Tassilo Zöpf
Tassilo Zöpf, manchmal auch Thassilo Zöpf (* 5. November 1723 in Haid bei Wessobrunn; † 15. Dezember 1807 in Wessobrunn), war ein deutscher Stuckateur.
Leben[Bearbeiten]
Zöpf wurde als Sohn des Schneiders Franziskus Zöpf in Haid bei Wessobrunn geboren. Ebenso wie die Familien Feichtmayr, Schmuzer, Üblhör und Graf gehörte die Familie Zöpf zu den seit altersher eingesessenen, weitverzweigten Wessobrunner Familien, die mehrere Künstlergenerationen der Wessobrunner Schule hervorbrachten. Der Vater Franziskus Zöpf war der Taufpate Dominikus Zimmermanns; so ist es nicht verwunderlich, dass Thassilo nicht die Schneiderei erlernte, sondern als Stuckateur ausgebildet wurde.<ref name=":1">Barbara Regul: Die Wallfahrtskirche St. Leonhard in Dietramszell. Hrsg.: Verein zur Erhaltung der Leonhardikirche in Dietramszell. Dietramszell 2011, S. 36 (sanktleonhard.de [PDF]).</ref> Stilistische Vergleiche weisen darauf hin, dass Zöpf bei Johann Georg Üblhör und den Brüdern Johann Michael und Franz Xaver Feichtmayr ausgebildet wurde und mit ihnen zusammenarbeitete.<ref name=":1" />
Nach der Hochzeit 1755 mit Anna Elisabeth Üblhör zog er in das Haus des Schwiegervaters ein. Während der Hauptschaffenszeit 1760–1780 muss Zöpf eine größere Werkstatt betrieben haben, denn er beschäftigte mehrere Lehrlinge und Gesellen.<ref name=":1" />
Zöpf war ein Laienbruder der ehemaligen Benediktinerabtei zu Wessobrunn.<ref>Zöpf, Tassilo; 1723–1807; Dt. Stukkateur. Abgerufen am 1. Mai 2018.</ref>
Als sein Hauptwerk gilt die Pfarrkirche St. Johannes Baptist, in der er als Bildhauer den Choraltar und einen Seitenaltar aus Stuckmarmor, die Kanzel sowie die gesamte Stuckierung<ref>Kirchen und Kapellen in Wessobrunn. Abgerufen am 13. April 2013.</ref><ref>Gemeinde Wessobrunn. Abgerufen am 13. April 2013.</ref> schuf. Der Hochaltar gilt als ein Spätwerk Zöpfs.<ref>Ein Dorffest für den Hochaltar. Abgerufen am 13. April 2013.</ref>
Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
- ab 1750: Choraltar und Seitenaltar aus Stuckmarmor, Kanzel sowie die gesamte Stuckierung in St. Baptist in Wessobrunn
- um 1760: Mitarbeit in der Zisterzienserstiftskirche Fürstenfeldbruck
- 1763 Stuck in der Portenkapelle in Kloster Aldersbach
- 1767: Stuck in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Inning am Ammersee
- 1768: Stuck für St. Sebastian in Aschering
- 1768: Stuck für St. Jacobus in Landstetten
- um 1769: Stuck für die Wallfahrtskirche St. Leonhard in Dietramszell
- 1769: Entwürfe für die Seitenaltäre Mariä Himmelfahrt (Bernried am Starnberger See)
- 1769: Stuck in der Klosterkirche in Spalt
- 1770: Stuck in der Kirche St. Michael in Widdersberg
- 1770/77: Stuck in St. Vitus in Egling an der Paar.
- 1775/76: Stuck in der Pfarrkirche St. Sixtus in Moorenweis
- 1788 Stuck für die Klosterbibliothek Polling
Literatur[Bearbeiten]
- Der Wessobrunner Stukkateur und Altarbaumeister Thassilo Zöpf. Dissertation von Dorothee Pflüger (1971) [1]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zöpf, Tassilo |
| ALTERNATIVNAMEN | Zöpf, Thassilo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Stuckateur |
| GEBURTSDATUM | 5. November 1723 |
| GEBURTSORT | Haid bei Wessobrunn |
| STERBEDATUM | 15. Dezember 1807 |
| STERBEORT | Wessobrunn |