Taft (Gewebe)
Taft oder Taffet (aus persisch tafteh ‘gewebt’<ref>Taft – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Beispiele. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 7. August 2026.</ref>) ist ein leinwandbindiges (taftbindiges) Gewebe aus (Natur-)Seide („Seidentaft“) oder Chemiefäden<ref>Anita Nieper: Taft (Stoff) waschen und pflegen. In: Paradisi. OC Projects GmbH, 26. Juni 2020, abgerufen am 7. August 2026.</ref>, jeweils mit dichter Ketteinstellung, wodurch sich feine Querrippen bilden.<ref name=":0">Taft: Thaiseide als idealer Stoff für Kleider. In: jolie.de. 22. Juli 2015, abgerufen am 7. August 2026.</ref>
Bei Seidentaft besteht die Kette aus Organzin, der Schuss aus Trame.<ref name=":0" />
Aus der Vielzahl der Tafte seien folgende genannt:
- Taftbroché, mit stickereiähnlichen Figuren
- Taftchangeant, Kette und Schuss verschiedenartig schimmernd
- Taftchiffon, leichte Qualität
- Taftchiné, mit bedruckter Kette
- Taftécossais, großkariert („schottisch“)
- Taftfaconné, jacquardgemustert
- Taftfaille, feingerippt
- Taftglacé, mit Glanzausrüstung
- Taftimprimé, bedruckt
- Taftmoiré, mit Moiré-Effekt
- Taftquadrillé, kleinkariert
- Taftrayé, längsgestreift
- Tafttoilé, mit Voileschuss
- Tafttravers, quergestreift
- Wachstaft.
Weblinks[Bearbeiten]
- Werbeanzeige: Große Partie italienischer Taffete in: Königlich-priviligierte Zeitung Berlins, 1. März 1867.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />