Ethylvinylether
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Ethylvinylether | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H8O | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit mit etherischem Geruch<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 72,11 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | |||||||||||||||
| Dichte |
0,75 g·cm−3 <ref name="BGChem">Toxikologische Bewertung von Vinylethylether (PDF) bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)Vorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−115 °C<ref name="BGChem" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
36 °C<ref name="BGChem" /> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
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| Löslichkeit |
8,3 g·l−1 Wasser bei 15 °C<ref name="BGChem" /> | |||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,3767 (20 °C)<ref name="CRC90_3_256">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-256.</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten |
8,16 ml·kg−3 (LD50, Ratte, oral)<ref name=chemid>Eintrag zu Ethyl vinyl ether in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref> | |||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | ||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−167,4 kJ/mol<ref name="CRC90_5_26">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-26.</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||
Ethylvinylether oder Vinylethylether ist ein Zwischenprodukt (Monomer) bei der Herstellung von polymeren Klebstoffen. Die frühere versuchsweise Verwendung als Narkotikum wurde aufgrund von Komplikationen bei der Dosierung aufgegeben.
Darstellung und Gewinnung[Bearbeiten]
Ethylvinylether wird großtechnisch durch Reaktion von Acetylen (Ethin) mit Ethanol unter Anwesenheit stark basischer Substanzen hergestellt (Reppesche Vinylierungsreaktion). Temperaturen zwischen 150 und 180 °C sowie hoher Druck begünstigen die Umsetzung. Jährlich werden mehr als 1000 Tonnen Vinylethylether produziert (Stand 1988).
Eigenschaften[Bearbeiten]
Vinylethylether ist eine farblose, leichtflüchtige, brennbare Flüssigkeit von etherähnlichem Geruch, die bei Erwärmung spontan polymerisieren kann. Zur Stabilisierung wird dem Stoff daher festes Kaliumhydroxid, Diethylamin, Triethanolamin oder Hydrochinon beigefügt.<ref name="GESTIS"/>
Sicherheitstechnische Kenngrößen[Bearbeiten]
Vinylethylether bildet leicht entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt unterhalb von −45 °C.<ref name="GESTIS"/> Der Explosionsbereich liegt zwischen 1,7 Vol.‑% (50 g·m−3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 28 Vol.‑% (835 g·m−3) als obere Explosionsgrenze (OEG).<ref name="GESTIS"/> Die Zündtemperatur beträgt 200 °C.<ref name="GESTIS"/> Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T4.
Verwendung[Bearbeiten]
Ethylvinyether wird neben der Synthese von Klebstoffen auch bei Ringöffnungsmetathese-Polymerisationen (kurz ROMP) zur Ablösung des Metallinitiators (siehe Grubbs-Katalysator) von dem propagierenden Kettenende benutzt. Durch Addition von Trifluoracetylchlorid kann 4-Ethoxy-1,1,1-trifluor-3-buten-2-on gewonnen werden.<ref>Patent EP2334645B1: Verfahren zur Synthese fluorierter cyclischer Verbindungen. Angemeldet am 25. September 2009, veröffentlicht am 6. November 2019, Anmelder: Solvay, Erfinder: Max Braun.</ref><ref>Patentanmeldung EP1803703A1: Verfahren zur Reinigung von Alkenonethern durch Ausfrieren. Angemeldet am 29. Dezember 2005, veröffentlicht am 4. Juli 2007, Anmelder: Solvay Fluor GmbH, Erfinder: Wolfgang Wiesenhäfer et al. („Halogenierte Alkenonether, beispielsweise 4-Ethoxy-1,1,1-trifluoro-3-buten-2-on ("ETFBO"), sind Bausteine in der chemischen Synthese. Man kann sie herstellen, indem man ein Säurechlorid mit einem Vinylether in Anwesenheit einer Base miteinander umsetzt; dabei kann die Base auch im Überschuss als Lösemittel eingesetzt werden.“).</ref>
Toxikologie[Bearbeiten]
Im Tierversuch erweist sich der Ethylvinylether als schwach toxisch (LD50 Ratte oral 8,16 ml/kg).<ref name=chemid/> Die Haut wird allenfalls schwach gereizt. Die narkotische Wirkung des Vinylethylethers tritt erst bei höheren Konzentrationen auf, wobei aber im Einzelfall schon früher Krämpfe, Atem- und Kreislaufdepressionen bis zum Atem- und Herzstillstand auftreten können.<ref name="BGChem" /> Aus diesem Grund wurde die Verwendung als Narkotikum<ref>Vgl. Chauncey D. Leake, Mei-Yü Chen: The anesthetic properties of certain unsaturated ethers. In: Proceedings of the Society for Experimental Biology and Medicine. Band 28, (November) 1930, S. 151–154.</ref> beim Menschen eingestellt.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Feuergefährlicher Stoff
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 40
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Enolether
- Vinylverbindung