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UHDTV-Standardisierung

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Offizielles Logo für Ultra HD
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Bildschirmgröße verschiedener Auflösungen bezogen auf gleiche Pixelgröße, in Bezug auf die Pixelgröße von NTSC

Die UHDTV-Standardisierung spezifiziert mit 4K Ultra HD (3840 × 2160 Pixel) und 8K Ultra HD (7680 × 4320 Pixel) zwei digitale Videoformate. Sie wurde ab 2007 von der SMPTE, ITU, CEA und dem DVB-Projekt vorangetrieben.

SMPTE (2007)[Bearbeiten]

Die Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE) definierte 2007 als UHDTV1 und UHDTV2 zwei UHDTV-Formate, welche die Spezifikationen

umfasste.<ref name="SMPTE OV 2036-0">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref name="SMPTE ST 2036-1">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

ITU (2012)[Bearbeiten]

Die in Genf ansässige UN-Sonderorganisation Internationale Fernmeldeunion ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ITU) übernahm die Spezifikationen der beiden Videoauflösungen von der SMPTE. Im Mai 2012 wurde UHDTV als Standard angekündigt.<ref>Sanjay Acharya: Ultra High Definition Television: Threshold of a new age. ITU, 24. Mai 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. November 2018; abgerufen am 30. Januar 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.itu.int</ref> und am 23. August 2012 in der ITU-R-Empfehlung BT.2020 veröffentlicht. An der Erarbeitung beteiligt waren unter anderem die italienische RAI, die britische BBC und die japanische Rundfunkgesellschaft NHK in Zusammenarbeit mit der dortigen Geräteindustrie.

CEA (2012)[Bearbeiten]

Die Consumer Electronics Association (CEA, seit 2015 Consumer Technology Association, CTA) beschloss am 18. Oktober 2012, dass „Ultra HD“ die davor propagierte Bezeichnung „4K“ ersetzen soll. Im Handel werden dennoch auch die Begriffe „4K“ oder „UHD“ verwendet. Weiterhin wurde beschlossen, dass Ultra-HD-Fernseher mindestens eine Bildauflösung von 8 Megapixel mit einer horizontalen Auflösung von 3.840 Pixeln und einer vertikalen Auflösung von 2.160 Pixeln (also viermal so viele Pixel wie Full HD) und ein Bildschirm im Seitenverhältnis 16:9 oder breiter haben müssen. Außerdem sollen sie über mindestens einen digitalen Eingang verfügen, der das native Videosignal von 3840 × 2160 Pixeln übertragen kann. Dafür geeignet wäre der DisplayPort 1.2 mit 4 Leitungen und einer Datenübertragungsrate von 2160 MByte/s (17,28 GBit/s), aber durchgesetzt hat sich HDMI ab Version 2.0.

DVB-Projekt (ab 2015)[Bearbeiten]

Das DVB-Projekt erarbeitete schließlich in drei Phasen eine für Fernsehsender und Gerätehersteller wichtige Standardisierung, die jeweils vom Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ETSI) und der Europäischen Rundfunkunion ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), EBU) in der technischen Spezifikation TS 101 154<ref>ETSI TS 101 154 V2.7.1 (2022-01). (PDF; 2,68 MB) In: .etsi.org. ETSI, abgerufen am 18. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> veröffentlicht wurde.

Phase 1 (UHD-1)[Bearbeiten]

In der ersten Phase ging es um die Erhöhung der Bildauflösung unter Beibehaltung weiterer schon für HDTV gültigen Spezifikationen wie Bildrate, Dynamikumfang und Audio. Im Vortrag von Virginie Drugeon, Chairwoman der DVB-Arbeitsgruppe Technical Module on Audio & Video Coding (DVB TM-AVC) am 8. März 2018 wurde der Standard auch mit DVB-MPEG/UHD phase 1 bezeichnet. Die Arbeitsgruppe verabschiedete ihn Anfang Juli 2014, er wurde im März 2015 in der Version 2.1.1 von ETSI TS 101 154 veröffentlicht und umfasst folgende Spezifikationen<ref name=VirginieDrugeon>Virginie Drugeon: The DVB UHD specification (TS 101 154). (PDF; 1,58 MB) In: tech.ebu.ch. Panasonic Langen Development Centre / Panasonic Europe Ltd, 8. März 2018, abgerufen am 18. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>:

Phase 2 (UHD-1)[Bearbeiten]

In der zweiten Phase ging es u. a. um die Erhöhung der Bildrate und des Dynamikumfangs sowie die Unterstützung weiterer Audio-Standards unter Beibehaltung der Bildauflösung. In dem zuvor erwähnten Vortrag wurde der Standard auch mit DVB-MPEG/UHD phase 2 bezeichnet. Er wurde im Februar 2017 in der Version 2.3.1 von ETSI TS 101 154 veröffentlicht und umfasst folgende Spezifikationen<ref name=VirginieDrugeon/>:

  • Auflösung: 3840 × 2160 Pixel,
  • Bildrate: max. 120 Hz<ref>Christian Kahle: 7.680 × 4.320 Pixel: HD-Nachfolgestandard steht. winfuture.de, 24. August 2012, abgerufen am 30. Januar 2013.</ref>,
  • Videocodec: HEVC, auch Level 5.2 mit Bildrate max. 128 Hz und in der Hauptstufe (Main Tier) Bitrate max. 60 Mbit/s,
  • Dynamikumfang: HDR<ref name=BuroschDynamik/>,
  • Farbmetrik gemäß BT.2020<ref name=LaziAkademieBT2020/> mit nicht konstanter Leuchtdichte,
  • Farbquantisierung: 10 Bit oder 12 Bit mit 4:2:2-Farbunterabtastung im Consumer-Bereich und
  • Ton: 22.2-Kanal<ref>Kimio Hamasaki, Toshiyuki Nishiguchi, Reiko Okumura, Yasushige Nakayama, Akio Ando: 22.2 Multichannel Sound System for Ultra High-Definition TV. (PDF; 833 kB) NHK Science & Technical Research Laboratories, Oktober 2008, S. 3, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. Juli 2010; abgerufen am 30. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
    • 9 von oben
    • 10 auf Ohrhöhe
    • 3 von unten
    • 2 für Effekte im Bass-Bereich.

Außerdem wird Next Generation Audio (siehe auch Auro-3D, Dolby Atmos und DTS-X) unterstützt. Die maximale Bildrate liegt auch deutlich höher als die bei IMAX-HD und DCI 48P (48 Vollbilder pro Sekunde) verwendete Rate.

Phase 3 (UHD-2)[Bearbeiten]

In der dritten Phase seit 2021 wird die Bildauflösung auf 7680 × 4320 Pixel erhöht, löst also in Höhe und Breite jeweils viermal so fein wie Full HD bzw. zweimal so fein wie Ultra HD auf. Die Pixelzahl ist somit sechzehn- bzw. viermal so hoch<ref name="heise-12-21">Ulrike Kuhlmann: Displays mit 4K in der Praxis. Heise Zeitschriften Verlag, Dezember 2012, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Januar 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/heise.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>, beträgt rund 33,2 Megapixel und benötigt eine Datenrate von 24 Gbit/s.<ref name="compbase-2013-01-07">Volker Rißka: NHK startet 8K-TV-Ausstrahlung bereits ab 2016. Computer Base, 7. Januar 2013, abgerufen am 31. Januar 2013.</ref> Die übrigen Spezifikationen entsprechen denen der Phase 2. FUHD bietet eine höhere Auflösung als der 35-mm-Film. Ihr Nutzen wird einerseits mit den immer größer werdenden Bildschirmen und andererseits mit der sogenannten Hyper-Sehschärfe begründet.<ref name="valuetech-2013-07-11">Matthias Proske: UHDTV – Es braucht noch Zeit. ValueTech, 11. Juli 2013, abgerufen am 4. September 2013.</ref> FUHD wurde in Japan unter der Bezeichnung Super Hi-Vision im Dezember 2018 mittels Satellitenfernsehen eingeführt.<ref>NHK launched 4K and 8K channels! In: nhk.or.jp. Japan Broadcasting Corporation, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Europa wird FUHD in absehbarer Zeit nicht eingeführt. Die TV-Hersteller konzentrieren sich stattdessen darauf die Kontrast- und Farbqualität bei UHD zu verbessern.<ref>Der Tod von 8K: Warum das Next-Gen-TV-Format scheiterte. In: digitalfernsehen.de. Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, 16. März 2026, abgerufen am 19. August 2026.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

8KA und CTA (2019)[Bearbeiten]

Die im Januar 2019 von Samsung, Panasonic, TCL Electronics und Hisense sowie dem taiwanesischen Display-Hersteller AU Optronics gegründete 8K Association (8KA)<ref>Numerous Technology Companies Establish the 8K Association at CES 2019. In: sportsvideo.org. Sports Video Group, 8. Januar 2019, abgerufen am 30. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Association Formed to Nurture 8K Ecosystem. In: soundandvision.com. Sound&Vision AVTech Media Americas Inc., 8. Januar 2019, abgerufen am 30. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und die Consumer Technology Association (CTA, vor 2015 Consumer Electronics Association, CEA) erarbeiteten 2019 zwei verschiedene Normen für die Zertifizierung von 8K-UHD-Fernsehgeräten.

