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Nürnberger Nachrichten

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Nürnberger Nachrichten

Datei:Nürnberger Nachrichten (2019-12-02).svg
Beschreibung Regionale Tageszeitung
Verlag Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG<ref>Impressum VNP, abgerufen am 29. Juni 2024.</ref> (Deutschland)
Hauptsitz Nürnberg
Erstausgabe 11. Oktober 1945
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 164.948<ref>Zusammen mit der Nürnberger Zeitung.</ref> Exemplare
(IVW 2/2026, Mo–Sa)
Chefredakteur Michael Husarek
Herausgeber Bruno Schnell †
Geschäftsführer Bärbel Schnell, Sabine Schnell-Pleyer, Sigrun Albert
Weblink www.nn.de

Die Nürnberger Nachrichten (NN) sind mit ihren nordbayerischen regionalen Teilausgaben eine Tageszeitung für ganz Mittelfranken sowie Teile Oberfrankens und der Oberpfalz. Zur selben Unternehmensgruppe gehört die Nürnberger Zeitung, die bis 30. September 2020 redaktionell getrennt war. Ursprünglich eine lokale Tageszeitung im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen, ist die NN heute eine der größten Regionalzeitungen Deutschlands. Zusammen mit seinen Regionalausgaben und der Nürnberger Zeitung erzielt das Blatt eine verkaufte Auflage von 164.948 Exemplaren, ein Minus von 50,7 Prozent seit 1998.<ref>laut IVW, zweites Quartal 2026, Mo–Sa </ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Nürnberger-nachrichten.jpg
Verlagsgebäude an der Marienstraße (September 2010)
Datei:Druckerpressen Nürnberg.jpg
Druckerpressen in der Gleißbühlstraße (Juli 2017)

Gründung[Bearbeiten]

Die Nürnberger Nachrichten (NN) erschienen erstmals am 11. Oktober 1945. Ihr Gründer, der Verleger Joseph E. Drexel, hatte von der Besatzungsmacht, der amerikanischen Militärregierung in Bayern, die Lizenz Nr. 3 für einen Zeitungsverlag erhalten. Die NN wurden zunächst in Zirndorf gedruckt, weil man im kriegszerstörten Nürnberg keine Druckerei fand. Das Blatt erschien 1945/46 nur zweimal wöchentlich, dann vom Herbst 1946 bis 1949 dreimal, von da an viermal wöchentlich. Neben Joseph E. Drexel wurde 1949 Heinrich G. Merkel (1900–1985), der Herausgeber der Würzburger Main-Post, zweiter Herausgeber und Gesellschafter der Nürnberger Nachrichten. Er übernahm u. a. die verlegerischen und kaufmännischen Aufgaben. Im Herbst 1949 zogen der Verlag und die Redaktion nach Nürnberg in das wiederaufgebaute ehemalige Gauhaus der NSDAP am Marienplatz um. Erst ab 16. November 1962 kamen die NN sechsmal wöchentlich heraus.

Verlagsgemeinschaft der NN[Bearbeiten]

Im Juli 1959 gründete der Verleger und Herausgeber Bruno Schnell mit sechs lokalen mittelfränkischen Zeitungsverlagen die Interessengemeinschaft der Nürnberger Nachrichten. Inzwischen sind es zwölf Verlage, die mit den NN zusammenarbeiten. In diesem sogenannten „NN-Modell“ beziehungsweise „Nürnberger Modell“<ref>Nürnberger Medienszene trauert um Bruno Schnell auf merkur.de, vom 3. Februar 2018, abgerufen am 5. Februar 2018.</ref> erstellen die verschiedenen lokalen Redaktionen in nordbayerischen Städten den jeweiligen Heimatteil und tragen daher entsprechend ihrem Verbreitungsgebiet als sogenannte Kopfblätter unterschiedliche Titel wie Erlanger Nachrichten, Fränkische Landeszeitung (Ansbach), Fürther Nachrichten oder Schwabacher Tagblatt (für eine vollständige Liste siehe Abschnitt Ausgaben). Den allgemeinen Teil (Mantel) übernehmen die Heimatverlage vollständig von den NN. Das Verbreitungsgebiet der NN erstreckt sich damit von Pegnitz bis Treuchtlingen und von Rothenburg ob der Tauber bis nach Neumarkt in der Oberpfalz.

