Zum Inhalt springen

William A. Klemperer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von William Aloys Klemperer)
William Klemperer, etwa 1970

William Aloys Klemperer (* 6. Oktober 1927 in New York City; † 5. November 2017<ref>William Klemperer. In: nasonline.org. National Academy of Sciences, abgerufen am 31. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein US-amerikanischer Chemiker.

Familie[Bearbeiten]

Seine Eltern waren die Mediziner Paul Klemperer und Marianne Klemperer, geb. Freund. Die Familie hat ihre Wurzeln im Prager Judentum des 16. Jahrhunderts, der böhmische Rabbiner Guttmann Gumpel Klemperer war sein Urgroßvater. Zur entfernten Verwandtschaft zählten der deutsch-US-amerikanische Schauspieler Werner Klemperer und der deutsch-britische Physiker Otto Klemperer, jeweils Cousins vierten Grades.

Klemperer war seit 1948 mit der Chemikerin Elizabeth Cole verheiratet. Das Paar hat drei Kinder, Joyce, Paul und Wendy. Elizabeth Klemperer starb am 21. Dezember 2017, nur wenige Wochen nach ihrem Ehemann William.

Leben[Bearbeiten]

Klemperer besuchte die New Rochelle High School in New Rochelle und wurde 1944 – an seinem 17. Geburtstag – Soldat der Marineluftwaffe (United States Navy Air Corps). Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb er sich 1946 am Harvard College ein, wo er 1950 einen Bachelor in Chemie erwarb. 1954 erwarb Klemperer bei George C. Pimentel an der University of California, Berkeley einen Ph.D. in physikalischer Chemie.<ref>Informationen zu und akademischer Stammbaum von William Klemperer bei academictree.orgVorlage:Abrufdatum</ref> Anschließend ging er als Dozent zurück an die Harvard University, wo er rasch aufstieg und 1965 eine ordentliche Professur erhielt. In Harvard blieb Klemperer – nur unterbrochen von einem Sabbatjahr 1968/1969 in Cambridge, England (u. a. bei Dennis Sciama), einer Tätigkeit als stellvertretender Direktor für Mathematical and Physical Sciences an der National Science Foundation in Washington, D.C. (1979–1981) und einem Sabbatsemester an der University of California, Berkeley (1998) – bis zu seiner Emeritierung 2002.

Wirken[Bearbeiten]

Klemperer befasste sich mit Molekülstrukturen, Energietransfer und zwischenmolekularen Kräften, insbesondere unter Anwendung spektroskopischer Methoden. Er leistete grundlegende Arbeiten zu Modellen der Molekül-Bildung und -Detektion innerhalb der interstellaren Materie und gilt als Pionier der Kosmochemie.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: William Klemperer – Sammlung von Bildern

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein