Zantedeschien
Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.
| Zantedeschien | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:
Zantedeschia aethiopica | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Tribus | ||||||||||||
| Zantedeschieae | ||||||||||||
| Engl. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Zantedeschia | ||||||||||||
| Spreng. |
Die Zantedeschien (Zantedeschia) sind die einzige Pflanzengattung der Tribus Zantedeschieae in der Familie der Aronstabgewächse (Araceae).
Bei vier der acht Zantedeschia-Arten verwendet man Calla, Kalla oder selten Calla-Lilien als Trivialnamen, sie sollten jedoch nicht mit Lilien oder Pflanzenarten der Gattung Calla verwechselt werden. Manche Arten und Sorten sind seltene Zimmerpflanzen. Der Name Calla leitet sich vom altgriechischen Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ab und bedeutet „schön“. Namensverwandte aus der griechischen Mythologie sind die Nymphe Kallisto („die Schönste“) und die Muse der Dichtung und Wissenschaft Kalliope („die Schönstimmige“).<ref>Die edle Calla adelt jeden Raum. In: Presseportal.de. Abgerufen am 27. Mai 2015.</ref>
Beschreibung[Bearbeiten]
Zantedeschien sind ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen bis 2,5 Meter erreichen. Sie bilden ein kriechendes Rhizom oder Knollen als Überdauerungsorgan aus. Manche Arten sind immergrün, andere ziehen zu ungünstigen Jahreszeiten ihr Laub ein. Die grundständigen Laubblätter sind – im Gegensatz zu vielen anderen Gattungen der Einkeimblättrigen Pflanzen – gestielt; die Blattspreiten sind glänzend grün und oft pfeilförmig.
Auf einem unbeblätterten Blütenstandschaft ist der Blütenstand wie bei allen Aronstabgewächsen ausgebildet: Ein einzelnes, oft auffällig gefärbtes Hochblatt, die Spatha, umgibt den Kolben. Die große und deutlich zugespitzte Spatha<ref>Eintrag in der Flora of Pakistan.</ref> kann weiß oder gelb sein, selten auch rot, bei Züchtungen gibt es eine große Bandbreite an unterschiedlichen Farben. Zantedeschien sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Im Kolben (Spadix) stehen viele Blüten zusammen. Im unteren Bereich des Kolbens befindet sich eine Zone nur mit weiblichen Blüten; im längeren oberen Bereich befinden sich nur männliche Blüten. Die kleinen Blüten sind reduziert und besitzen keine Blütenhüllblätter. Männliche Blüten enthalten zwei bis drei Staubblätter. Bei den weiblichen Blüten sind drei Fruchtblätter zu einem synkarpen Fruchtknoten verwachsen.
Sie bilden grüne oder orange Beeren. Die Samen sind kugelig bis eiförmig.
Alle Teile von Zantedeschia aethiopica sind leicht giftig und verursachen starke Schleimhautreizungen.<ref>Zimmerkalla (Zantedeschia aethiopica). Eintrag bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen, Universitätsklinikum Bonn, abgerufen am 28. Oktober 2023.</ref> Die Flüssigkeit, die die Zantedeschien über die Blattspitzen absondern, ist ebenfalls giftig und verursacht bei Berührung Hautausschlag und Nesselfieber.
Verbreitung[Bearbeiten]
Alle Arten sind in Afrika heimisch. Am häufigsten sind sie in den Provinzen Südafrikas in der Capensis (Kapprovinz, KwaZulu-Natal und Freistaat) sowie in den Ländern Eswatini und Lesotho. Es gibt die Gattung aber auch weiter nördlich in Angola, Kenia, Malawi, Sambia, Simbabwe und Nigeria. Das natürliche Habitat der sommerblühenden Formen ist ein warmtemperates Klima mit Niederschlägen, die hauptsächlich im Winter fallen. Die anderen Arten, wie beispielsweise Zantedeschia aethiopica und Zantedeschia odorata wachsen in Gebieten mit Sommerregen und blühen im Winter. Oft gedeihen die Pflanzen in sumpfigen Gebieten.
Die Zantedeschienarten benötigen als ursprüngliche Sumpfpflanzen viel Wasser. Gerade in der Wachstumsphase sollte eine Austrocknung der Wurzeln vermieden werden. Nach der Blüte hat die Zantedeschie eine Ruhephase, in der die Pflanze keinen Wasserbedarf hat. Bei Zimmercallas handelt es sich meist um die Zantedeschia aethiopica, die von Januar bis April blüht. Auch sie hat ihre Ruhephase im Anschluss an die Blütephase. Zantedeschien brauchen zum optimalen Wachstum leicht sandigen und vor allem äußerst nährstoffreichen Boden.
Taxonomie und Systematik[Bearbeiten]
Die Gattung Zantedeschia wurde 1826 durch Kurt Sprengel in Systema Vegetabilium, editio decima sexta, 16. Auflage Band 3, Seite 756 und 765<ref>Kurt Sprengel: Systema Vegetabilium, editio decima sexta, 3, 1826 S. 756, 765 eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> aufgestellt. Der botanische Gattungsname Zantedeschia ehrt den italienischen Arzt und Botaniker Giovanni Zantedeschi (1773–1846).<ref name="Burkhardt2022" /> Typusart ist Zantedeschia aethiopica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Spreng., die von Carl von Linné als Calla aethiopica erstveröffentlicht wurde. Syn. für Zantedeschia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Spreng. sind Pseudohomalomena Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.D.Hawkes, Richardia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth. Zantedeschia ist die einzige Gattung der Tribus Zantedeschieae in der Unterfamilie Aroideae in der Familie der Araceae. Die Tribus Zantedeschieae wurde durch Adolf Engler aufgestellt.<ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref>
Es gibt acht Zantedeschia-Arten:<ref name="GRIN" />
- Gewöhnliche Calla oder Zimmercalla (Zantedeschia aethiopica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Spreng., Syn.: Calla aethiopica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.): Sie kommt ursprünglich im südlichen Afrika vor.<ref>Zantedeschia aethiopica bei plantzafrica.com.</ref>
- Gefleckte Calla (Zantedeschia albomaculata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Hook.) Baill.): Sie kommt von Tansania, Demokratischen Republik Kongo, Angola, Malawi, Sambia, Simbabwe bis Südafrika vor.<ref name="WCSP" /> Mit zwei Unterarten:
- Zantedeschia albomaculata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Hook.) Baill. subsp. albomaculata: Sie kommt von Nigeria bis Tansania und im südlichen Afrika vor.<ref name="WCSP" />
- Zantedeschia albomaculata subsp. macrocarpa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(englisch) Letty: Sie kommt nur im südlichen Afrika vor.<ref name="WCSP" />
- Goldene Calla oder Elliott-Calla (Zantedeschia elliottiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(W.Watson) Engl.): Sie ist nur aus Kultur bekannt, kommt aber möglicherweise im östlichen Transvaal (Provinz Mpumalanga) wild vor.<ref name="WCSP" />
- Zantedeschia jucunda Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Letty: Sie kommt nur im nördlichen Südafrika vor.<ref name="WCSP" />
- Zantedeschia odorata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.L.Perry: Sie kommt nur in der Kapprovinz vor.<ref name="WCSP" />
- Zantedeschia pentlandii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(W.Watson) Wittm.: Sie kommt nur im östlichen Transvaal in der Provinz Mpumalanga vor.<ref name="WCSP" />
- Rosafarbene Calla oder Rehmann-Calla (Zantedeschia rehmannii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl.): Sie kommt nur von Mosambik bis Südafrika vor.<ref name="WCSP" />
- Zantedeschia valida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Letty) Y.Singh: Sie kommt nur in KwaZulu-Natal vor.<ref name="WCSP" />
Nutzung[Bearbeiten]
Viele Sorten werden als Zierpflanzen verwendet oder kommen in der Floristik zum Einsatz. Über eine weitere Nutzung durch den Menschen ist wenig bekannt. Die Blätter von Zantedeschia aethiopica werden gegart gegessen (alle Pflanzenteile sind roh giftig).<ref>Zantedeschia aethiopica bei Plants for A Future.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Burkhardt2022">Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.</ref> </references>
Weiterführende Literatur[Bearbeiten]
- R. C. Snijder: Genetics of Erwinia resistance in Zantedeschia: impact of plastome-genome incompatibility., PhD thesis, Wageningen University, 2004. ISBN 90-5808-975-4.