Zinksulfid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| ZnS, Kristallstruktur von Sphalerit (kubisch)ZnS, Kristallstruktur von Wurtzit (hexagonal) | ||||||||||||||||
| Kristallstrukturen des Zinksulfids, ZnS links: Sphalerit (kubisch); rechts: Wurtzit (hexagonal) | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Zinksulfid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Verhältnisformel | ZnS | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißes, geruchloses Pulver<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 97,46 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
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| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
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Zinksulfid (genauer Zink(II)-sulfid; Summenformel ZnS) ist das Zink-Salz der Schwefelwasserstoffsäure. Es kommt in der Natur mineralisch als kubischer Sphalerit (Zinkblende) und hexagonaler Wurtzit vor und kann bergmännisch abgebaut werden. Sowohl in Sphalerit als auch im Wurtzit sind die Zink-Ionen tetraedrisch von vier Sulfid-Ionen umgeben und umgekehrt. Beide Kristallstrukturen sind Prototypen für eine ganze Reihe von Verbindungen. Wurtzit stellt die Hochtemperatur-Modifikation dar. Zinksulfid ist ein II-VI-Verbindungshalbleiter (EG= 3,54 eV, bei Raumtemperatur).
Herstellung[Bearbeiten]
Zinksulfid kann durch Oxidation von Zink mit Schwefel hergestellt werden:
- <math>\mathrm{8 \ Zn + S_8 \longrightarrow 8 \ ZnS}</math>
Es entsteht auch bei der Umsetzung wässriger Lösungen von Zinksalzen mit Ammoniumsulfid-Lösung als weißer bis schwach gelber amorpher Niederschlag.
Ebenfalls möglich ist die Herstellung durch Reaktion einer Zinksulfatlösung mit Schwefelwasserstoff bei Zugabe von Ammoniumacetat
- <math>\mathrm{ZnSO_4 + H_2S \longrightarrow ZnS + H_2SO_4}</math>
oder die Reaktion Zinkoxid und Schwefel in ammoniakalischem Medium.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1027.</ref>
- <math>\mathrm{3 \ ZnO + 4 \ S + 2 \ NH_3 + H_2O \longrightarrow 3 \ ZnS + (NH_4)_2SO_4}</math>
Eigenschaften[Bearbeiten]
Reines Zinksulfid ist ein weißes Pulver, welches in zwei polymorphen Kristallformen auftreten kann. Die α-Form bildet ein kubisches Gitter und kommt in der Natur als Sphalerit (Zinkblende, α-ZnS) vor.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Umwandlung in die ebenfalls in der Natur vorkommenden β-Modifikation Wurtzit (β-ZnS)<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> beginnt bei 1185 °C und ist bei 1200 °C abgeschlossen.<ref>A. Otto Gübli-Litscher: Über die Bildungsenergie von einigen Schwermetallsulfiden mit einem Zusatz über Kaliumcyanomanganat-1. Diss.-Druckerei A.-O. Oebr. Leemann & Co., Zürich 1941, S. 71 (PDF 3,97 MB)</ref> Wurtzit kristallisiert in einem hexagonalen Kristallgitter. Sie zeigt bei Normaldruck keinen Schmelzpunkt und sublimiert bei 1185 °C. Bei einem hohen Druck von 15 MPa liegt der Schmelzpunkt bei 1850 °C.
Ab 480 °C erfolgt in Gegenwart von Luft eine Oxidation zu Zinkoxid und Schwefeldioxid.<ref> Prabhu, G.M.; Ulrichson, D.L.; Pulsifer, A.H.: Kinetics of the Oxidation of Zinc Sulfide in Ind. Eng. Chem. Fundam. 23 (1984) 271–273, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref>
- <math>\mathrm{2 \ ZnS + 3 \ O_2 \longrightarrow 2 \ ZnO + 2 \ SO_2}</math>
Mit Säuren reagiert es unter Bildung von Schwefelwasserstoff:
- <chem>ZnS + 2HCl-> ZnCl2 + H2S</chem>
Verwendung[Bearbeiten]
Mit Al3+- und Cu+-Ionen oder auch Mangan dotiertes Zinksulfid zeigt Lumineszenz und wird für Leuchtschirme in Bildröhren, Magischen Augen und nachleuchtenden Zifferblättern von Uhren verwendet. Ebenso kommt es in Elektrolumineszenz-Folien zur Anwendung. Eine Dotierung mit Mangan bewirkt orange-rote Lumineszenz unter UV-Licht (366 nm). Alternativ ist eine Dotierung mit Silberionen möglich.
In der Malerei wird es zusammen mit Bariumsulfat als Weißpigment genutzt, eine gemeinsam gefällte Form wird als Lithopone bezeichnet. Nachteilig für die Anwendung als Pigment ist die eingeschränkte Beständigkeit von ZnS speziell bei Außenanwendungen. Sauerstoff oxidiert ZnS langsam zu löslichem Zinksulfat.
Wegen seines hohen Brechungsindex von 2,37 werden dünne, im Vakuum aufgedampfte ZnS-Filme zur Vergütung von optischen Bauteilen verwendet.
Zinksulfid ist über breite Bereiche des technisch genutzten Infrarot-Spektrums transparent und wird deshalb zunehmend für Infrarot-Optiken (IR-Kameras) und Schutzgläser eingesetzt. Dabei ist es günstiger als die Alternativen Germanium und Zinkselenid und auch aus toxikologischer Sicht weniger kritisch. Aufgrund des hohen Brechungsindex geht beim Durchgang durch ein unvergütetes ZnS Fenster rund 30 % der IR-Intensität durch Reflexion an den Grenzflächen verloren. Deshalb werden solche Fenster und Optiken meist aufwändig entspiegelt.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Wikipedia:Fehlerhafte Gefahrstoffkennzeichnung
- Anorganisches Pigment
- Zinkverbindung
- Sulfid
- Verbindungshalbleiter
- Optischer Funktionswerkstoff
- Beschichtungswerkstoff