Auflage[Bearbeiten]

Die Nürnberger Nachrichten haben wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Vorlage:Auflagenvergleich-relativ Sie beträgt gegenwärtig 164.948 Exemplare.<ref>laut IVW, zweites Quartal 2026, Mo–Sa </ref> Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 94,5 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage<ref>laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)</ref>
Vorlage:ChartDirekt

Die Zeitung erscheint im Berliner Format.

Redaktion[Bearbeiten]

Die Nürnberger Nachrichten konkurrierten mit der Nürnberger Zeitung, die zwar beide zur selben Unternehmensgruppe gehören, jedoch redaktionell bis 30. September 2020 und verlegerisch bis 31. Dezember 2019 getrennt waren und unterschiedliche politische Richtungen vertreten (die NN eher links von der Mitte, in kommunalen Fragen der SPD sehr nahe, die NZ eher rechts von der Mitte). Chefredakteur ist Michael Husarek. Seit 1. Oktober 2020 gibt es eine Zentralredaktion, die die NN, die NZ, nn.de und nordbayern.de bespielt. Als Chefpublizist fungiert Alexander Jungkunz.<ref>Verlag Nürnberger Presse: Chefredaktion stellt sich neu auf. In: bdzv.de. Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e. V., 11. Mai 2022, abgerufen am 29. Juni 2024.</ref>

Im Jahr 2026 wurde bekannt, dass durch die weitergehende Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz mehr journalistische Artikel durch KI verfasst wird und die Redaktion dadurch abgebaut wird.<ref>KI-Einsatz beim Verlag der "Nürnberger Nachrichten": Nur noch vier Blattmacher produzieren pro Tag bis zu 150 Seiten. Meedia, 15. Mai 2026, abgerufen am 16. Mai 2026.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1997 – Radio-, TV- und Neue-Medien-Preis für Steffen Radlmaier (* 1954), Musikkritiker, 1998 Feuilletonchef
  • 2004 – Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis für Andreas Dalberg (* 1971), Redakteur/Autor
  • 2005 – Reportagepreis der Akademie der bayerischen Presse für Andreas Dalberg (* 1971), Redakteur/Autor
  • 2009 – Expopharm-Medienpreis für Dieter Schwab (* 1955), Redakteur, 2013 stellvertretender Politikchef
  • 2010 – Medienpreis der Sparda-Stiftung für Andreas Dalberg (* 1971), Redakteur/Autor
  • 2024 – Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis für den Podcast "Klick Klick Boom – Die Maschine Amazon"<ref>Preisträger Dr. Georg Schreiber-Medienpreis. Abgerufen am 22. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2025 – Alternativer Medienpreis für Volontärspodcast "Bye Bye Baby Boom – Wollen wir keine Kinder mehr?"<ref>Alternativer Medienpreis 2025. Abgerufen am 13. Juli 2025.</ref>

Verlag und Gesellschafter[Bearbeiten]

Datei:German licence plate N-NN203.jpg
Nummernschild eines NN-Fahrzeugs mit Hinweis auf den VNP

Die Nürnberger Nachrichten werden vom Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG hergestellt. Herausgeber der Zeitung war der Verleger Bruno Schnell (1929–2018),<ref>‚Nürnberger Nachrichten‘-Herausgeber Bruno Schnell gestorben, abgerufen am 4. Februar 2018.</ref> dem für seine verlegerischen Verdienste am 18. Oktober 2014 in einem Festakt im Historischen Rathaussaal die Ehrenbürgerwürde der Stadt Nürnberg verliehen wurde.

