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Polizeistation (Palästina)

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Datei:1947 Arab-Israeli War (997008136825305171).jpg
Polizeistation Jaffa 1947, erbaut im 16. Jahrhundert als osmanische Kışla auf Res­ten ei­ner Kreuzfahrerburg<ref>Die Kışla diente bis 2005 als örtliche Wache der Polizei Israels und erlangte als Haftplatz Adolf Eichmanns Bekanntheit, der dort während der Prozesstage einsaß, und seiner altertümlichen Bauart wegen als Drehort des israelischen Films Schlaf gut, Wachtmeister Asulai!. Vgl. Schiri Hadar ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)” (14. Dezember 2017), auf: Ynet יְדִיעוֹת אַחֲרוֹנוֹת; abgerufen am 12. März 2024.</ref>

Polizeistationen im Mandatsgebiet Palästina dienten den polizeilichen Ordnungsmächten der verschiedenen Ebenen, wie Kommunen, Landespolizei (Palestine Police) und besondere Bereiche (Bahnpolizei, Grenzpolizei), überall im Lande. In der Regel, sofern nicht ältere osmanische Gebäude übernommen wurden, errichtete das Public Works Department (P.W.D.) die Polizeiwachen.<ref>Jacqueline Hénard, „Ossip Klarwein – Leben und Schicksahl“, in: Ossip Klarwein: Vom »Kraftwerk Gottes« zur Knesset, Publikation des ‹Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin› mit Beiträgen von: Doron Bar, Dafna Berger Sperling, Johannes Cramer, Diana Dolev, Sigal Davidi, Jacqueline Hénard, Noah Hysler Rubin, Guy Jamo und Talia Margalit, Sue McRae und Hans Brandt (Übers.), Bönen: Kettler, 2025, S. 8–21, hier S. 16. ISBN 978-3-98741-197-7.</ref>

Befestigte Polizeistellen, so genannte Tegart-Forts[Bearbeiten]

Datei:PikiWiki Israel 8854 meona(tarshiha) police station.jpg
Tegart-Fort Tarschiha, heute Polizeiwache Meʿona, 2010

Die besondere Form der baulich gegen Überfälle befestigten Polizeiforts, der Tegart-Forts (in den Landessprachen arabisch قلعة تيغارت, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚Tegart-Burg‘, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), begann 1938 in Reaktion auf die vielen tödlichen Gewaltakten arabischer Aufständischer gegen tatsächliche und vermeintliche Vertreter der britischen Mandatsmacht und gegen die Minderheit jüdischer Palästinenser während des Großen Arabischen Aufstands (1936–1939), seinerzeit größte Erhebung gegen eine britische Kolonialverwaltung. Die Tegart-Forts wurden nach einem Musterentwurf und unter Aufsicht von Sir Charles Tegart errichtet, einem Polizeiführer, der in Britisch-Indien Erfahrungen mit der Bekämpfung von Unruhen gesammelt hatte und im Dezember 1937 zum Inspector-General (Generalinspekteur) der Palestine Police ernannt worden war.

Die Tegart-Forts waren darauf ausgerichtet, der Besatzung hinter dicken Stahlbetonkonstruktionen Schutz gegen Granatenbeschuss und feindliche Angriffe zu bieten und die Versorgung auch bei monatelangen Belagerungen sicherzustellen. In die Außenwände waren zur Verteidigung zahlreiche Schießscharten eingelassen. Alle Öffnungen waren mit massiven Stahlläden und Stahltüren gesichert. Charakteristisch war vielfach, dass das Bauwerk von einem massigen Festungsturm überragt wurde. Die kleinsten waren für eine Besatzung von rund Hundert Mann ausgelegt und die größeren konnten als Hauptquartiere dienen.

Datei:Latrun-Police-Building.jpg
Im Krieg 1948/1949 hart umkämpftes Polizeifort Latrun, heute Teil des Museums der israelischen Panzertruppe

Für 2,2 Millionen Palästina-Pfund wurden 69 solcher Tegart-Forts in erstaunlich kurzer Zeit errichtet. Die ersten entstanden an der Nordgrenze gegen den Waffenschmuggel aus den französischen Mandatsgebieten Libanon und Syrien, dem auch Tegarts Zaun wehren sollte. Andere Polizeiforts wurden an strategisch wichtigen Punkten wie Verkehrsknotenpunkten, Flussquerungen und Seehäfen errichtet. Deshalb bildeten Tegart-Forts regelmäßig die Etappenpunkte der gesicherter Verkehrsachsen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), die die britische Mandatsmacht ab 1940 einrichtete, um ihre Sicherheitskräfte besser geschützt bewegen zu können, wenn sie ausrückten, zunehmende Gewaltakte in Palästina zu bekämpfen.<ref>Nir Mann ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), Danny Recht ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)“ (Beit Hadar), auf {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); abgerufen am 4. Januar 2020.</ref>

Datei:מצודת יואב לשעבר משטרת עיראק סווידאן.jpg
Tegart-Fort Iraq-Suwaydan, übersät von Einschüssen vom November 1948, heute Museum, 2011

Nach dem Abzug der britischen Mandatsmacht 1948 gingen die Polizeistationen teils in die Hände jüdischer, ab 14. Mai des Jahres israelische, teils in die Hände inländischer und ausländischer arabischer bewaffneter Einheiten über. Am Sonnabend, den 15. Mai 1948, dem Tag nach der Unabhängigkeitserklärung Israels, marschierten ägyptische Armee, transjordanische Arabische Legion, irakische Streitkräfte, Streitkräfte des Libanon und Syrisches Heer in Israel und Palästina ein und eröffneten den Krieg um Israels Unabhängigkeit, in dessen Verlauf einige Polizeiforts hart umkämpft waren, wie dasjenige von Latrun, das bei den Schlachten von Latrun den Zugang vom Kernland Israels an der Mittelmeerküste nach Jerusalem abriegelte.

Datei:Fara police station.jpg
Tegart-Fort zu Nablus als Teil des Gefängnisses Fara der Palästinensischen Autonomiebehörde, Aufnahme von 2015

Das Tegart-Fort namens ʿIraq Suwaydan (arabisch عراق سويدان, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bei den Thermalbädern Chammei Joʾav in Sde Joʾav bei Negba, das die Straße in den Nord-Negev (heute Kvisch 35) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) kontrollierte, umkämpften die Streitkräfte Ägyptens und die israelische Givʿati-Brigade. Seit Ende der 1980er Jahre dient das Fort als Museum des Kriegs um Israels Unabhängigkeit, wo sich auch eine von zwei Gedenkstätten für ägyptische Gefallene dieses Kriegs auf israelischem Boden befindet.<ref>Das andere ägyptische Ehrenmal befindet sich in ʿAd Halom (zu Aschdod). Vgl. Efrat Naqasch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)” Linkliste mit Link der Tour ‹{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)› (28. April 2015), auf: אפרת נקש טיול בארץ; abgerufen am 12. Februar 2024.</ref> Im Verlauf des Krieges bewiesen die Tegart-Forts ihre Feuerkraft und ihre Widerstandsfähigkeit auch gegen heftigste Angriffe.

Viele von ihnen dienen immer noch als Polizeistationen, nunmehr der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). Manche wurden zu Gefängnissen umgewidmet und zwei Festungen sind nun Museen.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Tegart forts – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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