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Knotenfuß

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Knotenfuß
Datei:Streptopus streptopoides subsp. japonicus 3.JPG

Streptopus streptopoides subsp. japonicus am Naturstandort

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Liliengewächse (Liliaceae)
Unterfamilie: Calochortoideae
Gattung: Knotenfuß
Wissenschaftlicher Name
Streptopus
Michx.

Die Pflanzengattung Knotenfuß (Streptopus) gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Die etwa elf Arten sind in den Gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Streptopus amplexifolius Atlas Alpenflora.jpg
Illustration des Stängelumfassenden Knotenfuß (Streptopus amplexifolius)
Datei:Streptopus amplexifolius 1422.JPG
Laubblatt von unten und gestielte Blüte des Stängelumfassenden Knotenfuß (Streptopus amplexifolius)
Datei:Streptopus lanceolatus (3818283128).jpg
Stängel, Laubblätter und gestielte Blüten von Streptopus lanceolatus
Datei:Streptopus streptopoides var. japonicus 01.jpg
Stängel mit Laubblättern und gestielten Früchten von Streptopus streptopoides var. japonicus

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Die Streptopus-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Als Überdauerungsorgane werden kriechende Rhizome gebildet. Die aufrechten Stängel sind einfach oder im oberen Bereich verzweigt.<ref name="FoNA" /><ref name="FoC" />

Viele sitzende Laubblätter sind am Stängel wechselständig verteilt angeordnet. Die einfache, relativ dünne Blattspreiten sind elliptisch bis eiförmig mit gerundetem bis herzförmig-stängelumfassendem (siehe auch Trivialname und Artepitheton Stängelumfassender Knotenfuß (Streptopus amplexifolius)) Spreitengrund und spitzem bis zugespitztem oberen Ende.<ref name="FoNA" /> Es liegt Paralleladerung vor und es sind viele Blattadern vorhanden.<ref name="FoC" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Auf dünnen Blütenstandsschäften stehen nur ein oder zwei Blüten. Die blattachselständigen Blütenstandsschäfte sind auf der Länge eines Internodiums mit dem Stängel verwachsen und entspringend deshalb scheinbar gegenüber dem nächsten Blatt und der Blütenstandsschaft ist zusammen mit dem Blütenstiel zurückgebogen (darauf bezieht sich der Gattungsname Knotenfuß (Streptopus)), der Übergang von Blütenstandsschaft und Blütenstiel kann abrupt sein.<ref name="FoNA" />

Die relativ kleinen, glockenförmigen oder fast scheibenförmigen Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und dreizählig. Die sechs fast gleichgestaltigen, freien Blütenhüllblätter sind aufrecht bis ausgebreitet oder zurückgebogen und nicht haltbar. Die äußeren drei Blütenhüllblätter sind meist etwas breiter als die drei inneren. Die Farbe der verkehrt-lanzettlichen bis länglichen Blütenhüllblätter ist weiß bis grünlich-gelb oder rosafarben. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die an oder nahe der Basis der Blütenhüllblätter inserierten Staubfäden sind kurz, breit und flach.<ref name="FoNA" /><ref name="FoC" /> Die basifixen, nach außen gebogenen Staubbeutel besitzen am oberen Ende winzige bespitzte oder zuspitzende, borstige Spitzen.<ref name="FoNA" /> Die drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen.<ref name="FoNA" /> Jede Fruchtknotenkammer enthält selten zwei oder drei, meist sechs bis acht Samenanlagen.<ref name="FoC" /> Der schlanke bis dicke, säulenförmige oder sehr kurze Griffel endet in einer einfachen oder dreilappigen Narbe.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die ellipsoide bis kugelige Beere färbt sich bei Reife orangefarben bis dunkelrot<ref name="FoNA" /> und enthält einige bis viele Samen<ref name="FoC" />. Die hellgelben Samen sind länglich mit Längsfurchen.<ref name="FoNA" />

Chromosomenzahlen[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 8<ref name="FoNA" />.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Streptopus-Arten sind in den Gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. In China kommen fünf Arten vor, davon zwei nur dort.<ref name="FoC" /> In Nordamerika kommen drei Arten vor. Eine Art kommt auch in Europa vor.<ref name="FoNA" />

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Streptopus wurde 1803 durch André Michaux in Flora Boreali-Americana, 1, S. 200–201, Tafel 18<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Als Lectotypusart wurde 1874 Streptopus distortus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Michx. durch Ludwig Georg Karl Pfeiffer in Nom., 2, S. 1301 festgelegt.<ref name="tropicos" /> Der Gattungsname Streptopus setzt sich aus den griechischen Wörtern streptos für gedreht, und pous für -füßig zusammen, dies bezieht sich auf die gebogenen oder gedrehten Blütenstandsschäfte<ref name="FoNA" />. Synonyme für Streptopus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Michx. sind: Hexorima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Hekorima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth, Kruhsea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Regel, Tortipes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Small.<ref name="WCSP" />

Die Gattung Streptopus gehört zur Unterfamilie Calochortoideae innerhalb der Familie Liliaceae, früher in Calochortaceae, Convallariaceae, Uvulariaceae.<ref name="GRIN" />

Es gibt etwa elf Streptopus-Arten:<ref name="WCSP" />

Quellen[Bearbeiten]

  • Chen Xinqi & Minoru N. Tamura: Streptopus, S. 153 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 24 – Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2000, ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitt Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • Frederick H. Utech: Streptopus, S. 145 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 26 – Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford 2002, ISBN 0-19-515208-5 (Abschnitt Beschreibung, Verbreitung und Systematik)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoC"> Chen Xinqi & Minoru N. Tamura: Streptopus, S. 153 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 24 - Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2000, ISBN 0-915279-83-5</ref> <ref name="FoNA"> Frederick H. Utech: Streptopus, S. 145 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 26 - Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford 2002, ISBN 0-19-515208-5</ref> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="tropicos">Streptopus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Knotenfuß (Streptopus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien