(3369) Freuchen
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| Asteroid (3369) Freuchen | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtelasteroid |
| Große Halbachse | 3,0413 AE |
| Exzentrizität | 0,1399 |
| Perihel – Aphel | 2,6158 AE – 3,4668 AE |
| Neigung der Bahnebene | 7,9796 ° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 267,4437° |
| Argument der Periapsis | 142,2231° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Siderische Umlaufzeit | 5,30 a |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,07 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 23,648 km (±0,012) |
| Albedo | 0,050 (±0,062) |
| Absolute Helligkeit | 12,3 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Poul Jensen, Karl Augustesen |
| Datum der Entdeckung | Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate |
| Vorläufige Bezeichnung | 1985 UZ, 1971 CA, 1975 XF2, 1979 OG16, 1980 XD1 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
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(3369) Freuchen ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 18. Oktober 1985 von den dänischen Astronomen Poul Jensen und Karl Augustesen am Schmidt-Teleskop des Observatoriums Brorfelde (IAU-Code 054) in der Nähe von Holbæk entdeckt wurde. Sichtungen des Asteroiden hatte es vorher schon mehrere gegeben: am 1. und 2. Februar 1971 unter der vorläufigen Bezeichnung 1971 CA an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf, am 1. Dezember 1975 (1975 XF2) sowie am 31. Juli und 19. August 1979 (1979 OG16) am Krim-Observatorium in Nautschnyj und am 9. und 13. Dezember 1980 (1980 XD1) an der Sternwarte am purpurnen Berg bei Nanjing.<ref>(3369) Freuchen beim IAU Minor Planet Center (englisch)</ref>
Der italienische Astronom Vincenzo Zappalà definiert in einer Publikation von 1995 (et al.) eine Zugehörigkeit des Asteroiden zur Eos-Familie,<ref>Datenbank mit der Zuordnung von 12.487 Asteroiden zu Asteroidengruppen (englisch)</ref> einer Gruppe von Asteroiden, welche typischerweise große Halbachsen von 2,95 bis 3,1 AE aufweisen, nach innen begrenzt von der Kirkwoodlücke der 7:3-Resonanz mit Jupiter<ref>David Vokrouhlický, Miroslav Brož, Alessandro Morbidelli, William Frederick Bottke, David Nesvorný, Daniel Lazzaro, Andy Rivkin: Yarkovsky footprints in the Eos family (englisch, PDF; 26 MB)</ref>, sowie Bahnneigungen zwischen 8° und 12°. Die Gruppe ist nach dem Asteroiden (221) Eos benannt. Es wird vermutet, dass die Familie vor mehr als einer Milliarde Jahren durch eine Kollision entstanden ist. In der aktuelleren Datenbank AstDyS-2 wird (3369) Freuchen als zugehörig zur Emma-Familie gesehen, einer kleinen Asteroidenfamilie, die nach ihrem größten Mitglied (283) Emma, einem Doppelasteroiden, benannt ist.<ref>Die Familienzugehörigkeit von (3369) Freuchen in der Datenbank AstDyS-2 (englisch)</ref> (3369) Freuchen weist auch mit mehr als 0,14 eine höhere Exzentrizität auf als die Eos-Asteroiden.
Nach der SMASS-Klassifikation (Small Main-Belt Asteroid Spectroscopic Survey) wurde bei einer spektroskopischen Untersuchung<ref>Gianluca Masi, Sergio Foglia, Richard P. Binzel: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Search for Unusual Spectroscopic Candidates Among 40313 minor planets from the 3rd Release of the Sloan Digital Sky Survey Moving Object Catalog ( vom 16. Oktober 2021 im Internet Archive) (englisch)</ref> von Gianluca Masi, Sergio Foglia und Richard P. Binzel bei (3369) Freuchen von einer dunklen Oberfläche ausgegangen, es könnte sich also, grob gesehen, um einen C-Asteroiden handeln.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Unterteilung von Asteroiden nach S-types, C-types und V-types ( vom 20. Oktober 2021 im Internet Archive) (englisch)</ref> Dies entspräche jedoch weder der Eos- noch der Emma-Familie.
Die zeitlosen (nichtoskulierenden) Bahnelemente von (3369) Freuchen sind fast identisch mit denjenigen der beiden kleineren, wenn man von der Absoluten Helligkeit von 14,6 und 16,6 gegenüber 12,2 ausgeht, Asteroiden (109024) 2001 QS8 und (271221) 2003 TM35.<ref>Der Familienstatus der Asteroiden in der Datenbank AstDyS-2 (englisch, HTML; 51,4 MB) </ref>
(3369) Freuchen wurde am 18. September 1986 nach dem dänischen Polarforscher und Schriftsteller Peter Freuchen (1886–1957) benannt. Die Benennung erfolgte zur 100. Jahrsfeier von Freuchens Geburt.
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- (3369) Freuchen in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (3369) Freuchen in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- Discovery Circumstances von (3369) Freuchen gemäß dem Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union beim Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge, Massachusetts (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />