Naturschutzgebiet Winkhauser Tal
Winkhauser Tal / Winkhauser Bachtal
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Brücke des Radweges R 23 über den Rosendeller Bach | ||||||
| Lage | Stadtgrenze Essen und Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen, Deutschland | |||||
| Fläche | Essen: 18,85 ha Mülheim: 10,20 ha | |||||
| Kennung | Essen: E-007 Mülheim: MH-006 | |||||
| WDPA-ID | Essen: 166331 Mülheim: 329725 | |||||
| Natura-2000-ID | {{#property:p3425}} | |||||
| Geographische Lage | 51° 27′ N, 6° 56′ O
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| Einrichtungsdatum | Essen: 1989 Mülheim: 2001 | |||||
| Verwaltung | Untere Landschaftsbehörde der jeweiligen Stadt | |||||
| Besonderheiten | Geteiltes Gebiet | |||||
Das Naturschutzgebiet Winkhauser Tal (dies ist die Bezeichnung in Essen, in Mülheim an der Ruhr heißt es „Naturschutzgebiet Winkhauser Bachtal“) ist ein Naturschutzgebiet auf der Grenze zwischen Essen und Mülheim an der Ruhr, in den benachbarten Stadtteilen Schönebeck (Essen) und Winkhausen (Mülheim) gelegen. Verwaltungstechnisch ist das ökologisch zusammenhängende<ref name="E-007-2">Naturschutzgebiet „Winkhauser Tal“ (Schutzwürdige Biotope) im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-WestfalenVorlage:Abrufdatum</ref> Gebiet in zwei Teilflächen gegliedert – eine auf Essener Seite (Kennung E-007) und eine in Mülheim (MH-006).
Beschreibung[Bearbeiten]
Das Gebiet wird in west-östlicher Richtung vom Rosendeller Bach durchflossen, dieser bildet die Stadtgrenze zwischen Essen (nördlich des Baches) und Mülheim (südlich davon) und zugleich die Grenze zwischen den Teilgebieten E-007 und MH-006. Der Bach selbst gehört zum Essener Gebiet. Auf der Mülheimer Seite entspringt inmitten von Pferdeweiden der namengebende Winkhauser Bach. Die Quellgebiete beider Bäche liegen ebenfalls im Schutzgebiet. Diese sind umgeben von Wiesen und Weiden, vorgelagert sind nasse, offen Flächen. Beide Bäche werden von Salix-Gehölzen wie Sal-, Silber-, Bruch- und Mandel-Weiden gesäumt, wie sie für Bachauen typisch sind. Im sich anschließenden Grünland finden sich ausgedehnte Großseggenrieder sowie verbrachende Abschnitte mit Hochstaudenfluren. Auf Mülheimer Gebiet stehen zahlreiche alte Kopfweiden in der sumpfigen Aue. Wegen der vergleichsweise zahlreichen unterschiedlichen Biotoptypen wird dem Winkhauser Bachtal ein besonderer Strukturreichtum zugesprochen.<ref name="BSWR">Jahresbericht 2007. (PDF) BSWR, abgerufen am 12. Juni 2014.</ref>
Das Schutzgebiet wird in Nord-Süd-Richtung vom Radweg R 23 durchquert, andere Spazier- oder Wanderwege sind nicht vorhanden.
Galerie[Bearbeiten]
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Haine am Rosendeller Bach (links) und am Winkhauser Bach (rechts)
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Rosendeller Bach am östlichen Rand des NSG
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Seggenried am südlichen Ufer des Winkhauser Baches
Schutzwürdige Biotope und Arten[Bearbeiten]
Als wertbestimmend gelten für beide Teilgebiete „die Feuchtbereiche entlang des Baches mit seltenen und gefährdeten Vegetationstypen und Pflanzenarten, sowie bachauentypische Gehölzbestände“,<ref name="E-007-2" /> auf Mülheimer Seite kommen die Großseggenrieder, größere Bestände von Sumpf-Schachtelhalm, Teich-Schachtelhalm und Sumpfdotterblume hinzu, sowie das im Ruhrgebiet sehr seltene Dunkelgrüne Weidenröschen.<ref>Naturschutzgebiet „Winkhauser Bachtal“ (Schutzwürdige Biotope) im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-WestfalenVorlage:Abrufdatum</ref>
Unter den 2007<ref name="BSWR" /> nachgewiesenen 46 Brutvogelarten sind etliche auf der Roten Liste NRW oder der Roten Liste Ballungsraum Rhein-Ruhr gelistet: Feldlerche, Gelbspötter, Goldammer, Kiebitz, Kleinspecht, Steinkauz (BSWR 2007)<ref name="BSWR" />, sowie Feldsperling, Mäusebussard und Sperber (LANUV).<ref name="E-007-2" /> Außerdem wurden Bergmolche und Teichmolche nachgewiesen.<ref>Ortsbegehung am 7. Juni 2026</ref>
Schutzziele[Bearbeiten]
Als Schutzziel gilt „die Erhaltung und Optimierung einer vielfältig strukturierten überwiegend feuchten und offenen Bachaue, der Kopfbaumbestände sowie der Feldgehölze am Auenrand als Lebensraum für eine an diese Standortverhältnisse angepasste Pflanzen- und Tierwelt mit herausragender Bedeutung für den Biotopverbund im Ballungsraum.“<ref name="E-007-2" /> In den vergangenen Jahrzehnten war die Natur im Winkhauser Tal wiederholt durch die Planung von Gewerbegebieten, Deponien und Autobahnen bedroht.<ref>Vgl. dazu im Einzelnen: Wolfgang Sykorra: Von den „Talmulden“ zum Regionalen Grünzug B, in: Essener Beiträge. Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen 128 (2015), S. 261–296.</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Essen[Bearbeiten]
- Naturschutzgebiet „Winkhauser Tal“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-WestfalenVorlage:Abrufdatum
- Landschaftsplan Essen vom 06.04.1992. (PDF; 321 kB) Kapitel 3.2.6 Naturschutzgebiet Winkhauser Tal. Stadt Essen, 17. Januar 2005, abgerufen am 4. Februar 2023.
- NSG Winkhauser Tal (CDDA-Code 166331) in der Common Database on Designated Areas der Europäischen Umweltagentur
Mülheim[Bearbeiten]
- Naturschutzgebiet „Winkhauser Bachtal“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-WestfalenVorlage:Abrufdatum
- NSG Winkhauser Bachtal im Landschaftsplan der Stadt Mülheim an der Ruhr
- Winkhauser Bachtal im Jahresbericht 2007 des Vereins Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR)
- NSG Winkhauser Bachtal (CDDA-Code 329725) in der Common Database on Designated Areas der Europäischen Umweltagentur
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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