Tom Perez
Thomas Edward „Tom“ Perez (* 7. Oktober 1961 in Buffalo, New York) ist ein amerikanischer Politiker sowie Verbraucher- und Bürgerrechtsanwalt. Vom 25. Februar 2017 bis zum 21. Januar 2021 war er Vorsitzender des Democratic National Committee, der Organisation der Bundespartei der Demokraten. Perez war zuvor unter Präsident Barack Obama von 2009 bis 2013 Assistant Attorney General der Civil Rights Division des Justizministeriums und von 2013 bis 2017 Arbeitsminister.
Biografie[Bearbeiten]
Herkunft, Ausbildung und Familie[Bearbeiten]
Perez ist Sohn von Einwanderern aus der Dominikanischen Republik; zu seinen Vorfahren zählten Anwälte und Politiker, sein Großvater mütterlicherseits, Rafael Brache, war 1930/31 Botschafter des Landes in den Vereinigten Staaten gewesen.<ref>Milcíades Humberto Núñez Núñez: Thomas Edward Pérez: Ancestros dominicanos en el gabinete des Barack Obama. In: Instituto Domicicano de Genealogía, 27. Juli 2013 (spanisch).</ref> Er besuchte in Buffalo die jesuitische Canisius High School, erhielt seinen Bachelorgrad in internationalen Beziehungen und Politikwissenschaft 1983 an der Brown University und schloss seine akademische Ausbildung 1987 an der Harvard Law School mit dem Juris Doctor und einem Master of Public Policy der dortigen John F. Kennedy School of Government ab.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Civil Rights in 2010 and Beyond: Tom Perez '87 & the Future of Civil Rights Work.] harvard.edu, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Mit seiner Frau Ann Marie Staudenmaier, einer Anwältin der Washington Legal Clinic for the Homeless, hat Perez drei Kinder.
Berufliche und politische Laufbahn[Bearbeiten]
Perez hat seine ganze Berufslaufbahn ausschließlich im öffentlichen Dienst verbracht und keinen Wechsel zwischen Politik und Wirtschaft vollzogen. Er begann 1987 als Mitarbeiter (law clerk) der Richterin Zita Weinshienk am United States District Court für Colorado und arbeitete ab 1989 hauptsächlich für das Justizministerium des Bundes, insbesondere in Bürgerrechts- und Arbeitssachen. Von 1995 bis 1998 beriet er den US-Senator Ted Kennedy in Fragen des Straf-, Bürger- und Staatsrechts und arbeitete bis zum Ende der Amtszeit des Kabinetts Clinton im Januar 2001 im Gesundheitsministerium. Anschließend lehrte Perez an der University of Maryland Medizinrecht, gehörte von 2002 bis 2006 dem Council des Montgomery County an und war 2004 Wahlmann für John F. Kerry im Electoral College.<ref>U.S. Electoral College 2004: Maryland Certificate of Ascertainment, Seite 1, Internetseite der National Archives and Records Administration</ref> 2007 wurde Perez im Bundesstaat Maryland von Gouverneur Martin O’Malley zum Arbeitsminister (Department of Labor, Licensing and Regulation, DLLR) ernannt. Dort arbeitete er, bis er im Oktober 2009 vom US-Senat als Assistant Attorney General bestätigt wurde (als Nachfolger von Wan J. Kim). Er wurde nach einer Anhörung des Rechtsausschusses des US-Senats am 4. Juni 2009 zur Bestätigung durch den gesamten Senat vorgeschlagen, was sich über mehrere Monate verzögerte, da mehrere republikanische Senatoren Vorbehalte äußerten.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Civil Rights Division Nominee Slated for Senate Vote. ( vom 3. März 2016 im Internet Archive) In: MainJustice.com, 5. Oktober 2009 (englisch).</ref> Er wurde am 6. Oktober 2009 vom Senat bestätigt.<ref>Bernie Becker: Senate Confirms Key Civil Rights Post. In: The New York Times, The Caucus, 6. Oktober 2009 (englisch).</ref> Nachdem die bisherige Arbeitsministerin im Kabinett Obama, Hilda Solis, im Januar 2013 ihren Rückzug vom Amt angekündigt hatte,<ref>Sari Horwitz, Lena H. Sun: Obama expected to nominate Thomas Perez as next labor secretary. In: The Boston Globe (englisch).</ref> wurde Perez im März 2013 für ihr Amt nominiert.<ref>Remarks by the President Announcing the Nomination of Thomas Perez for Secretary of Labor. In: Whitehouse.gov. 18. März 2013 (englisch).</ref> Nach harter Kritik durch die oppositionellen Republikaner wurde Perez für diese Position vom Senat am 18. Juli 2013 bestätigt, als erstes Regierungsmitglied überhaupt, bei dem die Stimmen genau nach Parteizugehörigkeit abgegeben wurden (54 zu 46).<ref>Rachel Maddow: The historical oddity of Thomas Perez’s confirmation. In: MSNBC, 18. Juli 2013 (englisch).</ref> Seine Amtszeit endete am 20. Januar 2017 mit der Übergabe der Regierung von Obama ans Kabinett Trump I.
