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Symplocos

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Symplocos
Datei:Symplocos lucida SZ24.png

Symplocos lucida, Illustration

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Symplocaceae
Gattung: Symplocos
Wissenschaftlicher Name der Familie
Symplocaceae
Desf.
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Symplocos
Jacq.

Symplocos ist die einzige Pflanzengattung der monogenerischen Familie der Symplocaceae innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales), mit etwa 250 bis 300 Arten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Symplocos-Arten sind meist immergrüne (Symplocos paniculata ist laubabwerfend) Bäume und Sträucher. Die wechselständig und spiralig oder zweireihig an den Zweigen angeordneten, oft süßschmeckenden Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten besitzen einen glatten, gezähnten oder drüsig gezähnten Blattrand. Nebenblätter fehlen.

Datei:Symplocos chinensis for. pilosa 02.JPG
Symplocos paniculata, blühend
Datei:Symplocos-paniculata-foliage.jpg
Früchte und Blätter von Symplocos paniculata

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen selten einzeln oder meist in einfachen oder verzweigten, traubigen, ährigen, rispigen oder kugeligen Blütenständen zusammen. Die Blüten stehen meist über einem Trag- und zwei Deckblättern; selten fehlen diese Hochblätter oder es sind mehr vorhanden.

Die radiärsymmetrischen, meist kleinen Blüten sind meist zwittrig, selten eingeschlechtig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die (drei bis) meist fünf Kelchblätter sind nur am Grund verwachsen. Die (drei bis) meist fünf weißen oder gelben Kronblätter sind zu einer kurzen Kronröhre verwachsen. Es sind selten vier oder fünf, meist zehn, fünfzehn oder mehr (bis 100) Staubblätter vorhanden. Die mit der Basis der Kronröhre verwachsenen Staubfäden sind untereinander frei oder zu mehreren untereinander verwachsen. Die Staubbeutel sind fast kugelig. Zwei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem synkarpen, meist unterständigen oder manchmal halbunterständigen, zwei- bis fünfkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält zwei bis vier Samenanlagen. Am Fruchtknoten ist meist ein ringförmiger, zylindrischer oder fünflappiger Diskus mit fünf Drüsen vorhanden. Der dünne Griffel endet in einer kleinen, kopfigen oder zwei- bis fünflappigen Narbe.

Es werden meist einsamige Steinfrüchte gebildet, es gibt aber auch Arten mit zwei- bis fünfsamigen Beeren. Die Samen besitzen viel Endosperm, einen geraden oder gekrümmten Embryo und sehr kurze Keimblätter (Kotyledonen).

Verbreitung[Bearbeiten]

Sie sind weitverbreitet in den Tropen und Subtropen, fehlen jedoch in Afrika. Im Tertiär (Eozän) war die Gattung Symplocos in Europa sehr häufig, wie viele Fossilfunde belegen. 42 Arten kommen in China vor, 18 davon nur dort.

Datei:Symplocos cochinchinensis 10.JPG
Früchte von Symplocos cochinchinensis
Datei:Symplocos matudae (9520702808).jpg
Symplocos matudae
Datei:Symplocos paniculata 2015-05-29 OB 007.jpg
Blüten von Symplocos paniculata
Datei:Symplocos pergracilis 1.JPG
Symplocos pergracilis
Datei:Symplocos Racemosa 05.JPG
Symplocos racemosa, Früchte
Datei:Symplocos sawafutagi 3.JPG
Symplocos sawafutagi, Früchte
Datei:Symplocos tinctoria 1120592.jpg
Symplocos tinctoria

Systematik[Bearbeiten]

Synonyme für Symplocos Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Jacq. sind: Cordyloblaste Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hensch. ex Moritzi, Hopea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Garden ex L. nom. rej., Palura Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(G.Don) Miers.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Symplocos enthält etwa 250 bis 320 Arten (Auswahl)<ref name="GRIN" />:

Symplocos als Bernsteineinschluss[Bearbeiten]

Die größte jemals in Bernstein entdeckte Blüte wurde 2022 von Eva-Maria Sadowski vom Museum für Naturkunde Berlin und Christa-Charlotte Hofmann von der Universität Wien als „asiatischer Vertreter der Gattung Symplocos“ identifiziert. Demnach wurde vor etwa 34 bis 38 Millionen Jahren eine Blüte der Art Symplocos kowalewskii in Harz eingeschlossen. Pressemeldungen zufolge sei das Fossil aus der Sammlung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Berlin vor 150 Jahren entdeckt und fälschlicherweise als Scheinkamelie beschrieben worden.<ref>Größte Bernstein-Blüte entschlüsselt uralte Pflanzenwelt. In: Spiegel Online. 12. Januar 2023, abgerufen am 12. Januar 2023.</ref><ref>Millionen Jahre alte Blüte in Bernstein neu analysiert. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. Januar 2023, abgerufen am 12. Januar 2023.</ref>

Quellen[Bearbeiten]

  • Die Familie der Symplocaceae bei der APWebsite = Website der Angiosperm Phylogeny Group. (Abschnitt Systematik und Beschreibung)
  • Die Familie der Symplocaceae auf der Website von DELTA.
  • Young-fen Wu & Hans P. Nooteboom: Symplocaceae in der Flora of China, Volume 15, 1996, S. 235: Online. (Abschnitt Beschreibung)
  • Frank Almeda & Peter W. Fritsch: Symplocaceae in der Flora of North America, Volume 8, 2009, S. 329: Online. (Abschnitt Systematik und Beschreibung mit einer ausgegliederten Gattung Cordyloblaste Henschel ex Moritzi.)
  • P. W. Fritsch, L. M. Kelly, Y. Wang, F. Almeda & R. Kriebel: Revised infrafamilial classification of Symplocaceae based on phylogenetic data from DNA sequences and morphology. In: Taxon, 57, 2008, S. 823–852.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="FoC">Young-fen Wu & Hans P. Nooteboom: Symplocaceae. - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 15: Symplocaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010 </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Symplocos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien