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Yellowcake

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(Weitergeleitet von Yellow Cake)
Datei:Yellowcake (03010301).jpg
Ein Behälter mit pulverförmigem Yellowcake
Datei:Yellowcake in a test tube.jpg
Bröseliges Yellowcake im Reagenzglas

Yellowcake (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. „Gelbkuchen“ oder „gelber Kuchen“ – früher auch Urania) ist ein pulverförmiges Gemisch von Uranverbindungen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Der umgangssprachliche Name stammt von der ursprünglich gelben Farbe des Pulvers aus früheren Herstellungsverfahren. Aufgrund der heute verwendeten höheren Temperaturen bei der Aufbereitung von Uranerz ist „Yellowcake“ eher braun bis grün-schwarz.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. U.S.NRC, 9. März 2021; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).@1@2Vorlage:Toter Link/www.nrc.gov (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Yellowcake ist das Ausgangsmaterial bzw. Rohstoff im Kernbrennstoffkreislauf und wird von einzelnen Unternehmen der Uranwirtschaft, wie Cameco oder Rössing, gewonnen und vermarktet. Uran ist neben Plutonium einer der beiden bekanntesten Kernbrennstoffe.

Gewinnung[Bearbeiten]

Nach dem Erzabbau folgt als erste Verarbeitungsstufe die Herstellung von Yellowcake, einer Art von Uranerz-Konzentrat. Der Gehalt dieses stabilen Uranoxids mit der Bezeichnung Triuranoctoxid U3O8 wird im Uranhandel oft als Vergleichsbasis angegeben.

Durchschnittlich ist in Uranerz nur 0,05 % bis 0,6 % Uran in Form von Uranoxiden enthalten. Monazit enthält z. B. 0,4 % des U3O8. Ein Erz mit einem höheren Urangehalt ist z. B. Coffinit USiO4. Das Uranerz der kanadischen Mine Cigar Lake hat einen durchschnittlichen U3O8-Äquivalentanteil von über 15 %<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).@1@2Vorlage:Toter Link/www.cameco.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Jessica Bogossian: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 25. November 2020; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).@1@2Vorlage:Toter Link/www.geologyforinvestors.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> und ist damit eine Ausnahme. Die Zusammensetzung des Uranminerals besteht aus Uraninit UO2, Coffinite USiO4 und Anteilen von Galenit PbS.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Uran befindet sich außerdem in der Gesteinsart Granit (ca. 9 g pro metrische Tonne) gegenüber Dunit (ca. 1,5 g pro t). Im kommerziellen Uranbergbau spielt Granit jedoch keine Rolle.

Heutige Uranprodukte enthalten 70–90 % U3O8 als Basis, und nur noch weniger der gelben namensgebenden Verbindungen Urantrioxid UO3 oder Natriumdiuranat Na2U2O7. Das in Yellowcake enthaltene Uran hat beispielsweise eine Isotopenzusammensetzung von 99,3 % 238U, 0,7 % 235U und Spuren von 234U.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Es ist damit ein Produkt hoher technischer Reinheit.

Name[Bearbeiten]

Der Name Yellowcake ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Triuranoctoxid U3O8. Letzteres Oxid wird auch als schwarzes Oxid bezeichnet. Es entsteht bei der Verbrennung eines beliebigen Uranoxids an der Luft bei etwa 700 °C.

Datei:Some common uranium compounds.jpg
Triuranoctoxid U3O8 („Yellowcake“) ist grün-schwarz (zweites von rechts) und das Ausgangsmaterial. Die gelbliche Farbe des Yellowcake stammt von anderen Oxiden, z. B. UO3 (nicht abgebildet). Die anderen Zwischenprodukte sind Teil der Verfahren, Uran zu gewinnen. Ganz links Uranyl und zweites von links ist Ammoniumdiuranat. Ganz rechts „grünes Salz“ oder Urantetrafluorid UF4.

Das Mineral Pechblende wurde historisch auch mit U3O8 gleichgesetzt und das Mineral Uraninit enthält Urandioxid UO2 sowie Urantrioxid UO3 aufgrund von Oxidation, d. h. eine Mischung beider Oxide. Oft werden diese beiden Begriffe bzw. Zusammensetzung gleichgesetzt oder vertauscht. Beide zählen zu der Gruppe der einfachen Uranoxide. Ersterer (Pechblende) bezieht sich auf die massive Form des Uraninits.