8KA-Spezifikationen[Bearbeiten]

Die 8KA verabschiedete im September 2019 die folgenden sogenannten „Performance Specifications“:<ref>8K Association stellt Anforderungen für 8K-Fernseher vor. In: areadvd.de. AREA DVD, 2. September 2019, abgerufen am 30. August 2026.</ref><ref>8K Association veröffentlicht „Performance Specifications“ für 8K Fernseher. In: 4kfilme.de. Dominic Jahn, 31. August 2019, abgerufen am 30. August 2026.</ref>

  • Auflösung: 7.680 × 4.320 Bildpunkte,
  • Bildwiederholungsrate: 24, 30 und 60 Bilder pro Sekunde
  • Displayhelligkeit: Spitzenhelligkeit höher als 600 Nits,
  • Codec: mindestens HEVC (H.265) und
  • HDMI-Anschlüsse: mindestens einmal HDMI 2.1

Geräte, die diese Normen erfüllen, können das Logo „8K Association Certified“ erhalten. Im Januar 2021 erfolgte ein erstes Update, das zusätzlich die Unterstützung des AV1-Codec und mehrdimensionale Surround-Sound-Formate fordert.<ref>CES: 8K Association erhöht Anforderungen für 8K-Fernseher. In: areadvd.de. AREA DVD, 5. Januar 2021, abgerufen am 30. August 2026.</ref><ref>8K Association erweitert ihre TV-Zertifizierung. In: stadt-bremerhaven.de. Caschys Blog - Carsten Knobloch, 5. Januar 2021, abgerufen am 30. August 2026.</ref> Ein Jahr später kam das zweite Update, das die Unterstützung von VRR (Variable Refresh Rate) fordert und mit Ambient Contrast Ratio (ACR) eine neue Metrik für das Raumlicht-Kontrastverhältnis einführt, um eine gute Bildqualität bei Tageslicht zu garantieren.<ref>8K Association updates Certified 8K TV specification. In: broadbandtvnews.com. Broadband TV News LLP, 3. Januar 2022, abgerufen am 30. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>8K Association Announces Certified 8K TV Specification Update & New Members Including Prime Video. In: 8kassociation.com. 8K Association, 23. Dezember 2012, abgerufen am 30. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

CTA-Spezifikationen[Bearbeiten]

Gleichzeitig mit der 8KA stellte die CTA folgende Normen auf:

  • Auflösung: 7.680 × 4.320 Bildpunkte,
  • Kontrastmodulation: mindestens 50 %,
  • Bildwiederholungsrate: 24, 25, 30, 50 und 60 Bilder pro Sekunde sowie die entsprechenden fraktionalen Bildraten,
  • HDMI-Anschlüsse: mindestens einmal Unterstützung von 8K-Signalen bis 60 fps und 10-Bit Farbtiefe ohne Angabe der HDMI-Version

Geräte, die diese Normen erfüllen, können das offizielle „8K Ultra HD“-Logo erhalten.

Vergleich[Bearbeiten]

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Standards lag im Fokus der Bewertung: Während die 8KA den Schwerpunkt auf die Gesamtleistung des Fernsehers im Alltag wie Helligkeit, Anschlüsse und Codecs legte, konzentrierte sich die CTA streng auf die physikalische Messung der Bildschärfe. Angewendet wird hierbei die Kontrastmodulation, welche misst, wie sauber ein Bildschirm ein feines Raster aus abwechselnd ein Pixel breiten schwarzen und weißen Linien darstellen kann. Fällt der Wert der Kontrastmodulation unter 50 Prozent, nimmt das menschliche Auge die Pixelstruktur nicht mehr als native 8K-Auflösung wahr, selbst wenn tatsächlich 33 Millionen Pixel auf dem Panel verbaut sind.

Vergleich der 8KA- und CTA-Normen
Kriterium 8KA-Norm CTA-Norm
Auflösung 7680 × 4320 Pixel 7680 × 4320 Pixel
Kontrastmodulation - mindestens 50 %
Bildwiederholungsrate 24, 30 und 60 Bilder pro Sekunde 24, 25, 30, 50 und 60 Bilder pro Sekunde
Variable Refresh Rate erforderlich -
Spitzenhelligkeit mindestens 600 Nits -
HDMI-Standard 1 × HDMI 2.1 1 × 8K, 60 fps, Farbtiefe 10-Bit
Videocodecs HEVC und AV1 -
Audio mehrdimensionaler Surround-Sound -

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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