Wassernabel (Gattung)
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Gewöhnlicher Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris), Illustration | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hydrocotyle | ||||||||||||
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Die Pflanzengattung Wassernabel (Hydrocotyle) gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art dieser kleinen Sumpfpflanzen ist der Gewöhnliche Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris).
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Wassernabel-Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die meist kriechend und schlank Stängel bewurzeln sich an den Knoten. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ungeteilten Blattspreiten sind oft herzförmig. Nebenblätter sind vorhanden und häutig.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blüten stehen in einfachen doldigen Blütenständen oder in Quirlen, in Blattachseln oder scheinbar dem Tragblatt gegenüber. Die zwittrigen Blüten sind unauffällig. Die Kelchzähne sind klein oder fehlen ganz. Die Blütenkronblätter sind weiß, grünlich oder gelb und haben eine gerade Spitze.
Die Frucht ist eiförmig oder fast scheibenförmig und seitlich stark zusammengedrückt. Die Fugenfläche ist klein. Die Rippen sind deutlich, die Mittelrippe der Außenfläche ist häufig geflügelt. Die Ölstriemen sind nur in den Hauptrippen und undeutlich ausgebildet oder ganz fehlend. Das Endokarp ist verholzt. Es wird kein Fruchtträger (Karpophor) gebildet.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Hydrocotyle wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 234 aufgestellt. Früher auch zu den Doldenblütlern (Apiaceae) gezählt.
Die Wassernabel-Arten kommen von tropischen bis in gemäßigte Gebiete vor. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt auf der Südhalbkugel. Im östlichen und südlichen China sind 14 Arten beheimatet<ref name="xi-chun du" />. In Mitteleuropa ist nur der Gewöhnliche Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris) heimisch.
Nach der Flora of China werden etwa 75 bis 100 Arten, bei der Angiosperm Phylogeny Website bis zu 130 Arten in die Gattung Hydrocotyle gestellt (Auswahl)<ref name="GRIN" /><ref name="FoC1994" />:
- Hydrocotyle benguetensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Elmer (Syn.: Hydrocotyle ranunculifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ohwi, Hydrocotyle japonica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Makino): Sie kommt im zentralen bis nördlichen Taiwan, Korea und den Philippinen vor.
- Hydrocotyle bonariensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam.: Das weite natürlichen Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Afrika über das südliche, zentralwestliche sowie westliche tropische Afrika bis zu Inseln des westlichen Indischen Ozeans und von den südlichen USA über Mexiko, Karibischen Inseln sowie Zentralamerika bis zu weiten Teilen Südamerikas.
- Hydrocotyle burmanica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kurz: Die Heimat ist Myanmar.
- Hydrocotyle calcicola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Y.H.Li: Sie ist nur von der Typusaufsammlung bekannt. Die Fundortangaben sind schattiger, feuchter, grasiger Standort im tropischen Karst in einer Höhenlage von etwa 1500 Metern in Xishuangbanna im südlichen Yunnan. Vielleicht gehört diese Herbarexemplar zu Hydrocotyle sibthorpioides.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle changanensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.X.C.Du & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Y.Ren: Die Erstbeschreibung erfolgte 2010. Sie wurde bisher nur an sumpfigen oder feuchten Standorten in Höhenlagen von 400 bis 600 Metern im Chang’an district, Xi’an, in der chinesischen Provinz Shaanxi gefunden.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle dichondroides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Makino: Es gibt nur wenige Aufsammlungen aus nördlichen Taiwan (Taipei) und Japan.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle dielsiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H.Wolff: Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 1200 Metern in Badong im westlichen Hubei und in der chinesischen Provinz Sichuan.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle himalaica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.K.Mukherjee: Sie kommt vom nördlichen Indien über Nepal sowie Bhutan bis Myanmar, östlichen Tibet und in den chinesischen Provinzen Guizhou, Hainan, westliches Sichuan, südliches bis westliches Yunnan vor.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle hookeri (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.B.Clarke) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Craib: Die seit 2004 etwa drei Unterarten kommen in Myanmar, im südöstlichen Tibet und in den chinesischen Provinzen Guangdong, Hunan, südwestliches Sichuan, südlichen bis westlichen Yunnan vor.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle javanica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Thunb.: Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom östlichen Asien in Japan, Korea und auf Taiwan über Vietnam, den Indischen Subkontinent, Malesien bis in das östliche Australien und Inseln des südwestlichen Pazifik.