Anwendung[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Yellowcake ist der Ausgangsstoff für die Herstellung von Brennelementen für Kernreaktoren. Die weiteren Verarbeitungsschritte hängen davon ab, in welchem Reaktortyp das Uran eingesetzt werden soll. Liegt kein reines Yellowcake vor, richten sich die Prozess- und Bearbeitungsschritte nach dem Erztyp.

Beispiele[Bearbeiten]

  • In den meisten kommerziellen Leistungsreaktoren (Leichtwasserreaktoren) wird das keramische Urandioxid UO2 nach geringer (< 5 %) Anreicherung eingesetzt.
  • Für kanadische CANDU-Reaktoren wird U3O8 zu UO3 und dann direkt zu UO2 mittels chemischen Verfahren der Lösungsmittelextraktion umgewandelt. Letzteres wird dann zu keramischen Uranpellets gesintert. Es gibt keinen Anreicherungsschritt, da in CANDU-Schwerwasserreaktoren ein geeigneter, wenn auch in der Herstellung teurerer Neutronenmoderator (schweres Wasser) zur Verfügung steht. Insgesamt sind die Anlagen jedoch weniger Effizient bzw. liefern weniger Energie (vgl. die Eckdaten der Kerntechnik) als Leichtwasserreaktoren (LWR).
  • Für die damaligen Britischen Magnox-Reaktoren kam primär natürliches Uran in metallischer Form (U) und natürlichem Isotopenverhältnis (mit etwa 0,7 % spaltbarem Uran) als Brennstoff zum Einsatz. Der Advanced Gas-Cooled Reaktor (AGR), eine Weiterentwicklung (Prototyp) der Magnox-Baureihe, verwendete bereits UO2, ein keramischer Kernbrennstoff, welcher metallurgisch und kerntechnisch umfangreich erforscht und erprobt wurde und bis heute noch verwendet wird.

Hinweis: Uran-Anreicherung erhöht die Reaktivität, welche für den Betrieb eines Kernreaktors eine entscheidende Größe ist. Forschungsreaktoren verwenden häufig Brennelemente im mittleren Anreicherungsbereich von bis zu 20 % Uran-235. Kernreaktoren in Atom-U-Booten verwenden über 80 % konzentriertes Uran-235. Man spricht auch von hochangereichertem Uran (HEU).

Sicherheit[Bearbeiten]

Gesundheit[Bearbeiten]

Yellowcake ist nicht sonderlich gefährlich, jedoch radioaktiv.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 27. Juli 2018; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.): Lua-Fehler in Modul:Text, Zeile 51: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref> Es gelten die üblichen Sicherheitsbestimmungen für den Umgang mit Uran sowie in diesem Fall mit pulverförmigen Stoffen. Eine Inkorporation muss vermieden werden.

Kernmaterialüberwachung[Bearbeiten]

Datei:Tightly Sealed Uranium Ore (03010304) (4724060352).jpg
Yellowcake in Transportfässern, keines wiegt über 350 kg

Kernbrennstoffe sind kontrollierte Einsatzstoffe in der Kernenergiewirtschaft, wobei Yellowcake das Ausgangsmaterial dafür ist. Hintergrund ist die Vermeidung der Abzweigung zu nicht zivilen Zwecken (Bau von Kernwaffen), auch als Proliferation bekannt. In diesem Umfeld spielt die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) eine führende Rolle bei der Überwachung kerntechnischer Anlagen und setzt eine Vielzahl technischer (analytischer) Methoden zur Kontrolle bzw. Kernmaterialüberwachung ein. In den letzten Jahrzehnten hat sich die nukleare Forensik als eigenes Fachgebiet entwickelt, das auch bei der Urangewinnung zum Einsatz kommt. Die forensische Ermittlung des Ursprungs nuklearer Arbeitsstoffe ist bei diesen Uranerzkonzentraten am einfachsten, da die dazu nötigen Fremdstoffspuren in den folgenden Reinigungsschritten immer weiter reduziert werden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Abfälle und Rückstände[Bearbeiten]

Die Rückstände aus der Gewinnung von Yellowcake – sogenannte Tailings – enthalten neben anderen begleitenden Schwermetallen vor allem deren stark radioaktive Zerfallsprodukte, bspw. Radium.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Aufgrund ihrer großen Menge und ihrer Mobilität stellen sie über längere Zeit betrachtet ein großes Umweltproblem dar. Problematisch ist insbesondere die langanhaltende Kontamination der Grundwasservorkommen.

Literatur[Bearbeiten]

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Fachartikel[Bearbeiten]

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Fachbücher[Bearbeiten]

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Umweltaspekte[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Yellowcake – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Wiktionary: Yellowcake – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />Vorlage:Hinweisbaustein