binnenländische Bestände.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> Die Vorkommen insgesamt reichen vom Vereinigten Königreich und Irland über Frankreich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Dänemark bis Norwegen, Schweden, Estland und Kroatien<ref name="Euro+Med" />. Er besiedelt salzhaltige Uferbereiche der Küsten, kommt jedoch auch auf wechselfeuchten bis -nassen Salzrasen vor. Sein Hauptvorkommen besitzt er in Salzpflanzenfluren. Er ist die Kennart der Pflanzen-Assoziation Artemisietum maritimae aus dem Verband Armerion maritimae.<ref name="Oberdorfer2001" />
Ökologie[Bearbeiten]
Die Pflanze ist relativ austrocknungstolerant (skleromorph). Ihre Blüten werden durch kurzrüsslige Insekten bestäubt, wobei auch Selbstbestäubung vorkommen kann. Die kleinen Früchte werden zumeist durch den Wind ausgebreitet.
Taxonomie und Systematik[Bearbeiten]
Artemisia maritima wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 2, Seite 846, erstveröffentlicht<ref name="SpPla" />. Synonyme für Artemisia maritima sind Artemisia pseudogallica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Rouy) A.W.Hill, Artemisia salina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd. und Seriphidium maritimum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Poljakov<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />.
Man kann folgende Unterarten unterscheiden<ref name="Euro+Med" />:
- Artemisia maritima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. subsp. maritima: Sie kommt in Frankreich, Irland, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Dänemark, Norwegen und Schweden vor.<ref name="Euro+Med" />
- Artemisia maritima subsp. humifusa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(C. Hartm.) K.M. Perss.: Sie kommt in Schweden und Estland vor und wurde nach Russland eingeschleppt.<ref name="Euro+Med" />
Trivialnamen[Bearbeiten]
Im deutschsprachigen Raum werden oder wurden für diese Pflanzenart, zum Teil nur regional, auch die Trivialnamen Aschenblatt, Flohkrud (Borkum), Wurmbiöd (Wangeroog), Wumken (Butjadingen)<ref>https://www.nwzonline.de/wirtschaft/reitland-seefeld-tradition-ein-schluck-salzwiese-aus-dem-schnapsglas_a_50,2,313947563.html#</ref> und unser Frauen Weissrauch verwendet.<ref>Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 44, online., abgerufen am 14. Januar 2022</ref> In Nordfriesland ist auch der Name Strandwermut geläufig.
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Erich Götz: Pflanzen bestimmen mit dem Computer. 2001, ISBN 3-8252-8168-X
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> GRIN Taxonomy for Plants. Artemisia maritima L. In: Germplasm Resources Information Network. United States Department of Agriculture – Agricultural Research Service, Beltsville Area, abgerufen am 23. Dezember 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="SpPla"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2. Stockholm 1753, S. 846 (Online – Erstveröffentlichung von Artemisia maritima eingescannt bei Biodiversity Heritage Library). </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Artemisia maritima In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Hegi1987">Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, Seite 659–666. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987. ISBN 3-489-86020-9</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Gerald Parolly: Artemisia. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 882.</ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Strand-Beifuß auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Strand-Beifuß. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Thomas Meyer: Beifuß Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)