- Brasilianischer Wassernabel, auch Weißköpfiger Wassernabel bezeichnet<ref>Christel Kasselmann (1999), S. 302.</ref> (Hydrocotyle leucocephala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cham. & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schltdl.): Das Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Mexiko über Zentralamerika bis Südamerika.
- Hydrocotyle nepalensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. (Syn.: Hydrocotyle polycephala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Arn.): Sie ist in der Himalaya-Region (Assam, Sikkim, Bhutan, östliches Nepal), Myanmar, Vietnam und weiten Gebieten Chinas verbreitet.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle novae-zelandiae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC.: Die Heimat ist Neuseeland.
- Hydrocotyle pseudoconferta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Masamune: Sie kommt in Taiwan, in der chinesische Provinz Yunnan sowie Myanmar vor.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle ramiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maxim. (Syn.: Hydrocotyle maritima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Honda): Sie kommt in Japan, in Taiwan (nur Taibei) und in der chinesischen Provinz Zhejiang (nur Tianmu Shan) vor. In der südwestlichen Türkei, im südlichen Russland und im nordöstlichen Indien ist sie ein Neophyt.<ref name="FoC1994" />
- Hahnenfußähnlicher Wassernabel (Hydrocotyle ranunculoides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. f.): Das Verbreitungsgebiet liegt im tropischen Afrika, auf der Arabischen Halbinsel im Jemen und in Nord- und Südamerika.
- Hydrocotyle salwinica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.H.Shan & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.L.Liou: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1600 bis 3100 Metern im östlichen Tibet und im nordwestlichen Yunnan.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle setulosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hayata (Syn.: Hydrocotyle laxiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Masam., Hydrocotyle masamunei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.M.Hiroe): Sie gedeiht in Höhenlagen von 1500 bis 3000 Metern in Taiwan.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle sibthorpioides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam. (Syn.: Hydrocotyle rotundifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Roxb. ex DC.<ref>Hans-Georg Kramer: Pflanzenaquaristik á la Kramer. Tetra-Verlag, Berlin-Velten 2009, ISBN 978-3-89745-190-2, S. 146 f. (Kriechender Wassernabel).</ref>): Das ursprüngliche weite Verbreitungsgebiet reicht vom tropischen Afrika über die Arabische Halbinsel (Jemen) und Inseln des Westindischen Ozeans bis zum Indischen Subkontinent und über Malesien, Hinterindien, China sowie Taiwan bis Japan.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle umbellata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.: Sie ist in der Neuen Welt weitverbreitet.
- Amerikanischer Wassernabel (Hydrocotyle verticillata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Thunb.): Er ist in den gemäßigten und subtropischen Regionen Nord- und Südamerikas weitverbreitet.
- Gewöhnlicher Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.): Die Heimat ist in das subatlantische (bis submediterrane) Europa; er kommt auch in Mitteleuropa vor. Er ist auch im Kaukasusgebiet in Aserbaidschan und Georgien verbreitet.
- Hydrocotyle wilfordii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Max.: Sie ist in Vietnam, Korea im südlichen China und Japan verbreitet.<ref name="FoC1994" />
- Hydrocotyle wilsonii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Diels ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.H.Shan & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.L.Liou: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1200 bis 1800 Metern nur im westlichen Hubei (nur Badong sowie Jianshi) und in Fengjie in Chongqing vor.<ref name="FoC1994" />
Verwendung[Bearbeiten]
Einige Arten spielen in der Aquaristik eine Rolle. Dazu zählen der Brasilianische Wassernabel (Hydrocotyle leucocephala), der Gewöhnliche Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris), der Amerikanische Wassernabel (Hydrocotyle verticillata), der Kriechende Wassernabel (Hydrocotyle sibthorpioides) und andere Arten.<ref>Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer Verlag, Stuttgart 1995; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage 1999, ISBN 3-8001-7454-5, S. 302–306.</ref>
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="xi-chun du"> Xi-Chun Du, Yi Ren: Hydrocotyle changanensi (Araliaceae), a new species from Shaanxi, China. In: Finnish Zoological and Botanical Publishing Board 2010 (Hrsg.): Annales Botanici Fennici. Band 47, Nr. 3, 2010, ISSN 0003-3847, S. 403–407 (sekj.org [PDF; 1,3 MB]). </ref> <ref name="FoC1994"> </ref> </references>