Vorsitzender des Democratic National Committee[Bearbeiten]
Am 25. Februar 2017 wurde Perez zum neuen Vorsitzenden des Democratic National Committee (DNC) gewählt. In der ersten Abstimmung zum DNC-Vorsitz seit über dreißig Jahren, bei der mehrere Personen antraten, erreichte Perez als Kandidat des Partei-Establishments die Mehrheit im zweiten Wahlgang gegen seinen Opponenten Keith Ellison, der als Favorit der linksgerichteten Progressiven um Senator Bernie Sanders gegolten hatte. Perez löste damit die Interimsvorsitzende Donna Brazile ab, die nach dem Rücktritt von Debbie Wasserman Schultz seit Sommer 2016 die Geschäfte geführt hatte. Wasserman Schultz war nach Bekanntwerden der Benachteiligung Sanders’ in der parteiinternen Vorwahl zur Präsidentschaftswahl des Jahres zurückgetreten. Perez machte den Unterlegenen Ellison daraufhin zu seinem Stellvertreter.<ref>Gabriel Debenedetti: Perez elected DNC chairman. In: Politico. 25. Februar 2017 (englisch).</ref> Er ist der erste Latino an der Parteispitze der Demokraten.<ref>David Weigel: Thomas Perez elected the first Latino leader of Democratic Party. In: The Washington Post, 25. Februar 2017 (englisch).</ref>
Nachdem Perez angekündigt hatte, das DNC werde sich aus den Vorwahlen heraushalten und keine parteiinternen Kandidaten bevorzugen, sorgte seine Unterstützungserklärung für Andrew Cuomo, den Gouverneur von New York, im Mai 2018 für Kritik aus dem linken Flügel seiner Partei.<ref>Edward-Isaac Dovere: Perez infuriates liberals with Cuomo endorsement. In: Politico, 24. Mai 2018 (englisch).</ref> Seine Amtszeit endete im Januar 2021 mit der Wahl seines Nachfolgers Jaime Harrison.<ref>Jaime Harrison officially elected Democratic National Committee chair. In: CNN. Abgerufen am 29. Januar 2021.</ref>
Weitere politische Aktivitäten[Bearbeiten]
Kurz nach dem Ende seiner Amtszeit als DNC-Vorsitzender wurde bekannt, dass Perez überlege im Jahr 2022 für das Amt des Gouverneurs im Bundesstaat Maryland zu kandidieren.<ref>Former DNC chairman considers bid for Maryland governor in 2022. 26. Januar 2021, abgerufen am 4. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In den Vorwahlen im Juli 2022 unterlag er jedoch seinem Gegenkandidaten Wes Moore.<ref>Tom Perez concedes Democratic primary race for Maryland governor. 23. Juli 2022, abgerufen am 27. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Lebenslauf ( vom 6. Mai 2008 im Internet Archive) beim Maryland Department of Labor, Licensing and Regulation (englisch)
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Thomas E. Perez. ( vom 28. August 2010 im Internet Archive) In: Justice.gov, 25. Mai 2010 (englisch)
- Thomas E. Perez. In: USEmbassy.gov, 8. Oktober 2014 (deutscher Lebenslauf nach dem des Arbeitsministeriums)
- Tom Perez im Miller Center of Public Affairs der University of Virginia (englisch)
Fußnoten[Bearbeiten]
<references />
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Wilson | Davis | Doak | Perkins | Schwellenbach | Tobin | Durkin | Mitchell | Goldberg | Wirtz | Shultz | Hodgson | Brennan | Dunlop | Usery | Marshall | Donovan | Brock | McLaughlin | Dole | Martin | Reich | Herman | Chao | Solis | Perez | Acosta | Scalia | Walsh | Chavez-DeRemer
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Perez, Tom |
| ALTERNATIVNAMEN | Perez, Thomas Edward (vollständiger Name); Perez, Thomas E.; Perez, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | amerikanischer Politiker (Demokratische Partei) |
| GEBURTSDATUM | 7. Oktober 1961 |
| GEBURTSORT | Buffalo, New York |
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- Arbeitsminister (Vereinigte Staaten)
- Vorsitzender des Democratic National Committee
- Absolvent der Brown University
- Absolvent der Harvard University
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- Geboren 1961
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