Gesellschafter:

  • Bruno Schnell †, Komplementär, Nürnberg, 22,76 %;
  • Druckhaus Nürnberg GmbH, Komplementär, Nürnberg, 59,02 %;
  • Walter GmbH, Nürnberg, 9,11 %;
  • Friederike Diem, Stauf, 9,11 %.

Die Beteiligung beim letztgenannten Gesellschafter (F. Diem) unterliegt der Testamentsvollstreckung (Bruno Schnell †).

Ausgaben[Bearbeiten]

Im Verbreitungsgebiet der Zeitung (im Wesentlichen Mittelfranken, aber teils auch in Oberfranken und der Oberpfalz) gibt es verschiedene Ausgaben, deren Lokalteile sich an den entsprechenden Erscheinungsorten orientieren:

Darüber hinaus gab es wöchentlich erscheinende Ausgaben, wie die Zeitung Der Blitz (2000 bis März 2018 Sonntagsblitz;<ref>Ab 2018 mit neuem Konzept: Der BLITZ hat Großes vor. Der SONNTAGSBLITZ erscheint im neuen Jahr im neuen Format. Nordbayern.de, 10. Dezember 2017, abgerufen am 26. März 2018.</ref> eingestellt am 30. Mai 2020<ref>„Der Blitz“ verabschiedet sich, Der Blitz #22/2020, Nürnberg 30. Mai 2020, S. 1.</ref>) jeden Samstag in Nürnberg, Fürth und Erlangen<ref>Service und Unterhaltung für Ihr Wochenende – Werbung, die ankommt. (PDF; 125,08 kB) Nordbayern.de, 24. März 2018, abgerufen am 26. März 2018.</ref> und den Wochenanzeiger jeden Donnerstag in der Stadt Schwabach und den Landkreisen Neumarkt, Roth, Weißenburg-Gunzenhausen sowie dem Süden des Landkreises Nürnberger Land als siebte Wochenausgabe.

Zum 1. Januar 2026 ging die Hilpoltsteiner Zeitung in der Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung auf.<ref name="rhv-2026-01-05">Titelwechsel bei Ihrer Zeitung. In: Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung. Band 165, Nr. 3, 5. Januar 2026, ZDB-ID 1264431-6, S. 25.</ref>

Internet[Bearbeiten]

  • NN.de ist der Onlinedienst der Nürnberger Nachrichten.<ref>Willkommen auf NN.de! auf NN.de, vom 7. Dezember 2021, abgerufen am 24. September 2025.</ref>
  • Die NN sind auch als e-Paper verfügbar.

Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten[Bearbeiten]

Seit 1992 gibt es den NN-Kunstpreis, für den sich Künstler bewerben können. Die Auszeichnungen des NN-Kunstpreises ermittelt eine Jury aus Fachleuten aus Kulturpolitik und Kultur-/Medienwirtschaft sowie Künstlern.<ref>ARCult Media GmbH: Kulturpreise.de : Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten. Abgerufen am 1. August 2025.</ref> Außerdem wird ein Publikumspreis vergeben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nürnberger Nachrichten: Im eigenen Haus – 4 Jahre Aufbauarbeit der Nürnberger Nachrichten. [Nürnberg]: [Nürnberger Presse], 1949, 4 Bl.
  • Bruno Schnell: Ein Leben für die freie Presse. Heinrich G. Merkel zum Gedenken. In: Nürnberger Nachrichten Nr. 240 vom 16. Oktober 1985, S. 3.
  • 50 Jahre Nürnberger Nachrichten, Sonderbeilage der Nürnberger Nachrichten vom 11. Oktober 1995
  • Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8 (online).
  • Karl Vogel: Das NN-Modell. Verlegerisches Handeln als kommunikationspolitisches Programm. Zugl. Diss. A, 1981, Fakultät für Wirtschafts- u. Sozialwissenschaften, Nürnberg, Universität Erlangen-Nürnberg. Nürnberg: Nürnberger Forschungsvereinigung e. V., 1981, ISBN 3-921453-19-4 (Nürnberger Forschungsberichte; Band 18)

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Nürnberger Nachrichten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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