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Tacca

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Tacca
Datei:Tacca chantrieri2.JPG

Fledermausblume (Tacca chantrieri)

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Yamswurzelartige (Dioscoreales)
Familie: Yamswurzelgewächse (Dioscoreaceae)
Gattung: Tacca
Wissenschaftlicher Name
Tacca
J.R.Forst. & G.Forst.

Tacca ist eine Pflanzengattung der Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoreaceae). Wenige Arten werden als exotische Zierpflanzen und einige Arten werden medizinisch oder als Stärke-Lieferanten verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Tacca pinnatifida 2.jpg
Illustration von Tacca leontopetaloides
Datei:Tacca cristata.jpg
Blütenstand von Tacca integrifolia

Habitus und Laubblätter[Bearbeiten]

Tacca-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden mehr oder weniger zylindrische Rhizome oder mehr oder weniger kugelige Knollen.

Datei:Tacca ankaranensis01.JPG
Tacca ankaranensis
Datei:White bat flower.jpg
Tacca integrifolia mit ungeteilter Blattspreite
Datei:Starr 061106-9596 Tacca leontopetaloides.jpg
Gestielte Laubblätter von Tacca leontopetaloides mit geteilter Spreite
Datei:Tacca leontopetaloides MS 6484.JPG
Früchte von Tacca leontopetaloides

Die wechselständig und spiralig in grundständigen Rosetten angeordneten, aufrechten Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die meist einfache oder seltener geteilte Blattspreite ist netznervig (kommt bei Einkeimblättrigen selten vor, die meist parallelnervig sind). Die Stomata sind anomocytisch oder axillocytisch.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Es werden seitenstänge oft lange, unbeblätterte Blütenstandsschäfte gebildet. Die doldigen Blütenstände sind in zwei Kreisen umhüllt von meist vier bis sechs (zwei bis zwölf) schmalen bis breiten, laubblattähnlichen Tragblättern. Die Deckblätter sind schmäler als die Tragblätter, meist fadenförmig.

Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen Blütenhüllblätter sind glockenförmig verwachsen. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen von grün über purpurfarben bis braun. Es sind zwei Kreise mit je drei fertilen Staubblättern vorhanden mit kurzen Staubfäden; sie sind untereinander frei aber mit den Blütenhüllblättern verwachsen. Die zweizelligen Pollenkörner besitzen eine Apertur und sind sulcat. Die drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Fruchtknoten enthält 15 bis 100 hängende, anatrope bis campylotrope Samenanlagen. Der Griffel endet in einer dreilappigen Narbe; die breiten Narbenäste sind meist auf den Griffel hin gebogen. Die Bestäubung erfolgt durch Diptera (Entomophilie).

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Es werden meist Beeren oder selten dreifächerige Kapselfrüchte gebildet, die viele Samen enthalten. Die Samen besitzen Endosperm und einen gutausgebildeten, kleinen Embryo.

Inhaltsstoffe und Chromosomen[Bearbeiten]

Es sind Alkaloide vorhanden. Die Samen enthalten Öl aber keine Stärke. Sie besitzen stärkehaltige Knollen oder Rhizome. Der Duft entströmt Osmophoren.

Die Chromosomenzahl beträgt n = 15.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Tacca sind in den Subtropen bis Tropen (Afrika, Asien, Ozeanien) beheimatet.

Die Erstbeschreibung der Gattung erfolgte 1775 durch Johann Reinhold Forster und Johann Georg Adam Forster. Gelegentlich werden sie auch als eigene Familie Taccaceae geführt, die APG III aber stellt sie weiterhin zu den Yamswurzelartigen.<ref name="apgiii">Angiosperm Phylogeny Group: An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG III In: Botanical Journal of the Linnean Society, 161:2, 2009, S. 105–121</ref>

Der Umfang der Gattung wird diskutiert. Je nach Autor kann die Gattung Schizocapsa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hance als gültig angesehen werden oder diese Arten sind in Tacca enthalten. Es werden fünf bis 16 Arten angeführt<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref>:

Nutzung[Bearbeiten]

Einzelne Arten werden medizinisch genutzt. Aus den Knollen kann Stärke gewonnen werden.<ref name="FOC">Chih-chi Ting & Kai Larsen: Taccaceae in der Flora of China, Volume 24, S. 274: Tacca – Online. (englisch)</ref> Es werden vor allem Tacca integrifolia und Tacca leontopetaloides angebaut. Die Stärke wird als Taccastärke, Ostindisches Arrowroot oder Tahiti Arrowroot gehandelt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Beschreibung der Familie der Taccaceae bei der APWebsite. (Abschnitt Beschreibung und Systematik)
  • Beschreibung der Familie der Taccaceae bei DELTA. (Abschnitt Beschreibung)
  • Chih-chi Ting & Kai Larsen: Taccaceae in der Flora of China, Volume 24, S. 274: Tacca – Online. (Abschnitt Beschreibung)
  • Leslie Watson: Taccaceae in der Western Australian Flora: Online, 2008. (Abschnitt Beschreibung)
  • L. R. Caddick, J. R. Rudall, P. Wilkin, T. A. J. Heddersonn & Mark W. Chase: Phylogenetics of Dioscoreales based on combined analyses of morphological and molecular data., in Bot. J. Linn. Soc., 138, 2002, S. 123–144.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): Tacca - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 24. Juni 2018. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Tacca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien